Zur Ermittlung des Einflusses von Antioxidantien auf den Motorbetrieb wurde im Rahmen der Langzeitstudie ebenfalls der Feldtestmotor zwei Bauteilbefundungen unterzogen.
Der Bericht informiert über die Befundungsergbnisse.
Der Einsatz von Rapsölkraftstoff erfordert eine Stabilitätsreserve für den Transport, die Lagerung sowie die Anwendung beim Verbraucher, da unterschiedliche Einflussfaktoren zu einer Minderung der Lagerstabilität führen können. Es ist bekannt, dass das Behältermaterial, die Temperatur, die Lichteinstrahlung und die Sauerstoffverfügbarkeit erhebliche Auswirkungen auf die Oxidationsstabilität von Pflanzenölkraftstoffen haben können.
Im Rahmen dieser Studie wurde die Lagerstabilität verschiedener Rapsölkraftstoffqualitäten mit und ohne Stabilisierung durch ein wirksames Antioxidationsmittel über zweieinhalb Jahre verfolgt.
Abschlussbericht wurde gefördert durch: die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP e.V.), die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) - Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), sowie das Centre for Sustainable Energy Research e.V. (CSER e.V.).
Während des Transports zum Verbraucher und der Lagerung vor Ort ist Rapsölkraftstoff unterschiedlichen Einflussfaktoren ausgesetzt, die zu einem Qualitätsverlust führen können. Im Rahmen dieser Studie wurde der Einsatz von einem wirksamen Antioxidationsmittel (Baynox® Plus) an Rapsölkraftstoff unter Berücksichtigung verschiedener Einwirkungen eingehend untersucht. Es wurden Analysen zum Mischungsverhalten (Rapsöl / Additiv), zum Sauerstoffgehalt von reinem und stabilisiertem Rapsöl sowie zum Sauerstoffpartialdruck durchgeführt.
In diesem Handbuch sollen den Betreibern dezentraler Ölgewinnungsanlagen Hinweise gegeben werden, welche Aspekte bei der Planung und bei der Auswahl der technischen Komponenten einer dezentralen Ölmühle wichtig sind und worauf bei der Produktion und Lagerung von qualitativ hochwertigem Rapsölkraftstoff zu achten ist.
Maßnahmen zur Qualitätssicherung bilden dabei einen Schwerpunkt. Ein Überblick über betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte der dezentralen Ölgewinnung und rechtliche Rahmenbedingungen sowie eine Zusammenstellung nützlicher Adressen schließen sich an.
Ziel der Befragung ist es, die technische Ausstattung sowie die Massenströme der eingesetzten Rohstoffe und der erzeugten Produkte zu erheben. Daraus soll die Bedeutung des Erwerbszweiges "dezentrale Ölgewinnung" für die Landwirtschaft abgeleitet werden. Angaben zum Qualtitätsmanagement, zu Preisen und Erlösen sowie zur Logistik und zum Absatz sollen gesammelt werden. Außerdem sollen Besonderheiten der Anlagenkonzeption bei der Produktion von Rapsölkraftstoff gemäß der Vornorm DIN V 51605 ermittelt werden. Schließlich ist es Ziel, verlässliche Daten zur Inbetriebnahme, Betriebsgröße und zu den Produktionsschwerpunkten bei den Betreibern dezentraler Ölmühlen zu erheben.
Um praxisnahe Antworten auf die Fragen der Landwirte und Werkstätten auf den Einsatz von Rapsöl in der Landwirtschaft geben zu können, hat die DEULA die Felduntersuchung "Rapsöl pur" von September 2005 bis Juli 2006 durchgeführt. Aufgabe der Felduntersuchung war, Maschinen, die mit Rapsöl betrieben werden, in einer Momentaufnahme zu beurteilen. Die Befundungen wurden nur von einer Person, einem landtechnischen Lehrer der DEULA Schleswig-Holstein durchgeführt. Die Ergebnisse sind nicht statistisch abgesichert. Es ging bei der Beurteilung vor allem darum festzustellen, wie gut oder schlecht die Maschinen mit Rapsöl funktionieren.
Die Anzahl dezentraler Ölsaatenverarbeitungsanlagen hat sich seit 1999 in Deutschland nahezu verdreifacht. Aus diesem Anlass führte das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) im Auftrag des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) und mit finanzieller Unterstützung der UFOP im Frühjahr 2004 eine Umfrage „Dezentrale Ölsaatenverarbeitung in Deutschland“ durch.
In der Vergangenheit stellte sich vermehrt die Frage, ob Rapsöl dem ermäßigten oder dem Regelsteuersatz im Umsatzsteuerrecht unterliegt. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) teilte mit Schreiben vom 5. August 2004 (IV B7-S 7220-46/04) mit, welche Gegenstände unter den ermäßigten Steuersatz von 7% gem. § 12 Abs. 2 Nr. 2 UStG fallen.
Unter Randzeichen 94/95 stellt das BMF klar, das genießbare tierische und pflanzliche Fette und Öle auch verarbeitet unter den ermäßigten Mehrwertsteuersatz fallen. Konkret wird hierzu auch raffiniertes Rapsöl gezählt, auch wenn es als Kraftstoff verwendet wird, wie unter Randzeichen 95 Nr. 4 Abs. 3 ausgeführt wird. Ausdrücklich weißt das BMF jedoch darauf hin, dass eine Mischung aus Rapsöl und Dieselkraftstoff dem Regelsteuersatz unterfällt.
Das Schreiben des BMF steht hier zu Ihrer Kenntnisnahme zum Download zur Verfügung.
Pflanzenöle, wie Rapsöl, Sojaöl oder andere Sorten bzw. Mischungen werden für den Verbraucher immer stärker als alternativer Kraftstoff zum Antrieb von Fahrzeugen oder Maschinen verwendet. Die Nachfrage steigt und der Handel beginnt den Markt zu gestalten. Dabei werden manchmal die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht ausreichend beachtet. Zum Thema Verkauf von Pflanzenöl als alternativer Kraftstoff wurden im Folgenden einige Fragen vom Landesbetrieb Mess- und Eichwesen Nordrhein-Westfalen zusammengestellt und beantwortet.
Mit der Änderung der Agrardieselregelung steigt das Interesse Rapsöl anstatt Dieselkraftstoff oder Biodiesel als Kraftstoffalternative einzusetzen. Rapsöl unterscheidet sich jedoch wesentlich von Biodiesel und mineralischem Kraftstoff in motorrelevanten Eigenschaften, wie Viskosität (Zähflüssigkeit) sowie Zünd- und Verbrennungsverhalten.
Das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe, Straubing, hat eine Handreichung zur Herstellung von Rapsölkraftstoff in dezentralen Ölgewinnungsanlagen erstellt. Der Leitfaden ist ein Ratgeber für Betreiber kleiner Abpressanlagen mit dem Ziel, einen Beitrag zu leisten die Rapsölkraftstoffproduktion auf möglichst hohem Qualitätsniveau sicher zustellen.