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21.04.2020

Rapsblüte 2020 – Bundesweit blühen jetzt die Rapsfelder

Berlin, 20. April 2020 – Die Welt steht gerade völlig auf dem Kopf. Die Natur lässt sich davon aber nicht irritieren. Sie hat ihren festgelegten Rhythmus. Und so blühen in diesen Tagen deutschlandweit die Rapsfelder. Doch ganz so normal ist die Situation auch beim Raps nicht. Kein Virus, sondern zwei sehr trockene Jahre haben zu einem deutlichen Rückgang des Anbaus geführt. Nachdem die Anbaufläche von Winterraps als Folge der langanhaltenden Trockenheit im Dürrejahr 2018 auf den niedrigsten Wert seit der Jahrtausendwende gesunken war, haben die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland für die Ernte 2020 wieder rund 90.000 Hektar mehr ausgesät. So sind es aktuell rund 950.000 Hektar, die leuchtend gelb blühen. Das entspricht rund 8 Prozent der Ackerfläche Deutschlands, wobei das Niveau früherer Jahre damit bei Weitem noch nicht wieder erreicht wurde.
21.04.2020

Rapsblüte 2020: Vielfalt aus der Region

Berlin, 21. April 2020 – Auf rund 950.000 Hektar blüht der Raps in diesem Jahr. Das hört sich nach viel an, ist aber durch die Trockenheit der vergangenen beiden Jahre doch deutlich weniger als im langjährigen Mittel. Nach der Rapsernte im Juli wird dennoch genug Rapsöl aus den schwarzen Samen gepresst, um die Nachfrage der deutschen Verbraucher nach hochwertigem Rapsspeiseöl decken zu können. Und diese Nachfrage ist alles andere als klein, denn Rapsöl ist seit nunmehr 11 Jahren in Folge das mit Abstand beliebteste Speiseöl hierzulande. Dabei ist Rapsöl noch ein recht junges Produkt in deutschen Küchen. Erst seit 1993 findet man deklariertes Rapsöl in unseren Supermärkten. In seiner Herstellung ist das Öl jedoch durchaus traditionell: In vielen kleinen Ölmühlen entstehen Öle, die sich ohne Übertreibung als regionale Spezialität ausweisen können. Die lokal hergestellten kaltgepressten Rapsöle ergeben zusammen mit den geschmacksneutralen und hoch erhitzbaren raffinierten Rapsölen ein Angebot von weit mehr als einhundert Rapsölen, aus denen die Verbraucher heute wählen können.
21.04.2020

Rapsblüte 2020: Landwirtschaft schafft Kulturlandschaft

Berlin, 21. April 2020 – Aktuell ist ganz Deutschland von leuchtend gelben Rapsfeldern überzogen. Sie locken nach Wochen, in denen sich das Leben überwiegend in den eigenen vier Wänden abspielte, die gleichzeitig Büro, Konferenzraum, Klassenzimmer, Kindergarten und Restaurant waren oder noch sind, noch mehr als sonst raus in die Natur. Der Anbau von Raps hat in Deutschland eine außerordentlich große Bedeutung für viele landwirtschaftliche Betriebe. Rapsöl wird als hochwertiges Speiseöl auf den Weltmärkten nachgefragt. Hierzulande ist es sogar seit über zehn Jahren das Speiseöl Nr. 1. Die Verarbeitung von Raps als nachwachsendem Rohstoff für Biodiesel sorgt für eine zusätzliche Nachfrage. Und das beim Pressen neben dem Öl gewonnene Rapsschrot ist als gentechnikfreies Futtermittel ein Ersatz für importiertes und in der Regel gentechnisch modifiziertes Sojaschrot aus Südamerika. Gerade jetzt zeigt sich deutlich, wie wichtig die heimische Erzeugung von Eiweißfuttermitteln für die uneingeschränkte Versorgung der Verbraucher mit tierischen Lebensmitteln ist. Was Landwirte an Raps besonders schätzen, ist sein beachtlicher Vorfruchtwert, der bei Winterweizen bis zu 10 % Mehrertrag gegenüber Weizenselbstfolge bewirken kann. So steigert Raps die Wirtschaftlichkeit der gesamten Fruchtfolge.
21.04.2020

