Grafik der Woche (KW 48)

Rapskuchen - eine kostengünstige Alternative

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Dezentrale Ölmühlen liefern einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der jeweiligen Region mit Rapspresskuchen. Dieses GVO-freie Eiweißfuttermittel enthält aufgrund der speziellen Herstellungsweise im Vergleich zu Rapsschrot mehr Fett, das eine wichtige Energiekomponente im Viehfutter ist. Während GVO-freies Sojaschrot zur Lieferung frei Hof im Frühsommer aufgrund der knappen Versorgung und den steigenden Weltmarktpreisen sprunghaft teurer wurde, verzeichneten Rapskuchen und Rapsschrot nur einen vergleichsweise geringen Preisanstieg. Der ließ Rapsschrot allerdings zeitweise teurer werden als Rapspresskuchen. Mit rückläufiger Nachfrage schwächten sich die Forderungen wieder ab. Vor allem Rapsschrot erreichte neue Tiefstwerte, während sich Presskuchen behaupten konnte. Sojaschrot blieb verhältnismäßig teuer und legte zuletzt sogar wieder zu, angetrieben von festen Terminkursen und schwachem Euro, der die Importe verteuert. Das zog auch die Forderungen für die konkurrierenden Schrote mit nach oben. Allerdings ist die Nachfrage nach Rapsschrot noch immer mau und vordere Druckpartien sorgen immer wieder für günstige Gelegenheiten. Dabei hat Rapsschrot nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH das günstigere Protein. Im Vergleich zum 45er Sojaschrot frei Hof kostetet es im Schnitt der vergangenen zwei Jahre 30 % weniger. Offensichtlich ist die wirtschaftliche Vorzüglichkeit zur Kosteneinsparung in der Wiederkäuerfütterung noch nicht allen Betrieben bekannt. Die UFOP sieht daher noch verstärkten Informations- und Beratungsbedarf.

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Grafik der Woche (KW 47)

Anstieg der Pflanzenölkurse setzt sich fort

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Eine sinkende Palmölerzeugung und stark gestiegene Verarbeitungsmengen von Soja geben den Pflanzenölnotierungen Auftrieb. Die lebhafte Nachfrage und steigende Rohölnotierungen treiben die Entwicklung weiter an. Die Pflanzölkurse sind im Verlauf der vergangenen sechs Monate kräftig gestiegen. Die Preisdifferenz zwischen Soja- und Palmölkursen verringerte sich seit Anfang August 2016 deutlich. Die Palmölnotierungen zogen Anfang August um rund 24 % an und erreichten nahezu das Kursniveau von Sojaöl. Grund hierfür war ein überraschender Produktionsrückgang um 3 % bei anhaltend lebhafter Nachfrage, was für Unsicherheit sorgte. Gleichzeitig führten sinkende US-Sojaölvorräte seit Mitte Oktober zu einem kräftigen Anstieg der Sojaölkurse. Die US-Sojaverarbeitung erreichte neue Höchststände und trieb damit die Sojakurse nach oben. Angefeuert wird die Entwicklung auf dem Pflanzenölmarkt durch den Rohölkurs. Mit der Verteuerung des Rohöls gewinnen Pflanzenöle als Rohstoff für Biodiesel an Wettbewerbsfähigkeit und treiben die Nachfrage nach oben. So wird sich die feste Tendenz der Pflanzenölkurse trotz der Rekordsojaernte in den USA bei weiterhin starker Nachfrage fortsetzen.

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Grafik der Woche (KW 46)

USDA erhöht Sojaprognose

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Die Sojaernte in den USA steht kurz vor dem Ende. Dennoch sorgte die aktuelle Ernteschätzung des US-Ministeriums USDA für eine Überraschung. Die Preiswirkung war allerdings nur von kurzer Dauer. Die Schätzung der US-Sojabohnenernte 2016 wurde stärker erhöht als erwartet. Mit 118,8 Mio. t wurde die Vormonatsprognose um 2,5 Mio. t angehoben und damit das Vorjahresergebnis um knapp 12 Mio. t überschritten. Höhere Erträge in Minnesota, Nord-Dakota und Kansas waren der Grund, das Gesamtergebnis für die USA auf 35,3 dt/ha anzuheben. Daraufhin reagierte die Terminbörse mit kräftigem Kursrückgang. Der in den Folgetagen allerdings wieder ausgeglichen wurde. Da das USDA die Exportschätzung für die USA um 0,5 Mio. t auf 55,8 Mio. t erhöht hat, korrigierte es gleichzeitig die US-Inlandsverarbeitung um 0,5 Mio.t auf 52,5 Mio. t nach unten, die damit dem Vorjahresergebnis von 51,3 Mio. t wieder näher rückt. Damit nimmt der Export ab diesem Jahr eine neue Stellung in der US-Sojabilanz ein, da er gleichaufzieht mit dem Inlandsverbrauch. Ende 2016/17 sollen in den USA 13,1 Mio. t Sojabohnen übrigbleiben, das sind nicht nur 2,3 Mio. t mehr als bislang erwartet, sondern überschreitet das Vorjahresergebnis um knapp 8 Mio. t.

