UFOP präsentiert Raps und heimische Eiweißpflanzen auf der Grünen Woche 2026

ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 zeigt Bedeutung für Klimaschutz, Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft

 

UFOP-GW_2026_1.jpg

Berlin, 15. Januar 2026 – Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) setzt auch 2026 ein starkes agrar- und klimapolitisches Signal auf der Grünen Woche in Berlin. Als langjähriger Partner des ErlebnisBauernhofs – koordiniert durch das Forum Moderne Landwirtschaft (FML) – informiert der Verband in Halle 3.2 über den Wert von Winterraps und heimischen Körnerleguminosen für Landwirtschaft, Biodiversität und eine resiliente Eiweißversorgung. Besucherinnen und Besucher können die zentrale Bedeutung dieser Kulturen für Ernährung, Tierhaltung, Klimaschutz und Energiewende unmittelbar erleben.

Rapsanbau bleibt über der Marke von 1 Million Hektar – positive Perspektiven für die Ernte 2026

Ein Schwerpunkt der Messepräsentation sind der Rapsanbau sowie die vielfältigen Einsatzbereiche von Rapsöl und Rapsprotein. Die gute Nachricht: Die Winterrapsaussaat für die Ernte 2026 liegt nach aktuellen Einschätzungen des UFOP-Netzwerks zwischen 1,10 und 1,15 Millionen Hektar. „Der Raps behauptet seine Rolle als wichtigste heimische Ölpflanze, sowohl für die Humanernährung als auch für die Tierfütterung sowie für nachhaltig zertifizierte Biokraftstoffe“, so der UFOP-Vorsitzende Torsten Krawczyk. Gute Erträge und weitgehend günstige Aussaatbedingungen haben viele Landwirte bewogen, den Anbau leicht auszuweiten.

Sorge bereitet der weiterhin hohe Druck durch Schädlinge wie dem Rapserdfloh. „Wir brauchen dringend wirkungsvollen Pflanzenschutz und verlässliche Zulassungsverfahren“, so Krawczyk. Die UFOP erneuert daher ihre Forderung nach einer Wende in der Pflanzenschutzpolitik und warnt davor, Landwirte im Umgang mit Schädlingen und Krankheiten weiter zu beschneiden.

UFOP fordert nationale Proteinstrategie

Neben Raps rückt die UFOP 2026 auch die heimischen Körnerleguminosen – Ackerbohne, Süßlupine, Körnererbse und Sojabohne – in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts. Sie verbessern Fruchtfolgen, fördern die Biodiversität und liefern wertvolles pflanzliches Eiweiß für Mensch und Tier. Dennoch liegt die Anbaufläche weiterhin weit unter den Potenzialen. Hier setzt der Verband mit seiner sogenannten 10+10-Strategie an, die das Ziel verfolgt, den Anbau von Ölsaaten und Hülsenfrüchten jeweils auf zehn Prozent der heimischen Ackerfläche zu kultivieren.

„Wir brauchen endlich eine nationale Proteinstrategie, die den heimischen Anbau stärkt und wirtschaftlich tragfähige Wertschöpfungsketten schafft“, fordert daher Verbandschef Krawczyk. Die Vorteile einer regionalen Eiweißproduktion für Natur und Landwirtschaft, der Bedarf nach resilienten Futtermittelketten und die wachsende Nachfrage nach veganen und vegetarischen Produkten machen Leguminosen zu wichtigen Rohstofflieferanten der Zukunft.

Unverzichtbar für Ernährung und Energiewende

Die UFOP betont die zentrale Rolle von Raps und Rapsprodukten für die Transformation im Ernährungs- und Energiesektor:

  • Rapsöl ist das beliebteste Speiseöl hierzulande und bleibt ein wichtiger technischer Rohstoff.
  • Rapsextraktionsschrot ist Deutschlands bedeutendstes heimisches Eiweißfuttermittel und ersetzt jährlich Soja-Importe aus Übersee im Anbauumfang von über einer Million Hektar.
  • Nachhaltig zertifizierter Biodiesel auf Basis von Rapsöl ermöglicht klimawirksame CO₂-Einsparungen im Verkehr und ist ein unverzichtbarer Baustein der RED-III-Ziele.

Torsten Krawczyk dazu: „Damit der Rapsanbau wirtschaftlich bleibt, brauchen wir eine verlässliche Biokraftstoffpolitik. Eine stabile Kappungsgrenze und eine faktenbasierte Bewertung von Anbaubiomasse sind dafür Grundvoraussetzungen.“

Erlebnis für alle Sinne

Der UFOP-Stand lädt Besucherinnen und Besucher ein, die Vielfalt der heimischen Öl- und Eiweißpflanzen unmittelbar zu erleben:

  • Verkostungsaktionen mit Rapsöl
  • Saatstation: Körnererbse, Sojabohne, Ackerbohne und Süßlupine zum Anfassen und Vergleichen.
  • Interaktives Pflanzenquiz: Mitmachen und Wissen testen
  • Informationsmaterial & Rezepte: Von Anbauwissen über Biodiversitätsaspekte bis hin zu Ideen für die Küche.
  • Knuspriger Ackerbohnen-Snack: Eiweißreiche Stärkung für zwischendurch.

„Unser Ziel ist es, den Gästen zu zeigen, wie viel Potenzial für Landwirtschaft, Gesellschaft und Klimaschutz in diesen Kulturen steckt“, sagt Krawczyk, der damit alle Interessierten vom 16. bis 25. Januar 2026 im Rahmen des ErlebnisBauernhofs in Halle 3.2 an den Stand der UFOP einlädt.

Pressemitteilung zum Download