Grafik der Woche (KW 03)

Pflanzenölpreise erholen sich deutlich

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Der Pflanzenölindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der vereinten Nationen (FAO) hat im Dezember 2016 um über 4 % zugelegt und ein 3 Jahreshoch erreicht. Dennoch liegt er noch deutlich unter der Rekordmarke vom Januar 2011. Die Preise für Pflanzenöle sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Im Dezember 2016 erreichte der Pflanzenölindex den höchsten Stand seit Juli 2014. Besonders die anziehenden Kurse für Palm- und Sojaöl sorgten im Verlaufe des vergangenen Jahres für Auftrieb. Die Palmölkurse profitierten von den geringen globalen Lagerbeständen und dem anhaltend knappen Angebot. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) hat sich die Sojaölnotierung auf Grund der zuletzt ungünstigen Witterungsbedingungen im wichtigen Exportland Argentinien und anziehender Nachfrage der Biodieselindustrie in den USA, Brasilien und Argentinien deutlich befestigt. Seit den Tiefstständen 2015 ist der FAO Preisindex, der die Preisentwicklung der 10 für den Welthandel bedeutendsten Pflanzenöle abbildet, um über 36 % gestiegen. Mit 183 Punkten lag der Index im Vergleich zum Vormonat rund 4 % und im Vorjahresvergleich knapp 30 % höher.


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Grafik der Woche (KW 02)

Preisvorteil von Rapsschrot unverändert

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Die stabilen Preise der vergangenen Wochen sorgen weiterhin für einen Preisvorteil von Rapsschrot als Mischfutterbestandteil gegenüber Sojaschrot. GVO-freies Sojaschrot kostet trotz aktueller Preisschwäche immer noch deutlich mehr. Die Raps- und Sojaschrotpreise in Deutschland ab Ölmühle haben sich in den vergangenen Wochen wenig bewegt. Seit Anfang Dezember schwanken die Forderungen für Rapsschrot um 197 EUR/t. Damit liegt das Preisniveau gegenüber Vorjahreszeitraum mit einem Plus von 5 EUR/t nur unwesentlich höher. Sojaschrot wurde im Schnitt mit 348 EUR/t bewertet und ist damit 37 EUR/t teurer als vor einem Jahr. Diese geringen Preisschwankungen veränderten die Vorzüglichkeit von Raps gegenüber Sojaschrot kaum. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH lag der Preisvorteil in den vergangenen fünf Wochen bei durchschnittlich 1,86 Euro pro Prozent Protein. Die Nachfrage nach Rapsschrot in der Mischfutterherstellung ist aufgrund der insgesamt rückläufigen Mischfutterproduktion leicht zurückgegangen, im Gegensatz zum Sojaschrot, das rund 15 % weniger eingesetzt wurde.

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Grafik der Woche (KW 01)

Große Versorgungslücke auf dem EU-Rapsmarkt

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Der Rapsmarkt in der EU-28 ist 2016/17 erheblich knapper versorgt als im Vorjahr. Zwar sinkt der Verbrauch, doch bei einer gleichzeitig geringen Ernte geht das zu Lasten der Vorräte und wird den Importbedarf steigern. Die EU-Kommission rechnet für 2016 gegenüber Vorjahr mit einer um 2 Mio. t kleineren Rapsernte von knapp 20 Mio. t. Wahrscheinlich wird der Verbrauch im Wirtschaftsjahr 2016/17 um 6 % auf 23,4 Mio. t sinken, dennoch fehlen 3,6 Mio. t Raps für eine ausgeglichene Versorgungsbilanz. Erwartet wird nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH ein Anstieg der Drittlandsimporte um 500.000 t auf 4 Mio. t. Dennoch verringern sich die Vorräte auf 1,03 Mio. t, rund 6 % weniger als im Vorjahr. Der Rückgang fußt auf ungünstigen Witterungsbedingungen zur Aussaat und vor allem auf dem regenreichen Frühsommer, der die Erträge kappte. Zur Ernte 2017 wird sich der EU-Rapsanbau kaum vergrößern. Besonders in Frankreich verzögerten trockene Bedingungen Aussaat und Vegetationsstart. Überdurchschnittlich viele Flächen mussten umgebrochen werden. Im Vereinigten Königreich haben die Farmer zur Ernte 2017 den Rapsanbau eingeschränkt. Sie verlieren seit dem Verbot von Beizmitteln Ende 2013 große Teile der Ernte durch Rapserdfloh und Rapsglanzkäfer und haben daher die Freude am Rapsanbau verloren.

