Grafik der Woche (KW 29)

Raps setzt sich preislich von Weizen ab

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Der Preisabstand von Raps zu Weizen ist Ende 2015/16 gestiegen. Mit Nachlassen des Erntedrucks könnte diese Tendenz aufgrund einer witterungsbedingt deutlich kleineren EU-Rapsernte 2016/17 anhalten. Die Versorgung mit Raps in der EU wird 2016/17 mit einer von Coceral/Copa-Cocega geschätzten Ernte von 21,2 Mio. t wohl noch knapper ausfallen als im Wirtschaftsjahr zuvor. Verantwortlich dafür sind witterungsbedingte Ertragseinbußen. Zwar litt auch Weizen unter dem ungünstigen Wetter, vor allem im Mai und Juni 2016, die Aussichten auf die Versorgung sind bei erwarteter globaler Rekorderzeugung aber deutlich besser. Derweil ist der Preisspielraum für Raps aufgrund der rückläufigen Erzeugung, sowohl EU- als auch weltweit, langfristig nach oben geöffnet. So wird sich voraussichtlich auch in diesem Jahr die geringere Marktversorgung preislich bemerkbar machen. Schon im Juli 2016 wurden für Raps frei Erfasserlager mit rund 334 EUR/t knapp 200 EUR/t mehr als für Weizen gezahlt.

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Grafik der Woche (KW 28)

Rapsvorräte sinken 2016/17 weiter

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Wie schon 2015/16 überschreitet die weltweite Nachfrage nach Raps wohl auch 2016/17 das Angebot, so dass die Vorräte weiter schrumpfen könnten. Das gibt den Rapspreisen langfristig Luft nach oben. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt die globale Rapserzeugung 2016/17 aktuell auf 66,5 Mio. t und damit knapp 1,7 Mio. t niedriger als im Vorjahr. Dabei fallen die Ernten in den wichtigsten Produktionsländern – Kanada, China und der Europäischen Union – voraussichtlich kleiner aus. Das größte Minus verzeichnet mit rund 7 % und einer geschätzten Erzeugung von 13,3 Mio. t wohl China. Gleichzeitig wird global laut USDA mit 64,8 Mio. t zwar weniger verarbeitet als im Vorjahr, aber immer noch umfangreich. Zum Ende des Wirtschaftsjahres summieren sich die globalen Rapsvorräte auf etwa 3,7 Mio. t. Das entspräche einem 13-Jahrestief.

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Grafik der Woche (KW 27)

Sojaschrotpreise kräftig gestiegen

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Steil steigende Sojakurse zogen zuletzt die Sojaschrotpreise in Deutschland mit nach oben. Die durch Nässe verzögerte und qualitativ beeinträchtigte Sojaernte in Argentinien hatte die Terminkurse auf ein 10-Monatshoch getrieben. Im April 2016 war die bisherige Abwärtsbewegung der Sojaschrotpreise schlagartig beendet. Bereits im Mai 2016 wurden frei Hof 14 % mehr verlangt und im Juni stieg der Preis sogar um 17 %. Dabei haben sich GMO-Ware und Non-GMO-Ware nahezu identisch nach oben bewegt. Der Preisabstand zwischen den beiden Futterkomponenten betrug zuletzt 89 EUR/t. Das ist nur wenig mehr als die 85 EUR/t im bisherigen Zeitraum 2016. Damit hat sich der Aufschlag, verglichen mit den Jahren zuvor sogar stetig verringert. In 2015 mussten für GMO-freies Sojaschrot noch durchschnittlich 99 EUR/t mehr gezahlt werden, 2013 sogar 115 EUR/t. Bislang war vor allem der süddeutsche Raum dafür bekannt, dass sich die Molkereien auf Milch fokussieren, die ohne GVO-Futter oder sogar ohne Sojaschrot produziert wurde. Nun wird auch aus Schleswig-Holstein davon berichtet, dass einige Molkereien ab Oktober 2016 kein Sojaschrot in der Fütterung mehr akzeptieren wollen.

