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Proteinpflanzenpreise

Wöchentliche Infografiken zu Ölsaaten-, Pflanzenöl- und Ölschrotpreisen

Kommentar:

Proteinpreise auf hohem Niveau

von Wienke von Schenck

AMI - Die Wettermärkte halten die Terminnotierungen im Griff. Dabei gesellte sich zu den spekulativen Bewertungen der südamerikanischen Sojaernten auch die Besorgnis über die Feldbestandsentwicklung in Südosteuropa und bei uns in Europa. Der Temperatursturz, nicht immer gepaart mit Schneefall lässt das Risiko der Auswinterung steigen. Immerhin fehlt östlich der Linie Rügen-Dresden die Schneedecke. Aber ein paar Tage unter - 10°C und nicht so hohe Tag-/Nachtdifferenzen beeinträchtigen den Raps eigentlich nicht. Daher wurden auch in Paris der Meldungen aus der Ukraine und Russland eher unaufgeregt betrachtet, während die Sojakurse mit Blick auf erneut nach unten korrigierte Ernteprognosen in Südamerika wieder nach oben schnellten. Die labilen Kurse und die kaum einschätzbare mittelfristige Marktentwicklung bremsten den Handel mit Raps. Ölmühlen zeigten wenig Interesse und Erzeuger forderten mit Blick auf die knappe EU-Versorgungsbilanz mehr für ihre bereits sehr ausgedünnte Lagerware. Die Gebote ex-Ernte stiegen schlagartig um teils über 8 EUR/t an. Vor dem Hintergrund der ungünstigen Wetterlage wurde seitens der Erzeuger allerdings nichts abgegeben. Die festen Rohstoffkurse ließen auch die Forderungen für Ölschrote steigen, wobei die Volatilität und die Unsicherheit hinsichtlich der mittelfristigen Preisentwicklung die Nachfrage spürbar hemmte. Nachfrage nach Rapsschrot wurde hauptsächlich am Niederrhein verzeichnet, wobei Ölmühlen allerdings kaum dabei waren. Die Prämien aufgrund des überschaubaren Angebotes weiteten sich bis auf April-Liefertermine aus. Der Preisanstieg zur Vorwoche betrug 10 EUR/t. Die Kursschwäche der Sojabohnen und die damit einhergehende Herabsetzung der Forderungen für Sojaschrot zu Beginn der Vorwoche wurden vorerst gestoppt. Die Kurse legten kräftig zu und ließen damit auch die Sojaschrotpreise steigen. Zusätzliche Unterstützung kam vom festeren Dollarkurs. Allerdings kamen die Sojaschrotpreise nicht an das Niveau der Vorwoche heran. Während Rapsöl anhaltend fest tendierte, gab Sojaöl zwischenzeitlich deutlich nach, konnte sich aber ab Wochenmitte wieder festigen. Palm- und Sonnenblumenöl tendierten stabil. Der etwas festere Dollarkurs glich die rückläufigen Rohstoffpreise bzw. Terminkurse wieder aus. Da die Regierung bislang keine neuen zollbefreiten Exportquoten vergab, dümpelt das Exportgeschäft in Malaysia vor sich hin. Das belastete die Notierungen, die in vier Tagen um 3 % nachgaben. Zurückgenommen wurde auch der Preis für Palmölraffinat, der gegenüber der Vorwoche rund 8 EUR/t verlor. Rapsölraffinat blieb demgegenüber knapp offeriert und teuer, während Sojaölraffinat bei wenig Kaufinteresse weiter abrutschte.



Weitergehende Informationen unter: http://www.proteinmarkt.de/