Im Gegensatz zur früheren Position des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat offensichtlich ein Umdenkprozess eingesetzt. Auch Rapsölkraftstoff wird nicht mehr völlig abgelehnt - im Gegenteil, anlässlich der Agritechnica in Hannover ist bekannt geworden, dass John Deere zusammen mit VWP die Möglichkeit einer Serienfertigung prüft. Dies wäre ein Durchbruch in die Richtung, wie ihn der Deutsche Bauernverband und UFOP gefordert haben, um insbesondere die bekannten Unwägbarkeiten der Garantieübernahmen und Motorbruchversicherungen im Falle von Umrüstungen möglichst zu reduzieren.
Bekannt geworden sind aber auch bereits Hinweise darauf, dass insbesondere der Phosphorgehalt erheblich unter 10 mg/kg in der Vornorm für Rapsölkraftstoff abgesenkt werden müsste als Voraussetzung für eine Freigabenerteilung. Die Gewinnung von kaltgepressten Rapsöl zur Verwendung als Kraftstoff ist dann ohne weitergehende Ölaufbereitung (Entschleimung) dann nicht mehr möglich.
Im Sinne einer Qualitätsvorhaltung müssen daher heute bereits Konzepte für die zukünftige erforderliche Rapsölaufbereitung abgestimmt werden, um schließlich auch Fehlinvestitionen in Kleinanlagen zu vermeiden.