Grafik der Woche (KW 33 2020)

Ernte von Sonnenblumenkernen in Rekordhöhe erwartet

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In der EU-27 dürften 2020 wieder etwas mehr Ölsaaten geerntet werden. Ausschlaggebend ist die Rekordernte bei Sonnenblumen.

Die Ölsaatenernte in der EU-27 wird nach zwei Jahren wieder etwas größer ausfallen. Die EU-Kommission schätzt die Erzeugung 2020 auf 29 Mio. t. Dies wären knapp 3 % mehr als im Vorjahr. Das langjährige Mittel wird dennoch um etwa 4 % verfehlt.

Besonders deutlich fällt das Plus für Sonnenblumenkerne aus, deren Anbaufläche um 2% ausgedehnt wurde und deren Erträge um 6 % höher als im Vorjahr eingeschätzt werden. Somit wird mit 10,8 Mio. t eine Rekordernte erwartet, die um etwa 8 % über dem Vorjahr liegt. Der Sonnenblumenanbau hat in einigen EU-Staaten von günstigen Aussaatbedingungen und Flächenumwidmungen profitiert. Sonnenblumenkerne sind mengenmäßig die zweitwichtigste Ölsaat in der EU-27. Den größten Anteil an der Produktion nimmt 2020, wie in den Vorjahren, der Rapsanbau ein. Mit 15,4 Mio. t erwartet die EU-Kommission nur wenig mehr als im Vorjahr. Einer größeren Aussaatfläche stehen etwas schwächere Hektarerträge gegenüber.

Bei Sojabohnen erwartet die EU-Kommission mit 2,7 Mio. t eine Erntemenge auf Vorjahresniveau.

 

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Grafik der Woche (KW 32 2020)

Terminkurse bei Raps und Sojabohnen trotzen Corona-Krise

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Die Beschränkungen im Zuge der Corona-Krise erzeugten zwar im ersten Quartal des Kalenderjahres 2020 Druck auf die Raps- und Sojabohnenkurse. Diese haben sich seitdem aber wieder befestigt.

Seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2019/20 haben sich sowohl die Rapskurse in Paris als auch die Sojabohnennotierungen in Chicago allmählich befestigt. Raps erreichte im Januar 2020 mit 421 EUR/t den höchsten Stand seit März 2017. Dann aber büßten insbesondere die Rapskurse innerhalb von drei Monaten etwa 20 % an Wert ein. Die Sojabohnennotierungen gaben im gleichen Zeitraum um 13 % nach. Nach Einschätzung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) war die Corona-Krise der Auslöser dafür. Aufgrund der umfangreichen Kontaktbeschränkungen und Einschränkungen im Reiseverkehr brachen die Palmöl- und die Rohölkurse ein und zogen Rapsöl mit nach unten. Infolge der Corona-Krise sank der Verbrauch an fossilem Diesel in vielen Ländern Europas zum Teil deutlich. Der Verbrauch von Biodiesel und HVO entwickelte sich in Deutschland jedoch gegenläufig. Grund für die Mehrnachfrage ist die von 4,5 auf 6% angehobene Treibhausgas-Einsparungsquote.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) weist darauf hin, dass diese Minderungsverpflichtung nicht nur in Deutschland, sondern auch in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten gilt. Gesetzliche Grundlage für die Treibhausgas-Reduktionsvorgabe ist die europäische Kraftstoffqualitätsrichtlinie (FQD). Die UFOP appelliert daher an die politisch Verantwortlichen, diese Regelung nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer-Ebene fortzusetzen. Eine schrittweise steigende THG-Quote stabilisiere die Rapsölnachfrage und damit die Preise für Rapserzeuger in der gesamten EU. Sie unterstütze damit die Wertschöpfung in den ländlichen Räumen. 

Die UFOP hebt außerdem hervor, dass sich die THG-Quote in Verbindung mit einer spürbaren Strafzahlung grundsätzlich bewährt habe als Instrument zur Steigerung des Effizienzwettbewerbs sowie zur Verbreiterung der Rohstoffgrundlage und der Verfahrenstechnologien in der Biokraftstoff- und der Mineralölindustrie.

Bereits Mitte März 2020 haben sich insbesondere die Rapskurse aufgrund der wieder einsetzenden Nachfrage befestigt und sind seither um 13 %gestiegen. Zudem gab die Aussicht auf eine kleine Rapsernte in der EU 2020 Kursauftrieb. Die Notierungen für Sojabohnen legten im gleichen Zeitraum um 9 % zu, führt die UFOP zur Preisentwicklung aus.

 

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Grafik der Woche (KW 31 2020)

Rapspreise über Vorjahresniveau

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Die Rapsernte 2020 dürfte in Deutschland und weiteren EU-Staaten unterdurchschnittlich ausfallen. Das treibt die Preise nach oben. Das Vorjahresniveau wird bereits jetzt um 5 % überstiegen.

In den vergangenen Wochen sind die Erzeugerpreise für Raps der Ernte 2020 kräftig gestiegen. Seit Anfang Juli 2020 hat sich Raps um rund 9 auf 367 EUR/t verteuert. Damit sind die Forderungen für Raps seit den Jahrestiefständen Mitte März um durchschnittlich 10 % gestiegen. Seit dem Saisonwechsel verlaufen die Rapspreise deutlich über Vorjahresniveau. Mitte Juli lag der Preisvorsprung bei fast 20 EUR/t.

Unterstützung kam von den geringen Ernteerwartungen 2020 in der EU. Zwar dürfte in wichtigen EU-Erzeugerländern wie Deutschland und Frankreich wieder etwas mehr geerntet werden als im Vorjahr. Der langjährige Durchschnitt wird aber erneut deutlich verfehlt. Auch in Ländern außerhalb der EU werden kleinere Rapsernten erwartet. Laut Internationalem Getreiderat sollen in der Ukraine nur 3 Mio. t gedroschen werden und damit fast 11 % weniger als im Vorjahr. Als eine der wichtigsten Importherkünfte für die EU schürt dies die Sorge um die Rapsversorgung im Wirtschaftsjahr 2020/21 und treibt so die Preise zusätzlich an.

Die ersten Ertragsmeldungen ergeben noch ein uneinheitliches Bild. Noch ist es zu früh für belastbare Ergebnisse. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) ist deshalb die Bereitschaft der Erzeuger, Raps der neuen Ernte zu verkaufen bzw. Vorkontrakte einzugehen, aktuell sehr gering. Einerseits möchte niemand Gefahr laufen, eingegangene Kontrakte nicht erfüllen zu können, andererseits spekulieren die Erzeuger auf weiter steigende Preise.

 

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Grafik der Woche (KW 30 2020)

Rapsöl bleibt wichtigster Rohstoff für Biodieselproduktion

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Die Rapsernte 2020 dürfte erneut unterdurchschnittlich ausfallen, was aber nicht auf eine schrumpfende Nachfrage zurückzuführen sei, betont die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) mit Verweis auf den Rohstoffbedarf der deutschen Biodieselindustrie. 2019 produzierten die Unternehmen 3,4 Mio. t Biodiesel, davon ca. 1,9 Mio. t aus Rapsöl. Mit Blick auf die bevorstehende Aussaat müsse der Erzeugerpreis die Anbaufläche zur bevorstehenden Aussaat ziehen als Voraussetzung für eine möglichst kurze Lieferkette zur Rohstoffsicherung, so die UFOP.

Denn in Deutschland werde es aufgrund der ungünstigen Vegetationsbedingungen voraussichtlich erneut nur eine kleine Rapsernte geben. Zwar werde die diesjährige Rapsernte nach der letzten Schätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes mit 3,2 Mio. t um 14 % höher im Vergleich zum Vorjahr ausfallen, aber immer noch etwa 21 % unter dem Fünfjahresschnitt. Ein Grund sei das mit ca. 1 Mio. ha bei weitem nicht ausgeschöpfte Anbauflächenpotenzial, stellt die UFOP fest.

Neben den Ende August bis Anfang September erforderlichen Aussaatbedingungen müssten die Erzeugerpreise den Anreiz zur Flächenausweitung setzen. Aktuell lägen die Vorkontraktpreise bei etwa 364 EUR/t und damit ca. 200 EUR/t über den Preisen für Weizen. Preisstützend sei die Tatsache, dass sich der Rapsmarkt in der Europäischen Union durch permanente Unterdeckung zur Auslastung der Verarbeitungskapazitäten auszeichne. So wurden gemäß der Statistik der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) 2019 etwa 9 Mio. t Raps in deutschen Ölmühlen verarbeitet – wovon nach Berechnung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) fast 3,9 Mio. t inländischer Herkunft waren – und ca. 3,8 Mio. t Rapsöl hergestellt. Die Nachfrage nach Raps in Deutschland bleibe deshalb groß, schlussfolgert die UFOP.

Gleichzeitig seien es die blühenden Rapsfelder und die mit der Verarbeitung einhergehenden vernetzten Wertschöpfungsketten, über die gentechnikfreie Futtermittelproduktion bis hin zum zertifizierten Pharmaglycerin, die öffentlich wie politisch das Biodieselimage positiv bestimmten. Mit dieser Feststellung unterstreicht die Union die Gesamtbedeutung des Rapsanbaus.

Laut dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) wurden allein in Deutschland 2019 etwa 3,4 Mio. t Biodiesel produziert. Der wichtigste Rohstoff dafür bleibt – wie schon in den Vorjahren – Rapsöl mit einem Anteil von 57 %. Der Einsatz von Altspeiseölen und -fetten ist im Vorjahresvergleich um knapp 2 Prozentpunkte auf 25 % zurückgegangen. Sojaöl spielte mit einem Anteil von 11 % hingegen eine etwas größere Rolle als 2018. Damals wurden etwa 8 % eingesetzt. Palmöl hält seinen vergleichsweise kleinen Anteil von 2 % unverändert zum Vorjahr; tierische Fette, Fettsäuren und andere Rohstoffe machen zusammen gerade einmal 5 % aus.

 

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Grafik der Woche (KW 29 2020)

Deutschland steigert Rapsschrotexporte

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Deutschland hat von Juli 2019 bis April 2020 so viel Rapsschrot ausgeführt wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die größten Mengen importierten erneut die Niederlande und Spanien für die Milcherzeugung.