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Grafik der Woche (KW 52)

Deutsche Biodieselexporte nehmen leicht zu

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Die deutschen Biodieselexporte fielen in den ersten 10 Monaten des Jahres 2016 etwas größer aus als im Vorjahreszeitraum. Das Gros der europäischen Handelspartner fragt zwar deutlich weniger Biodiesel nach, aber das Lieferplus in die Niederlande und Polen gleicht dies aus. Die Ausfuhren an deutschem Biodiesel erreichten Ende Oktober 2016 1,25 Mio. t und überstiegen das Vorjahresergebnis damit um 0,4 %. Der bisherige rückläufige Trend setzt sich damit nicht mehr fort. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH sind nach wie vor die Niederlande der wichtigste Empfänger. Die exportierte Menge stieg um 37 % gegenüber Vorjahr auf rund 485.000 t.  Überraschend stark war die Dynamik mit polnischen Handelspartnern, die mehr als doppelt so viel Biodiesel kauften als im Vorjahr. Polen rückt damit auf Platz 2 der wichtigsten Importländer vor. Länder wie Tschechien, Frankreich oder Österreich reduzierten dagegen ihre Einfuhren zwischen 27 % und 56 %. Die größten Zuwächse konnten bei den Biodieselausfuhren in die Schweiz und die USA verbucht werden. Um fast 200 % steigerten die Eidgenossen ihre Abnahmen und um 350 % die USA. Allerdings ist die Menge mit 36.000 t bzw. 49.000 t vergleichsweise gering.

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Grafik der Woche (KW 51)

Kleinere Rapsernte schmälert Vorräte

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Der globale Rapsverbrauch wird im Wirtschaftsjahr 2016/17 die Erzeugung deutlich übersteigen. Sinkende Endbestände und Verschiebungen der Warenströme dürften die Folge sein. Die globale Rapserzeugung im Wirtschaftsjahr 2016/17 wird nach Dezember­schätzung des US-Agrarministeriums (USDA) um rund 3,5 % gegenüber Vorjahr auf knapp 68 Mio. t sinken. Zwar steigen nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH die Rapsmengen in einigen Ländern wie Australien oder Indien teils kräftig an, das reicht jedoch nicht aus die Rückgänge in China und der EU-28 von jeweils knapp 10 % zu kompensieren. Da der weltweite Verbrauch von Rapsöl unverändert bleibt, die Ölproduktion jedoch parallel zur Rapserzeugung um rund 3 % sinken dürfte, fällt die globale Versorgungsbilanz für das Wirtschaftsjahr 2016/17 deutlich enger aus als im Vorjahr. Zwar sinkt der weltweite Rapsverbrauch auf knapp 69 Mio. t, das Minus fällt jedoch mit 2,4 % kleiner aus als das der Erzeugung. Infolgedessen sinken die Rapsendbestände um über 15 % auf 5,5 Mio. t. Damit reichen die globalen Vorräte rein rechnerisch nicht einmal mehr für einen Monat. Die Erzeugerpreise dürften nach Einschätzung der AMI bis zur nächsten Ernte aufgrund der knappen Versorgung nicht an Attraktivität verlieren.

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Grafik der Woche (KW 50)

Raps im Vereinigten Königreich wird teurer

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Die enge Versorgungslage mit Raps in Großbritannien lässt die regionalen Kassamarktpreise kräftig steigen. Gleichzeitig limitiert das geringere Angebot spürbar die Lieferungen ins Ausland. Die kleine Rapsernte 2016, die 30 % unter Vorjahr ausfiel, zeigt Wirkung. Die enge Versorgungslage lässt die Kassapreise kräftig steigen. Mit zuletzt 428 EUR/t franko sind die Großhandelspreise seit Anfang November um 32 EUR/t gestiegen. Die Prämie hat sich damit gegenüber der Terminmarktnotierung auf 15 EUR/t erhöht. Um das geringe Inlandsangebot zu erweitern, ist das Vereinigte Königreich in diesem Jahr besonders auf Lieferungen aus dem Ausland angewiesen und kann selbst nur wenig am Weltmarkt offerieren und wird damit zum Nettoimporteur. Während 2015/16 die Exporte die Importe um 112.000 t überstiegen, sind es 2016/17 bislang 6.600 t Nettoimport. Dies spiegeln auch die Ausfuhren nach Deutschland wider. Im Oktober 2016 brachen die Rapsexporte um knapp 85% gegenüber Vorjahr ein. Und auch in den kommenden Monaten dürfte kaum noch Raps aus dem Vereinigten Königreich kommen.

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Grafik der Woche (KW 49)

