Grafik der Woche (KW 25)

Volatile Sojaschrotpreise dämpfen Nachfrage

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Ein schwankender Eurokurs im Zuge der Brexit-Abstimmung sorgt für kräftige Preisbewegungen. Sojaschrot bleibt dabei allerdings auf hohem Niveau. Das dämpft die Nachfrage zusätzlich. Das Referendum im Vereinigten Königreich über den Verbleib in der Europäischen Gemeinschaft verunsichert die internationalen Finanz- und Terminmärkte. Das schlägt sich nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) auch auf die Preise für Sojaschrotimporte nieder, die täglich, teils kräftig, angepasst werden. Mit rund 390 EUR/t für 44er-Ware und 420 EUR/t für 48er-Qualität bewegen sie sich auf Großhandelsstufe allerdings weiterhin auf dem höchsten Niveau seit 17 Monaten. Die Verunsicherung der Marktteilnehmer ist mit den ungewöhnlich stark schwankenden Preisen groß, zumal sie in Erwartung der anstehenden US-Sojaernte auf Preisnachlässe spekulieren. Erst müssen sich die Märkte jedoch stabilisieren, was bei einem tatsächlichen Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU-28 noch etwas dauern könnte.

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Grafik der Woche (KW 24)

Schwache Palmölpreise drücken Pflanzenölpreisindex

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Der Pflanzenölpreisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gab im Mai 2016 um 3 % nach und unterbrach damit seinen seit Januar anhaltenden Aufwärtstrend. Nach einem kräftigen Anstieg von fast einem Fünftel seit Jahresbeginn wurde der Aufwärtstrend im Mai vorerst gestoppt. Die Kurse für Palmöl, dem weltweit wichtigsten Pflanzenöl, haben im Zuge schwacher globaler Nachfrage bei gleichzeitig unerwartet hoher Produktion in den Haupterzeugungsländern deutlich nachgegeben. Mit 163 Punkten lag der Index nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) so zwar 3 % niedriger als im Vormonat, aber 6 % über Vorjahresniveau. Der FAO Preisindex stellt die Preisentwicklung für 10 verschiedene Pflanzenöle am Weltmarkt dar, gewichtet nach ihrem Anteil am Welthandel. Nach Auffassung der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) ist die Erhöhung der gesetzlichen Beimischungsvorgaben von Biodiesel aus Palmöl der einzige sofort mengenwirksame Ausweg in den Produktionsländern. Dies zeigt das Beispiel Malaysias, das kürzlich die Beimischungsquote auf 10 % erhöht hatte. Von diesem Preisdruck profitiert neben den Raffineriestandorten in der Europäischen Union für die Produktion von Hydriertem Pflanzenöl (HVO) auch die chemische Industrie. Die UFOP weist darauf hin, dass hierzulande die gesamte Rapsernte auf gesetzlicher Basis nachhaltig zertifiziert sei. Hiervon seien die führenden Palmölexportländer nach wie vor weit entfernt. Im Gegenteil, die diesjährigen Urwaldbrände in Indonesien sollten der Politik ein Mahnfeuer sein, die nach der Erneuerbare-Energien-Richtlinie vorgegebenen Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoff-Rohstoffe weiter zu entwickeln, statt diese mit Auslaufen der aktuellen Förderperiode im Jahr 2020 praktisch abzuschaffen.

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Grafik der Woche (KW 23)

Unwetter schädigen Sonnenblumen in Frankreich

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Die Sonnenblumenanbaufläche im viertgrößten EU-Erzeugungsland Frankreich fällt wohl deutlich kleiner aus als vermutet. Damit könnte sich die bis dato positive Flächenschätzung der EU-Kommission für 2016 ins Negative wenden. Überschwemmungen aufgrund kräftiger Niederschläge haben in Frankreich wohl zu deutlichen Flächenverlusten geführt. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt das Sonnenblumenareal aktuell auf 587.000 ha und damit 5 % kleiner als im Vorjahr. Die EU-Kommission ging für Frankreich im Mai noch von 619.000 ha aus. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) ist die Prognose der Kommission ohnehin noch sehr vage. Bislang taxieren die Experten in Brüssel den EU-Anbau von Sonnenblumen zur Ernte 2016 etwas größer als im Vorjahr. Mit der aktuellen Entwicklung, nicht nur in Frankreich, dürfte das Vorjahresergebnis allerdings schwer erreicht werden.

