Grafik der Woche (KW 08)

Globale enge Versorgungsbilanz spricht für stabile Rapspreise

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Die weltweite Rapsversorgung dürfte im Wirtschaftsjahr 2016/17 noch enger ausfallen als in den Vorjahren und zu deutlich reduzierten Endbestände führen. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) erwartet, dass die Erzeugerpreise für Raps sich auf dem aktuellen Niveau stabilisieren. Das US-Agrarministerium USDA erwartet in seiner aktuellen Februarprognose für Raps eine nur marginale Erhöhung der Erzeugung 2016/17 gegenüber der Januarschätzung. Allerdings steigt nach Ansicht der Agrarexperten die prognostizierte Verarbeitung im laufenden Wirtschaftsjahr um 0,3 % auf jetzt 66,3 Mio. t. Zusätzlich rechnet das USDA mit einer um knapp 4 % höheren sonstigen Verwendung. Damit dürfte der globale Verbrauch mit 69,6 Mio.t die weltweite Erzeugung von aktuell 67,9 Mio. t um 1,7 Mio. t übertreffen. Entsprechend haben sich die Schätzungen der Endbestände erneut reduziert. Aktuell rechnet die US-Behörde mit einem Endbestand 2016/17 von nur noch 5 Mio. t und damit rund 5 % weniger als vor einem Monat. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) reagierten die Rapskurse in Paris prompt und durchbrachen nachhaltig die wichtige Widerstandmarke von 420 EUR/t.

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Grafik der Woche (KW 07)

Raps mit attraktivem Preisabstand gegenüber Weizen

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Der Preisabstand der Vorkontrakte für Weizen und Raps liegt aktuell bei rund 220 EUR/t und erreicht damit fast den Saisonhöchststand. Der Abstand der Vorkontraktpreise zwischen Brotweizen und Raps zur Ernte 2017 hat sich in den vergangenen Monaten in Ostdeutschland zunehmend vergrößert. Während Weizen immer preisgünstiger wurde, hat sich Raps ex Ernte verteuert. Dies beruht primär auf der unterschiedlichen globalen Versorgungslage 2016/17, die sich auch auf die nächste Saison auswirkt. Für 2016/17 werden eine weltweite Rekorderzeugung von knapp 750 Mio. t Weizen erwartet. Demgegenüber kann die Rapserzeugung den zu erwartenden Verbrauch nicht decken, was zu Lasten der Vorräte geht, die sich um über 5 % reduzieren werden. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) werden für Brotweizen ex Ernte durchschnittlich 150 EUR/t frei Erfasserlager geboten und damit auf Grund der anhaltend üppigen Versorgung genauso viel wie für prompte Ware. Die aktuell knappe Versorgung mit Raps wirkt sich entsprechend auch auf das Preisniveau für die kommende Ernte aus. Frei Erfasserlager werden derzeit für Raps 371 EUR/t gefordert. Das sind zwar 34 EUR/t weniger als für prompte Ware, da eine komfortablere Versorgung 2017/18 erwartet wird, aber immer noch 50 EUR mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.

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Grafik der Woche (KW 06)

Pflanzenölpreise fallen kräftig

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Preise für Pflanzenöle können hohes Niveau nicht halten. Üppige Versorgung, sinkende Nachfrage und fester Eurokurs sorgen für fallende Forderungen. Auf Grund des knappen Angebotes stieg der Palmölpreis seit Oktober 2016 um 18 %. Sojaöl profitierte in den vergangenen Monaten noch deutlich von der Unsicherheit über die Höhe der argentinischen Sojaerzeugung. Mit den günstigeren Witterungsbedingungen und der sich abzeichnenden Rekordernte in Brasilien konnten sich die hohen Preise nicht halten. Zudem ist durch die US-Umweltpolitik Trumps der künftige Einsatz von Sojaöl für die Biodieselherstellung ungewiss. Rapsöl, das im Zuge fester Rohstoffforderungen ebenfalls zulegte, kann sich nun auch nicht mehr halten. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) hat die Nachfrage in den vergangenen Wochen nach Pflanzenöl spürbar nachgelassen. Obwohl der feste Euro Importe in den Euroraum verbilligt, ist das Kaufinteresse gebremst. Damit hatten die fundamentalen Marktfaktoren mehr Einfluss auf die Pflanzenölpreise als die Rohölnotierung. Der WTI-Kurs ist seit Februar 2016 bis dato um über 70 % gestiegen.

