Anforderungen an die Eigenschaften zukünftigen Biodiesels

Zusammenfassung "Anforderungen an die Eigenschaften zukünftigen Biodiesels"

Rapsölmethylester (RME) kann derzeit in PKWs mit Dieselpartikelfiltern nicht eingesetzt werden. Die Siedekurve von RME stellt darüber hinaus ein Problem dar, das dessen zukünftige Verwendung in Euro-VI-Fahrzeugen in Frage stellt.
Demgegenüber hat hydriertes Pflanzenöl (Hydrogenated Vegetable Oil; HVO) beim Gesetzgeber in Deutschland schon eine gewisse Akzeptanz erlangt und wird weltweit als biogener Dieselkraftstoff diskutiert. HVO weist chemische und physikalische Vorteile gegenüber RME auf. Falls RME auch zukünftig als ein geeigneter Kraftstoff für Verbrennungskraftmaschinen gelten soll, müsste seine Struktur verändert werden, zum Beispiel durch Züchtung. Dabei ist es besonders wichtig, die Siedelinie herabzusetzen, indem Kettenlängen von 12 bis 16 C-Atomen angestrebt werden, wobei die Oxidationsstabilität durch entsprechende geringe Anzahl von Doppelbindungen und deren geeigneter Position zu wahren ist.
Darüber hinaus muss man auch die Emissionen und Gesundheitswirkungen der Abgase beachten. Neben der Pflanzenzüchtung sollte sich die Forschung auch effizienten biotechnischen Umesterungsverfahren widmen, die gleichzeitig kürzere Kettenlängen hervorbringen. Schließlich muss auch der Phosphor- und Metallgehalt des Kraftstoffs deutlich unter die jetzt geltenden Spezifikationen der Biodiesel-Norm gesenkt werden, um zukünftige Abgasreinigungssysteme langzeitstabil einsetzen zu können.

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