Grafik der Woche (KW 46)

Komfortable Versorgung mit Sojabohnen – Raps etwas knapper

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Während die größere globale Soja- und Sonnenblumenernte zu einem besseren Verhältnis zwischen Vorräten und Verbrauch führt, wird es für Raps etwas knapper. Das Verhältnis zwischen Vorräten und Verbrauch (auch „Stock-to-Use-Ratio“ genannt) ist eine wichtige Kenngröße zur Einschätzung der Versorgung und infolgedessen auch für die mögliche Preisentwicklung. Die Stock-to-Use-Ratio für Raps und Sonnenblumenkerne ist seit Jahren rückläufig. Anders sieht es für Sojabohnen aus. Rekordernten lassen Angebot und Vorräte kräftig steigen. Allerdings gibt es auch einen stetig wachsenden Bedarf an Sojaprotein für die Tierfütterung, ganz besonders in China. Durch die positive Konjunktur- und Einkommensentwicklung im bevölkerungsreichsten Land der Welt wächst die Kaufkraft und damit die Nachfrage nach Fleisch und folglich auch die Nachfrage nach Ölschroten zur Versorgung der steigenden Viehzahlen. Dem wachsenden Sojabedarf Chinas stehen 2018/19 Rekordernten in den USA und Brasilien gegenüber. Dieses Wechselspiel sorgt zwar für eine dynamische Preisentwicklung, die sich angesichts der gut versorgten Märkte jedoch abschwächt.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) stellt fest, dass selbst die Diskussion über die Verlagerung von Sojabohnenimporten aus Südamerika infolge des Handelskonfliktes zwischen China und den USA nicht zu nachhaltig steigenden Preisen geführt hat. Dies bestätigt einmal mehr, wie robust die Marktversorgung ist. Es zeigt sich aber auch die Flexibilität der europäischen Ölmühlen, die von der Raps- auf die Sojaverarbeitung umstellen. So gesehen bleiben die Rohstoffe beliebig austauschbar, mit Ausnahme des Alleinstellungsmerkmals „ohne Gentechnik“. Hierdurch ist eine regionale Rohstoffbindung gegeben, die aber der Verbraucher mit seinem Einkaufsverhalten antreiben müsse. Im bedeutenden Kraftstoffsektor stelle sich die Frage, ob die Biodieselhersteller sich ihrer „Verantwortung“ bewusst sind, mahnt die UFOP vor dem Hintergrund der aktuell zwischen EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten beginnenden Debatte zum Auslaufen von Palmöl in der europäischen Biodieselverarbeitung.

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Grafik der Woche (KW 45)

Überraschend gute Sonnenblumenernte

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Sonnenblumenkerne sind die zweitwichtigste Ölsaat in Europa und machten 2018 über ein Drittel der Anbaufläche aus. Unter den ungünstigen Vegetationsbedingungen, die in diesem Jahr vor allem für die Winterungen herrschten und der Rapsernte massiv zusetzten, hatten die Sonnenblumen weniger zu leiden. Die Aussaatbedingungen im Frühjahr waren gut und EU-weit wurden zur Ernte 2018 rund 4,2 Mio. ha angebaut. Dies ist nur marginal weniger als im Vorjahr – und der heiße und trockene Sommer schadete den Sonnenblumen keineswegs. Auch die qualitätsschädigenden Niederschläge gegen Ende der Saison blieben aus, so die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI). Im Gegenteil: Sonnenblumenkerne sind eine der wenigen Feldfrüchte, deren Ernteergebnis sogar besser ausfiel als prognostiziert. Die zuletzt genannte Ertragsschätzung von 23,9 dt/ha liegt deutlich über den noch im Juni angenommenen 22,4 dt/ha und verfehlen das Vorjahresergebnis nur um 6 %. Damit fielen die Erträge im langjährigen Vergleich sogar überdurchschnittlich aus. Hochburgen des Sonnenblumenanbaus sind Rumänien, Bulgarien und Ungarn sowie Spanien, Frankreich und Italien, in Deutschland spielt der Sonnenblumenanbau eine sehr kleine Rolle. Die Erträge lagen in Osteuropa sogar durchweg höher als im Westen, so dass EU-weit 2018 schätzungsweise 9,6 Mio. t geerntet wurden. Das sind zwar 8 % weniger als im Vorjahr, aber 6 % mehr als im langjährigen Mittel. Aufgrund des mangelnden Raufutters in Deutschland sind faserreiche Futterkomponenten gefragter denn je. Dies gilt besonders für Sonnenblumenschrot, das mit 205 EUR/t zur Lieferung ab Dezember – vordere Ware ist ausverkauft – 60 % teurer ist als vor einem Jahr.