Deutschland hat von Juli 2019 bis April 2020 rund 1,5 Mio. t Rapsschrot exportiert. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes etwa 24 % mehr als im Vorjahreszeitraum und die größte Menge seit fünf Jahren. Größter Abnehmer sind die Niederlande mit rund 686.000 t und einem Zuwachs von 19 %. Mit rund 198.000 t (+33 %) ist Spanien zweitgrößter Importeur. Finnland bleibt mit 151.000 t auf Vorjahresniveau. Der Export nach Frankreich hat sich sogar auf 129.000 t verdoppelt. Nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) dürfte dies auf die kleine Rapsernte 2019 und die folglich geringere Auslastung der Ölmühlen zurückzuführen sein.

Gemessen an der Verarbeitungskapazität von ca. 9 Mio. t. Rapssaat ist Deutschland der wichtigste Produzent und Lieferant der EU 27 von gentechnikfreiem Rapsschrot, stellt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) fest. Die Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ auf Milchprodukten sei ein wesentlicher Nachfragefaktor, führe aber nicht zu höheren Schrotpreisen für die Erzeuger. Denn die Kennzeichnung sei im Markt angekommen und schon lange kein Alleistellungsmerkmal mehr. Molkereien wie Campina oder ARLA hätten die Milcherzeuger entweder teilweise oder im Fall von ARLA vollständig auf gentechnikfreie Fütterung umgestellt. Insgesamt sei dies eine Erfolgsstory, wie ein Alleinstellungsmerkmal zu einer Anbauflächenbindung führe, betont die UFOP.

Leider denke die Politik die vernetzte Bioökonomie oft nicht zu Ende, kritisiert die UFOP mit Nachdruck. Wer entwaldungsfreie Fütterung wolle anstelle von Sojaimporten und gleichzeitig den Ackerbau regional stärken und diversifizieren wolle, der dürfe nicht gleichzeitig Biodiesel aus Raps als die entscheidende preisbildende Komponente auslaufen lassen. Die UFOP kritisiert daher massiv, dass Biodiesel aus Rapsöl als Kraftstoff in der Land- und Forstwirtschaft ab 2021 nicht mehr steuerlich gefördert werden soll. Im Gegenteil: das Bundeslandwirtschaftsministerium streiche diesen umweltfreundlichen Kraftstoff sogar aus der Förderkulisse im Programm zur Energieeffizienzverbesserung in der Landwirtschaft. Grundsätzlich wolle man offenbar Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse auslaufen lassen. Betroffen seien dann alle Hauptkulturarten wie Getreide, Mais usw., die heute die Anbaustatistik bei Nachwachsenden Rohstoffen bestimmen. Alternative Absatzmärkte für diese Produktmengen seien nicht in Sicht. Dies sei dann das Aus für die Zukunft der Landwirtschaft in der Bioökonomie.

 

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Grafik der Woche (KW 28 2020)

Rapsimporte der EU-28 auf Rekordhöhe

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Die Rapsimporte der EU-28 aus Drittstaaten sind im Wirtschaftsjahr 2019/20 kräftig gewachsen. Hintergrund ist der in den vergangenen Jahren gesunkene Rapsanbau in der EU. Mit Abstand größter Lieferant war die Ukraine.

Der Rapsmarkt der EU-28 war im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr 2019/20 schon früh von umfangreichen Rapsimporten aus Drittstaaten gekennzeichnet. Auslöser dafür war die kleine Rapsernte 2019, die nach Angaben der EU-Kommission mit 17,1 Mio. t etwa 14 % unter Vorjahr ausfiel. Diese reicht nicht aus zur Deckung der Binnenversorgung bzw. zur Auslastung der Ölmühlen. Bereits bis zum August 2019 wurden mehr als 1 Mio. t importiert, im Vorjahr wurde diese Marke erst Anfang Oktober erreicht. Im weiteren Verlauf des Wirtschaftsjahres lagen die wöchentlichen Drittlandsimporte nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) durchweg über dem Niveau der Vorjahre. 2019/20 wurden monatlich durchschnittlich 487.000 t Raps eingeführt, im Vorjahr waren es im Monatsmittel rund 30 % weniger.

Hauptlieferant war die Ukraine, deren Verkäufe an die EU-28 im Vergleich zum Vorjahr um 32 % auf 2,9 Mio. t gesteigert wurden. Besonders aus Kanada kam 2019/20 deutlich mehr Raps als im Vorjahr. Das Land hat seine Lieferungen um das Vierfache auf 1,8 Mio. t gesteigert. Hintergrund sind die Handelsstreitigkeiten Kanadas mit China, so dass neue Absatzmärkte in Europa gesucht wurden. Australien dagegen exportierte aufgrund der kleinen Rapsernte mit 941.000 t etwa 30 % weniger als 2018/19.

 

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Grafik der Woche (KW 27 2020)

EU-27+UK importieren weniger Palmöl

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Die EU-Mitgliedsstaaten+UK haben im fast abgelaufenen Wirtschaftsjahr etwas weniger Palmöl eingeführt als im Vorjahr. Der Rückgang der Importe konzentriert sich besonders auf die Niederlande und Spanien.

Die EU-27+UK haben von Juli 2019 bis Ende Juni 2020 rund 5,5 Mio. t Palmöl importiert. Das sind rund 0,7 Mio. t bzw. 11 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Niederlande (ca. 1,61 Mio. t), Spanien (ca. 1,52 Mio. t) und Italien (ca. 1,35 Mio. t) bleiben die mit Abstand größten Importeure. Deutschland importierte nur etwa 0,2 Mio. t. Die Niederlande bleiben gemäß der Statistik der EU-Kommission zwar größter Palmölimporteur der EU; das Land ist aber zugleich Exportland in andere Mitgliedsstaaten. So importierte Deutschland aus den Niederlanden als internationale Drehscheibe für den Weiterexport nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) im Zeitraum Juli 2019 bis April 2020 ca. 0,245 Mio.t.

Spanien hat trotz einem Rückgang von 16 % zu 2018/19 die zweitgrößte Menge an Palmöl in die EU eingeführt. Italien importierte dagegen 13% mehr Palmöl. Besonders auffällig ist die Steigerung der Palmölimporte nach Frankreich um 38% auf 0,234 Mio. t.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) begrüßt die grundsätzlich rückläufige Tendenz der Palmölimporte. Die Union führt dies im Wesentlichen auf den Rückgang der Verwendung von Palmöl zur Herstellung von Biodiesel bzw. Hydriertem Pflanzenöl (HVO) zurück. Infolge der Umsetzung der Delegierten Verordnung zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsanforderungen für Biomasse mit hohem bzw. niedrigem Risiko für Landnutzungsänderungen (iLUC) erwartet der Verband einen weiteren Rückgang. Das Tempo des Rückgangs hänge allerdings vom Ambitionsniveau des Mitgliedsstaates ab, wie schnell der Einsatz von Palmöl beendet wird. Niemand müsse bis 2030 warten.

Die UFOP unterstreicht die unbefriedigende Datenqualität der Offizialstatistik der EU-Kommission sowie der Mitgliedsstaaten und fordert die schnellstmögliche Schaffung der in der Erneuerbare Energien-Richtlinie (RED II) angekündigten EU-Datenbank nach dem Muster des deutschen Datenbanksystems „Nabisy“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Unternehmen müssten dann Rohstoffarten und Herkünfte für deren Rückverfolgbarkeit verbindlich hinterlegen. Damit könnten mögliche Doppelanrechnungen und Betrügereien bestmöglich vermieden werden. Unter Verweis auf die internationale Bedeutung zur Einhaltung der Anforderungen an eine nachhaltige Produktion von Agrarrohstoffen betont die UFOP an dieser Stelle die Vorreiterrolle der Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse für andere Wirtschaftsbereiche.

 

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Grafik der Woche (KW 26 2020)

Größere Ackerbohnenfläche avisiert

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Die Landwirte in Deutschland haben zur Ernte 2020 auf einem größeren Areal Ackerbohnen gesät. Besonders in Baden-Württemberg wurde die Fläche kräftig ausgedehnt.

Die Anbaufläche von Ackerbohnen zur Ernte 2020 in Deutschland dürfte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 56.500 ha betragen. Das entspricht einer Steigerung von 15 % gegenüber Vorjahr und einem Rekord. Damit hat sich die Ackerbohnenfläche in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht. Das größte Areal ist mit 12.700 ha, wie schon im Vorjahr, in Nordrhein-Westfalen zu finden. Dort haben die Landwirte die Ackerbohnenanbaufläche um 23 % ausgedehnt. Zweitgrößtes Anbauland ist mit 9.000 ha Schleswig-Holstein. Das entspricht einer Ausdehnung von 15 % gegenüber Vorjahr. Den größten Flächenzuwachs gab es allerdings in Baden-Württemberg. Dort wurde der Anbau um 39 % auf 3.900 ha gesteigert. Auch in vielen anderen Bundesländern haben die Landwirte ihre Ackerbohnenfläche ausgedehnt.

Flächenrückgänge gab es nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern. Der stärkste Rückgang ist in Sachsen zu verzeichnen. Dort ist die Fläche um 21 % auf 1.900 ha gesunken. In Brandenburg werden am wenigsten Ackerbohnen in ganz Deutschland angebaut, das dortige Areal ist um 20 % auf 400 ha geschrumpft.

 

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Grafik der Woche (KW 25 2020)

EU-27 weitet Sojabohnenanbau aus

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Der Sojabohnenanbau in der EU-27 wird im Jahr 2020 weiter ausgeweitet. Grund hierfür sind deutliche Flächensteigerungen in den wichtigsten EU-Mitgliedsstaaten.

