Grafik der Woche (KW 20)
US-Sojaernte in 2013/14 auf Rekordniveau
Das US-Landwirtschaftsministerium wirft einen optimistischen Blick in die Zukunft. Die globale Sojaerzeugung soll im kommenden Wirtschaftsjahr 2013/14 auf 286 Mio. t wachsen und damit das Vorjahresergebnis um 16 Mio. t übersteigen. Das wäre mit Abstand die größte Sojamenge die jemals erzeugt wurde. In den USA sind die Farmer derzeit mit der Aussaat beschäftigt. Die Witterungsbedingungen sind dabei bisher alles andere als optimal. In Südamerika wurden die letzten Sojafelder gerade geräumt, die Aussaat beginnt erst in 5 Monaten. Das USDA erwartet dennoch wegen der pflanzenbaulichen Vorteile eine Ausdehnung der Sojaanbauflächen. Sie ist z.B. trockenheitsresistenter als Mais und ermöglicht gleichzeitig den Farmern eine höhere Wertschöpfung. Dennoch bleiben die Ernteschätzungen sehr vage; maßgeblich entscheidend sind die Vegetationsbedingungen. Bereits im Vorjahr hatte das USDA eine Rekordernte in den USA vorhergesagt, die allerdings Opfer einer Dürre wurde. (AMI)
Grafik der Woche (KW 19)
Höhere Forderungen für Ölschrote am Kassamarkt

Nach einem relativ stabilen Preisverlauf im ersten Quartal 2013 folgten die Ölschrotpreise am deutschen Kassamarkt zuletzt den Börsennotierungen der Rohstoffe nach oben. Das bremst die Nachfrage. Ohnehin ist das Angebot auf den vorderen Positionen überschaubar, wird aber auch nur wenig verlangt. Ende April zogen die Forderungen auf 460 EUR/t fob Hamburg für 44er Ware bzw. 490 EUR/t für HPSojaschrot und damit auf ein Niveau wie zuletzt im September 2012. Dies konnte sich allerdings nicht lange halten, da auch die Rohstoffnotierungen schwächelten. Der Preisauftrieb für Rapsschrot war Ende April 2013 mit einem Plus von 4 EUR/t auf 323 EUR/t nicht so stark ausgeprägt. Die zuletzt verlangten 311 EUR/t liegen allerdings noch 56 EUR/t über Vorjahreslinie. (AMI)
Grafik der Woche (KW 18)
Alte und neue Rapsernte liegen weit auseinander

Der Abstand der Gebote für prompte alterntige Ware und Lieferungen ex Ernte lag zuletzt wieder knapp unter 50 EUR/t und behält damit sein hohes Niveau. Da wird es in den nächsten Wochen Veränderungen geben müssen. Allerdings besteht noch die große Frage, ob die Gebote für die Ware der Ernte 2012 sich deutlich abschwächen oder die nächste Ernte auf höherem Niveau bewertet wird. Im vorangegangenen Wirtschaftsjahr setzte die Annäherung der Preise bereits im November an, wobei sich aufgrund der ungünstigen Ertragsaussichten die Gebote ex Ernte anglichen. Diese Entwicklung deutet sich bislang noch nicht an, so dass eher ein Absinken der Preise alterntiger Ware wahrscheinlich ist. (AMI)
Grafik der Woche (KW 17)
Pflanzenölpreise im Abwärtstrend

Seit den Spitzennotierungen im Sommer 2012 haben die Forderungen für pflanzliche Öle deutlich nachgegeben. Ausschlaggebend waren der Rückgang der Rohstoffpreise sowie die teils sehr schwache Nachfrage. Dabei konnten sich die Preise für Sonnenblumenöl in den vergangenen Monaten wieder deutlicher nach oben absetzen. Hier waren es vor allem die weltweit kleineren Ernten, die zu einer Verteuerung des Rohstoffs und zu einem gebremsten Rückgang der Sonnenblumenölpreise geführt haben. Die Sojaölpreise profitierten zunächst von der Spekulation auf eine katastrophale US-Sojaernte 2012. Da diese größer ausgefallen ist, als zunächst angenommen, sind die Kurse stetig gefallen. So konnte Sojaöl seine Prämie gegenüber Rapsöl nicht lange halten und mit dem Nachfragerückgang in Europa wurde die Preisdifferenz zum Rapsöl seit Januar 2013 immer größer. Anfang April wurde mit 57 EUR/t der größte Preisabstand der laufenden Saison verzeichnet. Mittlerweile ist die Differenz wieder auf 14 EUR/t gesunken. (AMI)
Grafik der Woche (KW 16)
Absatz von Rapsöl im Inland schwierig