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Grafik der Woche (KW 44)

Rapsölpreise setzen sich nach oben ab

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Seit 7 Monaten entwickeln sich die Großhandelspreise für Rapsöl und Palmöl in entgegengesetzte Richtungen. Die Preisdifferenz zwischen Rapsöl fob Deutschland und Palmöl cif Rotterdam, stieg im Zeitraum April bis Ende Oktober von 87 EUR/t auf mehr als 300 EUR/t. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) stellte zuletzt im Dezember 2012 einen so ungewöhnlich großen Abstand fest. Hauptgrund für die ungleiche Preisentwicklung ist die unterschiedliche Angebotsentwicklung: Rapsöl ist gesucht und erntebedingt knapp; dagegen ist das Palmölangebot reichlich. Das Kaufinteresse der Beimischer ist bei Rapsmethylester-Biodiesel aufgrund seiner besseren Wintereigenschaften ungebrochen. Auch wenn sich die Nachfrage bis zum Jahresende beruhigen dürfte, werden weiterhin Bedarfslücken zu füllen sein, die für Marktimpulse sorgen. Nicht nur die kleinere Rapsernte ließ die Preise steigen. Denn auch die seit Wochen niedrigen Pegelstände auf den Wasserwegen verteuern die Frachten für die Saatanlieferung, aber auch für den Abtransport der Produkte insbesondere Rapsschrot. Demgegenüber haben sich die Forderungen für Palmöl sukzessive abgeschwächt und erreichten Ende Oktober ein 3-Jahrestief. Ausgelöst wurde dies durch steigende Vorräte in den Produktionsländern infolge geringer Exporte. Denn die Erzeugung war zeitweise kleiner als in den Vorjahresmonaten. Außerdem steigt die Produktion in der zweiten Jahreshälfte saisonal an und wird voraussichtlich sogar deutlich über den Vorjahresmengen liegen. Profiteure dieser gegenläufigen Preisentwicklung sind die Unternehmen, die Palmöl in der Lebensmittel- und in der chemischen Industrie weiterverarbeiten. Eine Marktpreisdifferenzierung zwischen als nachhaltig und nicht zertifiziertem Palmöl hat sich in den Marktpreisnotierungen bisher nicht durchsetzen können, stellt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) fest. Die vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderte Branchenplattform „Forum Nachhaltiges Palmöl“ (FONAP) beklagte kürzlich zurecht, dass sich insbesondere der Anteil an nachhaltig zertifiziertem Palmöl zur stofflichen Nutzung nicht weiter entwickle und bei 27% verbleibe, trotz eines Überangebotes an zertifiziertem Palmöl. Die UFOP stellt die Frage, ob bei 464 EUR/t eine nachhaltige Palmölproduktion überhaupt möglich ist, wenn insbesondere soziale Kriterien in die Betrachtung einbezogen werden.