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Grafik der Woche (KW 26)

Rapspreise der beiden Ernten nähern sich an

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Die vergleichsweise niedrigen Erzeuegrpreise haben das Geschäft mit der kommenden Ernte über lange Zeit gedrosselt, so dass bis dato weniger Raps als üblich in Lieferverträgen gebunden wurde. Die Gebote am Kassamarkt für Raps waren aufgrund kräftig sinkender Rapskurse in Paris und bei geringer Nachfrage im Juni stark rückläufig. Franko Niederrhein wurden zum Monatsende 352 EUR/t genannt und damit 19 EUR/t weniger als im Vormonat. Angeboten wurde vor diesem Hintergrund kaum etwas. Erzeuger hatten die festen Preise der vergangenen Monate genutzt und ihre üblichen Mengen zur Lieferung in 2016/17 vertraglich fixiert. Das waren etwa 30-40 % der voraussichtlichen Erntemenge. Für weitere Angebote warten die Erzeuger die ersten Druschergebnisse ab. Die in vielen europäischen Regionen ungünstige Witterung der vergangenen Wochen hatte Raps nicht verschont. Trockenheit im Osten und kräftige Niederschläge im Südwesten und Südosten Europas senkten das Ertragspotenzial. Bis dato rechnen die Experten von MARS mit einem Ertrag von 32 dt/ha. Das wäre immer noch etwa 1 % mehr als im langjährigen Mittel, aber 1 dt/ha weniger als im Mai 2016 geschätzt.

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Grafik der Woche (KW 25)

Volatile Sojaschrotpreise dämpfen Nachfrage

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Ein schwankender Eurokurs im Zuge der Brexit-Abstimmung sorgt für kräftige Preisbewegungen. Sojaschrot bleibt dabei allerdings auf hohem Niveau. Das dämpft die Nachfrage zusätzlich. Das Referendum im Vereinigten Königreich über den Verbleib in der Europäischen Gemeinschaft verunsichert die internationalen Finanz- und Terminmärkte. Das schlägt sich nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) auch auf die Preise für Sojaschrotimporte nieder, die täglich, teils kräftig, angepasst werden. Mit rund 390 EUR/t für 44er-Ware und 420 EUR/t für 48er-Qualität bewegen sie sich auf Großhandelsstufe allerdings weiterhin auf dem höchsten Niveau seit 17 Monaten. Die Verunsicherung der Marktteilnehmer ist mit den ungewöhnlich stark schwankenden Preisen groß, zumal sie in Erwartung der anstehenden US-Sojaernte auf Preisnachlässe spekulieren. Erst müssen sich die Märkte jedoch stabilisieren, was bei einem tatsächlichen Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU-28 noch etwas dauern könnte.

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Grafik der Woche (KW 24)

Schwache Palmölpreise drücken Pflanzenölpreisindex

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Der Pflanzenölpreisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gab im Mai 2016 um 3 % nach und unterbrach damit seinen seit Januar anhaltenden Aufwärtstrend. Nach einem kräftigen Anstieg von fast einem Fünftel seit Jahresbeginn wurde der Aufwärtstrend im Mai vorerst gestoppt. Die Kurse für Palmöl, dem weltweit wichtigsten Pflanzenöl, haben im Zuge schwacher globaler Nachfrage bei gleichzeitig unerwartet hoher Produktion in den Haupterzeugungsländern deutlich nachgegeben. Mit 163 Punkten lag der Index nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) so zwar 3 % niedriger als im Vormonat, aber 6 % über Vorjahresniveau. Der FAO Preisindex stellt die Preisentwicklung für 10 verschiedene Pflanzenöle am Weltmarkt dar, gewichtet nach ihrem Anteil am Welthandel. Nach Auffassung der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) ist die Erhöhung der gesetzlichen Beimischungsvorgaben von Biodiesel aus Palmöl der einzige sofort mengenwirksame Ausweg in den Produktionsländern. Dies zeigt das Beispiel Malaysias, das kürzlich die Beimischungsquote auf 10 % erhöht hatte. Von diesem Preisdruck profitiert neben den Raffineriestandorten in der Europäischen Union für die Produktion von Hydriertem Pflanzenöl (HVO) auch die chemische Industrie. Die UFOP weist darauf hin, dass hierzulande die gesamte Rapsernte auf gesetzlicher Basis nachhaltig zertifiziert sei. Hiervon seien die führenden Palmölexportländer nach wie vor weit entfernt. Im Gegenteil, die diesjährigen Urwaldbrände in Indonesien sollten der Politik ein Mahnfeuer sein, die nach der Erneuerbare-Energien-Richtlinie vorgegebenen Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoff-Rohstoffe weiter zu entwickeln, statt diese mit Auslaufen der aktuellen Förderperiode im Jahr 2020 praktisch abzuschaffen.

