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Biodiesel in Linienomnibussen

Biodiesel in Linienomnibussen

Biodiesel in Bussen und Nutzfahrzeugen der Stadtwerke Neuwied, des Verkehrsbetriebes Rhein-Westerwald und des Abwasserbetriebes Stadt Neuwied
Als erstes Verkehrsunternehmen in Rheinland-Pfalz fährt die Stadtwerke Neuwied GmbH seit Ende 1997 ihren kompletten Buspark mit dem alternativen Rapsöl-Kraftstoff BIODIESEL. Im Gegensatz zu BIODIESEL-Flottentests mit neuen bzw. wenige Jahre alten Bussen, wie sie vereinzelt durchgeführt wurden, fahren in Neuwied neben Neufahrzeugen zum großen Teil auch Omnibusse der Baujahre 1982/83. Damit würde ein großes Erfahrungsspektrum beim Einsatz von BIODIESEL abgedeckt, auf dem Weg der Umstellung des ÖPNV in Deutschland. Gleichzeitig wurde der im Unternehmen bereits ausgeprägte Umweltgedanke weiter unterstrichen, da der Schutz der Umwelt ganz oben in den unternehmerischen Grundsätzen steht.

1. Errichtung einer BIODIESEL-Betriebstankstelle durch Umsetzen vorhandener Einrichtungen der Firma Schlick auf dem Betriebshof

2. Umstellung und Betrieb von 26 vorhandenen Omnibussen sowie von 3 Neufahrzeugen der Stadtwerke Neuwied GmbH (SWN) auf BIODIESEL-Betrieb

3. Umstellung und Betrieb von 10 Omnibussen des Vertragspartners VRW auf BIODIESEL-Betrieb

4. Umstellung und Betrieb von 7 vorhandenen Transportern (LKW) der SWN auf BIODIESEL-Betrieb

5. Umstellung und Betrieb von 2 vorhandenen LKW des Abwasserbetriebes auf BIODIESEL-Betrieb

Der bisherige Betrieb mit BIODIESEL bei der Stadtwerke Neuwied GmbH, der Verkehrsbetrieb Rhein-Westerwald GmbH und beim Abwasserbetrieb hat gezeigt, dass der zuverlässige und wirtschaftliche Betrieb mit BIODIESEL anstelle von fossilem Dieselkraftstoff möglich ist. Die  vielen Vorteile des Dieselmotors kommen durch Betrieb mit BIODIESEL noch stärker zur Wirkung. Die Umstellung der Fahrzeuge bereitete keine Schwierigkeiten, ebenso wie die laufende Wartung der Fahrzeuge. Bei der Wirtschaftlichkeit zeigen sich zunehmend Vorteile gegenüber dem Betrieb mit mineralischem Diesel, trotz eines durchschnittlichen Mehrverbrauches von ca. 5 %. Dies ist auf die derzeitig geringeren Preise für BIODIESEL im Vergleich zu mineralischem Diesel zurückzuführen. Die von den Fahrzeugherstellern geforderte Halbierung der Motoröl-Wechselintervalle konnte durch die kontinuierliche Überwachung des Schmieröls vermieden werden.
Diese umfangreichen Erfahrungen die in Neuwied gemacht wurden, kommen auch anderen Betrieben zugute. Die Broschüre enthält ausführliche Beschreibungen zur Umrüstung diverser Fahrzeugtypen.

Erfahrungen der Kreiswerke Heinsberg GmbH

Die Kreiswerke Heinsberg GmbH ist das erste Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs in Deutschland, das seinen gesamten Fahrzeugpark von 130 Bussen mit BIODIESEL als Kraftstoff betreibt. Die Entscheidung fiel aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen, aber auch aus Verantwortung für den ländlichen Raum. BIODIESEL, hergestellt aus Pflanzenöl, kann in den vorhandenen und neu angeschafften Bussen problemlos eingesetzt werden. Als nachwachsender Kraftstoff schont er die fossilen Energievorräte und reduziert den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2 ). Die Abgasemissionen werden durch den schwefelfreien BIODIESEL drastisch gesenkt, vor allem mit modernen Oxidationskatalysatoren. Der 2-jährige BIODIESEL-Betrieb zeigt, dass ein zuverlässiger Fahrbetrieb gewährleistet ist und der Umgang mit dem ungefährlichen und ungiftigen Kraftstoff vorteilhaft ist. Erfreulich ist die durchweg positive Resonanz der Fahrgäste.

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