Immer weniger Rapsöl aus deutschen Ölmühlen geht in die Herstellung von Biodiesel. Da die anderen Verwendungsrichtungen wie Speiseöle und Nahrungsmittel sowie andere technische Öle nur sehr wenig Entwicklungspotenzial aufweisen und damit der Inlandsmarkt wenig Absatzmöglichkeiten bietet, fließt mehr Rapsöl in den Export. Hauptabnehmer sind Staaten in der EU, allen voran die Niederlande, die 2012 mit 300.000 t knapp 53 % der Gesamtausfuhrmenge aufnahm. Auf Platz 2 und 3 folgen Belgien und Großbritannien mit jeweils knapp 100.000 t. Zur Herstellung von Biodiesel wurden 2012 nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung noch 1,036 Mio. t Rapsöl aus deutscher Produktion verwendet, 28 % weniger als im Jahr zuvor und sogar 43 % weniger als 2010. Aufgrund der regen Auslandsnachfrage produzierten die deutschen Ölmühlen 2012 rund 3,6 Mio. t Rapsöl. Das waren 15 % mehr als 2011.
Grafik der Woche (KW 15)
Rapspreise über lange Zeit stabil

In den vergangenen Wochen haben sich die Erzeugerpreise für Raps der beiden Ernten auseinander entwickelt. Ware der Ernte 2012 ist knapp und das nicht nur bei uns, sondern auch bei unseren EU-Nachbarn. Daher bewegten sich die Preise stabil auf einer Linie von 454 EUR/t. Aufgrund der geringen Umsatztätigkeit am Kassamarkt konnten die Terminmarktnotierungen, die teils starken Schwankungen unterlagen, nur wenig Preiswirkung entwickeln. Demgegenüber zeichnete sich für Raps der kommenden Saison eine leichte, aber stetige Preisschwäche ab. Vor dem Hintergrund positiver Ernteschätzungen nahmen die Verarbeiter ihre Gebote zurück. Erst das wenig frühlingshafte Wetter im März beendete den Abwärtstrend. Die Vegetationsverzögerung dämpft die Ertragsaussichten. Aber das ungünstige Wetter macht sich auch in der Preisgestaltung für die alte Ernte bemerkbar, denn eine spätere Rapsernte verlängert die Saison 2012/13 und erhöht den Rapsbedarf der Verarbeiter. (AMI)
Grafik der Woche (KW 14)
Verbrauch von Nahrungsölen steigt unaufhaltsam

Der Verbrauch an Pflanzenölen wird auch 2012/13 weiter steigen. Die Schätzung liegt global bei 147 Mio. t, das wären knapp 6 Mio. t mehr als im Vorjahr. In die Nahrung gehen davon fast 80 %, ein Fünftel wird industriell verwertet. Dabei stagniert die Nachfrage zur Herstellung von Biodiesel. Auslöser für den weltweiten Nachfragezuwachs ist vor allem beim Palmöl zu sehen. Allein hier soll der Verbrauch 2012/13 rund 52 Mio. t erreichen und damit das Vorjahresergebnis um 3,3 Mio. t übersteigen. Der Verbrauchszuwachs aller anderen Öle beträgt nur 2,5 Mio. t. Palmöl hält einen Anteil von knapp 36 % am gesamten Pflanzenölverbrauch, gefolgt von Sojaöl mit weniger als 30 %. Die Sojaölnachfrage liegt bei rund 43 Mio. t, davon 6,3 Mio. t für die Biodieselherstellung, Tendenz steigend. Die Nachfrage nach Rapsöl stagniert weltweit bei 23,8 Mio. t, wobei die Nachfrage zur Biodieselherstellung mit weniger als 8 Mio. t sogar rückläufig ist. (AMI)
Grafik der Woche (KW 13)
EU erwartet größere Sonnenblumenernte 2013

Nach der witterungsbedingt schwachen Sonnenblumenernte 2012 wird in diesem Jahr ein größeres Angebot erwartet. Wenngleich die EU-Anbaufläche marginal zurückgehen könnte, wird mit einer Erholung der Erträge und damit auch mit einer insgesamt umfangreicheren Sonnenblumenernte gerechnet. Branchenverbände erwarten für 2013 in der EU-28 eine Sonnenblumenfläche von 4,24 Mio. ha. Das wären 19.000 ha weniger als 2012 in der EU-27. Bei erwarteten Erträgen von durchschnittlichen 18,1 dt/ha könnte die Sonnenblumenernte in der Europäischen Union 2013 rund 7,6 Mio. t erreichen. Das wären 10 % mehr als im Vorjahr, aber 1,2 Mio. t weniger als im Rekordjahr 2011. (AMI)
Grafik der Woche (KW 12)
Rapsanbau in der EU wächst

In diesem Jahr könnte es wieder mehr Raps geben als 2012. Darin sind sich die ersten Prognosen der Verbände und der EU-Kommission einig. Das liegt vor allem an der absehbar größeren Anbaufläche. Für die EU-27 wird die Rapsanbaufläche von Coceral, dem EU-Verband des genossenschaftlichen Handels, auf 6,6 Mio. ha geschätzt und liegt damit fast 400.000 ha über dem Vorjahresergebnis. Nahezu in allen EU-Staaten soll die Anbaufläche steigen, ausgenommen Frankreich, Großbritannien und Tschechien. Dort hatten ungünstige Witterungsbedingungen im Herbst die Aussaat behindert. In anderen Ländern wächst die Winterrapsfläche zu dieser Ernte wieder auf ein Normalniveau, nachdem sie im Vorjahr durch Auswinterung stark dezimiert worden war. Die EURapsernte 2013 wird in den ersten Schätzungen bei 20,5 Mio. t gesehen und damit 1 Mio. t höher als im Vorjahr. (AMI)
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