Wöchentliche Infografiken zu Ölsaaten-, Pflanzenöl- und Ölschrotpreisen

Kommentar:

Weltmärkte bestimmen Kursverlauf

von Wienke von Schenck

17.05.2013 AMI – Seit vergangenen Freitag tendiert Raps in Paris fest und konnte um knapp 12 EUR/t zulegen. Das Handelsinteresse ist mäßig. Alterntige Partien sind kaum noch verfügbar und hinsichtlich der kommenden Ernte gehen die Preisvorstellungen zu weit auseinander. Auch die inverse Situation am Terminmarkt, der August-Kontrakt wird höher bewertet als der November- und Mai-Kontrakt, bremst den Rapshandel. Aufgrund der hohen Prämie des August-Kontraktes gegenüber November bieten Ölmühlen für August-Ware einen Abschlag von bis zu 7 EUR/t. Ware ist dafür aber nicht zu bekommen. In vielen, vor allem norddeutschen Regionen, wird weiterhin mit einer Verspätung der Rapsernte 2013 gerechnet und auch die pessimistischen Stimmen hinsichtlich der Bestandsentwicklung reißen nicht ab. Die Erzeugerpreise für alterntige Ware haben allerdings entgegen der Entwicklung der Terminkurse und der Großhandelspreise erneut nachgegeben und liegen nun 10 EUR/t niedriger als zu Beginn des Monats. Demgegenüber haben sich die Gebote für neuerntige Ware auf dem niedrigeren Niveau um 403 EUR/t stabilisiert. 

Mit der leichten Preisschwäche gegenüber der Vorwoche hat sich die Nachfrage nach Rapsschrot belebt. Dabei werden vor allem Bedarfslücken im Mai geschlossen, aber auch Interesse für Juni-Lieferungen besteht. Hierfür gehen die Preisvorstellungen aber zu weit auseinander als dass Umsätze zustande kämen. Die Sojaschrotpreise am Kassamarkt fielen zu Wochenbeginn kräftig nach einer sehr optimistischen Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums zur weltweiten Ölsaatenproduktion 2013/14. Im Süden Deutschlands wurden die Forderungen bis zu 27 EUR/t zurückgenommen. Im Wochenverlauf stabilisierten sich die Preise deutschlandweit auf dem niedrigeren Niveau von 431 EUR/t. 

Im Zuge fester Rohstoffnotierungen wurden auch die Forderungen für Pflanzenöle angehoben. Gleichzeitig verteuerte der festere Dollarkurs die Importöle. Insgesamt wurde bei fast allen Preisen ein 5-Wochenhoch erreicht. Im Vergleich zur Vorwoche legte Rapsöl auf den vorderen Lieferpositionen um 10 EUR/t, auf den späteren um 5 EUR/t zu. Sojaöl machte preislich ebenfalls einen Sprung nach oben, kann damit aber kein Kaufinteresse mobilisieren. An der Terminbörse setzte sich zuletzt bereits wieder eine schwächere Tendenz durch.

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Weitergehende Informationen unter: http://www.proteinmarkt.de/

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