UFOP-Perspektivforum 2020
 
Öl- und Eiweißpflanzen in Deutschland: UFOP-Strategie 10+10 für einen leistungsfähigen und umweltfreundlichen Ackerbau
 

Steigende gesellschaftliche und umweltpolitische Ansprüche setzen den Ackerbau einem enormen Anpassungsdruck aus. Gesetzliche Rahmenbedingungen, die die Intensität und Wirtschaftlichkeit des Anbaus von Kulturpflanzen bestimmen, wurden verschärft oder sind aktuell Gegenstand von Gesetzgebungsverfahren. Die Ackerbaustrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums sieht den Ackerbau zukünftig auch als Dienstleister für Ökosystemleistungen.

In diesem Umfeld entwickelt die UFOP ihre 10+10 Strategie. Ziel ist es, den Anbau von Raps und Leguminosen auf jeweils 10 % der Ackerfläche auszudehnen bzw. zu stabilisieren. Naturgemäß stellt sich die Frage, welchen Herausforderungen sich die Strategie in der Umsetzung stellen muss. Darüber möchten wir in unserem diesjährigen Perspektivforum diskutieren.

Die Vorträge im 1. Block greifen Anforderungen an die zukünftige produktionstechnische Intensität auf. Auflagen beim Pflanzenschutz und bei der Düngung erzwingen die Erweiterung von Fruchtfolgesystemen. Ist dies eine Chance für den Raps- und Leguminosenanbau? Erfüllen diese Kulturarten als Blühpflanzen und Quelle für gentechnikfreie Proteinfuttermittel die gestellten Anforderungen? Welche Flächenpotenziale können schrittweise erschlossen werden? Zieht der Markt den Anbau und wenn ja, welche Rahmenbedingungen sind hierfür erforderlich? Ist die UFOP-Strategie ein Konzept, das auch Umweltverbände unterstützen?

Diese und weitere Fragen sind Gegenstand der folgenden Podiumsdiskussion. Die Auswahl der Teilnehmer lässt eine spannende Veranstaltung erwarten. Die UFOP sucht auch das Gespräch mit den Umweltverbänden. Denn der auch in der Landwirtschaft spürbare Klimawandel erzwingt den Konsens zur zukünftigen Weiterentwicklung von Fruchtfolgesystemen.

Programm
 
» 9:00 Uhr: Eröffnung und Begrüßung (Registrierung ab 08:00 Uhr möglich)
UFOP Vorsitzender
 
Block 1: Status Quo und bei der Erzeugung sowie Herausforderungen für die heimischen Öl- und Eiweißpflanzen
Moderation: Catrin Hahn, Agrarjournalistin Berlin
 
» 9:15 Uhr: Ackerbau im Jahr 2020 – was geht aus Sicht der Praxis und was geht nicht?
Torsten Krawczyk, Präsident Sächsischer Landesbauernverband e.V.
 
 » 9:45 Uhr: Erfahrungen aus einem UFOP-Projekt: Großräumiges Schädlingsauftreten im Raps nach einem Jahr dürrebedingter Anbaupause
Dr. Meike Brandes, JKI Braunschweig
 
»10:15 Uhr: Fruchtfolgen unter den Restriktionen der neuen Düngeverordnung: UFOP-Studie zur Wettbewerbsfähigkeit von Raps und Körnerleguminosen
Prof. Dr. Reimer Mohr, Hanse Agro Hannover
 
» 10:45 – 11:00 Uhr: Pause
 
» 11:00 Uhr: Sojabohnen auf mitteldeutschen Äckern – was lässt die Sojazüchtung erwarten?
Dr. Volker Hahn, Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim
 
» 11:30 Uhr: Anbaupotenziale von Winterraps in Deutschland
Dr. Manuela Specht, UFOP Berlin
 
» 12:15 – 13:15 Uhr: Mittagspause
 
Block 2: Lösungsansätze und Zukunftsvisionen
Moderation: Catrin Hahn, Agrarjournalistin Berlin
 
» 13:15 Uhr: Podiumsdiskussion mit Einführungsstatements
 
Podiumsteilnehmer:
Prof. Dr. Werner Wahmhoff, ehemaliger stellvertretender Generalsekretär DBU
UFOP-Vorsitzender
Prof. Dr. Reimer Mohr, Hanse Agro GmbH Hannover
Dr. Udo Heimbach, JKI Braunschweig (a. D.)
Dr. Rolf Sommer, WWF Berlin (angefragt)
 
» 14.30 – 14:45 Uhr:  Pause
 
» 14:45 Uhr: Podiumsdiskussion
 
» 15:45 Uhr: Zusammenfassung und Fazit
Dietmar Brauer, stellvertretender UFOP-Vorsitzender