Grafik der Woche (KW 29)

USDA sieht Sojaerzeugung 2017/18 unter Vorjahresniveau

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Das USDA prognostiziert für 2017/18 eine rückläufige globale Sojabohnenerzeugung. In Brasilien könnte der Rückgang deutlich ausfallen, während das Defizit in den USA und Argentinien nur gering ausfallen soll. Trotz seiner rückläufigen Schätzung der globalen Erntemenge blickt das US-Landwirtschaftsministerium weiterhin optimistisch auf die globale Sojaerzeugung 2017/18. Demnach erwarten die Agrarbehörden einen Rückgang der weltweiten Erntemenge von 7 auf 345 Mio. t. Grund hierfür ist nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) eine geringere Erzeugung in Brasilien. Mit 107 Mio. t schätzt das USDA die Ernte 2017/18 dort rund 7 Mio. t kleiner als im Vorjahr. Allerdings werden brasilianischen Sojabohnen erst Anfang 2018 geerntet. Somit handelt es sich um eine sehr frühe Schätzung, die im Jahresverlauf erheblich angepasst werden wird. Kaum weniger als im Rekordjahr 2016, gerade mal 1 Mio. t, werden mit 116 Mio. t in den USA erwartet, die damit weltweit größter Sojaerzeuger bleiben. Auf Platz 3 folgt Argentinien. Das USDA prognostiziert dort eine Ernte von 57 Mio. t, nur 0,8 Mio. t weniger als im Vorjahr.

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Grafik der Woche (KW 28)

EU-Sonnenblumen: höhere Erträge kompensieren kleinere Anbaufläche

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Trotz leicht rückläufiger Anbaufläche rechnet die EU-Kommission mit einem Anstieg der Erzeugung von Sonnenblumenkernen. Besonders in Rumänien und Bulgarien werden höhere Erträge erwartet. Nach aktuellen Zahlen der EU-Kommission ist die Anbaufläche von Sonnenblumen 2017 in der EU-28 auf 4,2 Mio. ha gesunken und liegt damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Während Rumänien und Ungarn ihre Aussaatfläche um jeweils rund 2 % ausgedehnt haben, wurden in Bulgarien und in Frankreich weniger angebaut. Dennoch erwartet die EU-Kommission einen Anstieg der Sonnenblumenernte. Mit 9 Mio. t sind es zwar 1 % weniger als noch im Mai prognostiziert wurde, aber immer noch 5 % mehr als 2016. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) sind es vor allem die höheren Ertragserwartungen, aus denen das avisierte Ernteplus resultiert. Für Rumänien und Bulgarien wird mit einem Zuwachs gegenüber Vorjahr von mehr als 15 % gerechnet, die spanische Ernte dürfte rund 11 % zulegen.

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Grafik der Woche (KW 27)

Preise für konventionelles Sojaschrot deutlich gesunken

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Die Preise für konventionelles Sojaschrot sind auf Jahressicht deutlich gefallen. Ein nachfrageübersteigendes globales Angebot setzt die Forderungen erheblich unter Druck. Die Sojaschrotpreise, sowohl mit 44 % wie auch mit 48 % Proteinanteil, tendierten in den vergangenen Monaten deutlich schwächer. Seit Jahresbeginn haben sich die Forderungen für 48er Sojaschrot um 18 % reduziert und mit aktuell 296 EUR/t den tiefsten Stand seit April 2016 erreicht. Auch die Preise für 44er Sojaschrot gaben in ähnlichem Umfang nach. Mehr als 19 % ist das Preisniveau in den vergangenen sechs Monaten auf jüngst 270 EUR/t gefallen. Damit sind die Forderungen für beide Qualitäten seit den Hochständen im Juni 2016 um rund 33 % eingebrochen. Grund für die rückläufige Entwicklung ist nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) das überbordende Angebot an Sojabohnen aus Südamerika. Die üppige globale Versorgung belastet auch die Preisentwicklung der Koppelprodukte wie Sojaschrot oder Sojaöl.