Der Sojabohnenanbau in der EU-27 hat sich nach Angaben der EU-Kommission in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Die Anbaufläche im Jahr 2020 beträgt den Angaben zufolge fast 1 Mio. ha. Das ist ein Zuwachs von rund 11 % gegenüber dem Vorjahr. Mit weitem Abstand dürfte Italien mit einem Anbau von voraussichtlich 306.000 ha und einem Flächenplus von 12 % größter Sojaerzeuger der EU-27 bleiben. Italien hält damit seinen Anteil von rund einem Drittel an der gesamten Anbaufläche in der EU-27. Auch in anderen EU-Mitgliedsstaaten wurde das Sojabohnenareal deutlich ausgeweitet. In Rumänien wird ein Plus von 20 % auf 174.000 ha verzeichnet, in der Slowakei von 15 % auf 55.000 ha. Auch die Landwirte in Deutschland haben mehr Felder mit dieser Hülsenfrucht bestellt als im Vorjahr. 33.000 ha entsprechen einem Zuwachs von 14 %. Nur in Österreich wird ein Rückgang um 9 % auf 63.000 ha verzeichnet, weil es zur Aussaat zu trocken war.

Durch die Ausdehnung der Anbauflächen in vielen EU-Staaten dürfte nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) auch die Sojaernte größer ausfallen. In Deutschland, wo erst seit 2016 nennenswerte Mengen an Sojabohnen geerntet werden, erwartet die EU-Kommission 91.000 t. Damit wurde die hiesige Erzeugung in den vergangenen vier Jahren mehr als verdoppelt. In Rumänien wird es mit einem Anstieg von über 20 % auf 454.000 t voraussichtlich die größte Produktionssteigerung geben. Rückgänge soll es aufgrund der Flächenverkleinerung nur in Österreich geben.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) sieht in der Entwicklung die grundsätzliche Bereitschaft der Landwirte bestätigt, den Anbau von Körnerleguminosen weiter auszudehnen. In Abhängigkeit von den Standortbedingungen sind Körnerleguminosen eine essenzielle Kulturart zur Erweiterung von Fruchtfolgen in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaresilienz. In der „Farm to Fork“-Strategie der EU-Kommission sei dieser Aspekt richtigerweise ein zentraler Aspekt zur Schaffung von Regionalität und lokaler Wertschöpfung. Neben Körnerleguminosen gehörten auch Raps und Sonnenblumen als weitere Blühpflanzen in diese Fruchtfolgesysteme.

In der Summe tragen diese Kulturarten zur Verbesserung der Biodiversität infolge unterschiedlicher Blühabfolge und der Bodenqualität durch Humus- bzw. Kohlenstoffanreicherung sowie zum Klimaschutz durch Einsparung von Stickstoffgaben infolge der N-Bindungsleistung der Körnerleguminosen bei. Außerdem trage der Anbau zur Produktion von gentechnikfreiem Futter- bzw. Nahrungsprotein bei, das nicht aus Drittstaaten importiert werden müsse.

Die UFOP erwartet daher, dass der ganzheitliche Ansatz der Ökosystemleistung Eingang in die Zielsetzungen der Ackerbaustrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums findet. Dies sei Voraussetzung dafür, dass regional angepasste Fruchtfolgesysteme auch zu einer ökonomischen Nachhaltigkeit in den Ackerbaubetrieben beitragen können. Schlussendlich entscheide jedoch der Verbraucher an der Ladentheke, ob und wie erweiterte Fruchtfolgesysteme mit den gewünschten Ökosystemleistungen auch entlohnt würden.

 

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Grafik der Woche (KW 24 2020)

Mehr heimischer Raps verarbeitet

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Die Rapsverarbeitung ist im März 2020 leicht gestiegen. Dabei hat sich der Anteil von Inlandsraps deutlich erhöht. 

Im März 2020 wurde nach Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mehr Raps in deutschen Ölmühlen verarbeitet als im Februar. Die Gesamtmenge wird mit 737.000 t angegeben, etwa 10.000 t über dem Vormonat. Doch weniger die Höhe, sondern vielmehr die Herkunft der verarbeiteten Rapsmenge ist beachtenswert. Denn nach Berechnung der Agrarmarkt-Informations Gesellschaft (mbH) stammten rund 50 % der Verarbeitungsmenge aus dem Inland. Dies entspricht einer Steigerung von 11 Prozentpunkten zum Vormonat. Es ist zugleich der größte Anteil von Inlandraps an der gesamten Verarbeitung seit Beginn des Wirtschaftsjahres im Juli 2019, als der Anteil aufgrund der hohen Verfügbarkeit neuerntiger Ware bei rund 57 % lag. In den Folgemonaten wurde überwiegend Importware verarbeitet, sodass die Verwendung inländischer Partien von August bis November unter 40 % sank. Steigende Rapspreise ab Dezember 2019 mobilisierten dann noch einmal den Verkauf von Inlandsraps aus heimischer Erzeugerhand, so dass deren Anteil an der Verarbeitung sprunghaft auf 47 % zulegte.

Von Juli 2019 bis März 2020 haben Ölmühlen in Deutschland 6,8 Mio. t Raps verarbeitet, 42 % aus dem Inland, 58 % wurden importiert. Im Vorjahreszeitraum waren es 6,7 Mio. t, die zu 41,5 % aus heimischer Erzeugung stammten.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) weist angesichts der Zahlen darauf hin, dass Deutschland EU-weit der mit Abstand bedeutendste Verarbeitungsstandort für Ölsaaten ist. Vor allem die Nachfrage nach Rapsöl für die deutschen Biodieselhersteller sowie der nationale Proteinfuttermittelmarkt bestimmen den Mengenbedarf. Die UFOP unterstreicht, dass diese Nachfrage zugleich zur Kulturartenvielfalt im Sinne vielfältigerer Getreidefruchtfolgen beiträgt und folglich die Biodiversität als Beitrag zur Ökosystemleistung in anderen Ländern der EU und in Drittstaaten wie der Ukraine verbessert.

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Grafik der Woche (KW 23 2020)

Mehr Sonnenblumenkerne in der EU-27

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Obwohl die Anbaufläche in Rumänien, dem größten Sonnenblumenerzeuger der EU-27, im Vergleich zum Vorjahr kleiner ausfallen dürfte, erwartet die EU-Kommission EU-weit ein Ernteplus.

Nach einer Prognose der EU-Kommission ist in der EU-27 zur Ernte 2020 mit einer Sonnenblumenfläche von rund 4,4 Mio. ha zu rechnen. Das wären rund 81.000 ha mehr als im Vorjahr. In der April-Schätzung wurde noch ein Rückgang des Sonnenblumenanbaus erwartet. In Rumänien dürfte es einen deutlichen Flächenrückgang um 9 % auf 1,2 Mio. ha gegeben haben. Dennoch bleibt das Land EU-weit der größte Anbauer. Auch in Italien und Deutschland wird das Sonnenblumenareal gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um 5 % bzw. 19 % schrumpfen. Dagegen soll es in Bulgarien, Spanien, Frankreich und Ungarn teils deutliche Flächenzuwächse geben. Ein besonders großes Plus wird nach der von der Agrarmarkt-Informations Gesellschaft (mbH) ausgewerteten Statistik der EU-Kommission in Frankreich erwartet. Dort stehen auf 690.000 ha Sonnenblumen, 14 % mehr als im Vorjahr.

Die EU-Kommission rechnet mit Erträgen in Höhe von 23,4 dt/ha (+1,2 % gegenüber dem Vorjahr und 4,4 % über dem Fünfjahresschnitt). Damit erreicht die EU-Sonnenblumenernte infolge der größeren Aussaatfläche voraussichtlich 10,3 Mio. t. Das avisierte Minus in Rumänien und Italien wird von deutlich höheren Ernteerwartungen für Slowenien, Frankreich und Bulgarien mehr als ausgeglichen.

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Grafik der Woche (KW 22 2020)

Größere Welt-Rapsernte erwartet

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Im kommenden Wirtschaftsjahr wird nach Erwartungen des US-Landwirtschaftsministerium (USDA) weltweit mehr Raps zur Verfügung stehen als im laufenden Wirtschaftsjahr. Gleichzeitig rechnet das USDA mit einem sinkenden Verbrauch und infolgedessen steigenden Lagerbeständen.

In seiner jüngsten Schätzung bezifferte das USDA die weltweite Rapserzeugung 2020/21 auf 70,8 Mio. t und damit 2,6 Mio. t über Vorjahr. Sowohl in Australien und der Ukraine, als auch in Kanada soll die Erntemenge höher ausfallen, bei etwas geringerem globalem Verbrauch. Das USDA rechnet mit einem Bedarf in Höhe von 69,9 Mio. t, das wären rund 350.000 t weniger als 2019/20. Nach Recherche der Agrarmarkt-Informations Gesellschaft (mbH) dürfte insbesondere der Verbrauch in der EU-28*) zurückgehen. Dort sollen im kommenden Wirtschaftsjahr mit 23,1 Mio. t rund 325.000 t weniger nachgefragt werden als 2019/20. Durch den Rückgang beim Konsum und dem weltweiten Plus bei der Erzeugung dürfte die Produktion den Verbrauch übersteigen. Das war zuletzt vor zwei Jahren der Fall.

Die Exporte werden voraussichtlich um 0,3 auf 15,3 Mio. t steigen, wobei höhere Ausfuhren von Australien und der Ukraine die geringeren Exporte von Kanada ausgleichen dürften. Am Ende des Wirtschaftsjahres 2020/21 werden laut USDA Lagerbestände im Umfang von rund 7,1 Mio. t Raps erwartet. Das wären 0,6 Mio. t mehr als 2019/20. Besonders in Kanada dürften die Vorräte deutlich um 0,75 auf 3,9 Mio. t steigen. Dies gleicht die Rückgänge der Lagerbestände in China, der EU-28, Indien und in Japan mehr als aus. 

Rapsanbau ist ein wichtiger Rohstoffbeitrag zur „Farm-to-Fork-Strategie“

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) weist darauf hin, dass mit diesen Rapsmengen in erster Linie der Rohstoffbedarf für die Biodieselproduktion abgedeckt wird. So verwendete die EU-28 im Jahr 2018 etwa 5,2 Mio. t Rapsöl zur Herstellung von Biodiesel. Dies entspreche ca. 13 Mio. t Rapssaat. Die Biodieselnachfrage sichere daher den Rapsanbau in Europa. Die entsprechende Menge an Rapsöl könne aber auch jederzeit zur Deckung eines steigenden Bedarfs für die Nahrungsmittelverwendung herangezogen werden, betont die UFOP. Die bei der Rapsverarbeitung anfallende Menge an gentechnikfreiem Rapsschrot von ca. 8 Mio. t reduziere zudem den Importbedarf von Soja aus Übersee und damit den entsprechenden Bedarf an Anbaufläche für Soja. Alles in allem sei der Rapsanbau daher ein wichtiger Rohstoffbeitrag zu der von der EU-Kommission in der vergangenen Woche vorgestellten „Farm-to-Fork-Strategie“.