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Grafik der Woche (KW 43)

Agrardiesel – die teuerste Alternative

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Die Großhandelspreise für Agrardiesel, Biodiesel und Rapsöl sind in den vergangenen Monaten kräftig gestiegen, aber keiner der drei Kraftstoffe hat sich so stark verteuert wie Agrardiesel. Im Oktober erreichten die Rohölpreise ein Vierjahreshoch, was dazu führte, dass sich Agrardiesel, die steuervergünstigte Alternative der landwirtschaftlichen Betriebsmittel, auf 87,50 Cent/l verteuerte. Noch im März 2018 lagen Agrardiesel und Biodiesel preislich gleich auf, schon seit Ende des Jahres 2017 war Rapsölkraftstoff günstiger als Agrardiesel. Zwar weisen die Preiskurven einen ähnlichen Verlauf auf, aber die Preisabstände sind teils deutlich gestiegen. Daher rechnet sich die Verarbeitung von Rapsöl zu Biodiesel und der wiederum findet nicht zuletzt durch die notwendige Erfüllung der Winterqualität flott Absatz in der Beimischung. Die unerwartet lebhafte Nachfrage hat – neben den Mineralölkursen –  auch die Preise für Biodiesel nach oben getrieben. Dieser kostet nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) jetzt 22 % mehr als noch im Frühjahr 2018. Aber auch Niedrigwasser, die kleinere Ernte 2018 und die schwache Aussaat für 2019 verteuern den Raps.

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Grafik der Woche (KW 42)

Witterungsbedingt enttäuschende Leguminosenernte

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Schon mit der etwas geringeren Anbaufläche wurden bereits im Frühjahr die Weichen für eine kleinere Leguminosenernte 2018 in Deutschland gestellt. Hinzu kam noch ein massiver Einbruch der Erträge, wie bei anderen Fruchtarten bedingt durch die lang anhaltende Trockenheit.

Insgesamt wurden 2018 schätzungsweise 436.400 t Leguminosen gedroschen und damit 28 % weniger als im Vorjahr. Bundesweit wurden die Durchschnittserträge des Vorjahres deutlich verfehlt. Der Rückgang fiel bei Futtererbsen mit einem Minus von 20 % noch am geringsten aus. Am härtesten traf es die Süßlupinen, bei denen die Erträge um knapp 50 % einbrachen. Verbunden mit der Einschränkung des Anbaus um 20 % führten die hohen Ertragsausfälle zu einem gegenüber 2017 um rund 58% verringerten Ernteergebnis von 22.300 t. Mit deutlichem Abstand verfehlten auch die Futtererbsen das Vorjahresergebnis. Bei einer um 17% verringerten Anbaufläche und um 20% geringeren Erträgen wurden mit 197.900 t rund ein Drittel weniger geerntet als im Vorjahr. Mit 154.300 t wurden zudem 18 % weniger Ackerbohnen als im Jahr zuvor geerntet. Ein Teil der massiven Ertragseinbußen von fast einem Drittel wurden durch die Ausdehnung der Anbaufläche von 20 % kompensiert. Im Artenvergleich stehen die Sojabohnen noch am besten da, denn hier konnte das Flächenplus von 25 % das Ertragsminus nahezu kompensieren, so dass mit knapp 62.000 t nur 6 % weniger geerntet wurde als 2017. Ausschlaggebend für die schlechten Erträge waren nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) die langanhaltende Trockenheit in weiten Teilen Nord- und Ostdeutschlands und der hohe Anbauflächenanteil auf Grenzstandorten. So gingen die Süßlupinenerträge in Sachsen-Anhalt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gegenüber 2017 um 67 % zurück.

Nach Einschätzung der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) ist der Rückgang der Anbaufläche von Körnerleguminosen auf das Verbot des Pflanzenschutz-Einsatzes auf Greeningflächen zurückzuführen. Der Effekt dieser agrarpolitisch negativen Entscheidung wurde durch die Witterung im Herbst 2017 abgemildert, als viele Flächen nicht mit Winterungen bestellt werden konnten. Dadurch wurden Flächen für den Anbau von Körnerleguminosen frei.