Rapsblüte 2020: Anbau gestiegen, Preise gefallen

Berlin, 21. April 2020 – Die Rapsblüte sorgt aktuell bundesweit wieder für gelb leuchtende Felder. Doch für viele Rapsbauern ist die strahlende Pracht hart erarbeitet. Zwei trockene Jahre in Folge haben ihre Spuren hinterlassen. Im Spätsommer 2019 haben die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland auf rund 950.000 Hektar Winterraps für die Ernte 2020 ausgesät. Damit lag die Aussaatfläche um rund 90.000 Hektar über den Anbauflächen zur Ernte 2019. Nachdem die Anbaufläche von Winterraps als Folge der langanhaltenden Trockenheit im Dürrejahr 2018 auf den niedrigsten Wert seit der Jahrtausendwende gesunken war, stieg die Aussaatfläche nun in fast allen Bundesländern wieder an. Das Niveau früherer Jahre wurde jedoch bei Weitem noch nicht wieder erreicht. Aufgrund der erneuten Trockenheit im Sommer 2019 konnten Landwirte den Winterraps nur dort aussäen, wo die Bedingungen günstig waren. Mit Sorge schauen die Landwirte in diesen Tagen sowohl auf das viel zu trockene Aprilwetter als auch auf die Preise, die derzeit massiv unter Druck stehen. Da der Raps mit den Rohöl- und Energiepreisen über die Bioenergiemärkte sehr eng gekoppelt ist, riss der extreme Absturz der Rohölpreise in den Wochen der Coronakrise auch die Rapspreise mit in die Tiefe.
21.04.2020

Rapsblüte 2020: 8 Prozent der deutschen Äcker sind jetzt gelb

Berlin, 21. April 2020 – Corona-Virus hin oder her, die Natur hat ihren festgelegten Rhythmus. Und das bedeutet in diesen Tagen: In ganz Deutschland blühen die Rapsfelder leuchtend gelb. Während sich die allermeisten an dem Naturschauspiel erfreuen, gibt es aber auch vereinzelt Kritik, denn die Vielzahl der Felder erweckt den Eindruck, als würde übermäßig viel Raps angebaut. Gerne wird dann der Begriff der Monokultur verwendet. Der Schein trügt jedoch, denn die rund 950.000 Hektar Raps, die derzeit blühen, sind lediglich 8 % der deutschen Ackerfläche. Damit liegt die Anbaufläche 2020 sogar noch deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Und die Bezeichnung als Monokultur ist fachlich unzutreffend. Auch wenn es viele Felder sind, die in einigen Regionen Deutschlands auch sehr groß sein können, wird auf einem Acker niemals zweimal nacheinander Raps angebaut. Sein Anbau erfordert eine Pause von mindestens zwei Jahren in einer typischen Fruchtfolge. Vor und nach dem Raps stehen dann andere Kulturen wie Wintergerste und Winterweizen auf dem Acker. Ein Rapsfeld, das in diesen Tagen gelb blüht, wird also frühestens in drei Jahren wieder mit Raps bestellt werden. Achten Sie mal darauf!
12.11.2019

UFOP-Studie zur Ernte 2020: Rapsaussaat leicht über Erntefläche

Der Winterrapsanbau zur Ernte 2020 bleibt auf dem geringen Niveau des Jahres 2019. Mit 880.500 Hektar liegt die Aussaatfläche nur 3 Prozent über der aktuellen Erntefläche. Unter Berücksichtigung der bereits erfolgten Umbrüche ergibt sich eine Anbauausweitung von rund 2 Prozent. Während viele Landwirte im Dürrejahr 2018 ins Risiko gegangen sind und in den trockenen Boden gesät haben, war diese Risikobereitschaft nach einem in weiten Regionen Deutschlands ähnlich trockenen Sommer 2019 nicht vorhanden.
03.05.2019

Rapsblüte 2019: World Bee Day – Bienen fliegen auf Raps

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 20. Mai zum internationalen Tag der Biene, dem „World Bee Day“, erkoren. Zeitlich passt das für die heimischen Bienen perfekt, denn zu diesem Zeitpunkt werden sie die Blüte ihrer bedeutendsten Trachtpflanze gerade hinter sich haben. Bienen fliegen in diesen Tagen nämlich im wahrsten Sinne des Wortes auf den leuchten gelben Raps, der auf rund 1 Millon Hektar in ganz Deutschland blüht. Die in April und Mai in voller Blüte stehenden Felder bieten ihnen ein echtes Festmahl für den Stockaufbau. Bei guter Pflege wird der Imker mit Rapshonig belohnt. Rund 40 kg je Volk tragen die fleißigen Bienen in den Stock. Kein Wunder, dass auch der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) bereits zum ersten Tag der Biene 2018 Forderungen vorgelegt hat, die die Produktion von Biodiesel aus Ölpflanzen wie Raps, Leindotter und Sonnenblumen ausdrücklich empfehlen. Schließlich sorgen diese Pflanzen für blühende Äcker und damit für ausreichend Bienennahrung – auch für die Wildbienen. Bildquelle: UFOP e.V.
02.05.2019