*) Hinweis: Das USDA weist trotz des Austritts Großbritanniens aus der EU weiterhin die
    EU-28 als Vergleichsgröße aus.

 

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Grafik der Woche (KW 21 2020)

FAO-Pflanzenölindex sinkt auf 8-Monatstief

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Preisrückgänge bei Palm-, Soja-, und Rapsöl schlagen deutlicher durch als die gestiegenen Forderungen für Sonnenblumenöl. Daher ist der FAO-Preisindex zum dritten Mal in Folge zurückgegangen. 

Der FAO-Preisindex für Pflanzenöl ist im April gegenüber dem Vormonat um 7,2 Punkte oder 5,2 % auf 131,8 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit August 2019 gesunken. Das ist zudem der dritte monatliche Rückgang in Folge. Grund dafür sind die rückläufigen Preise für Palm-, Soja-, und Rapsöl. Sonnenblumenöl hat sich hingegen verteuert. Insbesondere Palmöl hat im Vormonatsvergleich kräftig an Wert eingebüßt.

Verantwortlich für den Preisrückgang ist vorrangig der Corona-bedingte Konjunktureinbruch und der dadurch stark gesunkene Diesel- und Biodieselverbrauch zur Erfüllung der Beimischungsverpflichtung, stellt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) fest. Der Preisdruck werde zudem verschärft durch den ruinösen Förderwettbewerb bei Rohöl. Die Rohölpreise hatten zuletzt historische Tiefststände erreicht. Zugleich übten eine größer als erwartet ausgefallene Palmölproduktion und gestiegene Vorräte in Malaysia Druck auf die Pflanzenölpreise aus, so die UFOP.

Die Preise für Soja- und Rapsöl gerieten ebenfalls in den Abwärtssog. Sojaöl hat sich zusätzlich durch das große Angebot vergünstigt, da in den USA die Verarbeitungsmengen kurzzeitig deutlich gestiegen sind. Die internationalen Sonnenblumenölpreise zogen hingegen im April wieder etwas an. Sie wurden durch eine rege Importnachfrage und der Sorge um die Verknappung des exportfähigen Angebots gestützt.

 

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Grafik der Woche (KW 20 2020)

EU-Kommission erwartet größeren Leguminosenanbau

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In der EU-27 soll im Wirtschaftsjahr 2020/21 eine größere Fläche mit Hülsenfrüchten bestellt worden sein. Besonders der Sojabohnenanbau dürfte ausgedehnt werden. 

Die zur Ernte 2020 mit Hülsenfrüchten bestellte Fläche wird in der EU-27 voraussichtlich um 9 % auf 2,5 Mio. t wachsen. Das größte Areal nehmen darunter die Sojabohnen ein, deren Anbau vergleichsweise am kräftigsten gewachsen ist. Nach Angaben der EU-Kommission nehmen sie 2020 eine Fläche von fast 1 Mio. ha ein und damit 11 % mehr als im Vorjahr. Größter Sojabohnenanbauer der europäischen Gemeinschaft ist Italien, gefolgt von Frankreich und Rumänien. Deutliche Flächenzuwächse werden auch bei Ackerbohnen und Futtererbsen erwartet. Landwirte in der EU-27 dürften auf 470.000 ha Ackerbohnen und damit 9 % mehr als 2019 ausgesät haben. Der Futtererbsenanbau soll um 8 % auf 840.000 ha ausgedehnt worden sein. Die Fläche von Süßlupinen wird hingegen voraussichtlich um 3 % auf 180.000 ha zurückgehen.

Aufgrund der größeren Fläche von Hülsenfrüchten rechnet die EU-Kommission mit einer Ernte von insgesamt 6,7 Mio. t und damit 10 % mehr als im Vorjahr. Nach Recherchen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) dürfte die Erzeugung von Ackerbohnen und Sojabohnen um jeweils 12 % steigen. Bei Sojabohnen würde mit 2,95 Mio. t sogar ein Rekordniveau erreicht werden. Während die Erzeugung von Futtererbsen voraussichtlich um 8 % auf 2,2 Mio. t wächst, dürften mit 260.000 t rund 2 % weniger Süßlupinen zusammenkommen. 

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) begrüßt die Anbauentwicklung als positiven Beitrag zu mehr Vielfalt in den Fruchtfolgesystemen. Gleichzeitig weist der Verband auf eine aktuelle Initiative von Copa-Cogeca hin, dem Zusammenschluss des europäischen Bauernverbandes und des europäischen Dachverbands der landwirtschaftlichen Genossenschaften. Dieser hatte die EU-Kommission angesichts der aktuellen Corona-Krise und der weiterhin starken Abhängigkeit der EU von Soja- und Rapsimporten aufgefordert, die Beschränkung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln bei stickstoffbindenden Pflanzen auf ökologischen Vorrangflächen aufzuheben, um die Produktion von Soja, Erbsen, Bohnen und Lupinen in der EU anzukurbeln.

Gleichzeitig wurde vor einem Rückgang des europäischen Angebotes eiweißreicher gentechnikfreier Koppelprodukte gewarnt, sollte die Produktion von Biokraftstoffen aus nachhaltig angebauten europäischen Rohstoffen wie Raps zurückgehen.

 

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Grafik der Woche (KW 19 2020)

EU-Ölsaatenfläche nimmt leicht zu

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Zur Ernte 2020 wurden in der EU-27 mehr Flächen mit Ölsaaten bestellt als im Vorjahr. Ausschlaggebend sind der avisiert größere Raps- und Sojaanbau.

Die Ölsaatenfläche der EU-27 zur Ernte 2020 wird von der EU-Kommission auf 10,6 Mio. ha geschätzt. Das wäre ein Zuwachs von 1,4 % gegenüber dem Vorjahr, aber rund 4,3 % weniger als im fünfjährigen Durchschnitt. Das Flächenplus geht auf eine Steigerung der Soja- und Rapsfläche zurück. Raps hat nach Angaben der EU-Kommission wie in den Vorjahren den größten Anteil an der Ölsaatenfläche. Auf ihn sollen 5,3 Mio. ha entfallen und damit etwa 2,7 % mehr als im Vorjahr. Der fünfjährige Durchschnitt wird dennoch um rund 10 % verfehlt. Ungünstige Witterungsbedingungen hatten die Aussaat von Raps im Herbst 2019 besonders in Frankreich erschwert, wo einige Flächen umgebrochen werden mussten. Der Sojaanbau in der EU-27 soll um rund 0,1 auf 1 Mio. ha steigen, während die Sonnenblumenfläche um 0,1 auf 4,2 Mio. ha schrumpfen dürfte.

Die EU-Kommission rechnet nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) mit steigenden Erträgen in der EU-27. Diese könnten in Verbindung mit dem erwarteten Flächenzuwachs im Ergebnis zu einer Ölsaatenernte von 29,5 Mio. t führen. Im Vorjahr waren es 1,5 Mio. t weniger. Mit 2,95 Mio. t dürften rund 11 % mehr Sojabohnen gedroschen werden und mit 16,5 Mio. t etwa 8 % mehr Raps. Die Sonnenblumenernte könnte mit 10 Mio. t so groß ausfallen wie im Vorjahr.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) bedauert, dass mit der geringen Ausdehnung des Anbaus von Soja und von Ölsaaten insgesamt die Möglichkeiten nicht ausgeschöpft worden seien. Insbesondere bei Raps bestehe ein EU-weites Steigerungspotenzial um mindestens 1 Mio. ha, verglichen mit dem Anbau im Jahr 2018. Dieser fehlende Anbau werde aus Drittstaaten importiert. Die Ausrichtung auf mehr Regionalität und Transparenz sei der wegweisende Ansatz der Europäischen „Farm-to-Fork-Strategie“ und könne die Klimabilanz der Landwirtschaft bzw. der gesamten Warenkette bis zum Verbraucher erheblich verbessern. Pflanzliches gentechnikfreies Protein aus regionaler Produktion liege im Trend. Diese Entwicklung dürfe aber nicht über rechtliche Maßnahmen erzwungen werden. Vielmehr müssten auskömmliche Erzeugerpreise sowie eine sachgerechte verlässliche Begleitförderung die Anbaufläche und die Vielseitigkeit in der Verwertungskaskade ziehen, fordert die UFOP mit Blick auf die von der EU-Kommission zum Monatesende angekündigte Bekanntmachung der Farm-to-Fork-Strategie.

 

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Grafik der Woche (KW 18 2020)

Anhaltend lebhafte Rapsimporte

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Australien und die Ukraine steuerten im Februar 2020 beachtliche Mengen zu den deutschen Rapsimporten bei; diese erreichten ein Rekordniveau.

Die bisher lebhaften deutschen Rapsimporte im Wirtschaftsjahr 2019/20 setzten sich den Angaben des Statistischen Bundesamts zufolge auch im Februar 2020 fort. Marktteilnehmer hatten wegen der als ausverkauft geltenden Herkunft Ukraine und der kleineren Ernte in Australien zum Jahresbeginn 2020 einen kräftigen Rückgang der Importe befürchtet. Umso überraschender ist festzuhalten, dass die Einfuhren im Februar mit gut 560.000 Tonnen ein Viertel höher als im Vorjahresmonat ausfielen und damit sogar ein Rekordhoch für diesen Monat erreichten.

