Grafik der Woche (KW 34)

Kraftstoffe - Großhandelspreise tendieren fest

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Die Großhandelspreise für Agrardiesel, Biodiesel und Rapsöl sind im August kräftig gestiegen. Rapsölkraftstoff und Biodiesel erreichten Höchststände. Agrardiesel ist trotz Preisanstieg weiterhin die preisgünstigste Alternative. Die Preise für Agrardiesel und Biodiesel wurden Mitte August 2016, bei steigenden Rohstoffkosten der Hersteller, kräftig angehoben. So legten die WTI-Rohölnotierungen innerhalb einer Woche um rund 9 % zu. Auch Pflanzenöle, die für die Herstellung von Biodiesel genutzt werden, zogen kräftig infolge der Ernteergebnisse im Preis an. Rapsöl zur vorderen Lieferung kostete zuletzt knapp 69 Ct/l und damit so viel wie seit Mitte Dezember 2015 nicht mehr. Der Preis für Standardware Biodiesel, mit einem Treibhausgas-Einsparpotenzial gegenüber fossilem Kraftstoff von rund 60 %, stieg im Zuge dessen auf 75 Cent/l. Das entspricht nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) nicht nur einem 8-Monatshoch, sondern vergrößert den Preisabstand gegenüber Agrardiesel auf fast 13 Cent/l.

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Grafik der Woche (KW 33)

US-Sojaerzeugung auf Rekordkurs

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Die Vegetationsbedingungen für Sojabohnen sind in den USA weiterhin optimal, Befürchtungen um trockenheitsbedingte Einbußen sind Geschichte. Auf der Rekordanbaufläche könnte so viel gedroschen werden wie noch nie zuvor. Nach Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums werden im Herbst wohl rund 110,5 Mio. t Sojabohnen in den USA geerntet. Das würde den Rekord von 2014 um 3,6 Mio. t übertreffen. Günstige Vegetationsbedingungen, auch in der maßgeblich ertragsbestimmenden Entwicklungsphase im August, haben die Aussichten noch verbessert und jüngst zu einer kräftigen Anhebung der Ernteprognose von 4,5 Mio. t geführt. Da auch in Brasilien mit geschätzten 103 Mio. t im Frühjahr 2017 ebenfalls eine Rekordernte erwartet wird, könnte die globale Erzeugung 2016/17 noch nie dagewesene Ausmaße erreichen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) könnte dem starken Druck auf die US-Sojakurse nur eine sehr lebhafte Nachfrage entgegenwirken. Die zeichnet sich in den USA bereits jetzt ab.

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Grafik der Woche (KW 32)

Rapsölpreise tendieren fest

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Die Pflanzenölpreise am europäischen Kassamarkt sind näher zusammengerückt. Nur Palmöl ist weiterhin abgeschlagen. Die Tendenz für die kommenden Monate ist uneinheitlich. Die Preise für Raps-, Soja- und Sonnenblumenöl haben sich im Juli 2016 angenähert. Während die Tendenz von Soja- und Sonnenblumenöl wegen eines reichlichen Rohstoffangebotes schwach ist, zeigt die Preiskurve für Rapsöl tendenziell nach oben. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) sind die Ölmühlen aktuell zwar gut mit Rohstoff versorgt, in den kommenden Monaten könnte die Versorgung aufgrund eines kleiner als erwarteten EU-Rapsangebots aber zunehmend schwieriger und teurer werden. Zudem zieht die Nachfrage an, weil ab 2017 die Treibhausgasminderungspflicht von 3,5 auf 4 Prozent und folglich der Biodieselbedarf steigt. Dies dürfte den tendenziellen Anstieg der Rapsölpreise verstetigen. Die Volatilität der Sojaölpreise ist im August aufgrund des Wettermarktes in den USA noch groß. Der Druck auf Palmöl wächst im Hinblick auf eine Rekorderzeugung 2016/17 in Südostasien wohl stetig.

