Grafik der Woche (KW 42)

Hülsenfrüchte mit zufriedenstellendem Ergebnis

 

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Mit einer Ausweitung der Anbaufläche wurden bereits im Frühjahr die Weichen für eine größere Hülsenfruchternte in Deutschland gestellt. Aber auch die Erträge fielen durchweg höher aus als 2016. Bundesweit wurden die Durchschnittserträge bei Futtererbsen- und Ackerbohnen in der Ernte 2017 deutlich überschritten. Bei den Süßlupinen lagen die Erträge jedoch darunter. Mit 43.600 t wurden 13 % weniger gedroschen als 2016, denn die Hektarerträge schrumpften um 14 %. Demgegenüber verzeichnete die Sojabohnenernte ein Plus von 41 % zum Vorjahr, auch wenn die Menge mit 61.000 t vergleichsweise gering bleibt. Neben der 21 % größeren Erntefläche kommen hier die 16 % höheren Erträge zum Tragen. Futtererbsen wurden nach Schätzung des Statistischen Bundesamtes im Umfang von 298.400 t gedroschen und damit 3 % mehr als 2016. Die 5 % höheren Flächenerträge haben das Anbauminus von 2 % mehr als kompensiert. Die Ackerbohnenernte wird in diesem Jahr ein Erfolg auf ganzer Linie. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) trägt alleine die Anbauflächenentwicklung gegenüber 2016 ein Plus von 20 %. Die Ertragsschätzung liegt bei 40,1 dt/ha und damit nicht nur 1 % über dem Vorjahresergebnis, sondern sogar 5,5 %über dem langjährigen Mittel. Damit würde eine Ernte von 186.100 t eingebracht, 32.400 t mehr als 2016 

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Grafik der Woche (KW 41)

Kraftstoff-Großhandelspreise tendieren uneinheitlich

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Die Großhandelspreise für Agrardiesel und Biodiesel sind seit August deutlich gestiegen; Rapsöl tendiert hingegen schwächer. Der Agrardiesel bleibt, trotz Preisanstieg, weiterhin die preisgünstigste Alternative. Seit Anfang des Jahres haben sich die Großhandelspreise für Agrar-, Biodiesel und Rapsöl deutlich schwächer entwickelt. Agrardiesel wurde zur Jahresmitte rund ein Drittel unter dem Niveau von Januar 2017 gehandelt. Mit den steigenden Rohstoffkosten der Hersteller, haben sich die Forderungen für Agrar- und Biodiesel wieder befestigt, denn die WTI-Rohölnotierungen legten seit Ende Juni um rund 19 % zu. Der Preis für Standardware Biodiesel, mit einem Treibhausgas-Einsparpotenzial gegenüber fossilem Kraftstoff von rund 60 %, lag zuletzt bei 79 Cent/l. Das entspricht nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) einem Plus gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt von fast 3 %. Der Preisabstand gegenüber Agrardiesel vergrößert sich damit auf mehr als 13 Cent/l. Demgegenüber sank der Rapsölpreis im August auf ein Jahrestief. Mit der im Herbst angezogenen Nachfrage der Biodieselindustrie haben sich die Forderungen aber wieder leicht erholt. Rapsöl zur vorderen Lieferung kostete zuletzt rund 68 Ct/l und damit knapp 4 % mehr als zum Jahrestiefpunkt. 

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Grafik der Woche (KW 40)

Deutsche Rapsölexporte erreichen Rekordniveau

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Die Rapsölexporte Deutschlands erreichten im Wirtschaftsjahr 2016/17 ein Rekordhoch. Sowohl EU-Mitgliedsländer als auch Drittländer kauften teils deutlich mehr Rapsöl als im Vorjahr. Die Rapsölexporte Deutschlands sind laut Statistischem Bundesamt 2016/17 im dritten Jahr in Folge deutlich gestiegen. Mit rund 1,2 Mio. t wurden knapp 13 % mehr ins Ausland verkauft als 2015/16. Fast 92 % der Ausfuhren gingen in andere EU-Staaten und damit etwa 14 % mehr. Als Drehscheibe des internationalen Handels lagen die Einkäufe der Niederlande, dem Hauptnehmer von deutschem Rapsöl, mit 592.600 t rund 22 % über Vorjahresniveau. Mit einem Plus von knapp 28 % stiegen die Importe Polens auf 208.000 t. Auf Platz drei der Hauptempfänger landete Belgien mit 91.300 t und einem Zuwachs von 5 %. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH bezogen die EFTA-Staaten (Island, Norwegen, Schweiz) mit 78.200 t etwas weniger Rapsöl als vor einem Jahr. Demgegenüber steigerte Slowenien seine Einfuhren um das sechsfache auf 10.600 t.