Frankreich steuerte im Februar 2020 eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich kleinere, aber dennoch bedeutende Teilmenge von 79.300 Tonnen bei. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) kamen weitere größere Rapslieferungen aus Ungarn, Kanada und über die Niederlande. Doch die mit Abstand größten Mengen lieferte – ganz unerwartet – Australien: 122.500 Tonnen waren sogar deutlich mehr als im Februar 2019, als 93.000 Tonnen von dort importiert wurden. Ebenfalls überraschend sind die immer noch laufenden und im Vergleich zu den vergangenen Jahren sogar äußerst umfangreichen Rapslieferungen aus der Ukraine. Im Februar 2020 kamen rund 58.000 Tonnen von dort und damit eine 10-fach größere Menge als im Februar 2019. Ebenfalls neu als Lieferant trat Kanada auf, das in den vergangenen fünf Jahren keine große Rolle spielte. Hintergrund sind die weiterhin bestehenden Handelsrestriktionen zwischen Kanada und China, so dass Absatzmärkte in Europa gesucht wurden und werden.

 

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Grafik der Woche (KW 17 2020)

Ölmühlen zahlen mehr für Ernte 2020

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Die Erwartung einer erneut unterdurchschnittlichen Rapsernte in Deutschland treibt aktuell die Bemühungen der Ölmühlen, sich frühzeitig mit Ware für die kommende Saison zu versorgen. Erzeuger sind aber nur selten verkaufsbereit. Auch die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) nimmt die Aussaat 2020 in den Fokus und warnt vor einem stagnierenden bis rückläufigen Rapsangebot aus deutscher und europäischer Produktion. Der Verband mahnt deshalb den gesetzlichen Handlungsbedarf für das Auslaufen der Verwendung von Palmöl in Biokraftstoffen an. 

Die Erzeugerpreise für Raps sind im Februar deutlich eingebrochen und lagen zwischenzeitlich mit 329 EUR/t auf dem niedrigsten Stand seit Mai 2018. Seit Mitte März entwickeln sich die Preise mit Unterstützung der Terminmärkte langsam wieder nach oben. Alt- oder neuerntige Geschäfte stehen aber kaum dahinter. Viele Erzeuger waren in diesem Jahr ungewöhnlich früh ausverkauft und hatten schon seit Anfang Februar kaum mehr Restmengen auf Lager. Ölmühlen sind bis Ende des Wirtschaftsjahres 2019/20 gut gedeckt und zeigen prompt daher kaum Kaufinteresse.

Die Nachfrage der Ölmühlen nach Partien ex Ernte 2020 ist aber seit Mitte März besonders stark und früher als in anderen Jahren erwacht, da auch 2020/21 eine knappe Rapsversorgung in Aussicht steht. Die Verarbeiter sind deshalb verstärkt an ihrer Anschlussversorgung interessiert, allerdings ist die Verkaufsbereitschaft der Erzeuger quasi nicht vorhanden, da die Corona-Krise für Verunsicherung sorgt. Außerdem ist das Preisniveau unattraktiv und die Entwicklung der Feldbestände unsicher. Nachtfröste, unzureichende Niederschläge und Schädlingsbefall mindern regional das Ertragspotenzial. Kein Landwirt möchte Kontrakte für Ware abschließen, die er später nicht liefern kann. Das hat die Vorkontraktpreise früher und höher als im Vorjahr über die spot-Preise gehoben.

Die aktuelle Marktsituation bietet jedoch nur wenig Anreize für Landwirte, den Umfang des Rapsanbaus auszuweiten, befürchtet die UFOP. Denn es gebe weltweit weiterhin einen unvermindert hohen Angebotsdruck auf der Pflanzenölseite. Daher müsse immer wieder auf die Bedeutung der Nachfrage aus der Biodieselindustrie hingewiesen werden. Sie bleibe auch in Zukunft der mit Abstand wichtigste Abnehmer für nachhaltig zertifiziertes Rapsöl. Die Preisbildung auf dem Pflanzenölmarkt werde jedoch von den niedrigen Palmölpreisen dominiert.

Daher fordert die UFOP das Bundesumweltministerium auf, endlich die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, um die Verwendung von Biomasserohstoffen mit hohem Risiko für Landnutzungsänderungen baldmöglich auslaufen zu lassen. Diese Maßnahme würde den inländischen Markt beleben, zumal deutsche Ölmühlen bisher jährlich mehr als 9 Millionen Tonnen Rapssaat verarbeiten und mit mehr als 5,4 Millionen Tonnen Rapsschrot den mit Abstand wichtigsten Beitrag für eine gentechnikfreie Futterproteinversorgung leisteten. Hierauf seien die Milchviehbetriebe angewiesen, betont der Verband mit Hinweis auf die regionale Bindung des Rapsanbaus und der Verarbeitung in den Ölmühlen.

 

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Grafik der Woche (KW 16 2020)

Weltweite Sojaernte auf Rekordniveau erwartet

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Eine neue Rekordernte in Brasilien, eine US-Ernte auf Normalniveau und Produktionszuwächse in kleineren Erzeugerstaaten dürften die globale Sojaerzeugung 2020/21 nach den Erwartungen des Internationalen Getreiderates (IGC) auf Rekordniveau steigen lassen.

Nach dem Rückgang der Produktion in der vergangenen Saison um fast ein Fünftel wird für 2020/21 eine Erholung des US-Sojaanbaus vorhergesagt. In Verbindung mit Zuwächsen in Brasilien und kleineren Erzeugerstaaten könnte die weltweite Erntefläche gegenüber dem Vorjahr um 4 % zunehmen. In Kombination mit leichten Ertragszuwächsen stellt der IGC eine globale Produktionssteigerung von 7 % auf den neuen Spitzenwert von 366 Mio. t in Aussicht.

Die US-Erntefläche 2020/21 wird auf 34 Mio. ha prognostiziert, wodurch die Erntemenge auf 114,2 Mio. t steigen könnte. Allerdings ist der Aussaatbeginn noch Wochen entfernt, sodass diese frühe Prognose mit Vorsicht zu genießen ist.

In Kanada dürften derweil niedrige Preise und Handelsunsicherheiten aufgrund des Zerwürfnisses mit China die Anbaufläche 2020/21 leicht schrumpfen lassen. Durchschnittserträge vorausgesetzt, könnte die dortige Erzeugung im Jahresvergleich dennoch um 8 % auf 6,6 Mio. t steigen.

Der weltweite Sojakonsum 2020/21 wird nach IGC-Einschätzung das neunte Mal in Folge auf einen Spitzenwert – nun 365 Mio. t – steigen. Die weltweite Sojaerzeugung dürfte den Bedarf somit decken können.

 

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Grafik der Woche (KW 15 2020)

Rapskurse klettern nach oben

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Die Rapsnotierungen in Paris haben sich in den vergangenen drei Wochen tendenziell befestigt und entkoppeln sich damit von den zuletzt schwächeren Sojakursen.

Die Rapskurse in Paris haben seit ihrem Zwei-Jahres-Tiefstand von 335,50 EUR/t Mitte März um 8 % zugelegt. Der Rapsmarkt war zuvor im Zuge der Corona-Krise von Unsicherheit geprägt. Laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) hatten die Bedenken um einen Nachfragerückgang aus dem Biodieselsektor und damit auch nach dem Rohstoff Raps die Notierungen unter Druck gesetzt. Anfänglich kam Unterstützung von festen Sojanotierungen in Chicago. Zuletzt gaben zudem steigende Rohöl- und Palmölkurse Auftrieb. Weitere Unterstützung brachte der schwächere Euro, der Rapsöl für Käufer aus dem Ausland attraktiver macht.

Während die Rapsnotierungen ihren Anstieg auch über den Monatswechsel fortsetzten, knickten die Sojabohnenkurse ab und verloren 3 % an Wert. Zuvor hatten zwar die rege Nachfrage nach Sojaschrot und die logistischen Probleme in Südamerika aufgrund der Corona-Pandemie für einen starken Preissprung gesorgt. Nun sind aber die laufenden Ernten in Brasilien und Argentinien wieder in den Vordergrund gerückt. In Brasilien wird mit einer Rekordernte von 126 Mio. t gerechnet und auch in Argentinien wird eine große Ernte erwartet. Belastend wirkten zudem die schleppenden US-Exportgeschäfte mit China.

 

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Grafik der Woche (KW 14 2020)

Unerwartet große Nachfrage treibt Schrotpreise

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Die Corona-Krise veranlasste Anfang März viele Marktteilnehmer, zurückhaltend zu agieren und die weiteren Entwicklungen abzuwarten. Das änderte sich in den vergangenen zwei Wochen schlagartig.

Mit Blick auf die überraschend angeordneten Grenzschließungen und zwischenzeitlichen Diskussionen um die Verfügbarkeit von Transportkapazitäten orderten deutsche Viehhalter Mitte März große Mengen an Mischfutter. Die massiven Käufe befeuerten die Mischfutterherstellung und damit den Rohstoffbedarf der Produzenten und ließen die Nachfrage nach Proteinkomponenten regelrecht explodieren. Beim Sojaschrot kamen weitere preistreibende Einflüsse vom Weltmarkt dazu. Darunter der kräftige Anstieg der Kurse in Chicago, die in der 13. Kalenderwoche das höchste Niveau seit August 2018 erreichten.

Ein weiterer Faktor ist die geringere Sojaschrotproduktion in Argentinien, ausgelöst durch die Insolvenz einer großen Ölmühle. Die Ausbreitung der Corona-Pandemie und die Verhängung von Grenzschließungen in Argentinien und Brasilien bremsen Transporte und Verladungen in den Exporthäfen zusätzlich, obwohl der Warenverkehr die Grenzen eigentlich ungehindert passieren soll. Die Situation zeigt einmal mehr, dass die weltweite Logistikkette in Krisensituationen an ihre Grenzen gerät und dass die heimische Produktion von Eiweißkomponenten – etwa als Nebenprodukt der Biokraftstoffverarbeitung – einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Ernährungs- und Versorgungssicherheit in Deutschland leistet.

Zusammengefasst bedeutet dies für den deutschen Markt, dass die derzeit sehr lebhafte Nachfrage nach Sojaschrot auf ein unzureichendes Angebot trifft. Weitere Lieferengpässe sind möglich, sollte die Pandemie die Transportlogistik noch weiter einschränken. Genau dieser Gefahr wollen viele Viehhalter durch Vorratskäufe vorbeugen. Auch die Rapsschrotpreise ziehen dadurch nach oben, wenn auch in geringerem Umfang als die Notierungen für Sojaschrot.

