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Rapsaussaat leidet auch in diesem Jahr unter widrigen Wetterbedingungen – Anbau bleibt aber mit rund 1,32 Mio. Hektar auf hohem Niveau
Widrige Wetterbedingungen, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, haben dazu geführt, dass im August/September 2011 weniger Winterraps ausgesät wurde als im Vorjahr. Allerdings bleibt der für 2012 prognostizierte Anbauumfang bundesweit leicht oberhalb der aufgrund von Auswinterung und sonstigen Schäden reduzierten Erntefläche 2011. Das Potenzial für den Winterrapsanbau in Deutschland ist insgesamt mit 1,45 bis 1,5 Millionen Hektar zu bemessen.
Rapsanbau kennt keine Monokulturen
Deutschlandweit blüht der Raps. Die gelben Felder dominieren das Landschaftsbild und sorgen für Frühlingsgefühle. Beim einen oder anderen entsteht aber eventuell auch das Gefühl, dass es immer mehr Rapsfelder gibt. Doch der Eindruck täuscht. In den letzten beiden Jahren lag die Menge des geernteten Rapses zwar über den Erträgen der Vorjahre, doch ein Blick auf die Anbaufläche seit 2005 macht deutlich, dass sie sich mit maximal 1,5 Millionen Hektar praktisch kaum verändert hat. Das entspricht etwa 12 Prozent der deutschen Ackerfläche. Der Anbau erfolgt dabei in jedem Jahr auf anderen Flächen, weil der Raps nicht mit sich selbst verträglich ist. Ein Landwirt baut Raps deshalb niemals in Monokultur, also Jahr für Jahr auf der gleichen Fläche an. Vielmehr ist Raps in vielen Betrieben ein fester Bestandteil einer mehrjährigen Fruchtfolge und wird nur alle drei bis vier Jahre auf einem Feld angebaut.
Raps ist die mit Abstand bedeutendste heimische Ölpflanze. Die Rapsblüte dokumentiert das in diesen Tagen wie in jedem Frühjahr wieder eindrucksvoll. In jedem Frühjahr? Nein, nicht ganz, denn Raps wie wir ihn heute kennen, wird erst seit etwa 25 Jahren angebaut. Den deutschen Rapszüchtern ist es damals gelungen, mit dem so genannten „00-Raps“ den Grundstein für die positive Entwicklung des Rapsanbaus zu legen. Diese neuen Rapssorten zeichneten sich durch ein Fettsäurenmuster des Rapsöls aus, das von Ernährungsexperten besonders empfohlen wird. Das gilt auch für das bei der Pressung anfallende Rapsschrot, das auf Grund seiner Qualität für praktisch alle Einsatzbereiche in der Tierernährung ebenso empfohlen wird. Rapsschrot ersetzt dadurch in großem Umfang Sojaimporte.
Auf annähernd 1,5 Mio. der insgesamt ca. 12 Mio. Hektar Ackerfläche in Deutschland blüht in diesen Tagen leuchtend gelber Raps. Es ist eine echte Erfolgswelle, auf der die deutschen Landwirte seit Mitte der 80er-Jahre mit dem Rapsanbau schwimmen. Ein wesentlicher Grund liegt in der großen Bedeutung, die sowohl das Rapsöl als auch das bei der Pressung entstehende Rapsprotein heute besitzen. Die stetig gestiegene Nachfrage nach Rapsöl als wertvollem Speiseöl und Rohstoff für Biokraftstoffe auf der einen und nach hochwertigem Eiweißfuttermittel auf der anderen Seite, macht den Rapsanbau neben dem Anbau von Getreide und Mais für die deutschen Landwirte wirtschaftlich attraktiv. Hinzu kommen eine Reihe von Anbauvorteilen des Rapses, wie der praktisch ganzjährige Schutz des Bodens vor Erosion, seine Humus aufbauende Wirkung und die daraus resultierende hervorragende Vorfruchtwirkung. Das bedeutet, dass Raps einen so ideal vorbereiteten Boden hinterlässt, dass die nachfolgende Getreideernte höher ausfällt.
1,4 Millionen Hektar! Auf dieser Fläche strahlen Deutschlands schönste Ölfelder in diesen Tagen mit der Sonne um die Wette. Bereits im letzten September haben die deutschen Landwirte mit der Aussaat dafür gesorgt, dass die leuchtend gelben Felder jetzt wie Ausrufezeichen im Landschaftsbild verkünden: Endlich ist Frühling! Insgesamt werden die Rapserzeuger im August über 5 Millionen Tonnen nachhaltig erzeugte Rapssaat ernten. Daraus werden in zahlreichen dezentralen und einer ganzen Reihe industrieller Ölmühlen mehr als 2,2 Millionen Tonnen Rapsöl und 2,8 Millionen Tonnen hochwertige Futtermittel gewonnen.