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Grafik der Woche (KW 05)

EU-28 importiert bislang weniger

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Die aktuellen Importzahlen für Ölsaaten und -nachprodukte bestätigen derzeit nicht die Schätzungen für das laufende Wirtschaftsjahr. Obwohl 2016 in der EU 28 die Ölsaatenernte und damit die Angebotsmenge um etwa 1 Mio. t geringer ausfiel, entwickeln sich die Importe derzeit ganz im Widerspruch zu den Prognosen der Marktexperten. Neben geringerer Nachfrage wurden gleichzeitig höhere Einfuhren vorhergesagt. Das zeichnet sich in den ersten 7 Monaten 2016/17 aber nicht ab. So fallen die Einfuhren an Raps und Sojabohnen mit 9,1 Mio. t rund 7,5 % kleiner aus als im Vorjahreszeitraum. Bei gedrosselter EU-Verarbeitung von Raps und Sojabohnen, geschätzt werden 2016/17 knapp 38 Mio. t, und dem damit einhergehenden geringeren Angebot an Ölen und Schroten, zeichnet sich aber auch hier kein Plus bei den Nachproduktimporten ab. Die Prognose 2016/17 liegt für Sojaschrot 6 % und für Palmöl knapp 1 % über Vorjahreswert. Aktuell bleiben die Mengen jedoch 15 % bzw. 18 % unter Vorjahreslinie.

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Grafik der Woche (KW 04)

Unsicherheiten treiben Sojanotierung

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Überraschende Reduzierung der Ernteschätzung für US-Soja und anhaltende Unsicherheit über Niederschlagsschäden in Argentinien lassen Versorgungsbilanz enger schließen. Die weltweite Sojaerzeugung wird sich nach Angaben des aktuellen USDA-Reports 2016/17 weiter erhöhen. Damit ergäbe sich zum Vorjahr eine Steigerung von knapp 6 % auf rund 338 Mio. t. Die Behörde senkte jedoch überraschend die Ernteprognose 2016 der USA um über 1,4 Mio. t auf 117,2 Mio. t. Zwar dürfte die erneut angehobene Rekordernteschätzung für Brasilien von 104 Mio. t die Korrekturen für die USA kompensieren, dennoch dürfte das globale Angebot die geschätzte Nachfrage nur um lediglich 5 Mio. t übersteigen. Aktuell sorgen die Witterungsbedingungen in Argentinien für Unsicherheit. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) haben kräftige Niederschläge in den vergangenen Wochen für erneute Überflutungen gesorgt. Das USDA hat seine Vormonatsprognose für Argentinien von 57 Mio. t noch aufrechterhalten, andere Quellen schätzen jedoch 3-7 Mio. t weniger. Daraufhin zogen die Sojanotierungen um fast 3 % an und erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit sechs Monaten.

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Grafik der Woche (KW 03)

Pflanzenölpreise erholen sich deutlich

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Der Pflanzenölindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der vereinten Nationen (FAO) hat im Dezember 2016 um über 4 % zugelegt und ein 3 Jahreshoch erreicht. Dennoch liegt er noch deutlich unter der Rekordmarke vom Januar 2011. Die Preise für Pflanzenöle sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Im Dezember 2016 erreichte der Pflanzenölindex den höchsten Stand seit Juli 2014. Besonders die anziehenden Kurse für Palm- und Sojaöl sorgten im Verlaufe des vergangenen Jahres für Auftrieb. Die Palmölkurse profitierten von den geringen globalen Lagerbeständen und dem anhaltend knappen Angebot. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) hat sich die Sojaölnotierung auf Grund der zuletzt ungünstigen Witterungsbedingungen im wichtigen Exportland Argentinien und anziehender Nachfrage der Biodieselindustrie in den USA, Brasilien und Argentinien deutlich befestigt. Seit den Tiefstständen 2015 ist der FAO Preisindex, der die Preisentwicklung der 10 für den Welthandel bedeutendsten Pflanzenöle abbildet, um über 36 % gestiegen. Mit 183 Punkten lag der Index im Vergleich zum Vormonat rund 4 % und im Vorjahresvergleich knapp 30 % höher.