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Grafik der Woche (KW 22)

Rapspreise ziehen an

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Die Rapspreise am Kassamarkt sind kräftig gestiegen und liegen seit Wochen über Vorjahresniveau. Auch für Kontrakte ex Ernte erhalten Erzeuger mehr als zuvor. Im Hinblick auf eine deutlich knappere Versorgung 2016/17 hält der Aufwärtstrend vorerst an. Raps zur prompten Lieferung erzielt aktuell durchschnittlich 359 EUR/t frei Lager und damit 6 EUR/t mehr als ein Jahr zuvor. Ex Ernte werden 346 EUR/t bewilligt. Das sind sogar 11 EUR/t mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) wird trotz steigender Preise auf den alterntigen Positionen, mit Ausnahme weniger Standorte, derzeit wenig Neugeschäft generiert. Grund dafür ist das sehr knappe Angebot. Das Interesse an Kontrakten ist auch gering, da Erzeuger auf weitere Preissteigerungen spekulieren. Diese sind aufgrund eines rückläufigen globalen Angebotes bei voraussichtlich lebhafter Nachfrage 2016/17 wahrscheinlich.

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Grafik der Woche (KW 21)

Dieselpreise ziehen kräftig an

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Die Preise für den teilbesteuerten Agrardiesel tendieren fest und nähern sich denen für Biodiesel an. Die Rapsöllinie wird fast erreicht. Auftrieb geben kräftig steigende Rohölkurse. Der Fronttermin an der NYMEX notiert aktuell knapp unter der Marke von 50 USD je Barrel und damit auf einem 8-Monatshoch. Die Konkurrenzfähigkeit von Biodiesel im Großhandel ist in den vergangenen Wochen gestiegen. So kostet Standardware mit einem Treibhausgas-Einsparpotenzial gegenüber fossilem Kraftstoff von rund 60 % aktuell 72 Cent/l und damit nur 7 Cent/l mehr als Agrardiesel. Anfang April 2016 betrug die Differenz noch fast 15 Cent/l. Verantwortlich für den Anstieg der Dieselpreise sind deutlich anziehende Rohölkurse. Diese werden nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) von einer steigenden globalen Nachfrage bei gleichzeitig rückläufigem Angebot in die Höhe getrieben. Die Rapsölpreise in Deutschland tendieren aufgrund eines knappen vorderen Angebotes und bei steigenden Rohstoffpreisen ebenfalls fest.

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Grafik der Woche (KW 20)

Ölschrote verteuern sich

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Die Ölschrotpreise legten in den vergangenen Wochen kräftig zu. Auslöser waren vor allem die stark steigenden Sojakurse, aber auch das teils knappe Angebot stützten die Forderungen. Sojaschrot kostet momentan so viel wie seit Ende Juli 2015 nicht mehr. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) überschritten die Großhandelspreise für 44er Sojaschrot zuletzt die Linie von 350 EUR/t, 48er Ware kostetet mehr als 380 EUR/t. Auslöser für den kräftige Preisauftrieb, der Anfang April 2016 begann, waren vor allem die steigenden Rohstoffnotierungen als Antwort auf die ungünstige Sojaernte in Argentinien. Aktuell ist es die langsame Aussaat in den USA, die die Kurse treibt. Damit wird auch Sojaschrot immer teurer. Käufer hoffen nun, dass die Hausse sich wieder beruhigt. Aber die Aussichten auf eine erneut knappe globale Versorgung mit sinkenden Endbeständen dürfte die Preise vorerst oben halten. Rapsschrot überschritt zuletzt die Linie von 225 EUR/t. Das knappe vordere Angebot verteuert die Ware, die damit so viel kostet wie vor 7 Monaten.