Rapsblüte 2019: Landwirte hoffen auf besseren Sommer als im Vorjahr

Wenn in diesen Tagen der Raps bundesweit leuchtend gelb blüht, blicken die deutschen Rapsanbauer mit einer gewissen Anspannung auf ihre Felder. Die Erinnerung an die Trockenheit des Vorjahres wirkt noch nach. Sie sorgte nicht nur für eine außerordentlich niedrige Ernte im letzten Juli, sondern zusätzlich für eine geringere Aussaatfläche an Winterraps, da auch Ende August der dringend benötigte Regen fehlte. So wurde Raps im Sommer 2018 auf nur rund 1 Millionen Hektar Ackerfläche ausgesät. Die bis in den Spätherbst anhaltende Trockenheit hat dafür gesorgt, dass diese Fläche inzwischen noch deutlich kleiner geworden ist. Viele langjähriger Rapslandwirte mussten so komplett aus dem Anbau aussteigen. Mit der Erfahrung des vergangenen Jahres ist es verständlich, dass die Landwirte die Witterung derzeit besonders aufmerksam beobachten Bildquelle: UFOP e.V./Dietrich Habbe
30.04.2019

Rapsblüte 2019: Klimaschutz durch Raps

Ob „Fridays for Future“ oder die vieldiskutierten Ziele des Pariser Klimaabkommens: Der immer dringlicher werdende Klimaschutz ist längst im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Was das mit den momentan auf rund 1 Million Hektar blühenden Rapsfeldern zu tun hat, ist vielleicht nicht direkt ersichtlich. Doch Raps spielt tatsächlich eine sehr große Rolle bei der Reduktion von Treibhausgasen. Es sind mehr als 65 % CO2, die jeder Liter Biodiesel aus diesem Raps gegenüber fossilem Diesel einspart. Erstaunlich ist, dass Rapskraftstoffe bei den politischen Diskussionen, die derzeit u. a. im Rahmen der Nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ (NPM) geführt werden, kaum eine Rolle spielen. Statt auf das bestehende Potenzial der bereits heute nachhaltig hergestellten Biokraftstoffe wie Biodiesel und Bioethanol zu setzen, werden Strategien präferiert, die auf derzeit noch nicht verfügbare Alternativen wie E-Mobilität oder auf massive Eingriffe in die individuelle Mobilität setzen. Dem Klimaschutz und der Landwirtschaft als betroffener Wirtschaftssektor läuft aber die Zeit davon. Die deutsche Landwirtschaft appelliert daher an die Politik, den Dialog in Sachen nachhaltiger Biokraftstoffe zu suchen und die bereits vorhandenen Möglichkeiten im Sinne des Klimaschutzes bestmöglich auszuschöpfen.Bildquelle: UFOP e.V./Dietrich Habbe
29.04.2019

Rapsblüte 2019: Leckere Vielfalt durch Rapsöl

Die gelbe Pracht der aktuell in ganz Deutschland blühenden Rapsfelder ist so etwas wie der heimliche Star des Frühjahrs. Kenner und Genießer freuen sich nicht nur über den Anblick der Felder, sondern vor allem auch über die Aussicht auf Nachschub an frischen Rapsölen, die nach der Rapsernte im Juli aus den schwarzen Rapssamen gepresst werden. Dabei ist das Phänomen „Rapsöl“ noch relativ jung, denn erst seit rund 25 Jahren ist deklariertes Rapsöl in deutschen Supermärkten erhältlich. Eine wahre Erfolgsgeschichte, denn seit nunmehr 10 Jahren ist Rapsöl auch das beliebteste Speiseöl der Bundesbürger. Insbesondere die zahlreichen dezentralen Ölmühlen haben dafür gesorgt, das sich Rapsöl in Deutschland ein Stück weit auch zu einer regionalen Spezialität entwickelt hat. Die Königsdisziplin für die Ölmühlen ist dabei das sogenannte Rapskernöl, bei dem die millimetergroßen Saatkörner vor dem Pressen sogar noch geschält werden. Diese spezielle Variante zeichnet sich durch ihren nussigen Geschmack aus und ist perfekt zum Dünsten oder als Salatöl geeignet. Zusammen mit unzähligen kaltgepressten Rapsölen und den geschmacksneutralen und hoch erhitzbaren raffinierten Rapsölen ergibt sich ein Angebot von mehr als einhundert Rapsölen, aus denen Verbraucher ihre Favoriten wählen können. Bildquelle: UFOP e.V./Johannes Haas
26.04.2019

