Grafik der Woche (KW 17)

Erzeugerpreise für Raps über Vorjahr

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In den ersten acht Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres 2016/17 sind die Erzeugerpreise für Raps kräftig gestiegen. Das Preisniveau lag zwischenzeitlich bis zu 22 % über Vorjahr. Die Erzeugerpreise für Raps weisen für das bald endende Wirtschaftsjahr 2016/17 ein deutlich höheres Preisniveau auf als in den Vorjahren. Seit den Tiefstständen vom Juli 2016 sind die Forderungen der Erzeuger für Rapssaat bis zum Preishoch im Februar 2017 um 77 EUR/t gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von über 23 %. Die Differenz zum Vorjahr schwankte dabei zwischen 10 EUR/t im Oktober 2016 und über 74 EUR/t im März 2017. Aktuelle Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zu den Rapsverkäufen der Erzeuger zeigen, dass das hohe Preisniveau von vielen Landwirten auch genutzt wurde. Rund 4,05 Mio. t Raps wurden zwischen Juli 2016 und Februar 2017 an den Erfassungshandel verkauft. Das waren knapp 3,7 % mehr als im Vorjahreszeitraum. In den vergangenen acht Wochen sanken die Forderungen allerdings um 6 %. Grund sind nach Angaben der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft mbH umfangreiche Rapsimporte aus Australien, das nach einer Rekordernte ein erhebliches Exportpotential aufweist. In den ersten zwei Monaten des Jahres 2017 stiegen die Einfuhren von Raps aus Australien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 42 % auf 250.000 t.

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Grafik der Woche (KW 16)

Biodieselausfuhren deutlich gestiegen

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Im abgelaufenen Kalenderjahr 2016 stiegen die Biodieselausfuhren um 4,8 % von 1,49 Mio. t auf 1,56 Mio. t. Dabei gingen 87 % der Ausfuhren in die Länder der EU-28. Wichtigster Abnehmer für deutschen Biodiesel sind nach wie vor die Niederlande mit einem Zuwachs gegenüber Vorjahr von 44 % auf 0,6 Mio. t. Polen steigerte als zweitgrößter Nachfrager den Biodieselimport sogar um 83 % auf 0,23 Mio. t. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) reduzierten hingegen viele andere Länder der EU-28 den Import aus Deutschland. Mit 53 % fiel der Rückgang nach Frankreich am deutlichsten aus, aber auch Norwegen, Österreich und Schweden importierten über 40 % weniger gegenüber 2015. Deutlich dynamischer entwickelte sich der Handel von deutschem Biodiesel mit den USA. Hier verachtfachten sich die Exporte gegenüber dem Vorjahr, bewegen sich mit 85.000 t aber auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Auch die Lieferungen in die Schweiz legten mit einem Plus von 155 % auf 45.000 t ebenfalls kräftig zu.

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Grafik der Woche (KW 15)

