UFOP präsentierte Raps-Kraftstoffe im Rahmen des ADAC 24h-Rennens

Abgeordnete informierten sich über innovative Biokraftstoffe und die aktuelle Situation im deutschen Biokraftstoffmarkt

Berlin, 22. Mai 2012 – Anlässlich des diesjährigen ADAC 24h-Rennens auf dem Nürburgring feierte die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) ein kleines Jubiläum. Zum insgesamt zehnten Mal unterstützte der Verband den Einsatz von rapsölbasiertem Kraftstoff im Rennwagen des prominenten Künstlers und Fahrers Smudo und dessen Four Motors Rennteam aus Reutlingen. Gemeinsam mit den über 200.000 Zuschauern an der Strecke besuchten auf Einladung der UFOP mit Alexander Licht und Arnold Schmitt auch zwei Landtagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz das motorsportliche Großereignis.

Bei diesem Besuch stand jedoch weniger das Renngeschehen, als vielmehr die Kraftstofftechnologie sowie die aktuelle Situation im deutschen Biokraftstoffmarkt im Mittelpunkt. UFOP-Geschäftsführer Stephan Arens erläuterte die Hintergründe und die Position der UFOP im Zusammenhang mit derzeit intensiv diskutierten Themen wie iLUC (indirect land use change) und „Teller und Tank“ sowie die Forderung der UFOP nach einer politischen Unterstützung der Einführung eines B30-Kraftstoffs für den Nutzfahrzeugmarkt in Deutschland.

Ausführlich stellte Arens den Abgeordneten auch den eingesetzten innovativen Biokraftstoffmix vor: ein Gemisch aus konventionellem Raps-Biodiesel (RME) und so genanntem HVO-Biokraftstoff (hydriertes Rapsöl). Dieser Rapsöl-Kraftstoff, der in Zusammenarbeit mit dem finnischen Mineralölkonzern Neste Oil bereitgestellt wird, kam im Rennen in insgesamt drei Fahrzeugen zum Einsatz. Neben Smudos VW Scirocco, dem so genannten Bioconcept-Car, setzten auch ein AUDI A4 und ein Volvo C30 auf den im Vergleich zu konventionellem Diesel umweltverträglicheren und leistungsfähigeren Biokraftstoff.

Ein sportliches Happy End hatte der Langstreckenklassiker in der Eifel für Smudo und sein Team leider nicht. Nach 8 Stunden, 76 gewonnenen Plätzen und in der eigenen Klasse in Führung liegend, schied das Team mit einem gerissenen Ventildeckel aus dem Rennen aus.