Berlin, 19. Juni 2007 - Die internationalen Ölsaatenerzeuger sind sich der Verantwortung bewusst, Ölsaaten und Pflanzenöle nachhaltig zu produzieren, um die wachsende Nachfrage im Nahrungs-, Futtermittel- und im Nicht-Nahrungsbereich zu bedienen. Mit dieser Erklärung wurde der zehnte internationale Produzentendialog am 11. und 12. Juni 2007 in Kuala Lumpur (Malaysia) abgeschlossen. Beteiligt waren an der Sitzung des IOPD (International Oilseed Producer Dialogue) die amerikanischen Erzeuger von Sojabohnen, die kanadischen Rapserzeuger, die europäischen Erzeuger von Raps und Sonnenblumen sowie die Palmölerzeuger. Die deutschen Erzeuger wurden von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) vertreten, die sich besonders für das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit eingesetzt hatte.
Erstmals fand der Produzentendialog in einem Palmölland statt. Die Ölpalme erreicht einen Ölertrag von 3,7 Tonnen je Hektar. Die Anbaufläche in Malaysia umfasst 4,2 Mio. ha und dominiert damit zu 75 % die landwirtschaftliche Nutzung. In nennenswerten Umfang wird lediglich noch Kautschuk gewonnen, dessen Fläche allerdings aus wirtschaftlichen Gründen zunehmend eingeschränkt wird. Angesichts der Exportabhängigkeit des Landes gewinnt die nachhaltige Produktion zunehmende Bedeutung. Die erforderlichen Kriterien werden derzeit gemeinsam mit internationalen Organisationen wie dem WWF und der Lebensmittelindustrie diskutiert.
Weitere Themen des IOPD-Treffens waren die weltweite Marktsituation für Ölsaaten und besonders die Entwicklung im Biodieselsektor, die Welthandelsrunde WTO, die nationalen Politiken in den Teilnehmerländern sowie die Food versus Fuel Diskussion.
Die nächstjährige Tagung des IOPD wird voraussichtlich in Deutschland stattfinden. Die gemeinsame Abschlusserklärung des IOPD finden Sie auf der folgenden Seite.