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Grafik der Woche (KW 39)

Rapsimporte sind 2016/17 weiter gestiegen

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Die Rapsimporte sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Wirtschaftsjahr 2016/17 erneut gestiegen. Mit rund 5,6 Mio. t erreichten sie einen Rekordwert. Im Wirtschaftsjahr 2016/17 importierte die deutsche Ölmühlenwirtschaft 5,6 Mio. t Raps. Damit wurden rund 1 % mehr Raps eingeführt als im Vorjahr und somit so viel wie noch nie. Die größte Menge kam aus der EU-28, auch wenn der Anteil um fast 10-Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 77 % schrumpfte. Wichtigstes Lieferland war Frankreich mit 1,5 Mio. t; dies waren allerdings rund 17 % weniger als 2015/16. Auf Platz zwei folgte Australien. Der größte Drittlandlieferant exportierte rund 0,97 Mio. t Raps nach Deutschland. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH war dies ein Rekordwert und bedeutete eine Zunahme von fast 52 % gegenüber dem vorangegangenen Wirtschaftsjahr. Zusätzlich kam über die Niederlande mit rund 0,72 Mio. t knapp 7 % mehr Drittlandraps nach Deutschland. Den größten Zuwachs hatte allerdings die Ukraine zu verzeichnen. Das Land versechsfachte seine Rapslieferungen gegenüber dem Vorjahr auf 0,21 Mio. t und stellte als achtgrößtes Lieferland rund 4 % der Gesamteinfuhrmenge.

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Grafik der Woche (KW 38)

Pflanzenölproduktion steigt 2017/18 auf neuen Höchststand

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Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) erwartet für 2017/18 eine weltweite Rekordproduktion von 195 Mio. t Pflanzenöl. Besonders Palm- und Sojaöl legen zu, aber auch die Rapsölherstellung steigt. Die weltweite Pflanzenölproduktion 2017/18 dürfte nach Schätzung des USDA um 5 % gegenüber Vorjahr auf das Rekordniveau von 195 Mio. t steigen. Davon entfallen mehr als 87 % auf Palm-, Soja-, Raps- und Sonnenblumenöl. Zu den übrigen Pflanzenölen gehören Kokosnuss-, Oliven- und Erdnussöl. Am deutlichsten dürfte die Palmölproduktion 2017/18 mit 7,3 % zulegen. Die anhaltende Erholung der südostasiatischen Plantagen von der Trockenheit im El Niño-Jahr 2015/16 hat zu deutlichen Produktionssteigerungen geführt. Für Sojaöl wird ein Zuwachs von 4,1 % erwartet. Hierzu tragen sowohl die Rohstoffverfügbarkeit aus der umfangreichen südamerikanischen Sojabohnenernte 2016/17, als auch die gestiegene Nachfrage der US-Biodieselindustrie bei. Ebenfalls zulegen dürfte die Herstellung von Rapsöl, das mit einer Steigerung von 2,2 % deutlich über Vorjahresniveau liegt. Grund dafür ist nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH ein global umfangreicheres Rohstoffangebot als 2016/17. Demgegenüber kann Sonnenblumenöl mit einem Plus von 1,9 % die Zuwachsrate aus dem Vorjahr von knapp 16 % nicht halten.

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Grafik der Woche (KW 37)

Biodieselimporte in die EU-28 dürften wieder deutlich steigen

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Nach der beschlossenen Absenkung der Importzölle auf argentinischen Biodiesel dürften die Einfuhren in die EU-28 kräftig zunehmen und für erhebliche Marktverschiebungen sorgen. Die Einfuhren der drei größten Biodieselexporteure Argentinien, Indonesien und Malaysia in die EU-28 haben sich seit 2013 deutlich rückläufig entwickelt. Während Argentinien 2012 noch 1,48 Mio. t Biodiesel aus Sojaöl und Indonesien 1,09 Mio. t aus Palmöl in die EU-28 exportierten, schrumpften die Lieferungen im Folgejahr um jeweils rund 70 %. Grund für den Einbruch war die Festsetzung von Importzöllen. Beide Länder haben nach Ansicht des europäischen Rates ihre Ware durch künstlich niedrig gehaltene Rohstoffpreise unter dem EU-Marktwert angeboten. Daher wurde auf argentinischen Biodiesel ein Zollsatz von 24,6 % und auf indonesische Ware von 18,9 % verhängt, was die Biodiesellieferungen beider Länder fast vollständig einbrechen ließ. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) dürfte die von der EU-Kommission jüngst erlassene Absenkung der Importzölle auf argentinischen Biodiesel (von 22 bis 25,7 % auf 4,5 bis 8,1 %) zu einem kräftigen Wiederanstieg der argentinischen Lieferungen führen. Sollten die Zollsätze auf indonesischen Biodiesel infolge der noch ausstehenden Entscheidung ebenfalls gesenkt werden, dürften zum Frühjahr 2018 erhebliche Mengen auf den Markt der EU-28 strömen und die Preise sowie die Konkurrenzfähigkeit von europäischem Biodiesel aus Rapsöl unter Druck setzen.

