Grafik der Woche (KW 12)

GVO-freie Ölschrote werden teurer

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Die Preise für GVO-freies Soja- und Rapsschrot haben sich in den vergangenen Wochen deutlich befestigt. Die steigende Nachfrage hat zu einer Verknappung und anziehenden Forderungen geführt. Die unterschiedliche Verfügbarkeit der Ölschrote spiegelt sich deutlich in den Forderungen wider. Rapsschrot ist auf vorderen Lieferpositionen knapp und daher teuer. Diese Situation wird durch die steigende Nachfrage nach Rapsschrot zur GVO-freien Milchviehfütterung weiter forciert. Auch GVO-freies Sojaschrot ist derzeit knapp und somit teuer. Es verzeichnet daher einen entgegengesetzten Preisverlauf als das konventionelle Sojaschrot. GVO-freies Sojaschrot mit 45 % RP verteuerte sich im vergangenen Monat um 8 EUR/t auf 471 EUR/t. Rapsschrot legte im genannten Zeitraum sogar um 9 EUR/t zu und kostete damit ab Werk 225 EUR/t. Auch von den Veredelungsbetrieben wurde mehr gefordert. GVO-freies Sojaschrot verteuerte sich hier um 3 %, Rapsschrot um 2,6 %. Die deutlichen Preisunterschiede zwischen Raps- und GVO-freiem Sojaschrot sind auf den unterschiedlichen Proteingehalt und damit unterschiedlichen Futterwert zurückzuführen. Die Differenz im Futterwert spielt allerdings primär für die Schweinemastbetriebe eine Rolle, da der Fleischansatz maßgeblich von Proteingehalt und -qualität der Futtermischungen abhängt. Für die Milchviehfütterung gilt das nicht, ein Leistungsabfall bei der Milchmenge tritt durch den alleinigen Einsatz von Rapsschrot im Vergleich zur Sojaschrot im Futter nicht auf. Die UFOP erinnert an ihre Praxisinformation zum Einsatz von RES in der Milchviehfütterung (http://www.ufop.de/agrar-info/erzeuger-info/fuetterung/einsatz-von-rapsextraktionsschrot-in-der-milchkuhfuetterung).

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Grafik der Woche (KW 11)

Üppige Versorgung belastet Sojanotierung

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Rekordernten in Südamerika lassen üppige globale Versorgung stärker steigen. Bei gleichzeitig nur leicht höherem Verbrauch wachsen die Vorräte deutlich und setzten die Sojanotierungen unter Druck. Das USDA hat in seiner aktuellen Märzschätzung die globale Sojaerzeugung 2016/17 erneut angehoben. Demnach steigt die weltweite Erzeugung um über 4 Mio. t gegenüber dem Februarreport auf 341 Mio. t und erhöht sich im Vorjahresvergleich um knapp 9 %. Die Steigerung beruht nahezu ausschließlich auf der Prognoseanhebung von 4 Mio. t für Brasilien. Damit würde das Land rund 108 Mio. t ernten und so knapp 22 Mio. t mehr als 2015/16. Für Argentinien und Paraguay wurde die Schätzung von 55 bzw. 9,2 Mio. t unverändert gelassen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) weisen Marktbeobachter allerdings daraufhin, dass die Erzeugung deutlich höher ausfallen dürfte als bisher veranschlagt. Die US-Erzeugung 2016/17wird unverändert bei 117 Mio. t gesehen. Mit den Rekordernten in den USA und Brasilien wurden auch die zu erwartenden globalen Endbestände auf 82,8 Mio. t angehoben. Im Vergleich zu 2015/16 ergibt sich so eine Steigerung von 8 %. Mit der nun noch üppigeren globalen Versorgung gerieten die Terminmarktnotierung für Soja erheblich unter Druck und fielen auf den tiefsten Stand seit neun Wochen.

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Grafik der Woche (KW 10)

Biodiesel aus Deutschland gefragt

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Die Exportzahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen ein steigendes Interesse an Biodiesel aus Deutschland. Besonders in den USA wuchs die Nachfrage kräftig. Rund 1,54 Mio. t Biodiesel aus Deutschland wurden im Jahr 2016 ausgeführt. Damit stiegen die Exporte gegenüber dem Vorjahr um 3,4 %. Das Ergebnis des Rekordjahres 2014 wurde allerdings nicht erreicht. Wichtigste Abnehmer sind nach wie vor die EU-Mitgliedsländer mit rund 87 % der Mengen. Die Hauptempfangsländer Niederlande und Polen orderten deutlich mehr Biodiesel als im Vorjahr. Während Frankreich 53 % weniger in Deutschland einkaufte, bezogen insbesondere Spanien und Finnland sehr viel mehr als 2015. Bedeutendstes Drittland war laut Statistischem Bundesamt die USA. Dorthin wurde mit 85.000 t fast 7-mal mehr geliefert als im Vorjahr. Gleichzeitig fragte Deutschland mit 718.000 t etwa 38 % mehr Biodiesel aus dem Ausland nach. Das ist nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) die größte Menge seit 2012. Besonders die Lieferungen aus den Niederlanden sind mit 248.000 t um 87 % gestiegen. Aus Malaysia wurde mit 129.000 t fast genau so viel importiert wie 2015.

