Grafik der Woche (KW 33)

Rapsölpreise entwickeln sich fester

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Die Pflanzenölpreise am europäischen Kassamarkt entwickeln sich auseinander. Während Rapsöl fester tendiert, hat Plamöl kräftig nachgegeben. Die Tendenzen für die kommenden Wochen sind uneinheitlich. Die Preise für Raps-, Soja- und Sonnenblumenöl haben sich weiter auseinander bewegt. Während Palmöl aufgrund des reichlichen Rohstoffangebotes anhaltend schwach tendiert, zeigt die Preiskurve für Rapsöl zuletzt wieder nach oben. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) gestaltet sich die Preisfindung bei Rapsöl allerdings schwierig. Heterogene Ertrags- und Qualitätsergebnisse erschweren den Rapseinkauf der Ölmühlen in der noch laufenden Ernte 2017. Zudem halten sich Käufer auf dem aktuellen Preisniveau zurück und fragen kaum Rapsöl nach. In den kommenden Monaten könnte die Versorgung aufgrund der kleiner als erwartenden EU-Rapserzeugung zunehmend teurer werden und den tendenziellen Anstieg der Rapsölpreise verstetigen. Der Sojaölpreis dürfte auch im August durch den Wettermarkt in den USA volatil bleiben. Sonnenblumenöl gibt hingegen unter dem beginnenden Erntedruck leicht nach.

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Grafik der Woche (KW 32)

EU-Sonnenblumenernte geringer als erwartet

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Die aktuelle Prognose der EU-Kommission für die Sonnenblumenernte 2017 der EU-28 fällt geringer aus als im Vormonat. Vor allem die Erträge in Südosteuropa wurden nach unten korrigiert. Die EU-Kommission hat in ihrer aktuellen Monatsschätzung die Ernteprognose für EU-Sonnenblumenkerne deutlich gekürzt. Wurde im Juni noch von gut 9 Mio. t gesprochen, sind es aktuell nur noch 8,7 Mio. t. Das wären zwar 33.000 t mehr als 2016, aber rund 0,3 Mio. t weniger als in der Vormonatsschätzung. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) wurde die Ernteschätzung für Frankreich gegenüber dem Vorjahr leicht nach oben angepasst. Das kann aber das Minus aus der Korrektur für Rumänien, Bulgarien und auch Spanien nicht kompensieren. Trotz der um 1,3 % größeren Anbaufläche gegenüber dem Vorjahr dürfte die Sonnenblumenernte 2017 nur um 0,4 % zulegen. Grund war die zu heiße und zu trockene Witterung im Juni in Teilen Süd- und Osteuropas, die das Ertragspotential deutlich limitiert hat.

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Grafik der Woche (KW 31)

Rapsschrot wird konkurrenzfähiger

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Mit den schwächeren Preisen für Rapsschrot hat sich der Preisvorteil gegenüber GVO-freiem Sojaschrot im Mischfutter deutlich erhöht. Die Großhandelspreise für Rapsschrot sind in den vergangenen Wochen kräftig gesunken. Um fast 13 % haben die Forderungen nachgegeben und bewegten sich zuletzt auf dem Niveau von 186 EUR/t ab Werk. Gründe für den Preisrückgang sind nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) das steigende Angebot aus der neuen Ernte sowie die nachlassenden Rohstoffkurse. Gleichzeitig haben sich die Forderungen für GVO-freies brasilianisches Sojaschrot mit 48 % Rohprotein im Vergleichszeitraum besser behauptet. Zwar haben die Preise ebenfalls nachgegeben, mit 442 EUR/t fot (Free on Truck) Brake mussten Käufer allerdings nur 3,5 % weniger bezahlen als Anfang Juni 2017. Damit ist Rapsschrot deutlich konkurrenzfähiger. Der Preisabstand von 1 % Rohprotein im Rapsschrot zu 1 % Rohprotein in GVO-freiem Sojaschrot hat jüngst sogar die Linie von 3,90 EUR/t erreicht, das war zuletzt Mitte Mai 2017 der Fall.

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Grafik der Woche (KW 30)

Große Sojaernte, aber noch größerer Verbrauch

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Im laufenden Wirtschaftsjahr soll weltweit die zweitgrößte Sojaernte seit Beginn der Aufzeichnungen eingefahren werden. Das klingt nach üppiger Versorgung – die Realität sieht aber wohl anders aus. Ende 2017/18 gehen die Vorräte sogar leicht zurück. Große Erntemengen führen zu niedrigeren Preisniveaus und die kurbeln die Nachfrage an. Die Nachfrage nach Sojabohnen soll nach aktuellen Schätzungen global auf 345,3 Mio. t steigen, (plus 14 Mio. t gegenüber 2016/17). Das würde nach Einschätzung der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) die erwartete Erzeugung von 345 Mio. t zwar nur knapp übersteigen und ginge damit zu Lasten der Vorräte. Diese könnten um über 1 Mio. t auf 93,5 Mio. t sinken. Die prognostizierten Endbestände an Sojabohnen 2017/18 würden rein rechnerisch die Nachfrage noch für 99 Tage decken, vor einem Jahr war es eine Woche mehr. Diese Aussicht limitiert den Preisspielraum nach unten.