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Grafik der Woche (KW 26)

Rapspreise der neuen Ernten etwas fester

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Preise für alterntige Ware und Preise für die neue Ernte nähern sich etwas an. Die rückläufige Entwicklung der Kontraktpreise zur neuen Ernte hat die Talsohle durchschritten. Nachdem im März 2017 die Spitzenpreise in diesem Jahr erzielten worden waren, ging es danach stetig bergab. Grund hierfür waren die im Zuge fallender US-Sojakurse schwächeren Terminnotierungen in Paris und in Chicago. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) lässt allerdings die Aussicht auf eine komfortable Sojaversorgung weltweit den Kursen keinen Spielraum nach oben. Außerdem wurde die europäische Rapsnachfrage seitdem Frühjahr 2017 mit Raps aus Australien reichlich bedient. Vor diesem Hintergrund hoffen Erzeuger, dass sich die Preislinien im Bereich um 350 EUR/t treffen werden.

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Grafik der Woche (KW 25)

Australische Rapsimporte sollen zurückgehen

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Australien war nach Frankreich 2016/17 der wichtigste Lieferant von Raps für Deutschland. Das wird sich im kommenden Jahr wohl nicht wiederholen, denn die aktuelle Trockenheit dürfte die Rapsernte reduzieren und das Exportvolumen begrenzen. Im April/März 2016/17 kamen 4,8 Mio. t Raps nach Deutschland. Das meiste, rund 1,6 Mio. t, kam aus Frankreich. Auf Platz zwei folgte Australien mit 0,71 Mio. t. Das waren dreiviertel mehr als im Vorjahr. Damit war Australien wichtigstes Herkunftsland außerhalb der EU-28. Aktuell ist es dort allerdings zu trocken und zu heiß. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) steht bereits fest, dass der geplante Flächenzuwachs von 20 % gegenüber Vorjahr wohl nicht erreicht wird. Das australische Landwirtschaftsministerium schätzt die kommende Ernte auf 3,3 Mio. t und somit rund 20 % kleiner als im Vorjahr. Damit wird die absehbar enge Versorgungsbilanz in Deutschland nur bedingt durch australischen Raps verbessert

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Grafik der Woche (KW 24)

Erhöhtes Angebot an GVO-freier Soja drückt Preisvorteil bei Rapsschrot

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Die schwächeren Preise für GVO-freies Sojaschrot der vergangenen Wochen reduzieren den Preisvorteil von Rapsschrot als Mischfutterbestandteil gegenüber Sojaschrot. In den vergangenen Wochen sind die Preise für GVO-freies Sojaschrot in Deutschland kräftig gesunken. Das erhöhte Angebot an GVO-freiem Soja in Südamerika vermindert nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) den Preisvorteil für Rapsschrot. So haben die Preise für GVO-freies Soja seit Ende April um rund 9 % nachgegeben und schwankten um 466 EUR/t. Die Preise für Rapsschrot sind hingegen in den vergangenen Wochen relativ stabil geblieben, sie lagen im Schnitt bei 211 EUR/t. Damit hat sich das Preisverhältnis zuungunsten von Rapsschrot verändert. Seit Mitte Mai sackte die Preisdifferenz kräftig ab und erreichte zuletzt sogar die Linie von 3,30 EUR/t. Das ist knapp 1 EUR/t weniger als noch vor einem Monat und so niedrig wie seit dem 25.05.2016 nicht mehr.

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Grafik der Woche (KW 23)

