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Warum ist Rapsspeiseöl so erfolgreich?

Warum ist Rapsspeiseöl so erfolgreich?

12. Mai 2005

Die gelben Rapsfelder im Mai verheißen blühende Zeiten – für Genießer und Gesundheitsbewusste. Ernährungswissenschaftler und Feinschmecker gleichermaßen geben dem wertvollen Speiseöl aus der Rapssaat Bestnoten. Herausragende Merkmale sind die nahezu optimale Zusammensetzung der Fettsäuren und die große Vielseitigkeit. Damit ist Rapsöl die erste Wahl für alle, die sich gut und gesund ernähren möchten.

Wenn es um Fette in der Ernährung geht, gilt es auf Qualität und Quantität zu achten. Die wichtigste Faustregel  dabei lautet: Gesättigte Fettsäuren sind für den Körper  weniger günstig als ungesättigte, denn sie erhöhen den Blutfettspiegel und begünstigen die Entstehung einer Arterienverkalkung. Im Rapsöl ist der Gehalt an gesättigten Fettsäuren besonders niedrig. Gleichzeitig liefert es überdurchschnittlich viele einfach ungesättigte Fettsäuren wie die Ölsäure. Sie ist in der Lage, den Cholesterinspiegel in der richtigen Balance zu halten und damit den Körper vor Arterienverkalkung und Herzinfarkt zu schützen. Ernährungsexperten raten deshalb zu einem Fett oder Öl mit möglichst hohem Gehalt an Ölsäure.

Ein Teil der Fettsäuren, die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, sind sogar lebensnotwendig. Hierzu zählen die selten vorkommenden Omega-3-Fettsäuren wie die Alpha-Linolensäure sowie Omega-6-Fettsäuren, z. B. Linolsäure. Der Körper kann diese Fettsäuren nicht selbst bilden. Daher ist es wichtig, sie täglich in ausreichender Menge mit der Nahrung aufzunehmen. Noch wichtiger aber scheint es zu sein, in welchem Verhältnis diese beiden Fettsäuren-Familien in der Ernährung vorkommen. Denn auch hier gilt: Viel hilft nicht immer viel. So ist der Anteil der Omega-6-Fettsäuren in der typisch deutschen Kostzusammenstellung viel zu hoch, während viel zu wenig Omega-3-Fettsäuren verzehrt werden. Studien haben jedoch gezeigt, dass das Risiko von Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen gemindert werden kann, wenn diese beiden Fettsäurenfamilien in einem ausgewogenen Verhältnis aufgenommen werden. Dies ist von Natur aus bei Rapsöl der Fall. Eine weitere Besonderheit von Rapsöl ist sein hoher Gehalt an natürlichem Vitamin E. Bereits ein Esslöffel im Salat deckt den Tagesbedarf an Vitamin E zu etwa 30 Prozent.

In der Küche ist Rapsöl ein wahres Allroundtalent - auch bei hohen Temperaturen. Das feine hellgelbe Öl ist sehr lange haltbar, geschmacksneutral und bleibt beim Braten und Frittieren geruchlos. Daneben werden auch kaltgepresste Rapsölspezialitäten angeboten, die sich durch eine intensive honiggelbe Farbe und einen nussigen Eigengeschmack auszeichnen. Sie sind ideal für die kalte Küche, für Salatsoßen, Dips und Majonäsen.

Der Name ”Rapsöl” steht für guten Geschmack, wertvolle Inhaltsstoffe und ausgezeichnete küchentechnische Eigenschaften. Insbesondere sein nahezu optimales Fettsäurenmuster macht es zu einem wichtigen Baustein in einer ausgewogenen modernen Ernährung.