Grafik der Woche (KW 31 2021)

EU-Höchsternten an Soja und Sonnenblumen prognostiziert

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In der EU-27 dürften 2021 erneut mehr Ölsaaten geerntet werden. Ausschlaggebend ist die Aussicht auf Rekordernten für Sojabohnen und Sonnenblumenkerne. Auch die Rapsernte legt zu.

Die Ölsaatenernte in der EU-27 könnte größer ausfallen als in den beiden Jahren zuvor. Die EU-Kommission schätzt die Erzeugung 2021 aktuell auf 30,6 Mio. t. Dies wären knapp 11 % mehr als im überaus schwachen Vorjahr. Das langjährige Mittel wird dennoch um etwa 1 % verfehlt.

Besonders deutlich fällt das Prognoseplus für Sonnenblumenkerne aus. Ausschlaggebend ist vor allem die Erwartung überdurchschnittlicher Erträge, denn die Anbaufläche wurde gegenüber Vorjahr nur marginal verändert. Die jüngst avisierten 10,8 Mio. t wären nicht nur knapp ein Viertel mehr als im Vorjahr, sondern ebenso ein Rekordvolumen. Sonnenblumenkerne sind mengenmäßig die zweitwichtigste Ölsaat in der EU-27. Den größten Anteil an der Produktion nimmt traditionell Raps ein. Mit einer Anbauflächenausdehnung von 3 % wurden schon frühzeitig die Weichen für eine größere Ernte gestellt. Aber die Erträge werden aufgrund der ungünstigen Vegetationsbedingungen den Erwartungen nicht gerecht. In ihrer jüngsten Schätzung hat die EU-Kommission die Ertragsaussichten um 1,5 % auf 31,8 dt/ha reduziert, was aber immer noch 2 % mehr als im Vorjahr und 4 % über dem langjährigen Durchschnitt wäre. So könnten 2021 EU-weit 16,9 Mio. t Raps zusammenkommen, 4 % mehr als im Vorjahr.

Die Dritte im Bunde ist die Sojabohne. Mit einer 3 % größeren Anbaufläche und geschätztem Ertragsplus von 8 %, was dem von 2019 sehr nahekäme, könnte laut Brüssel einen EU-Sojaernte von 2,9 Mio. t gedroschen werden, 11 % mehr als im Vorjahr und so viel wie noch nie in der EU-27.

Angesichts dieser Ertragserwartungen und der aktuell sehr positiven Preisentwicklungen bei Pflanzenöl und Ölschroten unterstreicht die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) die verbesserte Wirtschaftlichkeit und die Bedeutung dieser Kulturarten im Hinblick auf die zukünftig erforderliche Anpassung klimaresilienter Fruchtfolgen und als Blühpflanzen für die Biodiversität. In Deutschland bestehe noch erhebliches Entwicklungs- bzw. Anbaupotenzial zur Optimierung der mit der Stickstofffixierung von Körnerleguminosen verbundenen Klimaschutz- und Ökosystemleistung, betont die Förderunion mit Blick auf die zukünftige Ausgestaltung der Ackerbaustrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

 

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Grafik der Woche (KW 30 2021)

Rapsschrotexporte erreichen Rekordvolumen

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Der Rapsschrotexport Deutschlands erreicht Rekordniveau. Von Juli 2020 bis Mai 2021 wurden 17 % mehr ausgeführt als im Vorjahr und damit so viel wie noch nie. Die größten Mengen erhielten traditionell die Niederlande und Spanien für die Milcherzeugung.

Deutschland hat von Juli 2020 bis Mai 2021 knapp 2 Mio. t Rapsschrot exportiert. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes etwa 17 % mehr als im Vorjahreszeitraum und die größte Menge seit Aufzeichnung. Das meiste davon, knapp 1,9 Mio. t, blieb in der europäischen Gemeinschaft. Größter Abnehmer waren die Niederlande mit rund 950.000 t und einem Zuwachs von 25 % sowie Spanien mit rund 282.000 t (+29 %). Finnland hielt, trotz Rückgang von 12 % auf 141.000 t, Platz 3. Der Export nach Frankreich vergrößerte sich marginal auf 139.000 t. Die Schweiz war erneut wichtigster Abnehmer außerhalb der Europäischen Gemeinschaft mit nahezu unveränderten 38.500 t. Neu hinzugekommen ist der alte EU-Partner Großbritannien. Das Königreich verdoppelte im genannten Zeitraum mit knapp 45.000 t seine Importmenge. Laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH), kehrte sich der Export von Ölschroten seit 2015/16 erstmals wieder zu Gunsten von Rapsschrot in Höhe von 12% um.  