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Grafik der Woche (KW 31)

Rapsschrot ist begehrt

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Kräftige Preisschwankungen und ein insgesamt höheres Niveau dämpfen derzeit die Nachfrage nach Sojaschrot. Rapsschrot wandert aufgrund des niedrigeren Proteinpreises und vergleichsweise stabilen Forderungen derweil öfter in Futtermischungen. Insbesondere in der Wiederkäuerfütterung ist Rapsschrot geeignet, Sojaschrot - ohne Leistungsverlust - vollständig zu ersetzen. Die lebhafte Nachfrage auf den vorderen Lieferterminen sowie die Aussicht auf eine kleinere Rapsernte in Deutschland und der EU-28 lassen die Rapsschrotpreise fest tendieren. Da die Preise für ein Prozent Protein pro Tonne Rapsschrot trotzdem weiterhin deutlich unter denen für Sojaschrot liegen, fokussiert sich die Nachfrage aktuell auf RES. Der Preisabstand gegenüber Sojaeiweiß betrug nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) zuletzt zwischen 1,70-1,90 EUR pro Tonne. Die im Vergleich zu Sojaschrot geringeren Preisschwankungen stützen die Attraktivität für die Futtermittelhersteller. Zudem ist Rapsschrot die wichtigste gentechnikfreie Futterquelle. Die UFOP stellt fest, dass die Anzahl Molkereien, die Milchprodukte „ohne Gentechnik“ auszeichnet, stetig zunimmt.

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Grafik der Woche (KW 30)

Rapsnotierungen in Paris trotzen Sojaschwäche

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Positive Ernteaussichten in den USA setzen die Sojakurse kräftig unter Druck. Raps in Paris wird davon bis dato kaum berührt. Auch ein Ernteknick zeichnet sich nicht ab. Ein erwarteter Angebotsrückgang 2016/17 in der EU und schleppender Fortschritt der Ernte geben tendenziell Auftrieb. Der Fronttermin für Soja in Chicago rutschte diese Woche erstmals seit April 2016 unter die Linie von 10 USD je Bushel, umgerechnet 334 EUR/t. Die Befürchtungen um trockenheitsbedingte Ernteeinbußen in den USA durch das Klimaphänomen La Niña werden immer geringer. So entwickeln sich die US-Feldbestände sehr gut und bei günstiger Witterung, wie sie für die kommenden Wochen vorhergesagt wird, könnten die Erträge mindestens Vorjahresniveau erreichen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) können sich die Rapskurse in Paris dem Druck aus Übersee nicht ganz entziehen. Aktuell setzt sich aber zunehmend eine feste Tendenz durch. Stützend wirken eine schleppend laufende EU-Ernte sowie die Aussichten auf eine insgesamt knappere Versorgung in der EU 2016/17.

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Grafik der Woche (KW 29)

Raps setzt sich preislich von Weizen ab

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Der Preisabstand von Raps zu Weizen ist Ende 2015/16 gestiegen. Mit Nachlassen des Erntedrucks könnte diese Tendenz aufgrund einer witterungsbedingt deutlich kleineren EU-Rapsernte 2016/17 anhalten. Die Versorgung mit Raps in der EU wird 2016/17 mit einer von Coceral/Copa-Cocega geschätzten Ernte von 21,2 Mio. t wohl noch knapper ausfallen als im Wirtschaftsjahr zuvor. Verantwortlich dafür sind witterungsbedingte Ertragseinbußen. Zwar litt auch Weizen unter dem ungünstigen Wetter, vor allem im Mai und Juni 2016, die Aussichten auf die Versorgung sind bei erwarteter globaler Rekorderzeugung aber deutlich besser. Derweil ist der Preisspielraum für Raps aufgrund der rückläufigen Erzeugung, sowohl EU- als auch weltweit, langfristig nach oben geöffnet. So wird sich voraussichtlich auch in diesem Jahr die geringere Marktversorgung preislich bemerkbar machen. Schon im Juli 2016 wurden für Raps frei Erfasserlager mit rund 334 EUR/t knapp 200 EUR/t mehr als für Weizen gezahlt.