Ölsaatenernte EU-28 über Vorjahr erwartet

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Die Ölsaatenerzeugung 2017/18 der EU-28 könnte nach Angaben der EU-Kommission deutlich über dem Vorjahr liegen. Besonders die Raps- und Sonnenblumenernte wird höher geschätzt. Dieser Schätzung widersprechen die europäischen Dachverbände Copa-Cogeca. Die EU-Kommission schätzt in ihrem aktuellen Monatsbericht die Ölsaatenernte 2017 der EU-28 auf rund 34,2 Mio. t. Damit würde die Erzeugung von Raps, Sojabohnen und Sonnenblumenkernen zusammengerechnet die Vorjahresmenge um 8,3 % bzw. 2,6 Mio. t übersteigen. Die Sonnenblumenernte 2017 könnte der Prognose zu Folge um 6 % auf über 9 Mio. t steigen. Die Sojabohnenerzeugung wird mit 2,5 Mio. t knapp 1 % über Vorjahresniveau fast unverändert erwartet. Raps als mengenmäßig bedeutendste Ölsaat in der EU-28 wird auf eine Erntemenge von 22,6 Mio. t geschätzt, rund 13 % über 2016. Der Branchenverband Copa-Cogeca vertritt hingegen eine pessimistischere Einschätzung und rechnet mit einer Ölsaatenernte der EU-28 von knapp 31 Mio. t. Besonders die Soja- und Rapserzeugung 2017 wird unterhalb des Vorjahresniveaus gesehen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) ist es jedoch noch zu früh, um eine abschließende Bewertung abzugeben. Berichte über teilweise zu trockenes Wetter in den Anbauregionen der EU-28, ebenso wie vereinzelt auftretende Schädlinge wie den Rapsglanzkäfer können noch zu deutlichen Verschiebungen in der Ölsaatenbilanz führen. Der Witterungsverlauf in der jetzt beginnenden Blühphase bestimmt die Ertragsentwicklung. So hofft die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen vor allem auf den jetzt notwendigen Niederaschlag. Sollte sich die avisierte Erntemenge 2017 bewahrheiten, könnte nach dem Rekordjahr 2014/15 die zweite größte Ölsaatenerzeugung der vergangenen zehn Jahre erreicht werden.

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Grafik der Woche (KW 14)

EU-Rapsfläche etwas größer als im Vorjahr

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In der EU-28 stehen zur Ernte 2017 auf schätzungsweise 6,6 Mio. ha Winterraps. Das sind gut 100.000 ha mehr als im Vorjahr.

 

In den einzelnen Staaten sind die Entwicklungen sehr unterschiedlich. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) wird sich der Anbau in Deutschland und Dänemark nicht nennenswert gegenüber Vorjahr verändern, während sich in Frankreich und vor allem im Vereinigten Königreich ein kräftiger Flächenrückgang abzeichnet. Das wird aber mehr als ausgeglichen durch das kräftige Plus in Rumänien und Polen. In Rumänien nimmt der Rapsanbau seit Jahren stetig zu. Das Fünfjahresmittel wird 2017 um mehr als ein Drittel überschritten. Demgegenüber profitiert der Rapsanbau in Polen in diesem Jahr von der geringen Auswinterung, die im Vorjahr überdurchschnittlich viel Fläche gekostet hatte. In ganz Europa hat es aufgrund des durchweg milden Winters kaum Schäden an den Kulturen gegeben. Allerdings war es in einigen Regionen zur Aussaat zu trocken, was zu lückigen Beständen und Umbrüchen geführt hatte. Aber auch aktuell ist der Bodenfeuchtegehalt trotz der jüngsten Regenfälle in einigen Landstrichen grenzwertig, so dass weitere Niederschläge dringend benötigt werden. Denn jetzt beginnt die Schossphase mit dem Übergang zum Beginn der Blüte. Der Raps hat in den kommenden zwei bis drei Wochen den größten Wasserbedarf für eine gute Ertragsbildung, betont die UFOP.

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Grafik der Woche (KW 13)

Rapskurse liegen deutlich über Weizen

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Das Verhältnis der Terminmarktnotierungen von Raps und Weizen ist im Verlauf des Wirtschaftsjahres 2016/17 kontinuierlich gewachsen. Zwischenzeitlich stiegen die Rapskurse auf das 2,3-Fache an. Die Terminmarktnotierungen von Weizen und Raps in Paris weisen für die neue Ernte 2017 einen sehr unterschiedlichen Verlauf auf. Während die Weizennotierungen unter dem Eindruck der üppigen globalen Versorgung einen sehr stabilen Verlauf auf relativ geringem Niveau gezeigt haben, sind die Rapskurse volatiler, allerdings auf deutlich höherem Kursniveau. So wurde Weizen ex Ernte 2017 zum Beginn des Wirtschaftsjahres 2016/17 mit rund 181 EUR/t bewertet. In der Zwischenzeit sind die Notierungen sukzessive auf aktuell 168 EUR/t gefallen. Das entspricht einem Abschlag von 7,3 %. Raps zur Ernte 2017 hatte seinen Tiefststand Anfang August 2016 mit 344 EUR/t erreicht und hat sich bis Mitte Dezember auf 397 EUR/t befestigt. Damit liegt die Differenz zwischen Höchst- und Tiefstkursen bei 53 EUR/t. Allerdings haben sich die Rapskurse auch in den vergangenen Monaten über der Marke von 380 EUR/t gehalten und sind nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) erst in den zurückliegenden Wochen durch die Rekordsojaernte in Südamerika und schwächere Rapsölpreise unter Druck geraten. Das Verhältnis zwischen den Raps- und Weizenkursen lag bis auf wenige Wochen im Juli 2016 immer über dem Faktor 2. Ende 2016 wurde die Tonne Raps sogar mit dem 2,3-Fachen des Kurses von Weizen bewertet.

