Grafik der Woche (KW 38)

Globale Pflanzenölproduktion 2016/17 auf Rekordniveau

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Rund 87 % davon entfallen auf Palm-, Soja-, Raps- und Sonnenblumenöl, der Rest setzt sich unter anderem aus Kokosnuss-, Oliven- und Erdnussöl zusammen. Den deutlichsten Produktionsanstieg verzeichnen 2016/17 Palm- und Sonnenblumenöl, mit einem Plus von etwa 10 % zum Vorjahr. Die Palmölerzeugung erholt sich damit nach dem deutlichen Einbruch 2015/16, ausgelöst durch das Klimaphänomen El Niño, und strebt einen Rekord an. Sojaöl wird schätzungsweise 3 % mehr als im Vorjahr produziert und erreicht damit ebenfalls Rekordniveau. Rückläufig ist mit geschätzten 26,6 Mio. t nur die Herstellung von Rapsöl. Grund dafür ist nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH ein global deutlich knapperes Rohstoffangebot als im Vorjahr.

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Grafik der Woche (KW 37)

Kleinere Ernte bringt Bedarfsplanung durcheinander

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Die Ölmühlen suchen Raps und bewilligen daher mehr als in der Vorwoche. Der Handel geht auf die Gebote nur teilweise ein, weil es an Angebot aus der Landwirtschaft mangelt.
Der Rapsmarkt hat sich etwas belebt, auch wenn das Angebot weiterhin knapp ist. Die Ölmühlen haben ihre Prämien stabil gehalten, auch als in Paris die Kurse fester tendierten. Die steigende Nachfrage nach Rapsöl zur Biodieselherstellung hat die Margenkalkulation der Mühlen verbessert, so dass höheren Forderungen bewilligt werden konnten. Die Gebote zwischen 385-390 EUR/t franko haben nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH die Abgabebereitschaft des Handels etwas angekurbelt. Tendenziell bleibt der deutsche Kassamarkt jedoch unterversorgt. Bei den Verarbeitern soll es selbst für September 2016 noch Versorgungslücken geben. Für diesen Termin hatten die Verarbeiter größere Abgabemengen aus der Ernte heraus und niedrigere Preise erwartet. Diese Aussicht hat sich aufgrund der kleinen Rapsernte allerdings nicht erfüllt. Nun fehlt Ware, die aber kaum greifbar ist. Das liegt auch an der kaum vorhandenen Abgabebereitschaft der Erzeuger. Mit Blick auf die aktuelle Preisentwicklung kann dies wenig verwundern. So wurden im Norden mit 363 EUR/t nur 1 EUR/t mehr bewilligt als in der Vorwoche. In standortferneren Regionen erreichen die Aufschläge auch 5 EUR/t, aber selbst dieses höhere Niveau war aus Sicht der Erzeuger indiskutabel.

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Grafik der Woche (KW 36)

Biodieselbeimischung wieder über 6 %

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Die vergleichsweise günstigen Bezugspreise für Biodiesel haben die Nachfrage spürbar angekurbelt. Im Juni 2016 stieg das Beimischungsvolumen auf 6,22 % und damit auf den höchsten Stand seit Jahresbeginn. Der Gesamtverbrauch an Dieselkraftstoff ist im Juni 2016 gegenüber Vormonat um knapp 5 % auf 3,3 Mio. t gestiegen. Damit erreichte das Volumen in der ersten Jahreshälfte rund 18,6 Mio. t und war somit 7 % größer als im Vorjahreszeitraum. Das hat auch den Verbrauch von Biodiesel angetrieben, mit einem Plus von einem Prozent auf 1,1 Mio. t allerdings in bedeutend geringerem Maße. So blieb in der meisten Zeit das Beimischungsvolumen unter 6 %. Erst im Juni 2016 legten die Verbrauchszahlen kräftig zu. Nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA wurden 203.223 t Biodiesel zur Beimischung nachgefragt. Das ist die größte Menge seit über einem Jahr. Sollte die Nachfrage nach mineralischem Diesel weiterhin anziehen, könnte dies auch den Biodieselabsatz stützen. Allerdings erhält diese Prognose einen Dämpfer. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH hat sich Biodiesel gegenüber Diesel in den vergangene Wochen stetig verteuert.

