Brüssel. Anlässlich der internationalen Biokraftstoffkonferenz, die am 5. und 6. Juli 2007 von der EU-Kommission veranstaltet wurde, betonten COPA und COGECA: Der Anbau von Pflanzen zur Energiegewinnung bietet eine Alternative zur Monokultur und wirkt sich positiv auf die Fruchtfolge und die biologische Vielfalt aus, sofern sie unter Einhaltung der Umweltgesetzgebung produziert werden.
Die Land- und Forstwirtschaft der auf 27 Mitgliedstaaten erweiterten EU laufen Gefahr, ihr Produktionspotential nicht in vollem Umfang auszuschöpfen. Der Grund liegt in Importen, die oft von vorteilhaften Konditionen profitieren - zum Beispiel die unterschiedliche Besteuerung beim Export von Ölfrüchten, Pflanzenölen oder Biodiesel in die EU, wie sie in Argentinien und Malaysia zur Anwendung gelangen, oder die steuerliche Entlastung von Biodiesel (B 99) in den Vereinigten Staaten bei Exporten in die EU.
In anderen Fällen können die Importe von niedrigeren Kosten aufgrund der Nichteinhaltung von Sozial- und Umweltstandards profitieren - verwiesen sei auf Praktiken der Sklaverei in den Plantagen im brasilianischen Amazonien. Deshalb müssen die Produktion von und der Handel mit Biokraftstoffen strengen Nachhaltigkeitsvorschriften unterzogen werden.
Die EU-Biokraftstoffproduktion bietet bereits heute eine Reduzierung der CO2-Emissionen der EU in der nachhaltigsten Weise, wie sie derzeit möglich ist. Zur Ausschöpfung dieses Potentials ist es notwendig, dass
a) wie in den USA Einfuhrkontingente für Biokraftstoffe in Höhe von 7% der Gemeinschaftserzeugung des Vorjahres festgelegt werden.
b) die Biokraftstoffimporte im Rahmen der Einfuhrlizenzenregelung einer Gemeinschaftsverwaltung unterliegen.
c) die den technischen Anforderungen der Automobilindustrie nachkommenden Spezifikationen in der Biodiesel-Norm EN 14214 erhalten bleiben.
d) nicht-denaturiertes Ethanol speziell zu Kraftstoffzwecken verwendet wird.
Konsultieren Sie für weitere Informationen die Dokumente [Pr(07)17F1] und [Pr(06)79F1/P(06)69F1], verfügbar auf: http://www.copa-cogeca.be/
Treten Sie bitte für zusätzliche Auskünfte in Kontakt mit:
Dominique DEJONCKHEERE, Referatsleiterin, Tel.: +32 2 287 27 30,
E-Mail: dominique.dejonckheere@copa-cogeca.be
Simon MICHEL BERGER, Pressereferent, Tel.: + 32 2 287 27 90,
E-Mail: simon.michel-berger@copa-cogeca.be