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Grafik der Woche (KW 12)

GVO-freie Ölschrote werden teurer

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Die Preise für GVO-freies Soja- und Rapsschrot haben sich in den vergangenen Wochen deutlich befestigt. Die steigende Nachfrage hat zu einer Verknappung und anziehenden Forderungen geführt. Die unterschiedliche Verfügbarkeit der Ölschrote spiegelt sich deutlich in den Forderungen wider. Rapsschrot ist auf vorderen Lieferpositionen knapp und daher teuer. Diese Situation wird durch die steigende Nachfrage nach Rapsschrot zur GVO-freien Milchviehfütterung weiter forciert. Auch GVO-freies Sojaschrot ist derzeit knapp und somit teuer. Es verzeichnet daher einen entgegengesetzten Preisverlauf als das konventionelle Sojaschrot. GVO-freies Sojaschrot mit 45 % RP verteuerte sich im vergangenen Monat um 8 EUR/t auf 471 EUR/t. Rapsschrot legte im genannten Zeitraum sogar um 9 EUR/t zu und kostete damit ab Werk 225 EUR/t. Auch von den Veredelungsbetrieben wurde mehr gefordert. GVO-freies Sojaschrot verteuerte sich hier um 3 %, Rapsschrot um 2,6 %. Die deutlichen Preisunterschiede zwischen Raps- und GVO-freiem Sojaschrot sind auf den unterschiedlichen Proteingehalt und damit unterschiedlichen Futterwert zurückzuführen. Die Differenz im Futterwert spielt allerdings primär für die Schweinemastbetriebe eine Rolle, da der Fleischansatz maßgeblich von Proteingehalt und -qualität der Futtermischungen abhängt. Für die Milchviehfütterung gilt das nicht, ein Leistungsabfall bei der Milchmenge tritt durch den alleinigen Einsatz von Rapsschrot im Vergleich zur Sojaschrot im Futter nicht auf. Die UFOP erinnert an ihre Praxisinformation zum Einsatz von RES in der Milchviehfütterung (http://www.ufop.de/agrar-info/erzeuger-info/fuetterung/einsatz-von-rapsextraktionsschrot-in-der-milchkuhfuetterung).

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Grafik der Woche (KW 11)

Üppige Versorgung belastet Sojanotierung

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Rekordernten in Südamerika lassen üppige globale Versorgung stärker steigen. Bei gleichzeitig nur leicht höherem Verbrauch wachsen die Vorräte deutlich und setzten die Sojanotierungen unter Druck. Das USDA hat in seiner aktuellen Märzschätzung die globale Sojaerzeugung 2016/17 erneut angehoben. Demnach steigt die weltweite Erzeugung um über 4 Mio. t gegenüber dem Februarreport auf 341 Mio. t und erhöht sich im Vorjahresvergleich um knapp 9 %. Die Steigerung beruht nahezu ausschließlich auf der Prognoseanhebung von 4 Mio. t für Brasilien. Damit würde das Land rund 108 Mio. t ernten und so knapp 22 Mio. t mehr als 2015/16. Für Argentinien und Paraguay wurde die Schätzung von 55 bzw. 9,2 Mio. t unverändert gelassen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) weisen Marktbeobachter allerdings daraufhin, dass die Erzeugung deutlich höher ausfallen dürfte als bisher veranschlagt. Die US-Erzeugung 2016/17wird unverändert bei 117 Mio. t gesehen. Mit den Rekordernten in den USA und Brasilien wurden auch die zu erwartenden globalen Endbestände auf 82,8 Mio. t angehoben. Im Vergleich zu 2015/16 ergibt sich so eine Steigerung von 8 %. Mit der nun noch üppigeren globalen Versorgung gerieten die Terminmarktnotierung für Soja erheblich unter Druck und fielen auf den tiefsten Stand seit neun Wochen.

