Grafik der Woche (KW 25)

Australische Rapsimporte sollen zurückgehen

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Australien war nach Frankreich 2016/17 der wichtigste Lieferant von Raps für Deutschland. Das wird sich im kommenden Jahr wohl nicht wiederholen, denn die aktuelle Trockenheit dürfte die Rapsernte reduzieren und das Exportvolumen begrenzen. Im April/März 2016/17 kamen 4,8 Mio. t Raps nach Deutschland. Das meiste, rund 1,6 Mio. t, kam aus Frankreich. Auf Platz zwei folgte Australien mit 0,71 Mio. t. Das waren dreiviertel mehr als im Vorjahr. Damit war Australien wichtigstes Herkunftsland außerhalb der EU-28. Aktuell ist es dort allerdings zu trocken und zu heiß. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) steht bereits fest, dass der geplante Flächenzuwachs von 20 % gegenüber Vorjahr wohl nicht erreicht wird. Das australische Landwirtschaftsministerium schätzt die kommende Ernte auf 3,3 Mio. t und somit rund 20 % kleiner als im Vorjahr. Damit wird die absehbar enge Versorgungsbilanz in Deutschland nur bedingt durch australischen Raps verbessert

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Grafik der Woche (KW 24)

Erhöhtes Angebot an GVO-freier Soja drückt Preisvorteil bei Rapsschrot

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Die schwächeren Preise für GVO-freies Sojaschrot der vergangenen Wochen reduzieren den Preisvorteil von Rapsschrot als Mischfutterbestandteil gegenüber Sojaschrot. In den vergangenen Wochen sind die Preise für GVO-freies Sojaschrot in Deutschland kräftig gesunken. Das erhöhte Angebot an GVO-freiem Soja in Südamerika vermindert nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) den Preisvorteil für Rapsschrot. So haben die Preise für GVO-freies Soja seit Ende April um rund 9 % nachgegeben und schwankten um 466 EUR/t. Die Preise für Rapsschrot sind hingegen in den vergangenen Wochen relativ stabil geblieben, sie lagen im Schnitt bei 211 EUR/t. Damit hat sich das Preisverhältnis zuungunsten von Rapsschrot verändert. Seit Mitte Mai sackte die Preisdifferenz kräftig ab und erreichte zuletzt sogar die Linie von 3,30 EUR/t. Das ist knapp 1 EUR/t weniger als noch vor einem Monat und so niedrig wie seit dem 25.05.2016 nicht mehr.

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Grafik der Woche (KW 23)

Pflanzenölpreise verlieren kräftig

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Der Pflanzenölindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist im April 2017 um rund 4 % auf ein 9-Monatstief gefallen. Die Preise für Palm- und Sojaöl sind besonders stark zurückgegangen. Die Preise für Pflanzenöle haben sich im ersten Halbjahr 2017 deutlich schwächer entwickelt. Während der FAO Pflanzenölindex, der die Preisentwicklung der 10 für den Welthandel bedeutendsten Pflanzenöle abbildet, zu Jahresbeginn noch den höchsten Stand seit Juli 2014 erreichte, kam es in den folgenden Monaten zu einem deutlichen Einbruch. Für April 2017 weist der Pflanzenölindex einen Rückgang gegenüber dem Vormonat von knapp 4 % auf und fällt damit auf den tiefsten Stand seit neun Monaten. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) belasteten besonders die schwächeren Forderungen für Palm- und Sojaöl den Sektor. Produktionssteigerungen auf den Ölpalmenplantagen in Südost-Asien trafen auf eine rückläufige Nachfrage und setzten die Preise unter Druck. Die Forderungen für Sojaöl litten ebenfalls unter der globalen Überversorgung. Rekordsojaernten in Südamerika und die absehbare Rekordanbaufläche in den USA deckeln die Preisentwicklung nach oben.