 

 

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Grafik der Woche (KW 41)

Globale Pflanzenölproduktion erreicht neues Rekordniveau

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Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) prognostiziert für 2018/19 eine weltweite Rekord-Pflanzenölproduktion von 204 Mio. t. Besonders das Palm- und Sojaölangebot könnte zulegen. Die weltweite Pflanzenölproduktion 2018/19 dürfte nach Schätzung des USDA um mehr als 3 % gegenüber dem Vorjahr auf ein Rekordniveau von knapp 204 Mio. t steigen. Davon entfallen rund 87 % auf Palm-, Soja-, Raps- und Sonnenblumenöl. Mit einem Plus von 5 % dürfte Sojaöl den größten Zuwachs erzielen. Die üppige Rohstoffverfügbarkeit aus der Rekord-Sojaernte 2018 in Brasilien und den USA und die anhaltend rege internationale Nachfrage nach Verarbeitungsprodukten aus Soja begünstigten die Entwicklung. Günstige Vegetationsbedingungen in Südostasien und unerwartet hohe Erträge auf den Palmölplantagen führen bei Palmöl zu einer Produktionssteigerung gegenüber 2017/18 von 4,5 % auf 72,8 Mio. t. Die Produktion von Sonnenblumenöl dürfte um 4 % wachsen, da die ukrainische Sonnenblumenerzeugung rund 6 % größer ausfällt als im Vorjahr. Demgegenüber dürfte die Rapsölproduktion 2018/19 mit 28,1 Mio. t um rund 1 % kleiner ausfallen als im Wirtschaftsjahr 2017/18. Grund dafür ist nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) die trockenheitsbedingt enttäuschende Rapsernte 2018 in der EU-28 und Australien.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen erwartet infolge dieser Angebotsentwicklung einen anhaltenden Preisdruck auf den internationalen Pflanzenölmärkten. Diese haben sich schon länger von den Rohölpreisen abgekoppelt und zwingen zu einer aktiveren Biokraftstoffpolitik in den Erzeugerländern. Mit einer Anhebung der von Biokraftstoffmandaten versuchten Länder wie Indonesien, Brasilien und Argentinien dem Preisdruck zu begegnen. Bei tendenziell sinkenden Palmöl- und gleichzeitig steigenden Rohölpreisen steige auch die wirtschaftliche Attraktivität von Biokraftstoffmandaten.

 

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Grafik der Woche (KW 40)

Deutsche Biodieselausfuhren erreichen Rekordhöhe

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Im ersten Halbjahr 2018 sind die deutschen Biodieselausfuhren deutlich gestiegen. Besonders kräftig entwickelte sich die Nachfrage aus den USA, aber auch aus Schweden und Österreich. In den ersten sechs Monaten 2018 sind die Ausfuhren an Biodiesel gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 14 % auf 877.000 t gestiegen. Davon wurden knapp 88 % innerhalb der EU-28 vermarktet und damit 7,5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Trotz eines Rückgangs von 10 % auf 288.800 t bleiben die Niederlande das wichtigste Abnehmerland für deutschen Biodiesel. Demgegenüber hat Polen mit 121.800 t rund ein Viertel mehr Biodiesel geordert als im ersten Halbjahr 2017. Österreich hat sich indes mit einer Vervierfachung an Belgien vorbei, auf Platz 3 geschoben, obwohl Belgien seine Biodieseleinfuhren mehr als verdoppelt hat. Den größten Importzuwachs verbuchten jedoch die USA mit 54.670 t. Im Vorjahreszeitraum wurde mit 67 t nur eine sehr geringe Menge aufgenommen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) führten auch Schweden und die Schweiz deutlich mehr deutschen Biodiesel ein als im Vergleichszeitraum. Rückläufig haben sich hingegen die Biodiesellieferungen nach Frankreich, Tschechien und besonders Dänemark entwickelt. Die dänische Nachfrage brach um 72 % auf rund 17.600 t ein.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen unterstreicht die Wettbewerbskraft der deutschen Ölmühlen- und Biodieselwirtschaft im europäischen Vergleich als wichtigen Beitrag zur Sicherung des deutschen und europäischen Rapsanbaus. Wie hoch der Anteil von Biodiesel aus Rapsöl im Gesamtbiodieselmarkt ist, sei zwar nicht bekannt, lasse sich jedoch indirekt an der Auslastung der Rapsverarbeitung ablesen. Allerdings sei nicht auszuschließen, dass Ölmühlen – soweit technisch möglich – abhängig vom Preis der Rohware auch auf die Verarbeitung von Sojabohnen umstellen, befürchtet der Verband. Gründe sind das weltweit große Angebot und Marktverwerfungen infolge des Zollkonfliktes zwischen den USA und China. Das anfallende GMO-Sojaöl müsse einer technischen oder energetischen Nutzung zugeführt werden, sofern diese Mengen nicht außerhalb der EU 28 auch für Nahrungsmittelzwecke abgesetzt werden können.

