UFOP "Politik Aktuell": Indirekte Landnutzungsänderung (iLUC)

Die Einführung der von der EU-Kommission vorgeschlagenen iLUC-Faktoren muss verhindert werden. Ihre Einführung hätte fatale Folgen – nicht nur für die deutsche und europäische Biokraftstoffindustrie! 

1. Die im Vertrauen auf eine verlässliche Politik und als Beitrag für Klimaschutz und Ressourcenschonung getätigten Investitionen in Milliardenhöhe in deutsche und europäische Biokraftstoffproduktionsanlagen sowie zehntausende Arbeitsplätze gehen verloren! 

2. Die Energiewende ist ohne Biokraftstoffe nicht realisierbar. Sie sind die einzige verfügbare nachhaltige Alternative im Verkehr! 

3. iLUC-Faktoren steigern die Importabhängigkeit von Eiweißfuttermitteln! Der steigende Importbedarf insbesondere von Sojaschrot würde zwangsläufig auch zu mehr Flächenbedarf in den Ursprungsländern führen – was die iLUC-Theorie ad absurdum führt! 

4. iLUC-Faktoren stellen keine wirksame Maßnahme gegen illegale Waldrodungen in Übersee dar, sondern bestrafen europäische Landwirte für Anbaumethoden in Drittstaaten! 

5. iLUC-Faktoren schränken Biodiversität und Fruchtfolgegestaltung ein – eine nachhaltige Landbewirtschaftung ist ohne die EU-weit mit Abstand wichtigsten Blattfrüchte Raps und Sonnenblumen undenkbar. Raps und Sonnenblumen sind in der EU auch die bedeutendste Trachtpflanzen für Bienen – ihnen wird die bedeutendste Nahrungsgrundlage für den Aufbau der Völker entzogen!

 

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