In einer neuen Studie haben die Wissenschaftler des Münchener Instituts fu¨r Wirtschaftsforschung (ifo) die volkswirtschaftlichen Effekte der Biodieselproduktion in Deutschland errechnet. Im Ergebnis erzielt der Staat nach der Studie Einnahmen durch Steuern, Abgaben und Sozialbeiträge, die durch eine Wiederbelebung des B100-Marktes deutlich steigen würden.
Bei einer Steuerreduzierung von derzeit 18 Cent auf 10 Cent pro Liter B100 und einem Absatz von 700.000 Tonnen gehen die Wissenschaftler des ifo-Instituts davon aus, dass der Finanzminister netto rund 379 Mio. Euro zusätzlich einnimmt.
Die Kurzfassung sowie der Endbericht der ifo-Studie stehen im Downloadbereich zur Verfügung.
Ab sofort können Vordrucke zur Anerkennung von Zertifizierungssystemen und Zertifizierungsstellen für den Biokraftstoff- und Biostrombereich auf der Homepage der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) heruntergeladen werden. Ein erster Leitfadenentwurf von der BLE zur nachhaltigen Herstellung von Biomasse hat das Bundesumweltministerium in dieser Woche an die Verbände versandt. Der Leitfaden erläutert, wie die Nachhaltigkeitsverordnungen konkret umgesetzt werden.
Bei Biokraftstoffen konnte kein erhöhtes Risiko von Erbgutveränderungen gegenüber fossilem Diesel- und Ottokraftstoff nachgewiesen werden. Dies ist eines der Ergebnisse eines Projektes der TU Graz, der TU Wien, der TU München und des Biomass Logistics Technology Francisco Josephinum in Österreich. Die Untersuchung war 2007 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) beauftragt worden, um die kontroverse Diskussion um das Mutagenitätsrisiko von Biokraftstoff-Emissionen zu untersuchen.
Die Energiesteuer auf Biokraftstoffe in Reinform wird auf den derzeitigen Satz von einheitlich 18 Cent/Liter für Biodiesel B 100 und für Pflanzenölkraftstoff festgeschrieben. Dies sieht das Wachstumsbeschleunigungsgesetz vor, das gemeinsam von den Regierungsfraktionen und der Bundesregierung im Parlament eingebracht wird. Die Neuregelung soll bereits zum 1.1.2010 in Kraft treten, vorbehaltlich der beihilferechtlichen Prüfung durch die EU-Kommission. Bereits mit dem Koalitionsvertrag wurde eine Korrektur der nach geltendem Energiesteuergesetz jährlich ansteigenden Steuerstaffel angekündigt, um den mittelständischen Biodieselherstellern und den hunderten dezentralen Ölmühlen überhaupt noch eine Absatzchance zu eröffnen. Der einheitliche Steuersatz soll bis zum 31.12.2012 beibehalten werden. Er unterliegt allerdings – wie bisher – der jährlichen Überkompensationsprüfung.
Unter folgenden Links stehen die aktualisierten Steuertabellen der UFOP zum Download bereit.
In der Sendung „auto mobil“ des Senders VOX wurde am 1. November 2009 über Laboruntersuchungen im Zusammenhang mit Beimischungen von Biodiesel zu Diesel berichtet. Bei diesen Laboruntersuchungen wurde die mutagene Wirkung von Motorabgasen auf Mikroorganismen untersucht. Die UFOP weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die genannten Untersuchungen eindeutig gezeigt haben, dass für B7 kein signifikanter Anstieg der Mutagenität festgestellt wurde.
Auswirkungen der geänderten Mindestanteile Neuberechnung der Steuersätze für Reinkraftstoffe Klimaschutzquote für Biokraftstoffe ab 2015
UFOP informiert über das Gesetz zur Änderung der Förderung von Biokraftstoffen
Der Bundestag wies am 18. Juni mit der so genannten Kanzlermehrheit einen Einspruch des Bundesrates gegen das Biokraftstoff-Gesetz zurück. Das Regelwerk kann somit in Kraft treten. Die Länder hatten weitere Steuerentlastungen für Biodiesel und Pflanzenöl gefordert, sind mit diesen Forderungen jedoch gescheitert. Neben den Gesetzesänderungen bspw. zur Absenkung des Gesamtquotenanteils von Biokraftstoffen im Kraftstoffmarkt um 1 Prozent auf 5,25 Prozent für 2009, hat das Parlament zudem eine Entschließung verabschiedet, in der es die Regierung auffordert, dafür zu sorgen, dass Nachhaltigkeitsstandards bei der Produktion, Lieferung und Verwendung von Biokraftstoffen eingehalten werden.
Anmerkungen und Richtigstellungen zur Stellungnahme des Bundesverbandes Pflanzenöle e.V. zur Anhörung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit des Deutschen Bundestages (Ausschussdrucksache 16(16)391(G)) am 9. April 2008.