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Grafik der Woche (KW 39)

Sojavorräte wachsen kräftig

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Im Wirtschaftsjahr 2018/19 dürfte die weltweite Sojaerzeugung stärker zulegen als bisher erwartet. Da die chinesische Nachfrage schrumpft, könnten die Vorräte auf einen Höchststand anschwellen. Das US-Landwirtschaftsministerium hat in seinem September-Report die Schätzung der globalen Sojabohnenerzeugung 2018/19 um 2,2 Mio. t auf 369,3 Mio. t angehoben. Das wären 32,5 Mio. t mehr als im vorangegangenen Wirtschaftsjahr. Größter Sojaerzeuger dürften demnach die USA mit einer prognostizierten Rekordernte von 127,7 Mio. t werden. Der USDA-Prognose zu Folge dürfte der globale Verbrauch 2018/19 das Vorjahresniveau um 16 Mio. t übersteigen. Mit 353 Mio. t würden aber immer noch 16 Mio. t weniger Sojabohnen verarbeitet als geerntet. Nach Einschätzung der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) dürften die globalen Vorräte somit am Ende des Wirtschaftsjahres das Vorjahresergebnis deutlich übertreffen. Mit aktuell prognostizierten 108 Mio. t wären das rund 13 Mio. t mehr als 2017/18 und der größte Vorratsbestand in der Geschichte. Noch im Juni 2018 wurden nur 87 Mio. t prognostiziert. Weltweit bedeutendster Sojaimporteur wird auch 2018/19 China sein. Mit avisierten 94 Mio. t liegen die Einfuhren auf Vorjahresniveau, wobei die Stagnation der Sojabohnenimporte auf den Handelsstreit mit den USA zurückzuführen ist. Vor wenigen Monaten taxierte das USDA die chinesischen Sojaeinfuhren noch auf über 103 Mio. t.

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Grafik der Woche (KW 38)

Deutsche Rapsölexporte schrumpfen

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Die Rapsölexporte Deutschlands sind im Wirtschaftsjahr 2017/18 unter das Rekordniveau des Vorjahres gesunken. Besonders die EU-Mitgliedsländer kauften teils deutlich weniger Rapsöl. Die Rapsölexporte Deutschlands haben sich laut Statistischem Bundesamt 2017/18 das erste Mal seit drei Jahren wieder rückläufig entwickelt. Mit rund 1 Mio. t wurden knapp 16 % weniger ins Ausland verkauft als 2016/17. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH dürfte der Grund für den Rückgang die geringere Rohstoffverfügbarkeit und die große Konkurrenz anderer Pflanzenöle sein. Fast 96 % der Ausfuhren gingen in andere EU-Staaten und damit etwa 12 % weniger. Hauptabnehmer für deutsches Rapsöl waren die Niederlande, die als Drehscheibe des internationalen Handels rund 570.400 t und damit 4 % weniger als im Vorjahr abnahmen. Mit einem Minus von knapp 37 % reduzierten sich die Importe Polens auf 132.000 t. Auf Platz drei der Hauptempfangsländer landete Belgien mit 69.900 t und einem Rückgang von 23 %. Die Nachfrage der EFTA-Staaten (Island, Norwegen, Schweiz) nach Rapsöl aus Deutschland brach im Vorjahresvergleich sogar um 66 % auf 26.900 t ein. Demgegenüber steigerte Kenia seine Einfuhren um das 200-fache auf 1.800 t und landete damit unter den 20 wichtigsten Lieferländern für deutsches Rapsöl. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) befürchtet, dass im Zusammenhang mit diesem Absatzrückgang der Druck auf die Erzeugerpreise anhält, trotz einer EU-weit geringeren Rapsernte. Maßgebliche Ursache ist der Angebotsüberhang bei Rapsöl infolge der geringeren Nachfrage aus der Biokraftstoffindustrie. Die UFOP sieht hier dringenden Handlungsbedarf für die Entwicklung zusätzlicher Absatzoptionen, etwa durch die Erhöhung der Treibhausgasquote, spätestens zu Beginn des Jahres 2019 oder durch die Erschließung neuer Drittlandsmärkte im Wege der Exportförderung.