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Grafik der Woche (KW 29)

USDA sieht Sojaerzeugung 2017/18 unter Vorjahresniveau

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Das USDA prognostiziert für 2017/18 eine rückläufige globale Sojabohnenerzeugung. In Brasilien könnte der Rückgang deutlich ausfallen, während das Defizit in den USA und Argentinien nur gering ausfallen soll. Trotz seiner rückläufigen Schätzung der globalen Erntemenge blickt das US-Landwirtschaftsministerium weiterhin optimistisch auf die globale Sojaerzeugung 2017/18. Demnach erwarten die Agrarbehörden einen Rückgang der weltweiten Erntemenge von 7 auf 345 Mio. t. Grund hierfür ist nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) eine geringere Erzeugung in Brasilien. Mit 107 Mio. t schätzt das USDA die Ernte 2017/18 dort rund 7 Mio. t kleiner als im Vorjahr. Allerdings werden brasilianischen Sojabohnen erst Anfang 2018 geerntet. Somit handelt es sich um eine sehr frühe Schätzung, die im Jahresverlauf erheblich angepasst werden wird. Kaum weniger als im Rekordjahr 2016, gerade mal 1 Mio. t, werden mit 116 Mio. t in den USA erwartet, die damit weltweit größter Sojaerzeuger bleiben. Auf Platz 3 folgt Argentinien. Das USDA prognostiziert dort eine Ernte von 57 Mio. t, nur 0,8 Mio. t weniger als im Vorjahr.

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Grafik der Woche (KW 28)

EU-Sonnenblumen: höhere Erträge kompensieren kleinere Anbaufläche

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Trotz leicht rückläufiger Anbaufläche rechnet die EU-Kommission mit einem Anstieg der Erzeugung von Sonnenblumenkernen. Besonders in Rumänien und Bulgarien werden höhere Erträge erwartet. Nach aktuellen Zahlen der EU-Kommission ist die Anbaufläche von Sonnenblumen 2017 in der EU-28 auf 4,2 Mio. ha gesunken und liegt damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Während Rumänien und Ungarn ihre Aussaatfläche um jeweils rund 2 % ausgedehnt haben, wurden in Bulgarien und in Frankreich weniger angebaut. Dennoch erwartet die EU-Kommission einen Anstieg der Sonnenblumenernte. Mit 9 Mio. t sind es zwar 1 % weniger als noch im Mai prognostiziert wurde, aber immer noch 5 % mehr als 2016. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) sind es vor allem die höheren Ertragserwartungen, aus denen das avisierte Ernteplus resultiert. Für Rumänien und Bulgarien wird mit einem Zuwachs gegenüber Vorjahr von mehr als 15 % gerechnet, die spanische Ernte dürfte rund 11 % zulegen.

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Grafik der Woche (KW 27)

Preise für konventionelles Sojaschrot deutlich gesunken

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Die Preise für konventionelles Sojaschrot sind auf Jahressicht deutlich gefallen. Ein nachfrageübersteigendes globales Angebot setzt die Forderungen erheblich unter Druck. Die Sojaschrotpreise, sowohl mit 44 % wie auch mit 48 % Proteinanteil, tendierten in den vergangenen Monaten deutlich schwächer. Seit Jahresbeginn haben sich die Forderungen für 48er Sojaschrot um 18 % reduziert und mit aktuell 296 EUR/t den tiefsten Stand seit April 2016 erreicht. Auch die Preise für 44er Sojaschrot gaben in ähnlichem Umfang nach. Mehr als 19 % ist das Preisniveau in den vergangenen sechs Monaten auf jüngst 270 EUR/t gefallen. Damit sind die Forderungen für beide Qualitäten seit den Hochständen im Juni 2016 um rund 33 % eingebrochen. Grund für die rückläufige Entwicklung ist nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) das überbordende Angebot an Sojabohnen aus Südamerika. Die üppige globale Versorgung belastet auch die Preisentwicklung der Koppelprodukte wie Sojaschrot oder Sojaöl.

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Grafik der Woche (KW 26)

Rapspreise der neuen Ernten etwas fester

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Preise für alterntige Ware und Preise für die neue Ernte nähern sich etwas an. Die rückläufige Entwicklung der Kontraktpreise zur neuen Ernte hat die Talsohle durchschritten. Nachdem im März 2017 die Spitzenpreise in diesem Jahr erzielten worden waren, ging es danach stetig bergab. Grund hierfür waren die im Zuge fallender US-Sojakurse schwächeren Terminnotierungen in Paris und in Chicago. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) lässt allerdings die Aussicht auf eine komfortable Sojaversorgung weltweit den Kursen keinen Spielraum nach oben. Außerdem wurde die europäische Rapsnachfrage seitdem Frühjahr 2017 mit Raps aus Australien reichlich bedient. Vor diesem Hintergrund hoffen Erzeuger, dass sich die Preislinien im Bereich um 350 EUR/t treffen werden.

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Grafik der Woche (KW 25)

Australische Rapsimporte sollen zurückgehen

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Australien war nach Frankreich 2016/17 der wichtigste Lieferant von Raps für Deutschland. Das wird sich im kommenden Jahr wohl nicht wiederholen, denn die aktuelle Trockenheit dürfte die Rapsernte reduzieren und das Exportvolumen begrenzen. Im April/März 2016/17 kamen 4,8 Mio. t Raps nach Deutschland. Das meiste, rund 1,6 Mio. t, kam aus Frankreich. Auf Platz zwei folgte Australien mit 0,71 Mio. t. Das waren dreiviertel mehr als im Vorjahr. Damit war Australien wichtigstes Herkunftsland außerhalb der EU-28. Aktuell ist es dort allerdings zu trocken und zu heiß. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) steht bereits fest, dass der geplante Flächenzuwachs von 20 % gegenüber Vorjahr wohl nicht erreicht wird. Das australische Landwirtschaftsministerium schätzt die kommende Ernte auf 3,3 Mio. t und somit rund 20 % kleiner als im Vorjahr. Damit wird die absehbar enge Versorgungsbilanz in Deutschland nur bedingt durch australischen Raps verbessert

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Weitere Grafiken der Woche finden Sie im Archiv.