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Grafik der Woche (KW 35)

Abstand im Biodieselaußenhandel wird geringer

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Die Nachfrage nach deutschem Biodiesel hat in der ersten Hälfte 2016 deutlich nachgelassen. Mit gut 570.000 t wurde knapp ein Fünftel weniger ins europäische Ausland geliefert als im Vergleichszeitraum 2015. Vor allem Länder, die nur kleinere Mengen im Vorjahr abnahmen, haben 2016 noch weniger gekauft. Demgegenüber konnte in die Hauptdestinationen wie die Niederlande und Polen mehr abgesetzt werden. Gleichzeitig importierte Deutschland mehr Biodiesel aus dem Ausland. Mit knapp 390.000 t kamen 46% mehr ins Land. Über die europäischen Importhäfen in den Niederlanden und Belgien wurde mehr eingeführt, genauso wie aus Polen und Österreich. Demgegenüber gingen die Direktlieferungen aus Südostasien leicht zurück. Damit spiegelt die Außenhandelsstatistik nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) dennoch die nach wie vor große Bedeutung der Biodieselexporte für die Auslastung der deutschen Biodieselanlagen wider. Derzeit ist nicht abzuschätzen, ob sich dieser Trend auch für das zweite Halbjahr bestätigt. Eine Erklärung für den aktuellen Rückgang der Auslandsnachfrage könnte die verstärkte Verwendung von Biodiesel aus Altspeiseölen (UCOME) sein, das zweifach auf die energetische Quotenverpflichtung in Ländern wie den Niederlanden, Polen und auch Großbritannien angerechnet werden darf.

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Grafik der Woche (KW 34)

Kraftstoffe – Großhandelspreise tendieren fest

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Die Großhandelspreise für Agrardiesel, Biodiesel und Rapsöl sind im August kräftig gestiegen. Rapsölkraftstoff und Biodiesel erreichten Höchststände. Agrardiesel ist trotz Preisanstieg weiterhin die preisgünstigste Alternative. Die Preise für Agrardiesel und Biodiesel wurden Mitte August 2016, bei steigenden Rohstoffkosten der Hersteller, kräftig angehoben. So legten die WTI-Rohölnotierungen innerhalb einer Woche um rund 9 % zu. Auch Pflanzenöle, die für die Herstellung von Biodiesel genutzt werden, zogen kräftig infolge der Ernteergebnisse im Preis an. Rapsöl zur vorderen Lieferung kostete zuletzt knapp 69 Ct/l und damit so viel wie seit Mitte Dezember 2015 nicht mehr. Der Preis für Standardware Biodiesel, mit einem Treibhausgas-Einsparpotenzial gegenüber fossilem Kraftstoff von rund 60 %, stieg im Zuge dessen auf 75 Cent/l. Das entspricht nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) nicht nur einem 8-Monatshoch, sondern vergrößert den Preisabstand gegenüber Agrardiesel auf fast 13 Cent/l.

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Grafik der Woche (KW 33)

US-Sojaerzeugung auf Rekordkurs

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Die Vegetationsbedingungen für Sojabohnen sind in den USA weiterhin optimal, Befürchtungen um trockenheitsbedingte Einbußen sind Geschichte. Auf der Rekordanbaufläche könnte so viel gedroschen werden wie noch nie zuvor. Nach Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums werden im Herbst wohl rund 110,5 Mio. t Sojabohnen in den USA geerntet. Das würde den Rekord von 2014 um 3,6 Mio. t übertreffen. Günstige Vegetationsbedingungen, auch in der maßgeblich ertragsbestimmenden Entwicklungsphase im August, haben die Aussichten noch verbessert und jüngst zu einer kräftigen Anhebung der Ernteprognose von 4,5 Mio. t geführt. Da auch in Brasilien mit geschätzten 103 Mio. t im Frühjahr 2017 ebenfalls eine Rekordernte erwartet wird, könnte die globale Erzeugung 2016/17 noch nie dagewesene Ausmaße erreichen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) könnte dem starken Druck auf die US-Sojakurse nur eine sehr lebhafte Nachfrage entgegenwirken. Die zeichnet sich in den USA bereits jetzt ab.