Pflanzenölpreise verlieren kräftig

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Der Pflanzenölindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist im April 2017 um rund 4 % auf ein 9-Monatstief gefallen. Die Preise für Palm- und Sojaöl sind besonders stark zurückgegangen. Die Preise für Pflanzenöle haben sich im ersten Halbjahr 2017 deutlich schwächer entwickelt. Während der FAO Pflanzenölindex, der die Preisentwicklung der 10 für den Welthandel bedeutendsten Pflanzenöle abbildet, zu Jahresbeginn noch den höchsten Stand seit Juli 2014 erreichte, kam es in den folgenden Monaten zu einem deutlichen Einbruch. Für April 2017 weist der Pflanzenölindex einen Rückgang gegenüber dem Vormonat von knapp 4 % auf und fällt damit auf den tiefsten Stand seit neun Monaten. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) belasteten besonders die schwächeren Forderungen für Palm- und Sojaöl den Sektor. Produktionssteigerungen auf den Ölpalmenplantagen in Südost-Asien trafen auf eine rückläufige Nachfrage und setzten die Preise unter Druck. Die Forderungen für Sojaöl litten ebenfalls unter der globalen Überversorgung. Rekordsojaernten in Südamerika und die absehbare Rekordanbaufläche in den USA deckeln die Preisentwicklung nach oben.

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Grafik der Woche (KW 22)

Schwächere Sojakurse belasten Rapsnotierungen

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Die üppige globale Versorgung mit Sojabohnen und Flächenausweitungen in den USA für die kommende Ernte 2017 haben die Sojakurse in Chicago unter Druck gesetzt. Raps in Paris gibt ebenfalls nach, kann sich aber dank unsicherer Ernteerwartungen noch auf Vorjahresniveau halten. Der Fronttermin für Soja in Chicago fiel diese Woche auf 9,26 USD je Bushel, umgerechnet 304 EUR/t, und schloss damit auf dem tiefsten Stand seit April 2016. Durch die Rekordernten in Südamerika Anfang des Jahres lastet die üppige globale Versorgung auf den Terminnotierungen. Darüber hinaus wird die US-Sojaanbaufläche für die kommende Ernte 2017 deutlich über 36 Mio. ha geschätzt und damit rund 6 % größer als im Vorjahr, was zusätzlichen Druck ausübt. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) können sich die Rapskurse in Paris den Vorgaben aus Übersee nicht entziehen. Allerdings fällt der Kursrückgang weniger stark aus. Nach den Höchstständen im Januar 2017 haben die Rapsnotierungen zwar rund 17 % auf aktuell 356 EUR/t nachgegeben, tendieren jedoch in etwa auf Vorjahresniveau. Vor dem Hintergrund der unsicheren Ernteerwartungen für die Ernte 2017 von bisher rund 21 Mio. t für die EU-28, dürfte die absehbar enge Rapsbilanz in der europäischen Gemeinschaft kursstützend wirken.

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Grafik der Woche (KW 21)

Sojabohnenerzeugung könnte 2017/18 unter globalen Verbrauch fallen

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Das USDA prognostiziert in seinem Mai-Report für das Wirtschaftsjahr 2017/18 eine Zunahme der globalen Sojaverarbeitung. Gleichzeitig wird mit einer abnehmenden Erzeugung und sinkenden Vorräten gerechnet. Der aktuelle Monatsbericht des USDA enthält die erste offizielle Prognose für das kommende Wirtschaftsjahr 2017/18. Demnach erwarten die US-Agrarbeamten einen leichten Rückgang der weltweiten Sojaerzeugung um 1 % gegenüber dem Vorjahr auf 345 Mio. t. Während für China eine Steigerung von 7 % und in Kanada sogar ein Zuwachs von 28 % prognostiziert werden, wird besonders in Brasilien mit einem Rückgang von 3,6 Mio. t bzw. 4 % auf 107 Mio. t gerechnet. Dem gegenüber geht das USDA bei der Verarbeitung 2017/18 von einem weiteren Anstieg um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr auf 301 Mio. t aus. Die sonstigen Sojaverwendungen werden mit knapp 45 Mio. t ebenfalls leicht höher geschätzt als 2016/17. Insgesamt ergäbe sich somit ein weltweiter Verbrauch von 346 Mio. t. Träfe diese Prognose ein, würde im kommenden Wirtschaftsjahr nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) die globale Sojaerzeugung über 1 Mio. t unter den prognostizierten Verbrauchsmengen liegen. Entsprechend würden die weltweiten Endbestände um 1,5 % gegenüber 2016/17 auf knapp 89 Mio. t sinken.

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Weitere Grafiken der Woche finden Sie im Archiv.