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Grafik der Woche (KW 37)

Biodieselanteil steigt trotz rückläufigem Dieselverbrauch

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Im Straßenverkehr wurden im ersten Halbjahr 2018 weniger Diesel- und Ottokraftstoffe verbraucht als im Vergleichszeitraum 2017. Aber der Einsatz von Biodiesel und Bioethanol stieg deutlich. Mit fast 205.000 t wurde im Mai 2018 die stärkste Nachfrage nach Biodiesel in den vergangenen 6 Monaten registriert und die größte Menge seit August 2017. Dabei wurde in den Monaten zuvor bereits deutlich mehr verbraucht als im Vorjahreszeitraum. Der Inlandsverbrauch an Biodiesel stieg von Januar bis Juni 2018 auf knapp 1,2 Mio. t. Das waren 11 % mehr als im ersten Halbjahr 2017. Da der Dieselverbrauch gleichzeitig um 5,2 % gegenüber Vorjahr auf 17,05 Mio. t abgenommen hat, erhöhte sich der Beimischungsanteil deutlich. Während dieser 2017 rund 5,7 % betrug, errechnete die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbh (AMI) für 2018 einen Anteil von bisher 6,4 %. Nach Daten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verzeichnete auch Bioethanol einen steigenden Beimischungsanteil, der im ersten Halbjahr 2018 rund 6,7 % erreichte und damit die 6,1 % des Vorjahreszeitraumes ebenfalls übertraf.

Ursache für den Anstieg bei Bioethanol und Biodiesel könnte die Verfügbarkeit günstiger Rohstoffe für die Produktion beider Biokraftstoffe gewesen sein. Besonders die Forderungen für Palm- und Rapsöl fielen in den ersten Monaten 2018 auf den niedrigsten Stand seit mehreren Jahren. Aber auch die Maiskurse in Paris notierten im ersten Quartal 2018 deutlich unter Vorjahresniveau.

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Grafik der Woche (KW 36)

Globale Rapsvorräte könnten auf 6-Jahrestief schrumpfen

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Die Rapsimporte sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Wirtschaftsjahr 2017/18 weiter gestiegen. Mit knapp 6 Mio. t erreichten sie einen Rekordwert.

