Grafik der Woche (KW 21)

Dieselpreise ziehen kräftig an

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Die Preise für den teilbesteuerten Agrardiesel tendieren fest und nähern sich denen für Biodiesel an. Die Rapsöllinie wird fast erreicht. Auftrieb geben kräftig steigende Rohölkurse. Der Fronttermin an der NYMEX notiert aktuell knapp unter der Marke von 50 USD je Barrel und damit auf einem 8-Monatshoch. Die Konkurrenzfähigkeit von Biodiesel im Großhandel ist in den vergangenen Wochen gestiegen. So kostet Standardware mit einem Treibhausgas-Einsparpotenzial gegenüber fossilem Kraftstoff von rund 60 % aktuell 72 Cent/l und damit nur 7 Cent/l mehr als Agrardiesel. Anfang April 2016 betrug die Differenz noch fast 15 Cent/l. Verantwortlich für den Anstieg der Dieselpreise sind deutlich anziehende Rohölkurse. Diese werden nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) von einer steigenden globalen Nachfrage bei gleichzeitig rückläufigem Angebot in die Höhe getrieben. Die Rapsölpreise in Deutschland tendieren aufgrund eines knappen vorderen Angebotes und bei steigenden Rohstoffpreisen ebenfalls fest.

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Grafik der Woche (KW 20)

Ölschrote verteuern sich

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Die Ölschrotpreise legten in den vergangenen Wochen kräftig zu. Auslöser waren vor allem die stark steigenden Sojakurse, aber auch das teils knappe Angebot stützten die Forderungen. Sojaschrot kostet momentan so viel wie seit Ende Juli 2015 nicht mehr. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) überschritten die Großhandelspreise für 44er Sojaschrot zuletzt die Linie von 350 EUR/t, 48er Ware kostetet mehr als 380 EUR/t. Auslöser für den kräftige Preisauftrieb, der Anfang April 2016 begann, waren vor allem die steigenden Rohstoffnotierungen als Antwort auf die ungünstige Sojaernte in Argentinien. Aktuell ist es die langsame Aussaat in den USA, die die Kurse treibt. Damit wird auch Sojaschrot immer teurer. Käufer hoffen nun, dass die Hausse sich wieder beruhigt. Aber die Aussichten auf eine erneut knappe globale Versorgung mit sinkenden Endbeständen dürfte die Preise vorerst oben halten. Rapsschrot überschritt zuletzt die Linie von 225 EUR/t. Das knappe vordere Angebot verteuert die Ware, die damit so viel kostet wie vor 7 Monaten.

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Grafik der Woche (KW 19)

Globale Sojanachfrage 2016/17 größer als Erzeugung

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Im kommenden Wirtschaftsjahr übersteigt die Sojanachfrage die Erzeugung um etwa 4 Mio. t. Zu diesem Ergebnis kommt die erste Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums. Dennoch ist die Marktversorgung mehr als ausreichend gesichert, denn die Bestände sinken von 74 Mio. t auf 68 Mio. t. Laut dieser ersten offiziellen Prognose wäre dies dann immer noch der vierthöchste Bestand seit Aufzeichnungsbeginn. Grund für den Abbau ist der um rund 10 Mio. t auf das historisch höchste Niveau steigende Verbrauch von knapp 328 Mio. t. Zugleich steigt die Produktion um 8 Mio. t auf 324 Mio. t. Auch dies ist historisch gesehen die höchste Sojaernte. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) fußt dies vor allem auf einer gegenüber dem Vorjahr höheren Ernteerwartung für Brasilien und Indien. Treiber der steigenden Nachfrage sind, wie in den vergangenen Jahren, vor allem China und Indien.

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Grafik der Woche (KW 18)

EU-Ölsaatenernte 2016 – niedrige Prognose stützt Preise

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Insgesamt könnte die Ölsaatenerzeugung 2016 in der EU-28 etwas umfangreicher ausfallen als im Vorjahr. Aber während für Sojabohnen und Sonnenblumen mehr erwartet wird, könnte die Rapsernte erneut kleiner ausfallen. Das stützt die Preise. Die Mitgliedsländer der EU-28 ernten 2016 schätzungsweise 31,6 Mio. t Ölsaaten und damit etwa 200.000 t mehr als im Vorjahr. Verantwortlich für den Anstieg sind nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) umfangreichere Ernten von Sonnenblumen und Sojabohnen. So werden aufgrund einer leichten Ausdehnung der Anbaufläche mit rund 8,1 Mio. t etwa 4 % mehr Sonnenblumen erwartet. Die Sojaerzeugung könnte um 13 % auf 2,3 Mio. t wachsen und so ein Rekordhoch erreichen. Mit einem Minus wird indes bei der EU-Rapserzeugung gerechnet. Nach Schätzung der europäischen Branchenverbände Copa/Cogeca und Coceral könnte das Ergebnis um 400.000 t auf 21,2 Mio. t sinken. Sie beziehen sich dabei auf die leichte Einschränkung der Anbaufläche. Hinsichtlich der Erträge könnte das langjährige Mittel übertroffen werden.

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Grafik der Woche (KW 17)

Nur für Raps erhalten Erzeuger mehr als im Vorjahr

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Die Erzeugerpreise für Raps sind derzeit die einzigen, die über Vorjahresniveau rangieren. Getreide und Mais verzeichnen derweil ein teils kräftiges Minus. Nach einem kräftigen Anstieg in den vergangenen Monaten sind die Rapspreise im April 2016 nicht nur auf das höchste Niveau seit Ende 2015 gestiegen, sondern kletterten sogar über Vorjahreslinie. Damit ist Raps nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) derzeit der Gewinner unter den Ackerfrüchten. Denn für alle Getreidearten wie auch Mais erhalten Erzeuger aktuell weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Besonders kräftig, fast 20 %, ist der Preisrückgang für Brotweizen aufgrund des nachfrageübersteigenden Angebotes. Futterhafer und Mais verzeichnen demgegenüber ein überschaubares Minus von knapp 2 %. Für Raps frei Erfasserlager werden im April 2016 durchschnittlich 349 EUR/t geboten und damit gut 1 EUR/t mehr als im Vorjahresmonat.