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Grafik der Woche (KW 28)

Rapsvorräte sinken 2016/17 weiter

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Wie schon 2015/16 überschreitet die weltweite Nachfrage nach Raps wohl auch 2016/17 das Angebot, so dass die Vorräte weiter schrumpfen könnten. Das gibt den Rapspreisen langfristig Luft nach oben. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt die globale Rapserzeugung 2016/17 aktuell auf 66,5 Mio. t und damit knapp 1,7 Mio. t niedriger als im Vorjahr. Dabei fallen die Ernten in den wichtigsten Produktionsländern – Kanada, China und der Europäischen Union – voraussichtlich kleiner aus. Das größte Minus verzeichnet mit rund 7 % und einer geschätzten Erzeugung von 13,3 Mio. t wohl China. Gleichzeitig wird global laut USDA mit 64,8 Mio. t zwar weniger verarbeitet als im Vorjahr, aber immer noch umfangreich. Zum Ende des Wirtschaftsjahres summieren sich die globalen Rapsvorräte auf etwa 3,7 Mio. t. Das entspräche einem 13-Jahrestief.

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Grafik der Woche (KW 27)

Sojaschrotpreise kräftig gestiegen

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Steil steigende Sojakurse zogen zuletzt die Sojaschrotpreise in Deutschland mit nach oben. Die durch Nässe verzögerte und qualitativ beeinträchtigte Sojaernte in Argentinien hatte die Terminkurse auf ein 10-Monatshoch getrieben. Im April 2016 war die bisherige Abwärtsbewegung der Sojaschrotpreise schlagartig beendet. Bereits im Mai 2016 wurden frei Hof 14 % mehr verlangt und im Juni stieg der Preis sogar um 17 %. Dabei haben sich GMO-Ware und Non-GMO-Ware nahezu identisch nach oben bewegt. Der Preisabstand zwischen den beiden Futterkomponenten betrug zuletzt 89 EUR/t. Das ist nur wenig mehr als die 85 EUR/t im bisherigen Zeitraum 2016. Damit hat sich der Aufschlag, verglichen mit den Jahren zuvor sogar stetig verringert. In 2015 mussten für GMO-freies Sojaschrot noch durchschnittlich 99 EUR/t mehr gezahlt werden, 2013 sogar 115 EUR/t. Bislang war vor allem der süddeutsche Raum dafür bekannt, dass sich die Molkereien auf Milch fokussieren, die ohne GVO-Futter oder sogar ohne Sojaschrot produziert wurde. Nun wird auch aus Schleswig-Holstein davon berichtet, dass einige Molkereien ab Oktober 2016 kein Sojaschrot in der Fütterung mehr akzeptieren wollen.

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Grafik der Woche (KW 26)

Rapspreise der beiden Ernten nähern sich an

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Die vergleichsweise niedrigen Erzeuegrpreise haben das Geschäft mit der kommenden Ernte über lange Zeit gedrosselt, so dass bis dato weniger Raps als üblich in Lieferverträgen gebunden wurde. Die Gebote am Kassamarkt für Raps waren aufgrund kräftig sinkender Rapskurse in Paris und bei geringer Nachfrage im Juni stark rückläufig. Franko Niederrhein wurden zum Monatsende 352 EUR/t genannt und damit 19 EUR/t weniger als im Vormonat. Angeboten wurde vor diesem Hintergrund kaum etwas. Erzeuger hatten die festen Preise der vergangenen Monate genutzt und ihre üblichen Mengen zur Lieferung in 2016/17 vertraglich fixiert. Das waren etwa 30-40 % der voraussichtlichen Erntemenge. Für weitere Angebote warten die Erzeuger die ersten Druschergebnisse ab. Die in vielen europäischen Regionen ungünstige Witterung der vergangenen Wochen hatte Raps nicht verschont. Trockenheit im Osten und kräftige Niederschläge im Südwesten und Südosten Europas senkten das Ertragspotenzial. Bis dato rechnen die Experten von MARS mit einem Ertrag von 32 dt/ha. Das wäre immer noch etwa 1 % mehr als im langjährigen Mittel, aber 1 dt/ha weniger als im Mai 2016 geschätzt.

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