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Biodiesel-Spielregeln

Biodiesel-Spielregeln

Beim praktischen Einsatz von BIODIESEL in serienmäßigen Dieselmotoren sind einige Hinweise zu beachten, die einen auf Dauer reibungslosen Betrieb garantieren sollen:

Der Fahrzeugtyp

Biodiesel ist ausschließlich in für diesen Kraftstoff freigegebenen Fahrzeugtypen einzusetzen. Die Betriebsanleitung ist zu beachten bzw. die Freigabe beim Fahrzeughändler zu erfragen. Einige Fahrzeughersteller (z. B. VW, Audi, Skoda, Seat und BMW) haben nur Rapsölmethylester – also eine an den Rohstoff Rapsöl gebundene Freigabe – erteilt.

Der Kraftstofffilter

Wird ein älteres, für Biodiesel freigegebenes Fahrzeug mit Biodiesel betankt, so ist nach einigen Tankfüllungen mit Biodiesel gegebenenfalls der Kraftstofffilter auszuwechseln. Da sich Biodiesel wie ein Lösungsmittel verhält, können Dieselkraftstoffrückstände zu Filterverstopfungen führen.

Der Lack

Aufgrund des Lösemittelverhaltens sollten auch die mit BIODIESEL in Berührung gekommenen Lackflächen, wie auch bei herkömmlichem Diesel üblich, umgehend abgewischt werden.

Die Gummiteile

Manche Gummi- oder Kunststoffmaterialien sind unter Umständen bei längerem Gebrauch nicht beständig gegenüber BIODIESEL. Es kann daher vorkommen, dass z. B. Kraftstoffschläuche aufquellen. Abhilfe können hier Schläuche aus Fluorkautschuk liefern, die bereits in einer Reihe von Fahrzeugen serienmäßig eingesetzt werden. Auskunft über die Art der verwendeten Materialien kann die zuständige Fachwerkstatt geben. Eine regelmäßige Kontrolle des Kraftstoffsystems und gegebenenfalls das Auswechseln der betroffenen Materialien können preiswert und schnell durchgeführt werden.

Das Motoröl

Ein letzter Hinweis gilt noch dem verwendeten Motoröl. In seltenen Fällen kann es zu einer Verdünnung des Motoröls mit Kraftstoff kommen. Dies tritt jedoch in der Regel nur dann auf, wenn der Motor über längere Zeit mit schwacher Belastung gefahren wird. Ölwechselintervalle sollten daher entsprechend den Herstellerangaben eingehalten werden.

Die Biodieselqualität

Empfohlen wird, ausschließlich Biodiesel an Tankstellen zu tanken, die sich dem Qualitätssicherungssystem der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e.V. (AGQM) angeschlossen haben. Die in der AGQM organisierte Biodieselwirtschaft hat sich verpflichtet, öffentlichen Tankstellen ausschließlich Biodiesel auf Basis von Rapsölmethylester gemäß der Spezifikationsfreigabe der Fahrzeughersteller, insbesondere der Volkswagen AG, BMW AG usw. anzubieten.
Ein Kontrollzeichen wurde 2002 eingeführt und an den Tanksäulen angebracht. Fragen Sie bei Ihrer Tankstelle nach.

Übrigens:

Biodiesel müsste eigentlich "Rapsölmethylester" heißen. Abkürzungen wie etwa "RME" oder "RÖME" werden häufig von Experten verwendet. Eingebürgert hat sich wegen seiner überwiegend pflanzlichen Herkunft die Bezeichnung BIODIESEL. Hätten Sie´s gewusst?