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Grafik der Woche (KW 45)

Sonnenblumenerzeugung über Vorjahr

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Trotz gesunkener Anbaufläche hat die Sonnenblumenerzeugung in der EU-28 hat gegenüber Vorjahr wieder zulegen können. Besonders der umfangreiche Anbau in Ungarn trägt zum Plus bei. Die Erzeugung von Sonnenblumenkernen 2016 dürfte nach aktuellen Schätzungen die eher durchschnittlichen Ergebnisse 2015 übertreffen. Zwar sank die Anbaufläche gegenüber Vorjahr leicht, dennoch übertreffen die Ernteschätzungen EU-weit das Vorjahresergebnis. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH weist die EU-Kommission für 2016 eine Anbaufläche von rund 4,16 Mio. ha aus, die sich damit um 0,7 % gegenüber Vorjahr minimal reduziert hat. Die Sonnenblumenernte der EU-28 wird hingegen derzeit auf 8,13 Mio. t geschätzt, knapp 4,4 % über Vorjahreslinie. Der Erntezuwachs trotz gesunkener Fläche ergibt sich aus der gestiegenen Produktivität. Gegenüber 2015 erhöhten sich die Durchschnittserträge um 5,4 % auf knapp 20 dt/ha. Die Ernte- und Ertragszuwächse in der EU-28 werden maßgeblich durch den ungarischen Anbau erreicht. In der laufenden Saison ist Ungarn zum größten Sonnenblumenerzeuger der EU-28 aufgestiegen.

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Grafik der Woche (KW 44)

Rapspreise steigen kräftig

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Die Erzeuger erhielten zuletzt für Raps im Schnitt knapp 380 EUR/t frei Lager und damit so viel wie seit Mai 2014 nicht mehr. Die preisstützenden Faktoren kamen vor allem aus Übersee. Die Rapspreise haben seit Beginn der Ernte in Deutschland 2016 stetig zugelegt. Allerdings war der Preisauftrieb in den vergangenen beiden Wochen nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH besonders groß. Unterstützung erhielten die Rapspreise vor allem aus Übersee. Zum einen legten die Sojapreise aufgrund reger Nachfrage aus China kräftig zu und überschritten die psychologische Grenze von 10 USD/bushel (340 EUR/t). Zum anderen wird die Rapsernte in Kanada von Schnee und Regen massiv behindert. An der Terminbörse in Winnipeg legten die Notierungen in nur drei Wochen um 10 % zu. Ebenfalls mit kräftigem Plus reagierten die Pflanzenölnotierungen auf die lebhafte Nachfrage nach Palmöl und dessen knappe Verfügbarkeit. Gleichzeitig zeigten die Rohölnotierungen nach oben und der schwache Euro unterstützte die EU-Exportaussichten positiv. So stiegen die Rapsterminkurse in Paris über die Linie von 400 EUR/t und damit auf ein 18-Monatshoch und ließen so auch die Erzeugerpreise in Deutschland steigen.

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Grafik der Woche (KW 43)

Pflanzenöle kräftig verteuert

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Die Kassapreise für Pflanzenöle wurden im Zuge der Rallye für Palm- und Sojaöl kräftig angehoben, Rapsöl erreicht mit 830 EUR/t ein 3-Jahreshoch und ist teurer als Sonnenblumenöl. Vor allem Rapsöl verteuerte sich kräftig, denn hier schlagen zusätzlich die steigenden Rohstoffpreise und der exportfördernde, schwache Euro zu Buche. Auch die aufgrund des Schneefalls in Kanada nicht mehr ganz so optimalen Erntebedingungen für Raps stützen die Rohstoffpreise. Zudem fragt die europäische Biodieselindustrie verstärkt Rapsöl nach, um die nach der Biodieselkraftstoffnorm geforderte Winterqualität erfüllen zu können. Am europäischen Pflanzenölmarkt in Rotterdam kostet Rapsöl mehr als Sonnenblumenöl und spiegelt damit die gegensätzliche Versorgungslage deutlich wider. Derzeit werden für Rapsöl sogar Prämien auf den Kontrakt in Holland gezahlt. In Deutschland verschärft zusätzlich die Niedrigwasserproblematik auf den Binnenwasserwegen die Situation. Rohstoff kann auf der einen Seite nicht angeliefert werden, auf der anderen Seite kann Pflanzenöl nicht abgerufen werden. Auslöser für die Rallye am Terminmarkt waren nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH die reduzierten Angebotsprognosen für Palmöl sowie die geringeren Sojaölvorräte in den USA.

