Qualitätssicherung

Wie jeder andere handelsübliche Kraftstoff muss auch Biodiesel Qualitätsanforderungen erfüllen, die zwischen Biodiesel- und Fahrzeugherstellern abgestimmt wurden. Das Ergebnis ist die Norm DIN EN 14214. Auf Basis dieses Standards haben Fahrzeughersteller ihre Modelle bzw. Motoren für den Biodieselbetrieb freigegeben. Biodiesel unterliegt daher einer ständigen Qualitätsüberwachung. Diese anspruchsvolle Aufgabe hat seit 1999 die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V. (AGQM) übernommen.

Ziel ist es, den Biodieselfahrern in ganz Deutschland und Österreich eine gleich bleibend gute Qualität des alternativen Kraftstoffes zu sichern. Da Kraftstoff- und Motorenentwicklung untrennbar miteinander verbunden sind, unterstützt die Arbeitsgemeinschaft darüber hinaus aktiv die Verbesserung der Biodieselqualität unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen bei der Motoren- und Einspritzpumpentechnologie (Pumpe-Düse/Common Rail).

Ziel:

Sicherstellung der Qualitätsansprüche entsprechend den Parametern der Deutschen Biodieselnorm DIN EN 14214

Sicherstellung der Biodieselversorgung für Großverbraucher und Tankstellen mit Qualitätsbiodiesel

Präsentation des Qualitätsproduktes Biodiesel zur Vertrauensbildung bei Verbrauchern und Fahrzeugherstellern

Das Qualitätsmanagement beinhaltet:

• Produzenten

• Handelsorganisationen und -unternehmen

• Transport und Lagerung

Kontrollen:

• Qualitätskontrollen auf allen Ebenen (repräsentative Stichproben)

• Kontrolle der Lager- und Transporttanks

• Dokumentation der Produktion und des Transportes von der
   Biodieselproduktionsstätte bis zur Tankstelle

Qualität von A-Z

Das Qualitätssicherungskonzept, das gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. (RAL) erarbeitet wird, sieht ein zweistufiges Prüf- und Kontrollverfahren vor:

1. Schaffung eines Gütezeichens für Biodiesel auf der Ebene der Biodieselhersteller. Hier werden erhöhte Anforderungen an die Qualitätskontrolle gestellt (Aufzeichnungspflichten, Anforderungen an die Laborausstattung usw.).

2. Qualitätssicherung auf der Ebene der Tankstellen, Spediteure und Großkunden. Tankstellen werden mehrmals im Jahr nach einem Auswahlverfahren beprobt. Reklamationen von Kunden wird gezielt nachgegangen. Spediteure müssen bestimmte Anforderungen hinsichtlich der Transportmittel erfüllen, um insbesondere Vermischungen mit anderen Kraftstoffen und den Eintrag von Schmutz zu vermeiden.

Auf Antrag wird den Tankstellen von der AGQM ein Kontrollzeichen verliehen. Angebracht neben dem DIN-Aufkleber an der Zapfsäule wird dem Kunden so angezeigt, dass nur qualitätsgesicherte Ware bezogen und angeboten wird.

 

AGQM – Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmangement Biodiesel e.V.