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Grafik der Woche (KW 19)

Globale Sojanachfrage 2016/17 größer als Erzeugung

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Im kommenden Wirtschaftsjahr übersteigt die Sojanachfrage die Erzeugung um etwa 4 Mio. t. Zu diesem Ergebnis kommt die erste Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums. Dennoch ist die Marktversorgung mehr als ausreichend gesichert, denn die Bestände sinken von 74 Mio. t auf 68 Mio. t. Laut dieser ersten offiziellen Prognose wäre dies dann immer noch der vierthöchste Bestand seit Aufzeichnungsbeginn. Grund für den Abbau ist der um rund 10 Mio. t auf das historisch höchste Niveau steigende Verbrauch von knapp 328 Mio. t. Zugleich steigt die Produktion um 8 Mio. t auf 324 Mio. t. Auch dies ist historisch gesehen die höchste Sojaernte. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) fußt dies vor allem auf einer gegenüber dem Vorjahr höheren Ernteerwartung für Brasilien und Indien. Treiber der steigenden Nachfrage sind, wie in den vergangenen Jahren, vor allem China und Indien.

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Grafik der Woche (KW 18)

EU-Ölsaatenernte 2016 – niedrige Prognose stützt Preise

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Insgesamt könnte die Ölsaatenerzeugung 2016 in der EU-28 etwas umfangreicher ausfallen als im Vorjahr. Aber während für Sojabohnen und Sonnenblumen mehr erwartet wird, könnte die Rapsernte erneut kleiner ausfallen. Das stützt die Preise. Die Mitgliedsländer der EU-28 ernten 2016 schätzungsweise 31,6 Mio. t Ölsaaten und damit etwa 200.000 t mehr als im Vorjahr. Verantwortlich für den Anstieg sind nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) umfangreichere Ernten von Sonnenblumen und Sojabohnen. So werden aufgrund einer leichten Ausdehnung der Anbaufläche mit rund 8,1 Mio. t etwa 4 % mehr Sonnenblumen erwartet. Die Sojaerzeugung könnte um 13 % auf 2,3 Mio. t wachsen und so ein Rekordhoch erreichen. Mit einem Minus wird indes bei der EU-Rapserzeugung gerechnet. Nach Schätzung der europäischen Branchenverbände Copa/Cogeca und Coceral könnte das Ergebnis um 400.000 t auf 21,2 Mio. t sinken. Sie beziehen sich dabei auf die leichte Einschränkung der Anbaufläche. Hinsichtlich der Erträge könnte das langjährige Mittel übertroffen werden.

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Grafik der Woche (KW 17)

Nur für Raps erhalten Erzeuger mehr als im Vorjahr

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Die Erzeugerpreise für Raps sind derzeit die einzigen, die über Vorjahresniveau rangieren. Getreide und Mais verzeichnen derweil ein teils kräftiges Minus. Nach einem kräftigen Anstieg in den vergangenen Monaten sind die Rapspreise im April 2016 nicht nur auf das höchste Niveau seit Ende 2015 gestiegen, sondern kletterten sogar über Vorjahreslinie. Damit ist Raps nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) derzeit der Gewinner unter den Ackerfrüchten. Denn für alle Getreidearten wie auch Mais erhalten Erzeuger aktuell weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Besonders kräftig, fast 20 %, ist der Preisrückgang für Brotweizen aufgrund des nachfrageübersteigenden Angebotes. Futterhafer und Mais verzeichnen demgegenüber ein überschaubares Minus von knapp 2 %. Für Raps frei Erfasserlager werden im April 2016 durchschnittlich 349 EUR/t geboten und damit gut 1 EUR/t mehr als im Vorjahresmonat.

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Weitere Grafiken der Woche finden Sie im Archiv.