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Grafik der Woche (KW 22)

Schwächere Sojakurse belasten Rapsnotierungen

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Die üppige globale Versorgung mit Sojabohnen und Flächenausweitungen in den USA für die kommende Ernte 2017 haben die Sojakurse in Chicago unter Druck gesetzt. Raps in Paris gibt ebenfalls nach, kann sich aber dank unsicherer Ernteerwartungen noch auf Vorjahresniveau halten. Der Fronttermin für Soja in Chicago fiel diese Woche auf 9,26 USD je Bushel, umgerechnet 304 EUR/t, und schloss damit auf dem tiefsten Stand seit April 2016. Durch die Rekordernten in Südamerika Anfang des Jahres lastet die üppige globale Versorgung auf den Terminnotierungen. Darüber hinaus wird die US-Sojaanbaufläche für die kommende Ernte 2017 deutlich über 36 Mio. ha geschätzt und damit rund 6 % größer als im Vorjahr, was zusätzlichen Druck ausübt. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) können sich die Rapskurse in Paris den Vorgaben aus Übersee nicht entziehen. Allerdings fällt der Kursrückgang weniger stark aus. Nach den Höchstständen im Januar 2017 haben die Rapsnotierungen zwar rund 17 % auf aktuell 356 EUR/t nachgegeben, tendieren jedoch in etwa auf Vorjahresniveau. Vor dem Hintergrund der unsicheren Ernteerwartungen für die Ernte 2017 von bisher rund 21 Mio. t für die EU-28, dürfte die absehbar enge Rapsbilanz in der europäischen Gemeinschaft kursstützend wirken.

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Grafik der Woche (KW 21)

Sojabohnenerzeugung könnte 2017/18 unter globalen Verbrauch fallen

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Das USDA prognostiziert in seinem Mai-Report für das Wirtschaftsjahr 2017/18 eine Zunahme der globalen Sojaverarbeitung. Gleichzeitig wird mit einer abnehmenden Erzeugung und sinkenden Vorräten gerechnet. Der aktuelle Monatsbericht des USDA enthält die erste offizielle Prognose für das kommende Wirtschaftsjahr 2017/18. Demnach erwarten die US-Agrarbeamten einen leichten Rückgang der weltweiten Sojaerzeugung um 1 % gegenüber dem Vorjahr auf 345 Mio. t. Während für China eine Steigerung von 7 % und in Kanada sogar ein Zuwachs von 28 % prognostiziert werden, wird besonders in Brasilien mit einem Rückgang von 3,6 Mio. t bzw. 4 % auf 107 Mio. t gerechnet. Dem gegenüber geht das USDA bei der Verarbeitung 2017/18 von einem weiteren Anstieg um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr auf 301 Mio. t aus. Die sonstigen Sojaverwendungen werden mit knapp 45 Mio. t ebenfalls leicht höher geschätzt als 2016/17. Insgesamt ergäbe sich somit ein weltweiter Verbrauch von 346 Mio. t. Träfe diese Prognose ein, würde im kommenden Wirtschaftsjahr nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) die globale Sojaerzeugung über 1 Mio. t unter den prognostizierten Verbrauchsmengen liegen. Entsprechend würden die weltweiten Endbestände um 1,5 % gegenüber 2016/17 auf knapp 89 Mio. t sinken.

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Grafik der Woche (KW 20)

Steigende globale Rapsvorräte 2017/18 erwartet

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Die aktuelle Mai-Schätzung des USDA geht für 2017/18 wieder von einer positiven Versorgungsbilanz mit Raps und steigenden Endbeständen aus. Für 2016/17 rechnet die US-Behörde mit einem kräftigen Rückgang der globalen Vorräte. Das US-Agrarministerium USDA geht in seinem aktuellen Monats-Report für das Wirtschaftsjahr 2017/18 von einer steigenden globalen Rapserzeugung aus. Rund 68,5 Mio. t prognostiziert die US-Agrarbehörde in ihrer ersten Schätzung für das kommende Wirtschaftsjahr und damit 5,7 % mehr als 2016/17. Auch die internationale Handelsdynamik soll demnach auf 15,8 Mio. t weiter zulegen und somit 3,7 % über Vorjahresniveau liegen. Während die US-Beamten bei der sonstigen Rapsverwendung mit einem Mengenrückgang von 2,2 % rechnen, dürfte die globale Verarbeitung um 1,5 Mio. t auf 69,4 Mio. t weiter steigen. Damit läge der weitweite Verbrauch von 72,4 Mio. t nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) mit 0,3 Mio. t das erste Mal seit drei Jahren wieder über der globalen Erzeugung. Entsprechend prognostiziert das USDA einen Anstieg der weltweiten Endbestände von über 7 % auf 5,1 Mio. t. Für das bald endende Wirtschaftsjahr 2016/17 geht der Bericht noch von einem Rückgang der globalen Rapsvorräte von 31 % gegenüber 2015/16 auf 4,8 Mio. t aus.