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Grafik der Woche (KW 09)

Europäische Rapsernte 2017 über Vorjahr geschätzt

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Dank geringerer Auswinterungsschäden als zunächst erwartet, dürfte die Rapsernte 2017 in der EU-28 knapp 8 % über dem Vorjahr liegen. Für Unsicherheit sorgt weiterhin die Sorge vor Insektenbefall. Die Rapsbestände in Europa sehen durchweg gut aus. Strategie Grains hat allerdings seine Prognose für die kommende EU-Rapsernte um 0,5 Mio. t auf 21,56 Mio. t reduziert. Ausschlaggebend sind Hinweise auf größere Auswinterungsschäden in Polen, die jedoch noch nicht abschließend bestätigt sind. Dennoch wird auch für Polen zur kommenden Ernte mit bis zu 21 % mehr Raps gerechnet als im Vorjahr. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) werden darüber hinaus keine größeren Ausfälle in der EU-28 erwartet, so dass die Ernteschätzung deutlich über dem Vorjahresergebnis bleibt. In Frankreich wird die Umbruchrate nach dem Winter nicht größer sein als üblich. Aber die Reduzierung der Anbaufläche um rund 7 % gegenüber 2016 wird das Erntepotenzial deutlich limitieren. Die deutsche Rapsernte wird auf 5,1 Mio. t taxiert und damit 0,5 Mio. t größer sein als im Vorjahr. Im Vereinigten Königreich soll die Größe der Winterrapsfläche auf ein 13-Jahrestief gefallen sein. Erste Prognosen rechnen mit einer Anbaufläche 2017/18 von 0,52 Mio. ha und einer Rapsernte von 1,8 Mio. t.

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Grafik der Woche (KW 08)

Globale enge Versorgungsbilanz spricht für stabile Rapspreise

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Die weltweite Rapsversorgung dürfte im Wirtschaftsjahr 2016/17 noch enger ausfallen als in den Vorjahren und zu deutlich reduzierten Endbestände führen. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) erwartet, dass die Erzeugerpreise für Raps sich auf dem aktuellen Niveau stabilisieren. Das US-Agrarministerium USDA erwartet in seiner aktuellen Februarprognose für Raps eine nur marginale Erhöhung der Erzeugung 2016/17 gegenüber der Januarschätzung. Allerdings steigt nach Ansicht der Agrarexperten die prognostizierte Verarbeitung im laufenden Wirtschaftsjahr um 0,3 % auf jetzt 66,3 Mio. t. Zusätzlich rechnet das USDA mit einer um knapp 4 % höheren sonstigen Verwendung. Damit dürfte der globale Verbrauch mit 69,6 Mio.t die weltweite Erzeugung von aktuell 67,9 Mio. t um 1,7 Mio. t übertreffen. Entsprechend haben sich die Schätzungen der Endbestände erneut reduziert. Aktuell rechnet die US-Behörde mit einem Endbestand 2016/17 von nur noch 5 Mio. t und damit rund 5 % weniger als vor einem Monat. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) reagierten die Rapskurse in Paris prompt und durchbrachen nachhaltig die wichtige Widerstandmarke von 420 EUR/t.

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Grafik der Woche (KW 07)

Raps mit attraktivem Preisabstand gegenüber Weizen

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Der Preisabstand der Vorkontrakte für Weizen und Raps liegt aktuell bei rund 220 EUR/t und erreicht damit fast den Saisonhöchststand. Der Abstand der Vorkontraktpreise zwischen Brotweizen und Raps zur Ernte 2017 hat sich in den vergangenen Monaten in Ostdeutschland zunehmend vergrößert. Während Weizen immer preisgünstiger wurde, hat sich Raps ex Ernte verteuert. Dies beruht primär auf der unterschiedlichen globalen Versorgungslage 2016/17, die sich auch auf die nächste Saison auswirkt. Für 2016/17 werden eine weltweite Rekorderzeugung von knapp 750 Mio. t Weizen erwartet. Demgegenüber kann die Rapserzeugung den zu erwartenden Verbrauch nicht decken, was zu Lasten der Vorräte geht, die sich um über 5 % reduzieren werden. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) werden für Brotweizen ex Ernte durchschnittlich 150 EUR/t frei Erfasserlager geboten und damit auf Grund der anhaltend üppigen Versorgung genauso viel wie für prompte Ware. Die aktuell knappe Versorgung mit Raps wirkt sich entsprechend auch auf das Preisniveau für die kommende Ernte aus. Frei Erfasserlager werden derzeit für Raps 371 EUR/t gefordert. Das sind zwar 34 EUR/t weniger als für prompte Ware, da eine komfortablere Versorgung 2017/18 erwartet wird, aber immer noch 50 EUR mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.