Rapsblüte 2019: Bundesweit blühen jetzt die Rapsfelder

Wenn in diesen Tagen der Raps bundesweit leuchtend gelb blüht, blicken die deutschen Rapsanbauer mit einer gewissen Anspannung auf ihre Felder. Die Erinnerung an die Trockenheit des Vorjahres wirkt noch nach. Sie sorgte nicht nur für eine außerordentlich niedrige Ernte im letzten Juli, sondern zusätzlich für eine geringere Aussaatfläche an Winterraps, da auch Ende August der dringend benötigte Regen fehlte. So wurde Raps im Sommer 2018 auf nur rund 1 Millionen Hektar Ackerfläche ausgesät. Die bis in den Spätherbst anhaltende Trockenheit hat dafür gesorgt, dass diese Fläche inzwischen noch deutlich kleiner geworden ist. Viele langjährige Rapslandwirte mussten so komplett aus dem Anbau aussteigen. Mit der Erfahrung des vergangenen Jahres ist es verständlich, dass die Landwirte die Witterung derzeit besonders aufmerksam beobachten. Bildquelle: UFOP e.V./Erhard Hess
13.11.2018

UFOP-Studie: Aussaatfläche von Winterraps bei 1 Mio. Hektar

Die Winterrapsaussaatfläche ist im Vergleich zum Vorjahr massiv zurückgegangen. Die immer noch anhaltende Dürre im Herbst 2018 hinterlässt tiefe Spuren beim Rapsanbau zur Ernte 2019 in Deutschland. Auf Basis einer aktuellen Befragung von 4.411 Landwirten im September/Oktober 2018 schätzt das von der UFOP beauftragte Marktforschungsunternehmen Produkt+Markt die Winterrapsaussaatfläche zur Ernte 2019 auf rund 1 Mio. Hektar. Im Vergleich zur Erntefläche 2018 bedeutet dies einen Rückgang um bundesweit 18,1 Prozent (-221.296 Hektar). Die Anzahl der rapsanbauenden Betriebe zur Ernte 2019 nimmt um 13 Prozent ab. Als wesentlicher Grund für diese Entwicklung wurde von den befragten Landwirten der fehlende Regen genannt, der die Aussaat 2018 nicht oder nur eingeschränkt möglich machte (35 Prozent). Das Dürrejahr 2018 überlagert alle anderen Effekte. Weitere Gründe für eine Verkleinerung der Fläche war eine langfristige Fruchtfolgeplanung (26 Prozent) und Unzufriedenheit mit dem Rapsertrag (15 Prozent), gefolgt von einer kurzfristigen Fruchtfolgeplanung (12 Prozent). In der Unzufriedenheit mit dem Rapsertrag schlägt sich ebenfalls nieder, dass die Ertragsbildung durch die extreme Dürre seit April 2018 massiv beeinträchtigt war.
03. Mai 2018

Rapsblüte 2018 – Deutschlands schönste Ölfelder blühen wieder!

Die alljährliche Rapsblüte findet in diesem Jahr auf knapp 1,3 Millionen Hektar statt. Damit bewegt sich die Anbaufläche noch im Rahmen des Üblichen, denn seit Jahren liegt sie relativ konstant zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Hektar. Ob das in den kommenden Jahren auch noch so sein wird, hängt ganz maßgeblich von der Politik ab. Sie entscheidet mit ihrer Biokraftstoffpolitik über die Rahmenbedingungen für die Nachfrage in dieser für Rapsöl sehr wichtigen Branche. Ein weiterer Absatzmarkt für das in der Rapssaat enthaltene Öl ist jedoch von solchen Entwicklungen nicht betroffen. Ganz im Gegenteil, denn Rapsspeiseöl ist das mit Abstand gefragteste Speiseöl in Deutschland und das seit mittlerweile fast zehn Jahren. Für Nachschub ist auf jeden Fall gesorgt, denn die Ernte im Juli 2018 wird etwa 5 Millionen Tonnen Rapssaat liefern, aus denen anschließend in Ölmühlen rund 2,2 Millionen Tonnen Rapsöl gewonnen wird.
03. Mai 2018