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Grafik der Woche (KW 32)

Rapsölpreise tendieren fest

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Die Pflanzenölpreise am europäischen Kassamarkt sind näher zusammengerückt. Nur Palmöl ist weiterhin abgeschlagen. Die Tendenz für die kommenden Monate ist uneinheitlich. Die Preise für Raps-, Soja- und Sonnenblumenöl haben sich im Juli 2016 angenähert. Während die Tendenz von Soja- und Sonnenblumenöl wegen eines reichlichen Rohstoffangebotes schwach ist, zeigt die Preiskurve für Rapsöl tendenziell nach oben. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) sind die Ölmühlen aktuell zwar gut mit Rohstoff versorgt, in den kommenden Monaten könnte die Versorgung aufgrund eines kleiner als erwarteten EU-Rapsangebots aber zunehmend schwieriger und teurer werden. Zudem zieht die Nachfrage an, weil ab 2017 die Treibhausgasminderungspflicht von 3,5 auf 4 Prozent und folglich der Biodieselbedarf steigt. Dies dürfte den tendenziellen Anstieg der Rapsölpreise verstetigen. Die Volatilität der Sojaölpreise ist im August aufgrund des Wettermarktes in den USA noch groß. Der Druck auf Palmöl wächst im Hinblick auf eine Rekorderzeugung 2016/17 in Südostasien wohl stetig.

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Grafik der Woche (KW 31)

Rapsschrot ist begehrt

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Kräftige Preisschwankungen und ein insgesamt höheres Niveau dämpfen derzeit die Nachfrage nach Sojaschrot. Rapsschrot wandert aufgrund des niedrigeren Proteinpreises und vergleichsweise stabilen Forderungen derweil öfter in Futtermischungen. Insbesondere in der Wiederkäuerfütterung ist Rapsschrot geeignet, Sojaschrot - ohne Leistungsverlust - vollständig zu ersetzen. Die lebhafte Nachfrage auf den vorderen Lieferterminen sowie die Aussicht auf eine kleinere Rapsernte in Deutschland und der EU-28 lassen die Rapsschrotpreise fest tendieren. Da die Preise für ein Prozent Protein pro Tonne Rapsschrot trotzdem weiterhin deutlich unter denen für Sojaschrot liegen, fokussiert sich die Nachfrage aktuell auf RES. Der Preisabstand gegenüber Sojaeiweiß betrug nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) zuletzt zwischen 1,70-1,90 EUR pro Tonne. Die im Vergleich zu Sojaschrot geringeren Preisschwankungen stützen die Attraktivität für die Futtermittelhersteller. Zudem ist Rapsschrot die wichtigste gentechnikfreie Futterquelle. Die UFOP stellt fest, dass die Anzahl Molkereien, die Milchprodukte „ohne Gentechnik“ auszeichnet, stetig zunimmt.

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Grafik der Woche (KW 30)

Rapsnotierungen in Paris trotzen Sojaschwäche

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Positive Ernteaussichten in den USA setzen die Sojakurse kräftig unter Druck. Raps in Paris wird davon bis dato kaum berührt. Auch ein Ernteknick zeichnet sich nicht ab. Ein erwarteter Angebotsrückgang 2016/17 in der EU und schleppender Fortschritt der Ernte geben tendenziell Auftrieb. Der Fronttermin für Soja in Chicago rutschte diese Woche erstmals seit April 2016 unter die Linie von 10 USD je Bushel, umgerechnet 334 EUR/t. Die Befürchtungen um trockenheitsbedingte Ernteeinbußen in den USA durch das Klimaphänomen La Niña werden immer geringer. So entwickeln sich die US-Feldbestände sehr gut und bei günstiger Witterung, wie sie für die kommenden Wochen vorhergesagt wird, könnten die Erträge mindestens Vorjahresniveau erreichen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) können sich die Rapskurse in Paris dem Druck aus Übersee nicht ganz entziehen. Aktuell setzt sich aber zunehmend eine feste Tendenz durch. Stützend wirken eine schleppend laufende EU-Ernte sowie die Aussichten auf eine insgesamt knappere Versorgung in der EU 2016/17.

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