Kommentar:
05.03.2010 – Die Sojanotierungen verlieren an Einfluss auf die Rapsnotierungen. In den vergangenen Tagen wurden entgegengesetzte Kursrichtungen eingeschlagen. Dabei zeigten beide hohe Volatilität. Der Rapsmarkt wird gestützt durch die absehbar hohe Nachfrage, aufgrund befriedigender Verarbeitungsmargen, aber auch aufgrund des Währungseinflusses und der steigenden Mineralölnotierungen. Demgegenüber fehlt es in den USA an neuen Erkenntnissen am Terminmarkt, so dass die flotte Sojaernte in Argentinien und Brasilien zu Buche schlagen. Die aktuelle Schätzung der Ernten in Südamerika wurde erst nach Börsenschluss in Paris veröffentlicht, daher könnte es am Freitag zu einer Kurskorrektur nach unten kommen. Diese Zick-Zack-Preise erhöhen das Interesse an Terminkontrakten, bremsen aber die Umsätze am Kassamarkt. Die Pflanzenölpreise haben in der ersten Wochenhälfte kräftig zugelegt. Vor allem vorderes Sojaöl ist in Deutschland knapp offeriert und erzielt daher Aufgelder, so dass es sogar teurer als Sonnenblumenöl ist. Letzteres gab in Folge des schwächeren Dollarkurses etwas nach. Die Ölschrote setzen ihren Abwärtstrend fort. Innerhalb einer Woche gaben die Forderungen für Sojaschrot fob deutscher Mühle um 13, cif Rotterdam sogar um 14 EUR/t nach und mit den schwachen Vorgaben aus Übersee ist noch keine Ende der Schwäche in Sicht. Diese drückt auch die Rapsschrotpreise. Zwar werden für Termine bis Mai aufgrund des knappen Angebotes der Mühlen noch Aufgelder verlangt, mit 112 EUR/t für August-Lieferungen scheint aber die Talsohle erreicht zu sein. (Wienke v. Schenck, AMI GmbH)
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