Rapsblüte 2018 – Rapsblüte mit dunklen Wolken

Wenn in diesen Tagen der Raps bundesweit blüht, blicken die deutschen Rapsanbauer nicht nur freudig auf ihre Felder. Dumpingimporte von Biodiesel aus Argentinien und Indonesien sorgen für trübe Aussichten. Mit durchschnittlich 6 von insgesamt etwa 12 Mio. Tonnen ist Rapsöl der wichtigste Rohstoff der europäischen Biodieselindustrie. Durch unfaire Handelspraktiken drängen jetzt 3 bis 5 Mio. Tonnen Biodiesel auf Basis von Soja- und Palmöl aus Argentinien und Indonesien auf den europäischen Markt. Dies entspricht in etwa einer Fläche von 4 Mio. Hektar der insgesamt etwa 6,8 Mio. Hektar Rapsanbau in der Europäischen Union. Der Rückgang der Rapsölnachfrage in der Biodieselindustrie kommt über die Ölmühlen und den Agrarhandel letztlich bei den Erzeugern an, die bereits heute einen deutlichen Preisrückgang bei Raps erleben. Die EU-Kommission ist jetzt gefragt, den Dumpingimporten Regelungen entgegenzusetzen, die den Wettbewerb wieder fair gestalten. Ansonsten überlegen sich die hiesigen Landwirte in Zukunft zweimal, ob sie Raps oder eine andere Kultur anbauen. Das hat dann nicht nur zur Folge, dass der Frühling in Deutschland weniger gelb ausfallen wird, sondern führt in der Konsequenz auch dazu, dass erheblich mehr gentechnisch modifiziertes Sojaschrot für die Tierernährung importiert werden muss und der Anreiz für Regenwaldrodungen weiter erhöht wird. Trübe Aussichten, die die EU-Politik aus Sicht der deutschen und europäischen Landwirtschaft umgehend klären muss.
03. Mai 2018

Rapsblüte 2018 – Mehr als nur Öl

In Deutschland hat die diesjährige Rapsblüte begonnen und sorgt auf annähernd 1,3 Millionen Hektar für leuchtend gelbe Felder. Jeder einzelne Hektar wird bei der Ernte im Sommer zwischen 4.000 und 5.000 kg Rapssaat liefern. Daraus entstehen nicht nur jeweils rund 1.600 Liter Rapsöl, sondern auch 2.500 kg Rapsschrot. Und das ist überaus gefragt bei deutschen und europäischen Tierhaltern, da es ein sehr hochwertiges, gentechnikfreies Proteinfutter für die Rinder-, Schweine- und Geflügelmast ist. Damit hat Rapsschrot einen erheblichen Vorteil gegenüber importiertem Sojaschrot, das in der Regel gentechnisch modifiziert ist. Weil immer mehr Milchprodukte, Eier oder Fleisch mit dem Hinweis „ohne Gentechnik“ gekennzeichnet werden, hat sich das zu einem echten Wettbewerbsvorteil für heimisches Rapsschrot entwickelt. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach Rapsschrot zuletzt deutlich angezogen ist und die Preise auf ein 3-Jahreshoch gestiegen sind.
19.12.2017

Großes Nord- Südgefälle bei Landnutzungsänderungen: Verdopplung der Plantagen in nur 50 Jahren

Die stetig wachsende Bevölkerung und wohlstandsbedingte Änderungen der Ernährungsgewohnheiten sind die Treiber für die Intensivierung und Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung. Ein Großteil des Mengenzuwachses ist allerdings auf die Ausdehnung und damit auf direkte Landnutzungsänderungen, vor allem auf der Südhalbkugel, zurückzuführen, stellt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) unter Hin-weis auf Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Verei-nen Nationen (FAO) fest. Die Sojaanbaufläche in Südamerika wird nach wie vor ebenso ausgedehnt wie die Palmölplantagen in Südostasien, insbesondere in Indonesien.
14.11.2017

UFOP-Studie: Winterrapsanbau in Deutschland bleibt trotz witterungsbedingten Einschränkungen auf hohem Niveau

Der Winterrapsanbau in Deutschland bleibt auf einem stabil hohen Niveau. Mit 1,283 Millionen Hektar wurde im August/September dieses Jahres 1,9 Prozent weniger Winterraps ausgesät, bezogen auf die Erntefläche 2017. Witterungsbedingt ging insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen der Umfang des Winterrapsanbaus deutlich zurück. Signifikante Flächenzuwächse waren in Bayern und Rheinland-Pfalz zu beobachten. Das von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) beauftragte Agrarmarktforschungsinstitut Kleffmann Group schätzt die Aussaatfläche von Winterraps zur Ernte 2018 auf 1,283 Millionen Hektar. Basis dieser Flächenschätzung ist eine Befragung von ca. 1.400 Raps-Landwirten, die im September/Oktober deutschlandweit durchgeführt wurde. Im Vergleich zur Erntefläche 2017 bedeutet dies einen Rückgang des Anbaus um rund 24.000 Hektar bzw. 1,9 Prozent. Bis zum Ende der Befragung mussten aufgrund ungünstiger Witterung bereits ca. 3.900 Hektar umgebrochen werden, sodass aktuell von einer Anbaufläche von rund 1,279 Millionen Hektar auszugehen ist.

