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Empfehlung zum Umgang mit gebeiztem Saatgut

Die tragenden Verbände der Züchter und Pflanzenschutzhersteller Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP) und  Industrieverband Agrar e.V. (IVA) und die Spezialorganisationen Deutsches Maiskomitee (DMK), Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) und der Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS) haben gemeinsam einen umfassenden Praxisleitfaden zum Umgang mit gebeiztem Saatgut entwickelt. Der Leitfaden ergänzt die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vorgesehenen Auflagen und sonstige rechtliche Vorgaben. Die Empfehlungen des Leitfadens dienen der Abriebverminderung von Beizmitteln. Dies stärkt den Umweltschutz. Zudem kann dadurch ein verbesserter Wirkungsgrad der Beizmittel erreicht werden.

Die wesentlichen an die gesamte Vertriebskette gerichteten Empfehlungen sind der sorgfältigen Umgang zur Vermeidung unnötiger mechanischer Belastungen von Saatgutsäcken bei Lagerung und Transport. Weiter sollten die Anwender bei der Reinigung von Sämaschinen Staubentwicklung vermeiden und Restsaatgut in wiederverschlossenen Originalverpackungen aufbewahren. Bei der Saat empfiehlt es sich zusätzlich zu den rechtlichen Vorgaben, die Saattiefe so einzustellen, dass die Bodendeckung gesichert ist; Landwirte, Züchter und Händler sollten verschüttetes Saatgut sofort zusammenzukehren und entfernen. Zur Vermeidung von Staubabdrift empfehlen die Experten, bei Windgeschwindigkeiten von über 5 m/s die Aussaat zu unterbrechen.

Die umfassenden Maßnahmen des Leitfadens sichern zusätzlich zu den behördlichen und rechtlichen Vorgaben den gewissenhaften Umgang mit dem sensiblen Produkt Saatgut. Der Leitfaden wird über die Züchterhäuser an Landwirte verteilt und kann von den Homepages  der Beteiligten herunter geladen werden.

 

Der Flyer "Leitfaden für die Praxis zum Umgang mit chemisch behandelten Z-Saatgut" kann im Downloadbereich (Agrar/weitere) heruntergeladen werden.