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Grafik der Woche (KW 06)

Pflanzenölpreise fallen kräftig

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Preise für Pflanzenöle können hohes Niveau nicht halten. Üppige Versorgung, sinkende Nachfrage und fester Eurokurs sorgen für fallende Forderungen. Auf Grund des knappen Angebotes stieg der Palmölpreis seit Oktober 2016 um 18 %. Sojaöl profitierte in den vergangenen Monaten noch deutlich von der Unsicherheit über die Höhe der argentinischen Sojaerzeugung. Mit den günstigeren Witterungsbedingungen und der sich abzeichnenden Rekordernte in Brasilien konnten sich die hohen Preise nicht halten. Zudem ist durch die US-Umweltpolitik Trumps der künftige Einsatz von Sojaöl für die Biodieselherstellung ungewiss. Rapsöl, das im Zuge fester Rohstoffforderungen ebenfalls zulegte, kann sich nun auch nicht mehr halten. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) hat die Nachfrage in den vergangenen Wochen nach Pflanzenöl spürbar nachgelassen. Obwohl der feste Euro Importe in den Euroraum verbilligt, ist das Kaufinteresse gebremst. Damit hatten die fundamentalen Marktfaktoren mehr Einfluss auf die Pflanzenölpreise als die Rohölnotierung. Der WTI-Kurs ist seit Februar 2016 bis dato um über 70 % gestiegen.

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Grafik der Woche (KW 05)

EU-28 importiert bislang weniger

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Die aktuellen Importzahlen für Ölsaaten und -nachprodukte bestätigen derzeit nicht die Schätzungen für das laufende Wirtschaftsjahr. Obwohl 2016 in der EU 28 die Ölsaatenernte und damit die Angebotsmenge um etwa 1 Mio. t geringer ausfiel, entwickeln sich die Importe derzeit ganz im Widerspruch zu den Prognosen der Marktexperten. Neben geringerer Nachfrage wurden gleichzeitig höhere Einfuhren vorhergesagt. Das zeichnet sich in den ersten 7 Monaten 2016/17 aber nicht ab. So fallen die Einfuhren an Raps und Sojabohnen mit 9,1 Mio. t rund 7,5 % kleiner aus als im Vorjahreszeitraum. Bei gedrosselter EU-Verarbeitung von Raps und Sojabohnen, geschätzt werden 2016/17 knapp 38 Mio. t, und dem damit einhergehenden geringeren Angebot an Ölen und Schroten, zeichnet sich aber auch hier kein Plus bei den Nachproduktimporten ab. Die Prognose 2016/17 liegt für Sojaschrot 6 % und für Palmöl knapp 1 % über Vorjahreswert. Aktuell bleiben die Mengen jedoch 15 % bzw. 18 % unter Vorjahreslinie.

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Grafik der Woche (KW 04)

Unsicherheiten treiben Sojanotierung

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Überraschende Reduzierung der Ernteschätzung für US-Soja und anhaltende Unsicherheit über Niederschlagsschäden in Argentinien lassen Versorgungsbilanz enger schließen. Die weltweite Sojaerzeugung wird sich nach Angaben des aktuellen USDA-Reports 2016/17 weiter erhöhen. Damit ergäbe sich zum Vorjahr eine Steigerung von knapp 6 % auf rund 338 Mio. t. Die Behörde senkte jedoch überraschend die Ernteprognose 2016 der USA um über 1,4 Mio. t auf 117,2 Mio. t. Zwar dürfte die erneut angehobene Rekordernteschätzung für Brasilien von 104 Mio. t die Korrekturen für die USA kompensieren, dennoch dürfte das globale Angebot die geschätzte Nachfrage nur um lediglich 5 Mio. t übersteigen. Aktuell sorgen die Witterungsbedingungen in Argentinien für Unsicherheit. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) haben kräftige Niederschläge in den vergangenen Wochen für erneute Überflutungen gesorgt. Das USDA hat seine Vormonatsprognose für Argentinien von 57 Mio. t noch aufrechterhalten, andere Quellen schätzen jedoch 3-7 Mio. t weniger. Daraufhin zogen die Sojanotierungen um fast 3 % an und erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit sechs Monaten.

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