Bei der Herstellung von Motor- und Getriebegehäusen im Automobilbau werden Gussformen verwendet, die aus Formsand und Harzen gebildet werden. Dieses sog. Cold-Box-System wird bereits in großem Maßstab mit RME als Bindemittel der Harzkomponente verwendet. 1996 wurde vom Unternehmen Hüttenes-Albertus der Gießereiindustrie ein neues patentiertes umweltverträgliches Cold-Box-System vorgestellt, welches neben einer Verringerung der geruchlich wahrnehmbaren Emissionen bei der Kernherstellung und Reduzierung der BTX-Werte (Benzol, Toluol und Xylol) nach dem Abgießen auch bedeutende technische Vorteile gegenüber den klassischen Cold-Box-Systemen aufweist.
Diese sind:
• Sehr gute Trennung von Kern- und Formteilen aus dem Werkzeug
• Minimierung des Harzaufbaues an der Werkzeugoberfläche
• Reduzierung des Katalysatorverbrauchs durch verbesserte Reaktivität der Cold-Box-Systeme
• Erhöhung der Produktivität
• Vermeidung von Gussfehlern wie Erosionen und Schülpen durch höhere Thermostabilität der neuen CB-Systeme
• Verbesserung der Maßhaltigkeit der Gussteile