Biodiesel sorgt für nachhaltigen Antrieb des BioConcept-Cars
Berlin, 29. Mai 2006
Wenn Smudo Mitte Juni mit seinem Ford Mustang beim Internationalen 24h-Rennen auf dem Nürburgring antreten wird, dürfte das bei den über 200.000 Zuschauern für großes Erstaunen sorgen. Nicht, weil er als bekannter Künstler Autorennen fährt. Das ist den Fans schon lange bekannt. Vielmehr ist es sein Rennwagen, der Gesprächsstoff liefert. Smudo und sein PSP Racing-Team treten mit einem Ford Mustang an, der als erster „BioConcept“-Rennwagen in die Geschichte eingehen wird. Anders als das Original ist dieser Mustang weder ein schwerer „Ami-Schlitten“ mit Stahlkarosserie, noch hämmert unter der Haube ein trinkfreudiger 8-Zylindermotor. Ganz im Gegenteil ist seine Karosserie aus Bioverbundwerkstoffen gefertigt und seinen Antrieb übernimmt der derzeit vermutlich stärkste 2 Liter-Dieselmotor der Welt. Und dieser wird, wie schon seit mehreren Jahren bei Smudos Renneinsätzen, selbstverständlich, mit echter Pflanzenpower angetrieben. Biodiesel aus Raps sorgt in dem etwa 260 PS starken Triebwerk im wahrsten Sinne des Wortes für nachhaltigen Antrieb.

Initiator des Biodieseleinsatzes ist die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP), die gemeinsam mit Smudo und dessen Team bereits seit 2003 die Verwendung von Biodiesel auf Basis von Rapsöl im Rennsport realisiert. Neben den unbestrittenen Imageaspekten, die solch eine Kooperation bietet, sind es insbesondere auch technische Aspekte, die das Engagement der UFOP begründen. Dr. Klaus Kliem, der Vorsitzende der UFOP, wies im Rahmen der Fahrzeugvorstellung im Vorfeld des 24h-Rennens darauf hin, dass der Renneinsatz bereits in der vergangenen Saison wertvolle Informationen hinsichtlich des Einsatzes von Biodiesel in Kombination mit Rußpartikelfiltern geliefert habe.
Dr. Kliem zeigte sich bei der Fahrzeugpräsentation, die im Innenhof des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Berlin stattfand, überzeugt davon, dass es keinen besseren Zeitpunkt für den Start eines solchen Projektes geben könne. Das Bewusstsein für die Endlichkeit der fossilen Kraftstoffe und die Notwendigkeit nachhaltiger Konzepte für die Mobilität von morgen, sei heute größer denn je. Smudos BioConcept-Car könne dazu beitragen, dieses wachsende Bewusstsein nun auch verstärkt in konkrete Angebote durch die Automobilindustrie zu überführen. Zugleich forderte er die Politik dazu auf, bei der aktuellen Diskussion über die zukünftige Besteuerung von Biokraftstoffen maßvoll und mit Fingerspitzengefühl vorzugehen. „Biodiesel und die übrigen Biokraftstoffe können nur dann durchstarten, wenn niemand auf der Bremse steht!“, so Kliem.