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Grafik der Woche (KW 10)

Biodiesel aus Deutschland gefragt

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Die Exportzahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen ein steigendes Interesse an Biodiesel aus Deutschland. Besonders in den USA wuchs die Nachfrage kräftig. Rund 1,54 Mio. t Biodiesel aus Deutschland wurden im Jahr 2016 ausgeführt. Damit stiegen die Exporte gegenüber dem Vorjahr um 3,4 %. Das Ergebnis des Rekordjahres 2014 wurde allerdings nicht erreicht. Wichtigste Abnehmer sind nach wie vor die EU-Mitgliedsländer mit rund 87 % der Mengen. Die Hauptempfangsländer Niederlande und Polen orderten deutlich mehr Biodiesel als im Vorjahr. Während Frankreich 53 % weniger in Deutschland einkaufte, bezogen insbesondere Spanien und Finnland sehr viel mehr als 2015. Bedeutendstes Drittland war laut Statistischem Bundesamt die USA. Dorthin wurde mit 85.000 t fast 7-mal mehr geliefert als im Vorjahr. Gleichzeitig fragte Deutschland mit 718.000 t etwa 38 % mehr Biodiesel aus dem Ausland nach. Das ist nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) die größte Menge seit 2012. Besonders die Lieferungen aus den Niederlanden sind mit 248.000 t um 87 % gestiegen. Aus Malaysia wurde mit 129.000 t fast genau so viel importiert wie 2015.

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Grafik der Woche (KW 09)

Europäische Rapsernte 2017 über Vorjahr geschätzt

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Dank geringerer Auswinterungsschäden als zunächst erwartet, dürfte die Rapsernte 2017 in der EU-28 knapp 8 % über dem Vorjahr liegen. Für Unsicherheit sorgt weiterhin die Sorge vor Insektenbefall. Die Rapsbestände in Europa sehen durchweg gut aus. Strategie Grains hat allerdings seine Prognose für die kommende EU-Rapsernte um 0,5 Mio. t auf 21,56 Mio. t reduziert. Ausschlaggebend sind Hinweise auf größere Auswinterungsschäden in Polen, die jedoch noch nicht abschließend bestätigt sind. Dennoch wird auch für Polen zur kommenden Ernte mit bis zu 21 % mehr Raps gerechnet als im Vorjahr. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) werden darüber hinaus keine größeren Ausfälle in der EU-28 erwartet, so dass die Ernteschätzung deutlich über dem Vorjahresergebnis bleibt. In Frankreich wird die Umbruchrate nach dem Winter nicht größer sein als üblich. Aber die Reduzierung der Anbaufläche um rund 7 % gegenüber 2016 wird das Erntepotenzial deutlich limitieren. Die deutsche Rapsernte wird auf 5,1 Mio. t taxiert und damit 0,5 Mio. t größer sein als im Vorjahr. Im Vereinigten Königreich soll die Größe der Winterrapsfläche auf ein 13-Jahrestief gefallen sein. Erste Prognosen rechnen mit einer Anbaufläche 2017/18 von 0,52 Mio. ha und einer Rapsernte von 1,8 Mio. t.

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Weitere Grafiken der Woche finden Sie im Archiv.