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Grafik der Woche (KW 19)

Rückläufiger Welthandel mit Sonnenblumenkernen erwartet

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Der Internationale Getreiderat (IGC) erwartet einen Rückgang des globalen Handels mit Sonnenblumenkernen. Der geringere Importbedarf der EU-28 limitiert die Nachfrage. Die bessere Versorgung mit Ölsaaten in wichtigen Importländern der EU-28 verringert die Nachfrage nach Sonnenblumenkernen. Deshalb könnte 2017/18 die EU-28 wieder zum Nettoexporteur werden. 2016/17 hatte die geringe Rapsernte in der Gemeinschaft zu einem erhöhten Bedarf an Ölsaaten geführt, so auch an Sonnenblumenkernen. Die Importe stiegen auf fast 700.000 t, während die Exporte auf 400.000 t schrumpften. Für das kommende Wirtschaftsjahr sollen nach Meinung des IGC die Importe auf 418.000 t zurückgehen. Gleichzeitig wird mit einer Sonnenblumenernte um 9 Mio. t gerechnet, so dass das Exportpotenzial für 2017/18 aktuell bei 470.000 t gesehen wird. Weltweit wird der globale Handel 2017/18 auf 1,9 Mio. t taxiert, das wären 200.000 t weniger als 2016/17. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) wird der geringere Bedarf der EU-28 vor allem in der Ukraine zu einem Exportrückgang von rund 44 % auf 125.000 t führen.

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Grafik der Woche (KW 18)

Raps gewinnt im Preisvergleich mit Weizen

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Der Abstand der Erzeugerpreise für Weizen und Raps ex Ernte liegt aktuell bei rund 202 EUR/t. Damit hat sich die Preiswürdigkeit der Ölsaat weiter verbessert. Obwohl die Vorkontraktpreise für Raps in den vergangenen Wochen leicht gesunken sind, bleiben diese im Verhältnis zu Brotweizen weiterhin attraktiv. So liegen die Gebote nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) für Raps 2,4 mal höher als für das Getreide. In absoluten Zahlen bedeutet dies knapp 350 EUR/t zu 146 EUR/t. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) sieht damit die relative Vorzüglichkeit des Raps in getreidereichen Fruchtfolgen bestätigt und erinnert daran, dass auch der hohe Vorfruchtwert bei der Anbauentscheidung berücksichtigt werden muss. Der AMI zufolge werde Raps zur Ernte 2017 derzeit kaum gehandelt. Gründe seien nicht nur die geringe Nachfrage, sondern auch die geringe Abgabebereitschaft der Landwirte selbst. Diese hielten sich mit der Vermarktung aktuell sehr zurück, weil die derzeitige Bestandsentwicklung in der Blühphase vielerorts noch keine sichere Erntemengenprognose zulässt, so der Informationsdienst.

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Grafik der Woche (KW 17)

Erzeugerpreise für Raps über Vorjahr

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In den ersten acht Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres 2016/17 sind die Erzeugerpreise für Raps kräftig gestiegen. Das Preisniveau lag zwischenzeitlich bis zu 22 % über Vorjahr. Die Erzeugerpreise für Raps weisen für das bald endende Wirtschaftsjahr 2016/17 ein deutlich höheres Preisniveau auf als in den Vorjahren. Seit den Tiefstständen vom Juli 2016 sind die Forderungen der Erzeuger für Rapssaat bis zum Preishoch im Februar 2017 um 77 EUR/t gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von über 23 %. Die Differenz zum Vorjahr schwankte dabei zwischen 10 EUR/t im Oktober 2016 und über 74 EUR/t im März 2017. Aktuelle Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zu den Rapsverkäufen der Erzeuger zeigen, dass das hohe Preisniveau von vielen Landwirten auch genutzt wurde. Rund 4,05 Mio. t Raps wurden zwischen Juli 2016 und Februar 2017 an den Erfassungshandel verkauft. Das waren knapp 3,7 % mehr als im Vorjahreszeitraum. In den vergangenen acht Wochen sanken die Forderungen allerdings um 6 %. Grund sind nach Angaben der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft mbH umfangreiche Rapsimporte aus Australien, das nach einer Rekordernte ein erhebliches Exportpotential aufweist. In den ersten zwei Monaten des Jahres 2017 stiegen die Einfuhren von Raps aus Australien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 42 % auf 250.000 t.

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Weitere Grafiken der Woche finden Sie im Archiv.