Infolge der rasant gestiegenen Nachfrage sind die Preise für Sojaschrot seit Mitte März um durchschnittlich 19 % gestiegen. Rapsschrot legte im gleichen Zeitraum um 16 % zu.

 

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Grafik der Woche (KW 13 2020)

Pflanzenölpreise unter Corona-Druck

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Die Ausbreitung des Coronavirus hat insbesondere die globalen Rohölkurse und Pflanzenölpreise auf Talfahrt geschickt.

An den Pflanzenölmärkten geht es derzeit ausgesprochen ruhig zu. Die Corona-Pandemie erzeugt Druck an den Finanz- und Rohstoffmärkten und zieht auch die Kassapreise für Ölsaaten und Nachprodukte nach unten. Vor allem Rohöl hat mit dem Streit zwischen der OPEC und Russland wegen Diskrepanzen um die Fördermengen kräftig verloren. Infolge der Corona-Krise machen sich die Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens bei der Nachfrage nach Kraftstoffen bemerkbar. Kommunen reduzieren den öffentlichen Personennahverkehr; stark abgenommen haben der straßengebundene Güterverkehr, die Bauwirtschaft und die Anzahl der Pendler. Der Dieselabsatz ist international stark rückläufig. In gleichem Maße nimmt die Nachfrage bzw. der Einsatz von Biodiesel als Beimischungskomponente und schließlich die Nachfrage der Biodieselhersteller nach Pflanzenöl ab.

Rapsöl kostete zuletzt 690 EUR/t und hat sich damit innerhalb eines Monats um mehr als 18 % vergünstigt, Sojaöl erzielt mit 605 EUR/t fast 15 % weniger, nicht zuletzt, weil Soja- und Rapskurse in Chicago bzw. Paris deutlich nachgegeben haben. Sonnenblumen- und Palmöl verzeichnen Rückgänge von 11,5 und 16 % gegenüber dem Vormonat. Letzteres erhält seine Impulse im Wesentlichen vom internationalen Terminmarkt, an dem sich der Einbruch der malaysischen Palmölexporte von geschätzten 20 % im März 2020 als Belastungsfaktor erweist.

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Grafik der Woche (KW 12 2020)

Mehr gentechnikfreies Rapsschrot im Mischfutter bei rückläufiger Produktion

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Die Verwendung von Ölschroten aus Raps und Sojabohnen zur Futtermittelherstellung ist zwar in den vergangenen vier Jahren gesunken, der Anteil von Rapsschrot aber gewachsen.

Der Einsatz von Ölschroten im Mischfutter ist in den vergangenen vier Jahren stetig zurückgegangen. In der ersten Wirtschaftsjahreshälfte 2015/16 wurden 3,4 Mio. t verwendet, 2019/20 waren es mit 2,84 Mio. t rund 17 % weniger. Besonders deutlich ist dabei der Anteil von Sojaschrot gesunken, nicht zuletzt infolge des rückläufigen Schweinebestandes. Die Verarbeitung nahm um fast 30 % auf ca. 1,2 Mio. t ab. Der Einsatz von Rapsschrot ist dagegen um 10 % auf ca. 1,3 Mio. t zurückgegangen.

Gleichzeitig haben sich die Anteile der Schrote an der Gesamtverarbeitung verschoben. Während der Anteil von Sojaschrot in den vergangenen vier Jahren von 48 auf 41 % schrumpfte, nahm der von Rapsschrot von 41 auf 44 % zu.

Nach Angaben der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (mbH) ist der größte Teil des in der Futtermittelherstellung verarbeiteten Sojaschrotes gentechnisch verändert und wird aus Drittstaaten, insbesondere aus Argentinien, den USA oder Brasilien importiert. Dieses wird hauptsächlich in der Geflügel- und Schweinefütterung eingesetzt. Eine Ursache für die Nachfrageentwicklung nach gentechnikfreiem Rapsschrot ist die zunehmende Kennzeichnung der Milchprodukte „ohne Gentechnik“ und der Futterwert des Rapsschrotes. Fütterungsvorhaben der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) bestätigten wiederholt die gute Eignung von Rapsschrot als alleinige Proteinkomponente in der Milchviehfütterung.

Die UFOP unterstreicht die große Bedeutung der Auslobung des Alleinstellungsmerkmals „ohne Gentechnik“ als wichtigen Beitrag zur Sicherung des heimischen Rapsanbaus. Immerhin betrage der Anteil des Rapsschrotes an der Saat ca. 60%. Raps sei die mit Abstand wichtigste gentechnikfreie Proteinquelle in Deutschland und in der EU, wo die Anbaufläche mehr als 6 Mio. Hektar umfasst. Auch in Ländern wie Frankreich spiele dieser Aspekt eine zunehmende Rolle, sichtbar an der stetig wachsenden „gentechnikfreien“ Auslobung der Milchprodukte wie in Deutschland.

Vor diesem Hintergrund verfolge die UFOP mit Sorge die Strategielosigkeit bei Biodiesel aus Rapsöl, dem wichtigsten Absatzmarkt für das Öl. Die Perspektive einer regionalen Proteinversorgung mit Raps als wichtigste Blühpflanze könne nur dann gelingen, wenn auch eine angemessene Wertschöpfung für das Rapsöl erzielt werden könne. Die deutschen Biodieselhersteller seien die mit Abstand wichtigsten Abnehmer des Rapsöls. Die Politik müsse endlich die ökonomischen Zusammenhänge der bereits existierenden Bioökonomie erkennen und die gesamte Ökosystemleistung des Rapsanbaus in der Fruchtfolge auch ökobilanziell bewerten, betont die UFOP. Der Verband erwartet, dass dieser Ansatz zur Verbesserung der Wettbewerbsstellung im Rahmen der Entwicklung der Ackerbaustrategie berücksichtigt werde.

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Grafik der Woche (KW 11 2020)

Niederlande bleiben Hauptabnehmer von deutschem Biodiesel

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Im vergangenen Jahr hat Deutschland rekordhohe Mengen an Biodiesel ex- aber auch importiert. Während Polen vor zwei Jahren noch das zweitwichtigste Exportziel war, hat sich Belgien 2019 auf diesen Platz vorgeschoben.

Im Kalenderjahr 2019 kletterte der deutsche Außenhandel mit Biodiesel sowohl bei den Ein- als auch bei den Ausfuhren auf Rekordhöhe. Die Exporte wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 18 % auf über 2 Mio. t gesteigert. Bei den Importen lässt sich ein Zuwachs von 16 % auf 1,4 Mio. t verzeichnen.

Deutschland hat 2019 nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) rund 859.000 t Biodiesel an die Niederlande verkauft. Die zweitgrößte Menge ging an Belgien, das sich mit 263.000 t auf Rang zwei schob. Im Vorjahr lag Belgien noch auf Platz drei hinter Polen. Das Land hat seine Nachfrage damit gegenüber Vorjahr verdoppelt. Von den Beneluxstaaten wird die Ware über die Häfen an Nicht-EU-Staaten verteilt. Drittgrößter Abnehmer von deutschem Biodiesel war Polen, das seinen Bedarf in den vergangenen drei Jahren stetig auf 250.000 t gesteigert hat.

Die Biodieselimporte Deutschlands beliefen sich im Jahr 2019 auf 1,4 Mio. t. Der Großteil der Einfuhren kam mit rund 1 Mio. t über die Niederlande und Belgien. Das waren rund 18 % mehr als im Vorjahr. Die Ware stammt aber nicht nur aus den Beneluxländern, sondern hauptsächlich aus Drittstaaten. Drittgrößtes Lieferland war Malaysia mit 153.000 t, das waren fast 20 % mehr als im Vorjahr.

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Grafik der Woche (KW 10 2020)

Deutsche Biodieselausfuhren auf Rekordniveau

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Im vergangenen Jahr war Deutschlands Außenhandel mit Biodiesel sehr lebhaft. Das Gesamtvolumen von 3,7 Mio. t übersteigt das Vorjahresniveau um fast 20 %.

Der Außenhandel Deutschlands mit Biodiesel erreichte im Kalenderjahr 2019 sowohl bei den Importen als auch bei den Exporten neue Höchststände. Vor allem die Exporte stechen ins Auge, die nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 2,3 Mio. t erstmals die Marke von 2 Mio. t knackten. Das waren fast 18 % oder 346.000 t mehr als im Vorjahr.

Die Union zu Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) stellt fest, dass Deutschland in der Europäischen Union der wichtigste Standort für die Produktion und Vermarktung von Biodiesel ist und damit gleichzeitig den heimischen Rapsanbau sichert. Rein rechnerisch gehe die gesamte deutsche Rapsernte in die Biodieselproduktion, allerdings ohne einen positiven Effekt auf die Erzeugerpreise, beklagt der Verband. Ob die ab dem Jahr 2020 von 4 % auf 6 % erhöhte Treibhausgas-Minderungsquote dazu führt, dass der Export verringert werden müsse, bleibe abzuwarten.

Jedoch zeige die Import-/Exportbilanz von fast 900 Tsd. t Biodiesel auf, dass Deutschland das entsprechende Treibhausgas-Minderungspotenzial quasi exportiere. Dieses müsse inländisch genutzt werden angesichts der ab 2021 geltenden sektoralen Verpflichtungen durch das Klimaschutzgesetz. Es sei absehbar, dass der Verkehrssektor der Zielerfüllung hinterherlaufen werde. Folglich müssten aus Steuermitteln Emissionszertifikate von anderen Mitgliedstaaten zugekauft werden, kritisiert die UFOP. Alternativ könne die Treibhausgas-Minderungsquote schrittweise angehoben werden, um das heimische Klimaschutzpotenzial vollständig auszuschöpfen.

 

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Grafik der Woche (KW 09 2020)

USA und Ukraine dominieren EU-Ölsaatenimporte

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Die Ukraine wird für die Rapsversorgung der Gemeinschaft immer wichtiger. Aus den USA kamen in den vergangenen Monaten große Sojamengen.