Mit dem Anbau von Raps setzen die deutschen Landwirte in jedem Jahr auf das richtige Pferd. Als hochwertiges Speiseöl beim Verbraucher heiß begehrt und als Hauptrohstoff für die deutsche Biodieselindustrie stark gefragt, ist Raps ein wichtiger Einkommenslieferant für die Landwirtschaft. Was man beim Anblick der vielen gelben Felder aber kaum bemerkt ist die Tatsache, dass Raps immer in einer Fruchtfolge angebaut wird. Nie ist ein Rapsfeld im Folgejahr an der gleichen Stelle zu finden. Ein Abstand von drei bis vier Jahren liegt zwischen dem Anbau von Raps auf einem Acker. Das sichert hohe Erträge, sowohl beim Raps selbst, als auch bei den nachfolgenden Feldfrüchten, die vom so genannten Vorfruchtwert des Rapses profitieren.
Auf einer Rekordfläche von über 1,5 Millionen Hektar blüht derzeit Raps in ganz Deutschland. Die gelbe Pracht ist nicht nur Vorbote des nahen Sommers, sondern vor allen Dingen Lieferant von Rapsöl, das sich weltweit einer immensen Nachfrage erfreut. Die Saatkörner, die bis zur Ernte im Juli heranreifen, enthalten mehr als 40 Prozent dieses hochwertigen Öls. Kalt gepresst in dezentralen Ölmühlen oder großtechnisch hergestellt, wird es ebenso als wertvolles Speiseöl wie auch als Rohstoff für Biodiesel und andere technische Produkte seinen Weg zu den Verbrauchern antreten.
Deutschlandweit bestimmt in diesen Tagen blühender Raps das Landschaftsbild. Leuchtend gelbe Felder allerorten. Man sieht den Vorboten des nahen Sommers gar nicht an, was für eine Kraft in ihnen steckt, Kern-Kraft um genau zu sein. Durchschnittlich 3.600 Kilogramm Rapssaat liefert jeder Hektar. Daraus entstehen 1.600 Liter Rapsöl oder Biodiesel mit einer Einsparung von 3,5 Tonnen CO2 gegenüber herkömmlichem Dieselkraftstoff. Und das aus nur etwa 3 Kilogramm Saatgut! Das bedeutet: Jedes einzelne Samenkorn erzeugt rund 1.000 neue Rapskörner.
Auf einer Rekordfläche von etwa 1,4 Millionen Hektar blüht der Raps in Deutschland in diesem Jahr. Das ist eine Fläche, die fast der Größe Schleswig-Holsteins entspricht. Die Top 10 der Bundesländer in Sachen Rapsanbau führt Mecklenburg-Vorpommern mit ca. 238.000 Hektar vor Bayern mit rund 173.000 Hektar und Sachsen-Anhalt mit rund 163.000 Hektar an. Niedersachsen und Sachsen liegen mit jeweils etwa 126.000 Hektar praktisch gleichauf auf den Plätzen vier und fünf. Sechster in dieser „gelben Liga“ ist Brandenburg mit 121.000 Hektar vor Schleswig-Holstein mit knapp 116.000 Hektar. Die Plätze acht bis zehn gehen mit Flächen zwischen 111.000 und 70.000 Hektar an Thüringen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
Früher sorgte Hafer für die nötigen Pferdestärken in der Landwirtschaft. Dann kam die Motorisierung und Mineralöl übernahm die Rolle des Energielieferanten. In Zeiten steigender Energiepreise wird das alte Prinzip der Selbstversorgung nun wieder für immer mehr Landwirte interessant. Das bedeutet aber nicht den Umstieg zurück auf schwere Kaltblüter. Vielmehr produziert eine stetig steigende Zahl von Landwirten in dezentralen Anlagen eigenen Kraftstoff aus Raps. Optimale Qualität und ein entsprechend umgerüsteter Motor vorausgesetzt, wird der Landwirt so zu seinem eigenen Tankwart.
Raps bestimmt mit seiner leuchtend gelben Farbe in jedem Frühjahr das Landschaftsbild. Was den wenigsten auffällt: Nie ist ein Rapsfeld im Folgejahr auf dem gleichen Acker zu finden. Eine drei- bis vierjährige Fruchtfolge wird von den Landwirten stets eingehalten. Das ist ein Element des nachhaltigen Rapsanbaus in Deutschland, der die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit zum Ziel hat, um so dauerhaft hohe Erträge zu sichern.