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Grafik der Woche (KW 36)

Biodieselanteil sinkt trotz Rekordverbrauch bei Diesel und gestiegener THG-Quote

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Im Straßenverkehr wurden im ersten Halbjahr 2017 mehr Diesel und Ottokraftstoff verbraucht als im Vergleichszeitraum 2016. Gleichzeitig ging der Einsatz von Biodiesel zurück, trotz der seit Januar 2017 geltenden höheren THG-Quote. Bioethanol konnte das Vorjahresniveau knapp behaupten.Mit über 206.000 t wurde im März 2017 die stärkste Nachfrage nach Biodiesel der vergangenen 6 Monaten registriert, immerhin die größte Menge seit Juli 2014. Allerdings war der Verbrauch in den Monaten zuvor besonders niedrig gewesen. Daher sank der Inlandsverbrauch an Biodiesel von Januar bis Juni 2017 auf 1,4 Mio. t. Das waren 7 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Da der Dieselverbrauch gleichzeitig um 5,3 % auf 18,06 Mio. t zugenommen hat, verringerte sich der Beimischungsanteil deutlich. Waren es 2016 rund 6,1 %, errechnete die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbh (AMI) für 2017 noch 5,4 %. Auch Bioethanol verzeichnet nach Daten der BAFA einen schwindenden Beimischungsanteil, der im ersten Halbjahr 2017 rund 6 % erreichte und damit die 6,3 % des Vorjahreszeitraumes verfehlte. Und dies, obwohl die von der Mineralölwirtschaft zu erfüllende Treibhausgas-Minderungspflicht im Januar 2017 von 3,5 auf 4 Prozent angehoben wurde. Ursache für den Rückgang bei Bioethanol und Biodiesel ist die mit durchschnittlich 71,5 Prozent deutlich verbesserte Treibhausgasbilanz der verwendeten Biokraftstoffe. Dies ist das Ergebnis der Auswertung der Nachhaltigkeitsnachweise durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

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Grafik der Woche (KW 35)

Biodieselausfuhren leicht gestiegen

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In den ersten sechs Monaten 2017 lagen die deutschen Biodieselexporte leicht über dem Vorjahresniveau. Besonders Dänemark und Großbritannien kauften mehr Biodiesel aus deutscher Produktion. Die Nachfrage aus den USA brach hingegen ein.

Im ersten Halbjahr 2017 stiegen die Biodieselausfuhren gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 um 13,7 % auf 720.000 t. Dabei gingen über 93 % der Ausfuhren in die Länder der EU-28. Wichtigster Abnehmer für deutschen Biodiesel bleiben die Niederlande mit einem Zuwachs von 8 % auf 291.000 t. Polen ist mit einer konstanten Menge von 89.000 t weiterhin zweitgrößter Nachfrager. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) steigerten hingegen viele andere Länder der EU-28 den Import aus Deutschland. Mit 244 % stiegen die Ausfuhren nach Großbritannien am deutlichsten, aber auch Dänemark, die Schweiz und Frankreich importierten deutlich mehr. Mit einem Rückgang auf 61 t kamen die Exporte von deutschem Biodiesel in die USA fast zum Erliegen. Gründe sind eine ausreichende US-Marktversorgung mit Soja und der feste Euro, der Ware aus der EU-28 im Ausland deutlich verteuert. Auch Schweden und Norwegen orderten im Schnitt 50 % weniger.

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Grafik der Woche (KW 34)

USDA korrigiert Ernteschätzung 2017/18 für Raps nach oben

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Trotz widriger Witterungsverhältnisse in Teilen der EU-28 erhöht das USDA seine Ernteschätzung für die Gemeinschaft. Auch 2017/18 dürfte die Union damit bedeutendster Rapserzeuger weltweit bleiben. Das US-Landwirtschaftsministerium USDA hat seine Prognose der globalen Rapsbilanz 2017/18 vom August nur leicht korrigiert. Die weltweite Ernteschätzung wurde jedoch überraschend um 0,28 Mio. t auf 72,7 Mio. t angehoben. Der Zuwachs ist vor allem auf eine deutliche Anpassung der Ernteprognose für die EU-28 zurückzuführen. Gegenüber dem Vormonat wurde sie um 0,85 auf 22 Mio. t nach oben korrigiert. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) haben Erträge und Qualitäten in Deutschland und in Teilen Osteuropas unter den ungünstigen Witterungsbedingungen gelitten. Bessere Ernteergebnisse wurden jedoch aus Frankreich, Großbritannien und dem Südosten Europas gemeldet. Die Ernteschätzung für Kanada, dem zweitwichtigsten Rapsproduzenten weltweit, wurde gegenüber Juli um 0,5 auf 20,5 Mio. t reduziert. Da der prognostizierte globale Verbrauch mit 72,96 Mio. t um 0,5 Mio. t steigen wird, bleiben die Lagerbestände niedrig.

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