Im Wirtschaftsjahr 2017/18 importierte die deutsche Ölmühlenwirtschaft rund 6 Mio. t Raps. Damit wurden fast 6 % mehr Raps eingeführt als im Vorjahr und somit so viel wie noch nie. Die größte Menge kam aus der EU-28, wobei der Anteil um rund 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 75 % erneut schrumpfte. Wichtigstes Lieferland war Frankreich mit 1,4 Mio. t; dies waren allerdings 4 % weniger als 2016/17. Auf Platz zwei folgten mit großem Abstand die Niederlande, über die 0,74 Mio. t Drittlandraps eingeführt wurden. Der größte direkte Drittlandlieferant Australien exportierte rund 0,71 Mio. t Raps nach Deutschland und damit 27 % weniger als im Vorjahr. Den deutlichsten Zuwachs hatte allerdings die Ukraine zu verzeichnen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH verdreifachte das Land seine Rapslieferungen nach Deutschland gegenüber dem Vorjahr auf 0,67 Mio. t und stellte als viertgrößtes Lieferland mehr als 11 % der Gesamteinfuhrmenge.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) auf die Bedeutung der Rapsverarbeitung in Deutschland hin. Hierzulande werden etwa 10 Mio. t Rapssaat verarbeitet. Treibende Kraft für die Entwicklung dieses für die heimische Landwirtschaft wichtigen Ölsaatensektors war nicht zuletzt der Absatz von Rapsöl zur Herstellung von Biodiesel. So wurde nicht nur in den Ausbau der Biodieselanlagen investiert, sondern gleichzeitig die Rapsvermahlungskapazität in Deutschland aufgebaut. Deutschland ist damit für den EU-Binnenmarkt der wichtigste Abnehmer aus den Nachbarländern. Dies unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des Biodieselmarktes, um den Anteil Raps in Fruchtfolgesystemen in den europäischen Anbauregionen auch in Zukunft beizubehalten. Aus etwa 9,4 Mio. t Saat entstehen zugleich rund 5,5 Mio. t gentechnikfreies Rapsschrot, das inzwischen mehr als 50 % der Proteinversorgung aus europäischem Anbau für die heimische Tierfütterung sicherstellt.

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Grafik der Woche (KW 35)

Hohe Rohstoffpreise erreichen den Verbraucher kaum

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Das knappere Angebot an Agrarrohstoffen durch die dürrebedingten Ertragseinbußen wirkt sich nur unwesentlich auf die Verbraucherpreise aus. Preistreiber sind vorrangig Lohn- oder Energiekosten. Infolge der langanhaltenden Dürreperiode in weiten Teilen Deutschlands stellte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Erntebericht 2018 für Raps eine Erntemenge von 3,65 Mio. t. (Vj. 4,27 Mio. t) fest. Das ist die niedrigste Menge seit mehr als 18 Jahren. Unterdurchschnittliche Ernteergebnisse führen regelmäßig zur Frage, ob die Brötchenpreise steigen oder – wie bei Raps - ob Rapsspeiseöl oder Verarbeitungsprodukte wie z. B. Margarine jetzt teurer werden. Ein für die betroffenen Landwirte auch finanziell enttäuschendes Ernteergebnis lässt jedoch nur bedingt Rückschlüsse auf die Entwicklung der Produktpreise für die Konsumenten zu. So haben sich nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) die Verbraucherpreise für Rapsöl mit durchschnittlich 0,99 EUR/l in den vergangenen vier Jahren nahezu nicht verändert. Demgegenüber fielen die Schwankungen der Großhandelspreise für Rapsöl ab Ölmühle deutlich stärker aus, ohne jedoch eine Preiswirkung auf der Verbraucherstufe zu entfalten. Auch bei der Entwicklung der Erzeugerpreise für Raps und den Forderungen der Ölmühlen ist ein direkter Zusammenhang oft nicht gegeben. Während Raps seit November 2017 kaum günstiger wurde, tendierte Rapsöl deutlich schwächer. Druck kam vor allem von den gefallenen Palmölpreisen bei gleichzeitiger rückläufiger Nachfrage nach Rapsöl für die Biodieselproduktion. Ähnlich ist es auch bei dem Verhältnis von Weizenpreisen auf der Erzeugerstufe und den Brötchenpreisen für den Verbraucher. Grob geschätzt müsste sich der aktuelle Weizenpreis von etwa 19 EUR/dt auf 40 EUR/dt mehr als verdoppeln, um eine Preissteigerung von 1 Cent für ein Brötchen zu bewirken. Relevante Preistreiber sind demgegenüber vor allem die Lohn- oder Energiekosten.