Im bisherigen Saisonverlauf 2019/20 erhielt die EU-28 rund 8,7 Mio. t Sojabohnen aus Übersee und damit fast 6 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei zeichnet sich eine Verschiebung der Warenströme ab. So lieferten die USA seit Wirtschaftsjahresbeginn am 01.07.2019 die USA mit 52 % der Gesamtimporte den größten Anteil. Das war zwar auch im Vorjahreszeitraum 2017/18 so, aber mit 79 % bzw. 7,1 Mio. t war der Anteil bzw. die absolute Menge seinerzeit noch deutlich größer. Die geringere Liefermenge in der laufenden Saison dürfte vor allem mit der kleineren US-Ernte (-20 % zum Vorjahr) zusammenhängen. Überraschend viel kam indes aus Kanada. Die Lieferungen haben sich gegenüber Vorjahresmenge verachtfacht.

Beim Raps ist die Ukraine Hauptlieferant der EU-28, in der laufenden Saison wurden rund 2,8 Mio. t importiert. Das entspricht gegenüber Vorjahreszeitraum eine Steigerung von knapp einem Drittel. Laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) hat die Ukraine als Rapsherkunft für die EU damit deutlich an Gewicht gewonnen. Mehr Bedeutung hat in diesem Wirtschaftsjahr auch Kanada, das seine Liefermenge sogar auf über 1 Mio. t mehr als vervierfacht und damit Australien auf Rang drei abgedrängt hat. Ursachen sind der Mengendruck in Kanada infolge des Ausfalls der Exporte nach China und das trockenheitsbedingt geringere Angebot in Australien.

 

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Grafik der Woche (KW 08 2020)

Stroh ist ein knapper Wertstoff und kein Abfall

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Getreidestroh ist knapp. Die vielfältigen Einsatzbereiche machen Getreidestroh zu einer nachgefragten Ressource. Dazu gehören der Humusaufbau für den Klimaschutz und die Verbesserung der Bodenqualität im konventionellen wie im Ökolandbau, die Verwendung als Strukturfutter, der steigende Einstreubedarf und die Erweiterung von Fruchtfolgesystemen mit Blattfrüchten wie zum Beispiel Körnerleguminosen. Die Herstellung von Biokraftstoffen wird sich als Nutzungspfad hinten anstellen müssen.

Damit hinterfragt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) die aktuelle politische Bevorzugung von Biokraftstoffen aus Reststoffen, wenn Getreidestroh als Rohstoffquelle genannt werde. Dieses ist ein Handelsgut und sei zum „Nulltarif“ nicht zu haben. Im Gegenteil: Getreidestroh werde zwischen 95 bis 120 EUR je Tonne gehandelt. Tendenziell stiegen die Preise, insbesondere dann, wenn witterungsbedingt eine Strohbergung nicht möglich oder der Strohertrag ohnehin gering sei, betont der Verband. Aus Sicht der UFOP gehöre Getreidestroh als Strukturverbesser in die „CO2-Senke“ Boden für die Bildung von Dauerhumus. Außerdem werde der „Anbauflächenbedarf“ zu wenig beachtet.

Die UFOP hinterfragt auch, warum die Treibhausgas(THG)-Bilanz von Bioethanol aus Stroh besser sein solle als aus Anbaubiomasse. Stroh sei ein Wertstoff, deshalb müsse der Aufwand für die Produktion, Düngung, Kraftstoff usw. nach den internationalen Ökobilanzregeln auf das Korn und den Strohanteil verteilt werden. Getreidestroh als Rohstoff mit einem THG-Wert von „0“ g CO2/MJ zu bevorzugen sei nicht sachgerecht. Die UFOP mahnt den Korrekturbedarf in der RED II an, die infolge des „European Green Deals“ überprüft werden soll.

Anpassungsbedarf sieht die UFOP auch bei Biokraftstoffen aus Rapsöl. Hier müsste die Proteinkomponente dem Biokraftstoffanteil gutgeschrieben werden. Die Politik ignoriere geradezu die Option, mit einer solchen Anrechnung für die in der Europäischen Union für die Biokraftstoffherstellung genutzten Kulturarten wie Raps, Getreide, Mais und Zuckerrüben einen Absatzmarkt und damit Wertschöpfung für die Ackerbaubetriebe zu sichern.

Die UFOP fordert die Bundesregierung auf, für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die sich naturgemäß an den Anforderungskriterien für einen nachhaltigen Anbau orientieren müssen. Hier seien infolge der Umsetzung der RED Zertifizierungssysteme und -verfahren etabliert, die als gesetzlich verbindliche Marktzugangsregelung schärfere internationale Standards setzen als die sogenannten „Sustainable Development Goals “. Diese müssten auch für Biokraftstoffe aus Reststoffen gelten. Denn die UFOP erwarte, dass infolge der bestehenden Regelungen Biokraftstoffe aus Reststoffe auch aus Drittstaaten importiert werden.

 

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Grafik der Woche (KW 07 2020)

Rapsvorräte in Kanada leicht gesunken

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Die Prognosen der kanadischen Vorräte für Raps und Sojabohnen wurden zurückgenommen. Die Zahlen liegen aber in beiden Fällen über dem langjährigen Durchschnitt.

Das kanadische Statistikamt veröffentlichte jüngst seine Einschätzung zu den Getreide- und Ölsaatenvorräten zum Jahresende 2019. Das Amt beziffert die Lagerbestände auf insgesamt 18,5 Mio. t. Das entspricht zwar einem Rückgang von 4 % zum Vorjahresniveau, ist aber eine Steigerung von 3,2 % zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Bei Raps, der als mengenmäßig bedeutendste Ölsaat gut drei Viertel der kanadischen Ölsaatenvorräte ausmacht, verhält es sich ähnlich: 14,3 Mio. t stellen einen Rückgang von 2,4 % zum Vorjahr dar, bedeuten aber auch einen Anstieg von 4,9 % zum Fünfjahresmittel.

Der Rückgang gegenüber Dezember 2018 ist nach Angaben des kanadischen Statistikamtes auf eine Verringerung der Erzeugervorräte um 5,9 % auf 12,4 Mio. t zurückzuführen. Trotz deutlich höherer Anfangsbestände zum Wirtschaftsjahr 2019/20 hat die geringere Rapsernte 2019 in Verbindung mit einer umfangreicheren Verarbeitung die Verfügbarkeit schrumpfen lassen. Die Sojabohnenvorräte des Landes zum Jahresende 2019 schätzt das kanadische Statistikamt auf 3,9 Mio. t und damit 9,4 % unter Vorjahr. Das Fünfjahresmittel wird aber um 2,7 % übertroffen.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) weist darauf hin, dass die Lagermenge bei Raps etwa 70% der Erntemenge von 20,1 Mio. t im Wirtschaftsjahre 2019/20 ausmacht. Diese hohen Vorräte drücken auf die Erzeugerpreise, zumal der Export nach China nach den Handelsauseinandersetzungen bisher nicht auf das frühere Niveau von 4,3 Mio. t zurückgekehrt ist.

 

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Grafik der Woche (KW 06 2020)

EU-28 erntet mehr Futtererbsen

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Sowohl weltweit als auch in der EU-28 wurden 2019/20 mehr Futtererbsen gedroschen als im Vorjahr.

Die Ernte von Hülsenfrüchten ist in den Haupterzeugerländern auf der Nordhalbkugel abgeschlossen. Nach aktuellen Angaben des Internationalen Getreiderates (IGC) dürfte die Ernte von Futtererbsen 2019/20 etwas größer ausgefallen sein als im Vorjahr. Es sind weltweit 13,9 Mio. t geerntet worden, das sind 0,8 Mio. t mehr als 2018/19, verfehlt das Niveau von 2017/18 aber deutlich um 2,2 Mio. t. Das globale Ernteplus ist auf eine höhere Erzeugung in Nordamerika zurückzuführen. Dort wurde die Produktion im Vergleich zum Vorjahr um fast 40 % auf 1 Mio. t gesteigert. Kanada bleibt weiterhin Top-Erzeuger von Futtererbsen. Dort sollen im aktuellen Wirtschaftsjahr rund 4,2 Mio. t geerntet worden sein, 18 % mehr als im Vorjahr. Auch in der EU-28 wurden fast 10 % mehr Futtererbsen von den Feldern geholt. Nur in Russland und der Ukraine soll der Drusch aufgrund von Flächenverkleinerung und geringeren Erträgen um 10 % bzw. 28 % geschrumpft sein.

Trotz der etwas größeren Weltproduktion dürfte der globale Handel mit Futtererbsen 2019 abnehmen. Obwohl die Exporte an Futtererbsen um schätzungsweise 0,5 auf 5,5 Mio. t zurückgehen soll, machen sie den größten Anteil am Welthandel mit Hülsenfrüchten aus. Aufgrund der größeren Futtererbsenernte in der EU-28 dürften die Exporte der europäischen Gemeinschaft nach Einschätzung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) 2019/20 etwas zunehmen.

 

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Grafik der Woche (KW 05 2020)

Kleines Rapsangebot beflügelt Erzeugerpreise

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Die zunehmend knappe Rapsversorgung in Deutschland hat die Erzeugerpreise besonders seit November 2019 nach oben getrieben.

Die Rapserzeugerpreise sind seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2019/20 und in den vergangenen drei Monaten deutlich gestiegen. Lag der Preis Anfang November des vergangenen Jahres noch bei 366 EUR/t, kletterte dieser bis zur dritten Januarwoche um 32 auf 398 EUR/t. Das war das bisher höchste Niveau in dieser Saison und zudem der höchste Stand seit März 2017.

Grund für den starken Preisanstieg ist die zusehends knappere Rapsversorgung in Westeuropa und Deutschland. Zudem haben die Lieferungen aus der Ukraine spürbar an Fahrt verloren. Durch die lebhaften Exporte in der ersten Wirtschaftsjahreshälfte 2019/20 sind dort nur noch Restmengen verfügbar. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) ist auch die deutsche Ernte schon weitgehend vermarktet. Höchstens ein Drittel der Ernte 2019 befindet sich noch in Erzeugerhand. In der Hoffnung auf weitere Preissteigerungen werden diese Restmengen aber zurückgehalten. Aus anderen wichtigen Lieferländern wie Australien dürfte in der zweiten Saisonhälfte nur wenig Ware zusammenkommen. Anbaurückgang und extreme Witterung haben die Ernte dort stark dezimiert.