Zum Download: 36 Infografiken des UFOP Versorgungsberichts 2016/2017

Der europäische und globale Biomassebedarf für die Biokraftstoffproduktion im Kontext der Versorgung an den Nahrungs- und Futtermittelmärkten. mehr...
09.05.2017

Kraftwerk Raps

Aktuell blühen in Deutschland auf mehr als 1,3 Millionen Hektar die Rapsfelder. Die Pflanzen speichern die Sonnenenergie in den Saatkörnern, bzw. dem darin entstehenden Rapsöl. Dessen Energiedichte ist vergleichbar mit der von Dieselkraftstoff. Das macht Rapsöl und den daraus hergestellten Rapsmethylester, besser bekannt als Biodiesel, in Deutschland und Europa zur mit Abstand wichtigsten nachhaltig zertifizierten Kraftstoffalternative. Diese Zertifizierung der Nachhaltigkeit gilt im übrigen für den gesamten Rapsanbau in Deutschland, unabhängig von der Endverwendung, also auch für Rapsspeiseöl. Besonders wichtig für viele Verbraucher ist zudem die Tatsache, dass in Deutschland und Europa ausschließlich gentechnikfreier Raps angebaut wird. So ist auch das eiweißhaltige Rapsschrot, das bei der Pressung der Rapssaat neben dem Rapsöl entsteht, gentechnikfrei. Das ist ein großer Vorteil gegenüber Sojaimporten, die in der Regel nicht gentechnikfrei sind. Rapsschrot sichert so eine Eiweißversorgung in der Tierernährung, die es erlaubt, Milchprodukte, Eier oder auch Rindfleisch mit dem Label "Ohne Gentechnik" zu kennzeichnen. Die Rapspflanzen sind bei all dem regelrechte Kraftwerke. Aus lediglich zwei bis drei Kilogramm Saatgut, die pro Hektar ausgesät werden, entstehen innerhalb von elf Monaten bei der Ernte im Schnitt 3.800 Kilogramm Rapssaat. Daraus entsehen bei der Pressung 1.600 Liter Rapsöl und 2.300 Kilogramm gentechnikfreies Rapsextraktionsschrot. Der Einsatz des Rapsöls als Kraftstoff sorgt für eine garantierte Einsparung von 2,5 Tonnen CO2 gegenüber herkömmlichem Dieselkraftstoff und das pro Hektar. Bildquelle: UFOP e.V.
15.11.2016

UFOP-Studie: Winterrapsanbau zur Ernte 2017 bleibt auf hohem Niveau

Der Winterrapsanbau in Deutschland bleibt auch zur Ernte 2017 auf einem hohen Niveau. Im August/September 2016 wurden mit rund 1,364 Millionen Hektar sogar 2,4 Prozent mehr Winterraps als zur Ernte 2016 ausgesät. In Folge teils sehr ungünstiger Witterung mussten bis Ende Oktober aber bereits rund 13.500 Hektar Raps bundesweit umgebrochen werden. Weitere Umbrüche sind in Abhängigkeit vom Verlauf des Winters nicht auszuschließen. Auf Basis einer aktuellen Befragung von ca. 6.500 Landwirten im September/Oktober 2016 schätzt das von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) beauftragte Marktforschungsunternehmen Kleffmann Group die Aussaatfläche von Winterraps zur Ernte 2017 auf 1,364 Millionen Hektar. Im Vergleich zur Erntefläche 2016 bedeutet dies eine leichte Steigerung des Anbaus um 32.600 Hektar bzw. 2,4 Prozent. Bis zum Ende der Befragung mussten aufgrund von ungünstiger Witterung aber bereits 13.500 ha Winterraps bundesweit umgebrochen werden. Daher ist aktuell von einer Anbaufläche von rund 1,350 Millionen Hektar auszugehen.
15.04.2016

Rapsblüte 2016: Deutschlands schönste Ölfelder

Frühling in Deutschland. Endlich kehrt die Farbe zurück in die Landschaft. Eine Farbe sticht gerade besonders hervor: Gelb! Denn auf etwas mehr als zehn Prozent der deutschen Äcker blüht in diesen Tagen wieder der Raps. 1,35 Millionen Hektar sind es genau, die derzeit bundesweit in Blüte stehen und die den Titel „Deutschlands schönste Ölfelder“ ohne Zweifel verdient haben. Was den Japanern ihre Kirschblüte, ist hierzulande die Rapsblüte. Sie ist ein Symbol für den nahenden Sommer und gleichzeitig ein prägender Bestandteil der Kulturlandschaft. Auch wenn es aufgrund der Vielzahl der blühenden Felder den Anschein haben könnte, wird Raps niemals direkt hintereinander auf demselben Feld angebaut. Stattdessen wird er immer im Abstand von mindestens drei Jahren in einer typischen Fruchtfolge mit Weizen und Wintergerste kultiviert. Als sogenannte Monokultur kann Raps daher nicht angebaut werden. Bildquelle: UFOP/Dietrich Habbe
15.04.2016

