Mit ihrer 2. Internationalen Tagung für Biodieselhersteller bietet die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V. erneut eine Plattform, die speziell die betrieblichen Anforderungen an die Biodieselherstellung und -qualitätssicherung in den Mittelpunkt stellt.
Zur Einführung in das Thema wird über die Erfahrungen bei der Qualitätssicherung durch die AGQM in Deutschland in den letzten Jahren berichtet. Der hohe Vermarktungsanteil von Biodiesel als Reinkraftstoff stellt dabei hohe Anforderungen an die Produkteigenschaften – die auch unter den Bedingungen einer sich verändernden Rohstoffzusammensetzung gesichert bleiben müssen. Die darauf aufgebauten Erfahrungen unter Einschluss der Qualitätssicherung der Kontrollanalytik selbst sind eine gute Basis für die Vermarktung von Biodiesel als Blendkomponente. Es schließt sich eine Übersichtsdarstellung über die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland und in Europa an, wobei neben förderpolitischen Aspekten auch auf das Thema der Produktüberwachung durch gesetzliche Regelungen eingegangen wird.
Ein weiterer Themenkomplex widmet sich den Zusammenhängen zwischen den Qualitätseigenschaften des Biodiesels und der technischen Einsetzbarkeit bzw. der Akzeptanz bei Fahrzeugherstellern. Weitere Beiträge beurteilen diese Sachverhalte nach Gesichtspunkten der Mineralölindustrie. Aus der Sicht von Fahrzeugherstellern und der Zulieferindustrie - aber auch aus wissenschaftlicher Sicht - wird über die technischen Folgen unzureichender Biodiesel-Eigenschaften informiert und ein Ausblick gegeben, wie zukünftig auch bei höheren Biokraftstoffanteilen motorisch notwendige Kraftstoffeigenschaften abgesichert werden können.
Seit dem 1. Januar 2007 ist in Deutschland ein geändertes Energiesteuergesetz in Kraft. In Verbindung mit dem gleichzeitig eingeführten Biokraftstoffquotengesetz ist die Einhaltung der DIN EN 14214 die Grundvoraussetzung für eine Steuerentlastung und für die Anrechnung für die Quote. Die frühzeitige Einführung eines solchen Systems in Deutschland und die dabei gewonnenen Erfahrungen hat Modellcharakter für andere Länder, um ohne Risiken für den Kraftstoffanwender den Biokraftstoffanteil systematisch zu erhöhen.
Die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e.V. (AGQM) möchte daher die Gelegenheit bieten, zu den Themen „Politische Rahmenbedingungen und Qualität“, „Technische Anforderungen für den Biodieseleinsatz“ sowie „Branchenweite Qualitätssicherung“ mit allen Interessierten in einen Gedankenaustausch einzutreten.
Die Tagung wendet sich an die Unternehmensleitungen von Biodieselherstellern, an die Verantwortlichen für die Durchführung der Produktion und des Vertriebes, an Mitarbeiter von Mineralölunternehmen, in denen das Blending mit Biokraftstoffen bereits durchgeführt oder geplant wird sowie Verantwortliche für die betriebliche Qualitätssicherung. Die Tagung wird darüber hinaus über aktuelle Aspekte der Normungsentwicklung berichten. Es wird ein Überblick über die aktuellen Aktivitäten im Bereich der Kraftstoffnormung in Europa und der Welt gegeben. Ein besonderer Schwerpunkt sind Arbeiten zur Verbesserung der Prüfqualität sowie zur Erweiterung des Anwendungsgebietes bestehender Prüfverfahren.
Im Begleitprogramm am 29.09.2007 wird den Tagungsteilnehmern die Möglichkeit geboten, an einer Exkursion zu einem Biodieselhersteller oder an einem Workshop teilzunehmen, bei dem mit Experten aus unabhängigen Laboratorien, von Geräteherstellern sowie Spezialisten für die statistische Auswertung von Messergebnissen über spezifische Fragen der Biodiesel-Analytik diskutiert werden kann.
Tagungsort: Haus der Landwirtschaft und Ernährung in Berlin
Kontakt/weitere Informationen:
Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e.V.
z. Hd. Frau Viktoria Ellinghaus
Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
Deutschland
Phone: +49 30 31 90 44 33
Fax: +49 30 31 90 44 35
Email: info@agqm-biodiesel.de
Teilnehmerbeitrag:
Nicht-AGQM-Mitglieder: 750,00 €
AGQM-Mitglieder: 80,00 € (zuzüglich 19 % VAT)
Die Tagungsgebühr enthält das Mittagessen für beide Tage und die Pausenversorgung sowie den Bustransfer zu einem Biodieselhersteller und zurück