UFOP begrüßt Initiative von Bundesminister Rainer zur Steuerbefreiung von Biokraftstoffen in der Landwirtschaft

Berlin, 4. Mai 2026 – Die UFOP unterstützt nachdrücklich den an diesem Wochenende erhobenen Vorschlag von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, Biokraftstoffe von der Energiebesteuerung zu befreien, um deren Einsatz in der Landwirtschaft attraktiver zu machen. Dies entspreche der Forderung im Koalitionsvertrag der Bundesregierung den Einsatz alternativer Kraftstoffe, inklusive Biokraftstoffe, voranbringen.
Bundesminister Rainer kommt damit einer langjährigen Forderung der UFOP nach, den Weg für den Einsatz von nachhaltig zertifizierten Biokraftstoffen in der Landwirtschaft frei zu machen. Der Nahostkonflikt zeige aktuell auf, wie schnell und wirksam sicher geglaubte Lieferketten unterbrochen und zum Spielball von Konfliktparteien werden. Dies sollte der letzte Anstoß sein, die national wie auf EU-Ebene vorhandenen Potenziale zu heben und gezielt dort einzusetzen, wo diese einen spürbaren Beitrag zur Sicherstellung der Kraftstoffversorgung sowie zur Verringerung der Kosten und zur Verbesserung der Liquidität der Betriebe leisten können. Damit könne in einer vernetzten Bioökonomie zugleich der höchste Wertschöpfungs- und Klimaschutzbeitrag mit Blick auf die Verpflichtung des Landwirtschaftssektors geleistet werden. Gleichzeitig teilt die UFOP den ganzheitlichen Ansatz des Ministers, neben Biokraftstoffen auch auf die auf den Höfen elektrifizierbaren Antriebe in die Überlegungen mit einzubeziehen.
Die Vielzahl vorhandener Optionen auf den Betrieben müsse bestmöglich verknüpft entwickelt bzw. gefördert werden, betont die UFOP und empfiehlt daher, die Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) auf diesem Gebiet fortzusetzen. Mit dem vom KTBL im Auftrag des BMLEH entwickelten Maßnahmenkatalog zur schrittweisen Einführung von Biokraftstoffen in der Landwirtschaft liege ein umfassend abgestimmter Rahmen von Handlungsfeldern vor, die mitgedacht werden müssten, damit eine Umstellung möglichst unproblematisch umgesetzt werden kann.
Der Verband betont, dass die geforderte Steuerbefreiung von Biokraftstoffe nicht nur einen Schritt zu einer Stärkung der Energieversorgung darstelle, sondern durch die mit der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Rohstoffen verbundenen Koppelprodukte auch einen wichtigen Beitrag zu mehr Eigenständigkeit in der Versorgung mit heimischen Futtermitteln leiste.
Eine hierzulande eingeführte Steuerbefreiung werde weitere Mitgliedsstaaten in der EU motivieren, einen analogen Förderrahmen zu schaffen, so die Erwartung der UFOP. Der Energiesektor sei wichtig für die erzeugerpreisstabilisierende Pufferung des Rohstoffangebotes und für die Entwicklung zusätzlicher betrieblicher Wertschöpfungsmöglichkeiten. Letztere setzten allerdings verlässliche Rahmenbedingungen voraus, stellt die UFOP fest.

Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen E.V.