Kommentar: 27.08.2010 - Am Kassamarkt setzten sich zwischenzeitlich niedrigere Rapspreise durch. Grund waren schwachen Vorgaben vom Weltmarkt, an dem die positiven Angebotsaussichten für die USA, fallende Rohöl- und Aktienmärkte, sinkende Weizenpreise und der allmählich aufkommende Erntedruck in den USA Wirkung entfalteten. Gegen Ende der Woche setzten sich allerdings wieder freundlichere Tendenzen durch. Rasch dahin schmelzende Bestände und Aussichten auf ein niedrigeres Angebot lassen weiterhin nur wenig Bewegung nach unten zu. Der Markt für Rapsschrot ist von schwachen Umsätzen geprägt. Die Ölmühlen sind mit Blick auf eine geringere Marge nicht als offensive Verkäufer am Markt. Aber auch die Mischfutterhersteller zeigen kein ausgeprägtes Kaufinteresse und kaufen nur einzelne Partien zur Angebotsergänzung hinzu. Sowohl bei den einzelnen Positionen als auch Paritäten werden ähnliche Preise genannt. Die Sojaschrotpreise zeigten sich nach kurzer Schwäche fester, zumal der schwache Euro den Import von Ware aus Übersee verteuert. Die Preise für pflanzliche Öle stehen weiter unter dem Einfluss
labiler Mineralölpreise. Vor allem die europäische Biodieselindustrie leidet unter den hohen
Rohstoffpreisen. Aus dem Lebensmittelbereich wird Rapsöl indes lebhaft abgerufen. (Martin Schraa, AMI GmbH)
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