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Grafik der Woche (KW 42)

Anteil von Hülsenfrüchten im Mischfutter steigt

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Die Änderung der Agrarförderung hat dem Anbau von Hülsenfrüchten Auftrieb gegeben. Als wichtige Proteinkomponenten im Futter finden sie hauptsächlich Verwendung in der hofeigenen Fütterung. Aber auch Mischfutterhersteller haben die heimischen Hülsenfrüchte entdeckt. Im Jahr 2015 bauten Landwirte vor dem Hintergrund der Greening-Anforderungen auf rund 160.400 ha Leguminosen an. Die Ernte an Erbsen, Ackerbohnen und Süßlupinen erreichte rund 450.000 t. Damit wurde zugleich ein Mengenniveau erreicht, für das sich auch die deutsche Mischfutterindustrie interessierte, die nach Angaben der BLE im Wirtschaftsjahr 2015/16 rund 88.000 t Hülsenfrüchte bei der Mischfutterherstellung verarbeitete. Das ist zwar im Vergleich zu Getreide vergleichsweise wenig, aber setzt nach dem Rückgang der Vorjahre ein deutliches Signal. Das waren immerhin mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Keine andere Futterkomponente verzeichnete diese Steigerungsraten. Doch damit könnte bald wieder Schluss sein. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH plant die EU-Kommission verschärftere Auflagen zum Erhalt der Greening-Prämie: Der zur Ertrags- und Qualitätssicherung unerlässliche Pflanzenschutz im Leguminosenanbau würde damit verboten, der Anbau unattraktiv. Hülsenfrüchte rutschten zurück in ihre winzige Nische - die Eiweißpflanzenstrategie der Bundesregierung erhielte damit einen schweren Dämpfer.

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Grafik der Woche (KW 41)

Rapsöl aus Deutschland 2015/16 gefragt

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Die Rapsölexporte Deutschlands erreichten im Wirtschaftsjahr 2015/16 ein 3-Jahreshoch. Sowohl EU-Mitgliedsländer als auch Drittländer orderten teils deutlich mehr. Die Rapsölexporte Deutschlands sind laut Statistischem Bundesamt 2015/16 deutlich gestiegen. Mit rund 1,1 Mio. t wurden fast 16 % mehr ins Ausland verkauft als 2014/15. Davon gingen 91 % in andere EU-Staaten und damit etwa 3 % weniger. Die Niederlande, als Drehscheibe des internationalen Handels, waren mit 484.000 t und demzufolge einem Plus von 7% erneut die Hauptabnehmer. Mit der um 53% auf 157.000 t gestiegenen Importmenge folgt Polen. Auf Platz drei der Hauptempfänger landete, trotz eines erheblichen Importrückgangs, Belgien mit 87.000 t. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH erhielten die EFTA-Staaten (Island, Norwegen, Schweiz) mit 78.000 t derweil eine Rekordmenge.

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Grafik der Woche (KW 40)

Rapsimporte zogen 2015/16 kräftig an

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Die Rapsimporte sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2015/16 erneut deutlich gestiegen. Mit knapp 5,4 Mio. t erreichten sie ein Rekordhoch. Im Wirtschaftsjahr 2015/16 erhielt importierte die Ölmühlenwirtschaft 5,4 Mio. t Raps. Das waren gut 14 % mehr als im Vorjahr und so viel wie noch nie. Die größte Menge kam traditionell aus der EU-28, auch wenn der Anteil deutlich auf 86 % schrumpfte. Aus dem EU-Hauptlieferland Frankreich wurden mit 1,7 Mio. t etwa 12 % mehr als im Vorjahr geliefert. Zusätzlich kam mit knapp 672.500 t mehr Drittlandraps über die Niederlande nach Deutschland. Das entsprach nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH einem Rekordhoch und war mehr als das Doppelte von 2014/15. Wichtigster Drittlandlieferant Australien landete, trotz ebenfalls kräftig steigender Exporte, auf dem dritten Platz, erreichte aber dennoch mit 636.000 t ein Allzeithoch.

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