Rapsblüte 2016: Gelber Hingucker

Der Raps blüht in ganz Deutschland. Das letzte bisschen „Winterblues“ sollte damit endgültig vertrieben sein. Der Frühling erlebt seinen strahlenden Höhepunkt und der Sommer ist nicht mehr weit. So schön und idyllisch der gelbe Hingucker Raps auch aussieht, für die deutschen Landwirte hat die Pflanze auch eine andere Seite und die besteht aus viel Arbeit. Was kaum ein Verbraucher weiß: Raps wächst praktisch ein ganzes Jahr auf einem Feld. Um genau zu sein, sind es 11 Monate, die von der Aussaat im August bis zur Ernte im Juli vergehen. Und in dieser Zeit haben Landwirte alle Hände voll zu tun, um den Raps auszusäen, zu düngen und gegen Schädlingsbefall und Pilzkrankheiten zu schützen. Da „Zeit Geld ist“ und Dünger, Pflanzenschutzmittel und Kraftstoff erhebliche Kosten verursachen, gehen Bauern nicht wahllos vor, sondern nur bei Bedarf. Irgendwo muss der Begriff „bauernschlau“ ja schließlich herkommen. Bildquelle: UFOP/Johannes Haas
15.04.2016

Rapsblüte 2016: Brückentechnologie zur nachhaltigen Mobilität

Die Energiewende kommt und sie kommt auch im Verkehr. Es wird aber Jahrzehnte, vielleicht sogar mehr als ein Jahrhundert dauern, bis Elektrofahrzeuge den Verkehr dominieren. Auf dem Weg dahin führt an Biokraftstoffen als Brückentechnologie kein Weg vorbei, sofern sie alle technologischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Ansprüche erfüllen. Der wichtigste heimische Rohstoff für die Biokraftstoffproduktion ist Raps und der blüht in diesen Tagen wieder deutschlandweit. Etwas mehr als 1,3 Millionen Hektar wachsen derzeit in Deutschland und ein großer Teil der rund 5 Millionen Tonnen Rapssaat, die im Juli geerntet werden, wird in Form von Rapsöl in rund 20 Biodieselfabriken zu Rapsmethylester (RME), besser bekannt als Biodiesel, verarbeitet. Da Biodiesel auch aus anderen Ölen hergestellt werden kann, von denen insbesondere Palmöl von Umweltschützern sehr kritisch bewertet wird, streben die deutschen Rapserzeuger die Schaffung eines klaren Profils für Raps-Biodiesel und eine Abgrenzung zu anderen Biodieselsorten an. Raps aus Deutschland ist nach Informationen der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) zu 100 Prozent als nachhaltig zertifiziert. Dafür durchläuft der Raps eine umfangreiche "Checkliste" vom Anbau bis zur Verarbeitung. Nur für Rohstoffe, die für die Herstellung von Biokraftstoffen verwendet werden, ist dieser weltweit zu erfüllende Standard der Nachhaltigkeit bislang gesetzlich geregelt. Bildquelle: UFOP/Dietrich Habbe
18.12.2015

Rapsanbau in Deutschland 2006–2015

Rapsfelder sind mit ihren leuchtend gelben Blüten in jedem Frühjahr echte Hingucker. Mancher könnte vermuten, dass immer mehr Raps angebaut wird. Doch der Eindruck täuscht. Seit über zehn Jahren bewegt sich der Anbau von Raps in Deutschland auf einem konstanten Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Mio. Hektar. Das entspricht etwa 12 Prozent der deutschen Ackerfläche. Der Anbau erfolgt dabei in jedem Jahr auf anderen Flächen, weil der Raps nicht mit sich selbst verträglich ist. Ein Landwirt baut Raps deshalb niemals in Monokultur, also Jahr für Jahr auf der gleichen Fläche an. Vielmehr ist Raps in vielen Betrieben ein fester Bestandteil einer mehrjährigen Fruchtfolge und wird nur alle drei bis vier Jahre auf einem Feld angebaut.
10.11.2015