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Grafik der Woche (KW 02)

Preisvorteil von Rapsschrot unverändert

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Die stabilen Preise der vergangenen Wochen sorgen weiterhin für einen Preisvorteil von Rapsschrot als Mischfutterbestandteil gegenüber Sojaschrot. GVO-freies Sojaschrot kostet trotz aktueller Preisschwäche immer noch deutlich mehr. Die Raps- und Sojaschrotpreise in Deutschland ab Ölmühle haben sich in den vergangenen Wochen wenig bewegt. Seit Anfang Dezember schwanken die Forderungen für Rapsschrot um 197 EUR/t. Damit liegt das Preisniveau gegenüber Vorjahreszeitraum mit einem Plus von 5 EUR/t nur unwesentlich höher. Sojaschrot wurde im Schnitt mit 348 EUR/t bewertet und ist damit 37 EUR/t teurer als vor einem Jahr. Diese geringen Preisschwankungen veränderten die Vorzüglichkeit von Raps gegenüber Sojaschrot kaum. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH lag der Preisvorteil in den vergangenen fünf Wochen bei durchschnittlich 1,86 Euro pro Prozent Protein. Die Nachfrage nach Rapsschrot in der Mischfutterherstellung ist aufgrund der insgesamt rückläufigen Mischfutterproduktion leicht zurückgegangen, im Gegensatz zum Sojaschrot, das rund 15 % weniger eingesetzt wurde.

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Grafik der Woche (KW 01)

Große Versorgungslücke auf dem EU-Rapsmarkt

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Der Rapsmarkt in der EU-28 ist 2016/17 erheblich knapper versorgt als im Vorjahr. Zwar sinkt der Verbrauch, doch bei einer gleichzeitig geringen Ernte geht das zu Lasten der Vorräte und wird den Importbedarf steigern. Die EU-Kommission rechnet für 2016 gegenüber Vorjahr mit einer um 2 Mio. t kleineren Rapsernte von knapp 20 Mio. t. Wahrscheinlich wird der Verbrauch im Wirtschaftsjahr 2016/17 um 6 % auf 23,4 Mio. t sinken, dennoch fehlen 3,6 Mio. t Raps für eine ausgeglichene Versorgungsbilanz. Erwartet wird nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH ein Anstieg der Drittlandsimporte um 500.000 t auf 4 Mio. t. Dennoch verringern sich die Vorräte auf 1,03 Mio. t, rund 6 % weniger als im Vorjahr. Der Rückgang fußt auf ungünstigen Witterungsbedingungen zur Aussaat und vor allem auf dem regenreichen Frühsommer, der die Erträge kappte. Zur Ernte 2017 wird sich der EU-Rapsanbau kaum vergrößern. Besonders in Frankreich verzögerten trockene Bedingungen Aussaat und Vegetationsstart. Überdurchschnittlich viele Flächen mussten umgebrochen werden. Im Vereinigten Königreich haben die Farmer zur Ernte 2017 den Rapsanbau eingeschränkt. Sie verlieren seit dem Verbot von Beizmitteln Ende 2013 große Teile der Ernte durch Rapserdfloh und Rapsglanzkäfer und haben daher die Freude am Rapsanbau verloren.

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Grafik der Woche (KW 52)

Deutsche Biodieselexporte nehmen leicht zu

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Die deutschen Biodieselexporte fielen in den ersten 10 Monaten des Jahres 2016 etwas größer aus als im Vorjahreszeitraum. Das Gros der europäischen Handelspartner fragt zwar deutlich weniger Biodiesel nach, aber das Lieferplus in die Niederlande und Polen gleicht dies aus. Die Ausfuhren an deutschem Biodiesel erreichten Ende Oktober 2016 1,25 Mio. t und überstiegen das Vorjahresergebnis damit um 0,4 %. Der bisherige rückläufige Trend setzt sich damit nicht mehr fort. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH sind nach wie vor die Niederlande der wichtigste Empfänger. Die exportierte Menge stieg um 37 % gegenüber Vorjahr auf rund 485.000 t.  Überraschend stark war die Dynamik mit polnischen Handelspartnern, die mehr als doppelt so viel Biodiesel kauften als im Vorjahr. Polen rückt damit auf Platz 2 der wichtigsten Importländer vor. Länder wie Tschechien, Frankreich oder Österreich reduzierten dagegen ihre Einfuhren zwischen 27 % und 56 %. Die größten Zuwächse konnten bei den Biodieselausfuhren in die Schweiz und die USA verbucht werden. Um fast 200 % steigerten die Eidgenossen ihre Abnahmen und um 350 % die USA. Allerdings ist die Menge mit 36.000 t bzw. 49.000 t vergleichsweise gering.

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