Fachautoren:
Prof. Dr.-Ing. Axel Munack und Prof. Dr. Jürgen Krahl
Die Verwendung von Biodiesel als Zumischkomponente - B7:
Die Verwendung von Biodiesel als Zumischkomponente in Dieselkraftstoff mit einem Volumenanteil von bis zu 7% (B7) ist sowohl von den Motoren- (PKW und Nutzfahrzeuge) als auch den Dieselpartikelfilterherstellern freigegeben. Nicht nur deutsche Fahrzeughersteller geben B7 frei. In Frankreich wird ebenfalls 2008 B7 im Wege einer nationalen Änderung der Anforderungsnorm für Dieselkraftstoff in den Markt eingeführt.
Die UFOP hat das Institut für Energetik und Umwelt (IE) beauftragt, einen Kosten- und Ökobilanz-Vergleich von Biokraftstoffen auf Basis heimischer Rohstoffe vorzunehmen. In dieser Studie werden Berechnungen des IE mit Literaturangaben verglichen und in ihrer Bandbreite dargestellt.
Die Kurzfassung und Langfassung der Studie steht Ihnen in unserem Downloadbereich kostenlos zur Verfügung.
Die Verbände der deutschen Biokraftstoffwirtschaft – Deutscher Bauernverband (DBV), die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP), Landwirtschaftliche Biokraftstoffe e.V. (LAB) und der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) – haben anlässlich der 2. Sitzung des vom Bundesumweltminister Siegmar Gabriel und Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer initiierten "Runder Tisch Biokraftstoffe" ihre Vorschläge für eine perspektivisch ausgewogene Biokraftstoffstrategie vorgestellt.
Die Partikelfilterhersteller HJS (VW-Lieferant) und Twin-Tec (Freie Werkstätten) haben ihre Nachrüstpartikelfilter für den Betrieb mit Biodiesel freigegeben. Für den Betrieb mit Biodiesel ist also entscheidend, ob das Fahrzeug für diesen Kraftstoff freigegeben ist - dies ist laut Betriebsanleitung der Fall. Einer Nachrüstung und damit Weiterbetrieb mit Biodiesel steht damit nichts im Wege.
Rußfilterkatalysatoren für Biodiesel freigegeben
Die ersten zwei Unternehmen haben grünes Licht für Biodiesel gegeben: Twin-Tec und HJS haben jetzt ihre Russfilterkatalysatoren zum Nachrüsten für den Pflanzensprit freigegeben. Der Freigabe vorausgegangen seien umfangreiche Tests, bei denen die Auswirkungen des Biosprits auf die Filtergeneration sowie die katalytische Beschichtung des Rußpartikelfiltersystems untersucht wurden. Laut Twin-Tec ergeben sich durch Tanken von Biodiesel weder schlechtere Filtereigenschaften noch erhöhte CO2-Emissionen. Das Angebot für die Nachrüstung bei HJS ist für den Original-DPF® City-Filter auf über 500 Fahrzeugtypen erweitert und wird sukzessive ausgebaut.
Der wachsende Biodieselmarkt wirkt sich positiv auf die deutsche Volkswirtschaft aus. Laut einer aktuellen Studie des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) belief sich die inländische Wertschöpfung in 2005 auf 1,9 Mrd. Euro – und wird sich bis 2007 auf 3,6 Mrd. Euro fast verdoppeln. Diese Ergebnisse basieren auf einer Analyse der gesamten Wertschöpfungskette vom Rapsanbau bis zur Tankstelle. Die aktuelle Studie des ifo-Instituts steht für Sie zum Download bereit.
Einen Überblick über die aktuelle Marktsituation von Biodiesel gibt der UFOP-Bericht "Biodiesel und pflanzliche Öle als Kraftstoffe", der hier zum Download bereit steht. Als im Dezember 1990 die UFOP gegründet wurde, war Biodiesel ein „no-name“ Produkt. Der Verband, mit seiner interprofessionell ausgerichteten Struktur, setzte von Anfang an auf diesen Alternativkraftstoff. Mittlerweile hat sich Biodiesel als der alternative Biokraftstoff auf dem Markt etabliert.
Eine ständig steigende Anzahl von Transportunternehmern setzt unter dem Aspekt der Kostenreduzierung Biodiesel ( FAME, RME ) als Kraftstoffersatz zum Betrieb ihrer Fahrzeuge ein. Bisher war der Betrieb mit Biodiesel um mit bis zu 2/3 verkürzten Wartungsintervallen verbunden. Grund der Verkürzung ist der Eintrag von Biodiesel in das Motorenöl, und der negative Einfluss des Biodiesels auf die Schmiereigenschaften des Motorenöls. (u.a. Verdickung von Öl, Verkleben des Filters, etc). Mit dem Einsatz des Biodiesel-Vorteilpaketes ab Produktionsmonat Januar 2006 für alle Actros 2 und Axor 2 mit den Baumustern 944.032/.033/233 wird der Eintrag von Biodiesel in das Motorenöl verringert.