Winterrapsanbau zur Ernte 2016

Der Aufwärtstrend der Winterraps-Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr bestätigt die tragende Rolle von Raps als wichtigste Blattfrucht im deutschen Ackerbau. Auf Basis einer aktuellen Befragung von 4.805 Landwirten im September/ Oktober 2015 schätzt das von der UFOP beauftragte Marktforschungsunternehmen Produkt+Markt die Winterrapsanbaufläche zur Ernte 2016 auf 1,339 Millionen Hektar. Im Vergleich zur Erntefläche 2015 bedeutet dies einen leichten Anstieg des Anbaus um bundesweit 4,3 Prozent (55.435 Hektar). Die Anzahl der rapsanbauenden Betriebe zur Ernte 2016 nimmt um 0,5 Prozent zu.
06.07.2015

Preiskurve für Raps zeigt 2015 nach oben

Der Rapsmarkt wird 2015/16 wohl deutlich knapper versorgt sein als im Vorjahr. Die Vorräte könnten vor diesem Hintergrund kräftig schrumpfen. Im Hinblick auf ein voraussichtlich deutlich kleineres Angebot, sowohl in der EU als auch weltweit, öffnet sich der Preisspielraum nach oben. In Europa haben die Preise aufgrund der langanhaltenden Trockenheit und der dadurch sinkenden Ertragsaussichten, bei gleichzeitig sehr knappem Kassamarktangebot, zum Ende der Saison 2014/15 bereits einen Sprung nach oben gemacht und das Vorjahresniveau überstiegen. Bei anhaltend fester Preistendenz wird der Rapsanbau für Erzeuger wieder attraktiver und der Handel in Deutschland könnte sich bei anhaltend umfangreichem Bedarf der Ölmühlen wieder beleben.
10.01.2015

Winterrapsanbau zur Ernte 2015

Die Kulturart Winterraps behält ihre große Bedeutung im deutschen Ackerbau. Obwohl eine leichte Reduzierung der Fläche gegenüber der Ernte 2014 erfolgt, bleibt der Anbauumfang insgesamt auf einem hohen Niveau. Auf Grundlage einer aktuellen Befragung von 4.809 Landwirten im September/ Oktober 2014 schätzt das von der UFOP beauftragte Marktforschungsunternehmen Produkt+Markt die Winterrapsanbaufläche zur Ernte 2015 auf 1,323 Millionen Hektar. Im Vergleich zur Erntefläche 2014 bedeutet dies einen leichten Rückgang des Anbaus um bundesweit 5,2 Prozent (72.827 Hektar). Die Anzahl der rapsanbauenden Betriebe zur Ernte 2015 sinkt um 2,3 Prozent.
12. November 2013

Winterrapsanbau zur Ernte 2014

Nach der starken Ausweitung im letzten Jahr bleibt die Rapsfläche zur Ernte 2014 mit einer leichten Reduzierung um etwa 4 Prozent auf einem hohen Niveau. Vor allem im Norden haben die Landwirte die zur Ernte 2013 deutlich größere Anbaufläche – wie erwartet – etwas zurückgenommen. Auf Grundlage einer aktuellen Befragung von 5.011 Landwirten im September/ Oktober 2013 schätzt das von der UFOP beauftragte Marktforschungsunternehmen Produkt+Markt die Winterrapsanbaufläche zur Ernte 2014 auf 1,4 Millionen Hektar. Im Vergleich zur Erntefläche 2013 bedeutet dies einen leichten Rückgang des Anbaus von Winterraps um bundesweit -4 Prozent (-57.959 Hektar). Die Anzahl der rapsanbauenden Betriebe zur Ernte 2013 sinkt um -1,3 Prozent.
30. November 2012

Winterrapsanbau zur Ernte 2013

Deutschlandweit führten günstige Witterungsbedingungen und attraktive Rapspreise zu einer Ausweitung des Rapsanbaus zur Ernte 2013 um über 9 Prozent. Vor allem im Norden haben die Landwirte die guten Aussaatbedingungen im August und September genutzt und sind zum hohen Anbauumfang früherer Jahre zurückgekehrt. In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen steigt die Anbaufläche zusammen um über 100.000 Hektar. Auf Grundlage einer aktuellen Befragung von 5.075 Landwirten im September/Oktober 2012 schätzt das von der UFOP beauftragte Marktforschungsunternehmen Produkt+Markt die Winterrapsanbaufläche zur Ernte 2013 auf 1,419 Millionen Hektar. Im Vergleich zur geernteten Fläche 2012 bedeutet dies einen deutlichen Anstieg des Anbaus von Winterraps um bundesweit + 9,1 Prozent (+ 118.344 Hektar). Die Anzahl der rapsanbauenden Betriebe zur Ernte 2013 steigt um + 4,8 Prozent.