Scharfer Preisanstieg für Ölsaaten

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Feste Notierungen für Sojabohnen, Palmöl und Rohöl ließen die Rapsnotierungen in den vergangenen Tagen kräftig steigen. An der Terminbörse in Paris schloss der Fronttermin am 06.12.2016 bei 412,50 EUR/t und damit auf dem höchsten Niveau seit April 2014. Damit hat Raps in nur drei Wochen 6 % an Wert gewonnen. US-Sojabohnen hatten in dieser Zeit sogar um 7,5 % zugelegt. Sie profitierten zuletzt vor allem vom unerwarteten Kaufinteresse aus China und der rückläufige Dollar verbesserte zudem die Perspektiven für kommende Geschäfte. Gleichzeitig zeigen die beginnenden Wettermärkte in Südamerika Wirkung. So scheint es in Argentinien für die frisch gesäten Bohnen derzeit zu trocken zu sein und namhafte Analysten reduzierten bereits ihre Ernteschätzung. Damit könnte die Ernte sogar kleiner ausfallen als im Vorjahr. Das befestigte die Kurse und eröffnet den Fokus auf die Entwicklung in Südamerika. In Brasilien gibt es bisher allerdings keine Einschränkungen und die Ernteprognose bleibt auf der avisierten Rekordhöhe von 102 Mio. t. Die Rapspreise in Deutschland profitieren zudem von den festen Notierungen für Palmöl in Malaysia. Das absehbar knappe Angebot hatte in den vergangenen Wochen bereits für Unterstützung gesorgt. Vor dem Hintergrund einer exportfördernden, schwachen Inlandswährung könnte sich die Schere zwischen Angebot und Nachfrage noch weiter schließen, zumal die Palmölproduktion im laufenden Monat unter Vormonatsvolumen geschätzt wird. In den genannten drei Wochen verteuerte sich Palmöl um knapp 13 %. Die Rapskurse in Paris spiegeln aufgrund des knappen Inlandsangebotes in Deutschland die Großhandelspreise nur teilweise wieder. Ölmühlen bewilligen, nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH, teils 13 EUR/t mehr für vordere Ware. In Großbritannien sieht die Versorgungslage noch enger aus. Hier liegen die Prämien sogar bei 15 EUR/t. Demgegenüber kann die kleine Rapsernte in Frankreich keinen Bonus erzielen, die Ölmühlen bleiben mit ihren Geboten unter dem Terminkurs.

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Grafik der Woche (KW 48)

Rapskuchen - eine kostengünstige Alternative

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Dezentrale Ölmühlen liefern einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der jeweiligen Region mit Rapspresskuchen. Dieses GVO-freie Eiweißfuttermittel enthält aufgrund der speziellen Herstellungsweise im Vergleich zu Rapsschrot mehr Fett, das eine wichtige Energiekomponente im Viehfutter ist. Während GVO-freies Sojaschrot zur Lieferung frei Hof im Frühsommer aufgrund der knappen Versorgung und den steigenden Weltmarktpreisen sprunghaft teurer wurde, verzeichneten Rapskuchen und Rapsschrot nur einen vergleichsweise geringen Preisanstieg. Der ließ Rapsschrot allerdings zeitweise teurer werden als Rapspresskuchen. Mit rückläufiger Nachfrage schwächten sich die Forderungen wieder ab. Vor allem Rapsschrot erreichte neue Tiefstwerte, während sich Presskuchen behaupten konnte. Sojaschrot blieb verhältnismäßig teuer und legte zuletzt sogar wieder zu, angetrieben von festen Terminkursen und schwachem Euro, der die Importe verteuert. Das zog auch die Forderungen für die konkurrierenden Schrote mit nach oben. Allerdings ist die Nachfrage nach Rapsschrot noch immer mau und vordere Druckpartien sorgen immer wieder für günstige Gelegenheiten. Dabei hat Rapsschrot nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH das günstigere Protein. Im Vergleich zum 45er Sojaschrot frei Hof kostetet es im Schnitt der vergangenen zwei Jahre 30 % weniger. Offensichtlich ist die wirtschaftliche Vorzüglichkeit zur Kosteneinsparung in der Wiederkäuerfütterung noch nicht allen Betrieben bekannt. Die UFOP sieht daher noch verstärkten Informations- und Beratungsbedarf.

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Grafik der Woche (KW 47)

Anstieg der Pflanzenölkurse setzt sich fort

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Eine sinkende Palmölerzeugung und stark gestiegene Verarbeitungsmengen von Soja geben den Pflanzenölnotierungen Auftrieb. Die lebhafte Nachfrage und steigende Rohölnotierungen treiben die Entwicklung weiter an. Die Pflanzölkurse sind im Verlauf der vergangenen sechs Monate kräftig gestiegen. Die Preisdifferenz zwischen Soja- und Palmölkursen verringerte sich seit Anfang August 2016 deutlich. Die Palmölnotierungen zogen Anfang August um rund 24 % an und erreichten nahezu das Kursniveau von Sojaöl. Grund hierfür war ein überraschender Produktionsrückgang um 3 % bei anhaltend lebhafter Nachfrage, was für Unsicherheit sorgte. Gleichzeitig führten sinkende US-Sojaölvorräte seit Mitte Oktober zu einem kräftigen Anstieg der Sojaölkurse. Die US-Sojaverarbeitung erreichte neue Höchststände und trieb damit die Sojakurse nach oben. Angefeuert wird die Entwicklung auf dem Pflanzenölmarkt durch den Rohölkurs. Mit der Verteuerung des Rohöls gewinnen Pflanzenöle als Rohstoff für Biodiesel an Wettbewerbsfähigkeit und treiben die Nachfrage nach oben. So wird sich die feste Tendenz der Pflanzenölkurse trotz der Rekordsojaernte in den USA bei weiterhin starker Nachfrage fortsetzen.

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