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Grafik der Woche (KW 23)

Unwetter schädigen Sonnenblumen in Frankreich

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Die Sonnenblumenanbaufläche im viertgrößten EU-Erzeugungsland Frankreich fällt wohl deutlich kleiner aus als vermutet. Damit könnte sich die bis dato positive Flächenschätzung der EU-Kommission für 2016 ins Negative wenden. Überschwemmungen aufgrund kräftiger Niederschläge haben in Frankreich wohl zu deutlichen Flächenverlusten geführt. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt das Sonnenblumenareal aktuell auf 587.000 ha und damit 5 % kleiner als im Vorjahr. Die EU-Kommission ging für Frankreich im Mai noch von 619.000 ha aus. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) ist die Prognose der Kommission ohnehin noch sehr vage. Bislang taxieren die Experten in Brüssel den EU-Anbau von Sonnenblumen zur Ernte 2016 etwas größer als im Vorjahr. Mit der aktuellen Entwicklung, nicht nur in Frankreich, dürfte das Vorjahresergebnis allerdings schwer erreicht werden.

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Grafik der Woche (KW 22)

Rapspreise ziehen an

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Die Rapspreise am Kassamarkt sind kräftig gestiegen und liegen seit Wochen über Vorjahresniveau. Auch für Kontrakte ex Ernte erhalten Erzeuger mehr als zuvor. Im Hinblick auf eine deutlich knappere Versorgung 2016/17 hält der Aufwärtstrend vorerst an. Raps zur prompten Lieferung erzielt aktuell durchschnittlich 359 EUR/t frei Lager und damit 6 EUR/t mehr als ein Jahr zuvor. Ex Ernte werden 346 EUR/t bewilligt. Das sind sogar 11 EUR/t mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) wird trotz steigender Preise auf den alterntigen Positionen, mit Ausnahme weniger Standorte, derzeit wenig Neugeschäft generiert. Grund dafür ist das sehr knappe Angebot. Das Interesse an Kontrakten ist auch gering, da Erzeuger auf weitere Preissteigerungen spekulieren. Diese sind aufgrund eines rückläufigen globalen Angebotes bei voraussichtlich lebhafter Nachfrage 2016/17 wahrscheinlich.

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Grafik der Woche (KW 21)

Dieselpreise ziehen kräftig an

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Die Preise für den teilbesteuerten Agrardiesel tendieren fest und nähern sich denen für Biodiesel an. Die Rapsöllinie wird fast erreicht. Auftrieb geben kräftig steigende Rohölkurse. Der Fronttermin an der NYMEX notiert aktuell knapp unter der Marke von 50 USD je Barrel und damit auf einem 8-Monatshoch. Die Konkurrenzfähigkeit von Biodiesel im Großhandel ist in den vergangenen Wochen gestiegen. So kostet Standardware mit einem Treibhausgas-Einsparpotenzial gegenüber fossilem Kraftstoff von rund 60 % aktuell 72 Cent/l und damit nur 7 Cent/l mehr als Agrardiesel. Anfang April 2016 betrug die Differenz noch fast 15 Cent/l. Verantwortlich für den Anstieg der Dieselpreise sind deutlich anziehende Rohölkurse. Diese werden nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) von einer steigenden globalen Nachfrage bei gleichzeitig rückläufigem Angebot in die Höhe getrieben. Die Rapsölpreise in Deutschland tendieren aufgrund eines knappen vorderen Angebotes und bei steigenden Rohstoffpreisen ebenfalls fest.

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Weitere Grafiken der Woche finden Sie im Archiv.