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Grafik der Woche (KW 16)

Weniger Sojabohnen aus Argentinien?

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Die südamerikanische Sojaerzeugung 2015/16 könnte aufgrund witterungsbedingter Ernteeinbußen in Argentinien deutlich kleiner ausfallen als lange Zeit erwartet. In Brasilien, wo sich die Ernte in den letzten Zügen befindet, liegt die Erntemenge in etwa auf Höhe der Prognosen. Tagelange kräftige Niederschläge führen in Argentinien womöglich zu Ernteeinbußen von bis zu 3 Mio. t und schmälern zudem die Qualität der Sojabohnen. Bis dato prognostiziert das US-Landwirtschaftsministerium eine argentinische Erzeugung 2015/16 von 59 Mio. t, etwa 2 Mio. t weniger als 2014/15. Für Brasilien wird weiter ein Rekordernte von 100 Mio. t erwartet, nachdem fast 90 % der Flächen gedroschen wurden. Damit schrumpft der Abstand gegenüber den USA, wo im Herbst 2015 – wenn auch knapp – eine Rekordmenge von 107 Mio. t eingefahren wurde. Für das kommende Jahr 2016/17 lassen erste Schätzungen nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) erneut eine umfangreiche Sojaerzeugung erwarten. So wird in den USA die Rekordanbaufläche des Vorjahres zur Ernte 2016 nach aktuellem Stand nur knapp verfehlt.

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Grafik der Woche (KW 15)

Palmöl pausiert vom Aufwärtstrend

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Die Palmölkurse tendieren schwach und sanken jüngst fast auf ein Monatstief. Anhaltend lebhaftes Kaufinteresse könnte das Blatt aber bald wieder wenden. Die Rohölnotierungen legen derzeit kräftig zu. Die Palmölkurse in Kuala Lumpur haben in den vergangenen Tagen kräftige Verluste verbucht. Zwar ist die Nachfrage nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) anhaltend lebhaft, dafür übertraf die Erzeugung in Malaysia zuletzt die Erwartungen. Anstatt der vermuteten witterungsbedingten Einbußen wurde im März 2016 ein Plus von fast 17 % auf 1,2 Mio. t verzeichnet, wie der malaysische Palmölrat MPOB berichtet. Die Vorräte schrumpften aufgrund des anhaltend regen Kaufinteresses dennoch deutlich. Da bald die jährliche Aufstockung der Vorräte im Vorfeld des Fastenmonats Ramadan in muslimischen Ländern beginnt, könnte die Nachfrage weiter anziehen und wieder für Kursauftrieb sorgen. Sojaöl in Chicago folgt derweil weitgehend Palmöl. Die Rohölkurse sind im Hinblick auf ein rückläufiges globales Angebot kräftig und auf ein 5-Monatshoch gestiegen.

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Grafik der Woche (KW 14)

EU-Rapsfläche leicht rückläufig

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In der EU-28 stehen zur Ernte 2016 auf schätzungsweise 6,32 Mio. ha Winterraps. Das sind knapp 120.000 ha weniger als im Vorjahr. Bei Durchschnittserträgen könnte die Gesamterzeugungsmenge leicht sinken. In den Mitgliedsländern ist die Flächenentwicklung nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) sehr unterschiedlich. Während in den Haupterzeugungsländern Frankreich und Deutschland im Herbst etwas mehr als im Vorjahr gedrillt wurde, schrumpfte die Fläche in anderen Ländern deutlich. In Polen sind vor allem Aussaatschwierigkeiten und umfangreiche Flächenverluste durch Auswinterungen für den Rückgang verantwortlich. In Großbritannien hatten die Erzeuger bereits zur Aussat eine gringere Fläche geplant. Nach Einschätzung des agrarmeteorologischen Prognosedienstes der EU-Kommission befinden sich jetzt im Frühjar in nahezu allen Regionen die Anbauflächen in gutem Zustand. Aufgrund des milden Winters sind die Bestände Pflanzen regional schon weit entwickelt.

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Grafik der Woche (KW 13)

Rapsschrotpreise erreichen 5-Monatshoch

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Das zeitweise sehr rege Kaufinteresse auf den vorderen Lieferterminen und feste Rohstoffkurse in Paris haben Ende März 2016 den Preisen für Rapsschrot kräftigen Auftrieb gegeben. Derweil tendieren die Preise für Sojaschrot anhaltend schwach. Auf fast 6,20 Euro für ein Prozent Protein pro Tonne Rapsschrot kletterten in der letzten Woche die Preise. Rapsschrot erreichte infolge dieses 5-Monatshochs zugleich das Preisniveau von Sojaschrotprotein. Vor allem die gestiegene Nachfrage vor den Feiertagen ließ die Preise für vordere Liefertermine anziehen. Geordert wurden allerdings meistens nur Kleinstmengen. Der kräftige Preisanstieg bremste dann auch schnell das Kaufinteresse, so dass das Preisniveau nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) nicht gehalten werden konnte. Denn an Angebot mangelt es derweil nicht. Durch anstehende Verarbeitungspausen sowie der Schließung einer großen Ölmühle könnte es aber bald spürbar schwinden.

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Weitere Grafiken der Woche finden Sie im Archiv.