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Smudo nimmt Bauern mit auf die Rennstrecke

Aus dem Kuhstall direkt auf den Nürburgring: Landwirt tauscht für einen Tag Melkroboter gegen Biodiesel-Mustang

Nürburgring, 25. August 2006 – Smudo, Rennfahrer und Musiker der „Fantastischen Vier“, nimmt im vierten Jahr seiner Nürburgring-Karriere beim Training zum ADAC Ruhr Pokal Rennen am 25. August den Landwirt Martin Bäumler mit auf die Rennstrecke – und zwar in seinem neuen Ford Mustang GT RTD. Wie die Union zur Förderung der Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) in Berlin und die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) in Bonn mitteilen, tritt Smudos Mustang dabei als erstes Rennauto überhaupt mit einer Karosserie aus pflanzlicher Faser und Biodiesel-Motor an und beweist so, dass Umweltverträglichkeit auch im Automobilsport machbar ist.

Biodiesel ist echte Flowerpower, denn er ist aus Pflanzenöl erzeugter Kraftstoff. Unter den alternativen Treibstoffen ist er der bislang erfolgreichste. In Deutschland bieten rund 1.900 Tankstellen den in der Regel auf Basis von Rapsöl hergestellten Biodiesel an. Hier wird etwa ein Viertel des Biodiesels abgesetzt. Die beiden übrigen drei Viertel teilen sich Nutzfahrzeugbetreiber, die den Biodiesel direkt beziehen und Erdölraffinerien, die den Biodiesel in Anteilen von bis zu fünf Prozent konventionellem Diesel beimischen. Da Biodiesel in Sachen Ökologie gegenüber mineralischem Diesel die Nase vorn hat und zudem immer wieder “nachwächst”, setzt Smudo seit Beginn seiner Motorsportkarriere auf die Power aus der Pflanze. Denn auch im Langstreckenrennsport zählen schließlich Siegerqualitäten und Ausdauer zu den gefragten Stärken.

Als Beifahrer bei der Testfahrt im Rennwagen ist diesmal der Landwirt Martin Bäumler mit dabei. Der Milchviehalter ist ein großer Technik-Fan: Seine 59 Kühe in der Oberpfalz melkt ein Melkroboter. Via Webcam und Internet sind sie darüber hinaus weltweit zu sehen. „Zu Smudo steige ich jetzt gewissermaßen als Botschafter der Landwirtschaft mit in den Wagen“, sagt Bäumler vor dem Start mit dem Bioconcept-Car des PSP Racing-Teams. „Das ist für mich eine weitere Möglichkeit, das Thema Landwirtschaft in all seinen Facetten in der Öffentlichkeit darzustellen und Werbung für eine gute Sache zu machen.“ Der 26-jährige Landwirt bewirtschaftet in Obertresenfeld in Bayern einen 62 Hektar großen Betrieb.

Der Kontakt des Rennteams zu Martin Bäumler entstand im Januar auf dem ErlebnisBauernhof der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Dort stellte Smudos Team „Fourmotors“ zusammen mit der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) einen Biodiesel-Beetle aus. Zeitgleich engagierte sich damals Martin Bäumler in Berlin für die FNL mit einem anderen High-Tech-Projekt: Per Webcam und Internet konnten Besucher des ErlebnisBauernhofes live erstmals einen Blick in den Stall des Landwirtes in Bayern werfen. „Das Webcam-Projekt ist für uns eine faszinierende Möglichkeit, die Themen Landwirtschaft und Tierhaltung ganz offen und transparent darzustellen“, sagt Bäumler. Als Smudo-Fan ließ er sich dessen Angebot einer Mitfahrt im neuen „Bio-Rennwagen“ natürlich nicht entgehen.

Die UFOP macht sich bereits seit Jahren für den Einsatz von Biodiesel stark: Gemeinsam mit Smudo und dessen Team (fourmotors GmbH, PlayStation Portable (PSP), und Kumho Tires) realisierte die UFOP seit 2003 die Verwendung von Biodiesel im Rennsport. Im vergangenen Jahr lieferte der Renneinsatz wertvolle Informationen hinsichtlich der Verwendung von Biodiesel in Verbindung mit Rußpartikelfiltern.

Weitere Informationen stehen im Internet zur Verfügung:

www.fnl.de  (mehr über nachhaltige Landwirtschaft)
www.fourmotors.com (Bildmaterial und Infos zu Fahrzeug und Team)