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Grafik der Woche (KW 34)

Rapsschrotpreise deutlich fester

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Die enttäuschende EU-Rapsernte 2018 und rege Nachfrage der Mischfutterhersteller treiben Rapsschrot auf ein 3-Jahreshoch. Damit reduziert sich der Preisvorteil gegenüber GVO-freiem Sojaschrot. Die Großhandelspreise für Rapsschrot haben sich in den vergangenen Wochen deutlich befestigt. Seit Anfang Juli 2018 haben die Forderungen um fast 16 % zugelegt und bewegten sich zuletzt auf dem Niveau von 249 EUR/t ab Werk. Das ist der höchst Stand seit mehr als drei Jahren. Im 30-Tagesdurchschnitt von Mitte Juli bis Mitte August wurden für vorderes Rapsschrot rund 243 EUR/t und damit 32 % mehr als im Vorjahreszeitraum genannt. Preistreibend dürften nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) die eingetrübten Ernteaussichten in weiten Teilen der EU-28 gewesen sein. Außerdem hatte es umfangreich Kontraktgeschäft mit Veredelungsbetrieben gegeben. Gleichzeitig haben sich die Preise für GVO-freies brasilianisches Sojaschrot mit 48 % Rohprotein im Vergleichszeitraum abgeschwächt. Mit zuletzt 472 EUR/t fot (Free on Truck) Brake sanken die Forderungen seit Anfang Mai um 11 %. Der Preisabstand von 1 % Rohprotein im Rapsschrot zu 1 % Rohprotein in GVO-freiem Sojaschrot erreichte jüngst sogar den Tiefstand von 2,27 EUR/t, ist zuletzt aber wieder leicht gestiegen. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) unterstreicht die Bedeutung des Preisvergleichs mit gentechnikfreiem Sojaschrot. Die aktuelle Angebots- und Preisentwicklung bestätigt die stetige Zunahme der Nachfrage nach ohne Gentechnik gekennzeichneten Lebensmitteln. Im Falle von Rapsschrot werden zugleich die Nachhaltigkeitsanforderungen an die datierte Anbauflächenherkunft sichergestellt. Der Raps für die Rapsschrotherstellung stammt von Flächen, die bereits vor Januar 2008 Ackerflächen waren. Die UFOP hinterfragt, ob ein analoger Nachweis auch für gentechnikfreie Sojaimporte möglich ist.

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Grafik der Woche (KW 33)

Globale Sojaerzeugung könnte 2018/19 Rekordniveau erreichen

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Die globale Sojaerzeugung 2018/19 wird deutlich höher geschätzt als noch im Vormonat. Nach einer kräftigen Anhebung der Prognose erwartet das USDA für die USA nun eine Rekordernte. Das US-Landwirtschaftsministerium USDA hat seine aktuelle Schätzung der globalen Sojabohnenerzeugung für das Wirtschaftsjahr 2018/19 deutlich angehoben. Grund sind eine unerwartet kräftig gestiegene Erwartung für die US-Ernte 2018. Demnach könnten die USA knapp 125 Mio. t Sojabohnen ernten. Das wären rund 5 Mio. t mehr als im Vorjahr und fast 8 Mio. t mehr als noch im Juli erwartet wurden. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) wurde zwar die US-Anbaufläche im Vergleich zu 2017 leicht reduziert, allerdings tragen nahezu optimale Vegetationsbedingungen in der laufenden Kampagne dazu bei, dass die Ertragsschätzung das Vorjahresniveau um mehr als 5 % übertreffen könnte. Für Brasilien wird 2019 mit knapp 121 Mio. t unverändert eine Steigerung der Sojaerzeugung gegenüber der vergangenen Saison um 1 Mio. t erwartet. Argentinien dürfte nach den trockenheitsbedingten Verlusten von rund 20 Mio. t in 2018, mit 57 Mio. t in 2019 wieder ein durchschnittliches Niveau erreichen. Vor diesem Hintergrund avisiert das USDA eine weltweite Sojabohnenerzeugung 2018/19 von 367 Mio. t und damit 30 Mio. t mehr als im Vorjahr.

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