Aufgrund der knappen Versorgung könnten sich die Rapspreise auch in den kommenden Wochen auf hohem Niveau halten.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) erwartet mit Blick auf die anstehende Ernte und Aussaat, dass Erfassungshandel und Ölmühlen frühzeitiger mit den erforderlichen Angeboten auf die Erzeuger zugehen, um den Rohstoff nicht nur nach der Ernte, sondern bereits mit der Aussaat zu sichern. Die UFOP sieht in der seit Anfang 2020 um 2% auf 6% gestiegenen Treibhausgasquote einen richtungsweisenden Impulsgeber. Das Wettrennen um den nachhaltig zertifizierten Rohstoff Raps ist eröffnet.

 

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Grafik der Woche (KW 04 2020)

Rekordsojaernte in Brasilien erwartet

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Brasilien dürfte sich 2019/20 mit einer Rekordernte an Sojabohnen vor die USA an die Spitze der Sojaerzeuger schieben. Die USA haben hingegen die kleinste Ernte seit sechs Jahren eingefahren.

Im Wirtschaftsjahr 2019/20 dürfte die globale Sojabohnenversorgung mit 338 Mio. t rund 6 % kleiner ausfallen als in den drei vorangegangenen Jahren. In den USA ist die Sojabohnenernte bereits beendet, rund 96,8 Mio. t wurden gedroschen, das sind 24 Mio. t weniger als im Vorjahr. Grund dafür waren die zu nassen Witterungsbedingungen von der Aussaat bis zur Ernte. Deshalb dürfte Brasilien im Wirtschaftsjahr 2019/20 mit einer avisierten Rekordernte von 123 Mio. t wieder an die Spitze der Sojaerzeuger rücken. Sowohl Flächenausweitungen als auch wachsende Erträge in Brasilien dürften nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) zur dortigen Erntesteigerung beitragen. Das gesamte brasilianische Getreide- und Ölsaatenareal wurde gegenüber Vorjahr um 967.200 ha auf 61,6 Mio. ha ausgeweitet. Alleine die Sojabohnenfläche verzeichnet einen Zuwachs von 923.900 ha auf 36,8 Mio. ha. Argentinien – drittgrößter Sojaerzeuger weltweit – sollen hingegen etwas weniger Sojabohnen von den Feldern geholt werden als im Vorjahr. Die Erntemenge wird voraussichtlich um 2,3 auf 53 Mio. t sinken. Trockenheit hatte dort das Aussaattempo gebremst. Für Südamerika könnten die Ernteschätzungen aber in den kommenden Monaten noch korrigiert werden, da der Drusch dort erst Anfang März beginnt. Die USA, Brasilien und Argentinien stellen rund 81 % der globalen Sojaerzeugung.

 

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Grafik der Woche (KW 03 2020)

Pflanzenölindex auf 2-Jahreshoch

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Feste Pflanzenölpreise haben den Preisindex für Pflanzenöle der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zum Jahresende 2019 deutlich steigen lassen.

Seit Juni 2019 ist der FAO Pflanzenölindex stetig gestiegen. Damals lag er bei 126 Punkten und ist seitdem um knapp 40 auf 165 Punkte nach oben geklettert. Alleine von November bis Dezember stieg er um 9,4 % oder 14 Punkte, dem zweitgrößten Zuwachs im Jahr 2019. Er wurde vor allem durch die festen Palmölpreise nach oben getrieben. Aber auch die Forderungen für Soja-, Sonnenblumen- und Rapsöl legten kräftig zu. Der Grund für den starken Anstieg der Palmölpreise war eine lebhafte Nachfrage, insbesondere aus dem Biodieselsektor, bei gleichzeitig schrumpfendem Angebot. Die Soja-, Sonnenblumen- und Rapsölpreise profitierten Ende 2019 von kleineren Verarbeitungsmengen. Eine geringere Verarbeitung in den Ölmühlen führt auch zu einem geringeren Output an Nachprodukten; dies entlastet den Markt und stützt die Preise. Zudem war die weltweite Nachfrage nach Soja-, Sonnenblumen-, und Rapsöl rege.

Die Sorge um eine Verknappung des weltweiten Angebots stützte die Preise zusätzlich. Trotz des starken Preisanstiegs der Pflanzenöle seit November lag der FAO-Pflanzenölindex für das Kalenderjahr 2019 bei durchschnittlich 135,2 Punkten und damit 8,9 Punkte niedriger als 2018. Das ist zudem der tiefste Jahresdurchschnitt seit 2006.

Die Entwicklung der Erzeugerpreise für Rapssaat wird vorrangig vom Preisniveau der Ölkomponente vorgegeben. Trotz der zuletzt erfreulichen Entwicklung der Erzeugerpreise auf etwa 390 EUR je Tonne befinden sich diese immer noch auf einem Niveau, das aus Erzeugersicht zu niedrig sei, kommentiert die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP).

Die internationalen Pflanzenölmärkte würden vor allem durch staatliche Regelungen zur Erhöhung der Beimischungsanteile von Biodiesel in Südamerika und besonders in Asien gestützt. Hiervon habe auch Rapsöl profitiert. Die Biokraftstoffpolitik der Europäischen Union schränke dagegen die Verwendung von heimisch erzeugten Rohstoffen bzw. Biokraftstoffen bei der Umsetzung der Erneuerbare Energien-Richtlinie weiter ein, statt nachhaltig zertifizierte und treibhausgasoptimierte Biokraftstoffe zu fördern, beklagt die UFOP.

Der Verband erwartet, dass mit dem von der EU-Kommission angekündigten „Green Deal“ auch diese Förderpolitik überprüft werde. Andere Maßnahmen der Marktstützung infolge einer nationalen oder europäischen Bioökonomiestrategie seien nicht in Sicht. Ankündigungen reichten nicht; nun müssten markt- bzw. erzeugerpreiswirksame Absatzalternativen geschaffen werden, fordert die UFOP.

 

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Grafik der Woche (KW 02 2020)

Biokraftstoffe beanspruchen wenig Fläche

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Obwohl der Anteil der Fläche zur Biokraftstofferzeugung 2018 um 1 Prozentpunkt zugelegt hat, ist er weiterhin sehr gering.

Weltweit werden auf 1,56 Mrd. ha Kulturpflanzen wie Getreide, Ölsaaten, Eiweiß-, Zucker- und Faserpflanzen, Obst, Gemüse, Nüsse u.a. angebaut. Von diesen Produkten gelangt das meiste in die Nahrung, nur rund 5 % der Fläche wurden 2018 für die Biokraftstoffproduktion genutzt.

Dabei zeichnet sich sehr deutlich ab, dass die Biokraftstoffproduktion zumeist dort angesiedelt ist, wo es ohnehin Rohstoffüberschüsse gibt. Ohne Biokraftstoffe müssten diese am Weltmarkt platziert werden, was die ohnehin niedrigen Rohstoffpreise stark belasten würde. Die Biokraftstoff-Verwendung verringert den Produktionsüberhang, sorgt für eine zusätzliche Wertschöpfung und verringert den Bedarf an Devisen für den Import von Rohöl oder fossilen Kraftstoffen. Dieses Problem betrifft besonders die ärmeren Länder. Ein weiterer Vorteil ist der gleichzeitige Anfall von hochwertigen Eiweißfuttermitteln bei der Biokraftstoffherstellung. Deren Bedarf steigt stetig. Der Anteil und die Qualität der Eiweißfuttermittel nehmen maßgeblich Einfluss auf die Preise der Rohstoffe. Sie bestimmen somit auch den Umfang der Anbauflächen. So sind Biokraftstoffe mitnichten die Preistreiber an den Rohstoffmärkten. Im Bedarfsfall stehen die Rohstoffe, die für die Biokraftstoffproduktion angebaut wurden, in erster Linie der Nahrungsmittelversorgung zur Verfügung. Im Falle einer politisch geförderten Extensivierung entfällt diese Option zur „Pufferung“ der Nahrungsmittelnachfrage.

 

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Grafik der Woche (KW 01 2020)

Knappes Rapsangebot treibt Rapsschrotpreise

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Die Aussicht auf eine knappe Marktversorgung mit Raps sowohl im laufenden als auch im kommenden Wirtschaftsjahr trieb die Preise vor Weihnachten kräftig nach oben. Und das nicht nur bei den Ölsaaten, sondern auch bei den Nachprodukten.

Die Ölschrotpreise legten seit November kräftig zu. Ursache ist die reduzierte Vermahlung von Rapssaat in den Ölmühlen und das hierdurch verknappte Angebot an Rapsschrot. Dies treibt die Preise nach oben, zumal vor Weihnachten zusätzlich die Nachfrage kurzzeitig aufflammte. Zudem erhielten die Rapsschrotpreise am deutschen Kassamarkt Unterstützung von den Terminnotierungen in Paris. Vor allem die Prognose auf eine knappe Marktversorgung mit Raps trieb die Kurse kräftig nach oben.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Verkaufspreisen für Rapsschrot wider. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) wurden Mitte Dezember ab deutscher Ölmühle 212 EUR/t verlangt und somit 24 EUR/t mehr als Mitte November. Das bedeutet umgerechnet 6,06 EUR/Prozent Protein in einer Tonne Rapsschrot im Dezember gegenüber 5,37 EUR im Vormonat. Damit büßt Rapsschrot gegenüber Sojaschrot im Vergleich zum vorangegangenen halben Jahr zwar an Wettbewerbsfähigkeit ein. Der Preisunterschied von 2,56 EUR/t für ein Prozent bleibt dennoch über dem Durchschnitt. Vor einem Jahr lagen die Preiskurven für Protein nur 1,50 EUR/t auseinander.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) erwartet auch für das kommende Wirtschaftsjahr ein ähnlich knappes Angebot, wenn die erforderlichen Vorkontraktpreise zur Aussaatzeit die Rapserzeuger nicht dazu anreizen sollten, die betriebliche Anbaufläche auszudehnen. Die Ölmühlenwirtschaft befinde sich in dem Dilemma, dass die Preiszurückhaltung auf Sicht das Angebot verknappt und Raps zur Auslastung der Vermahlungskapazität dann importiert werden muss.

 

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