Gemessen an der Verarbeitungskapazität von ca. 9 Mio. t Rapssaat, ist Deutschland der wichtigste Verarbeitungsstandort und Lieferant der EU 27 von gentechnikfreiem Rapsschrot, stellt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) fest. Die in der Produktpalette stetig zunehmende Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Die Förderunion sieht zwar die Kennzeichnung als im Markt für die Verbraucher angekommen an, jedoch noch erhebliches Potenzial in der Bewerbung der Herkunft der Proteinfuttermittel als ein Element für mehr Transparenz und Regionalbindung. Hier denke die Politik die vernetzte Bioökonomie bislang nicht zu Ende, kritisiert die UFOP mit Nachdruck und Hinweis auf die „Farm-to-Fork“-Strategie der EU-Kommission

 

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Grafik der Woche (KW 29 2021)

Hitze in Kanada verringert Rapsangebot

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Die Aussicht auf ein knappes Rapsangebot beim größten Rapsexporteur der Welt treibt auch die Preise in der EU nach oben, einem wichtigen Abnehmer kanadischer Ware.

In Winnipeg erreichte der Juli-Kontrakt am 13.07.21 die Marke von umgerechnet knapp 661 EUR/t und damit einen neuen Höchststand. Bereits in den Tagen zuvor war ein überdurchschnittliches Plus verzeichnet worden, zumal mit Limit-Up der größtmögliche Tagesgewinn verzeichnet worden war. Damit hat Raps in Kanada innerhalb von einer Woche um rund 100 EUR/t zugelegt.

Auslöser sind die erwarteten hitzebedingten Ernteausfälle beim weltgrößten Exporteur Kanada. Die anhaltend hohen Temperaturen und die Trockenheit in den Prärien haben die Pflanzenentwicklung massiv beeinträchtigt. Das wird das Ertragspotenzial limitieren. Das USDA hat die Ertragsprognose in seiner jüngsten Schätzung auf Basis von Meldungen aus Kanada auf 22,4 dt/ha gesenkt und damit unter das langjährige Mittel. Damit reduziert sich auch die potenzielle Erntemenge. Die Schätzung wurde gegenüber dem Vormonat um 0,3 auf 20,2 Mio. t zurückgenommen. Bereits in den Wochen zuvor hat das äußerst knappe Angebot an kanadischem Raps zu einem starken Preisauftrieb geführt, der die Nachfrage allerdings kaum dämpfen wird. Allein die EU wird aufgrund der eigenen unzureichenden Versorgung 0,15 Mio. t mehr Raps aus dem Ausland benötigen.

Während Kanada im Vorjahr auf Vorräte in Höhe von gut 3 Mio. t aus 2019/20 zurückgreifen konnte, sind die Läger vor der Ernte 2021 mit 1,2 Mio. t nahezu leergefegt. Selbst wenn die Ernte mit schätzungsweise gut 20 Mio. t im Jahresvergleich 1 Mio. t umfangreicher ausfallen sollte, rutscht das Gesamtangebot voraussichtlich um 740.000 t unter Vorjahreslinie und 1,5 Mio. t unter den Fünfjahresdurchschnitt. Das wird das Rapsangebot weltweit limitieren und die Erzeugerpreise auf dem aktuell attraktiven Niveau stabilisieren.

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Grafik der Woche (KW 28 2021)

Rapsimporte auf Rekordniveau

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Die Rapsimporte der EU-28 aus Drittstaaten erreichten im Wirtschaftsjahr 2020/21 mit ca. 6,5 Mio. t eine neue Rekordhöhe. Ursache ist die deutlich gestiegene Nachfrage nach Rapsöl und Rapsschrot. Hauptlieferant Ukraine verlor aufgrund einer kleinen Ernte deutlich an Bedeutung.

Obwohl die EU-Rapsernte 2020 etwas größer ausfiel als im Vorjahr, war das Gesamtangebot der EU-28 im Wirtschaftsjahr 2020/21 aufgrund geringerer Anfangsbestände mit geschätzten 17,6 Mio. t nicht einmal 300.000 t größer als im schwachen Wirtschaftsjahr 2019/2020. Gleichzeitig musste die monatliche Nachfrageprognose stetig angepasst werden, denn der Bedarf an Nachprodukten entwickelte sich dynamischer als erwartet. Dieser kurbelte entsprechend die Verarbeitung an. Folglich erhöhte sich das Verarbeitungsvolumen 2020/21 um 6,4 % auf 23,1 Mio. t Rapssaat. Der stetig steigende Bedarf konnte zwar anfänglich aus der EU-Erzeugung gedeckt werden.

Die notwendigen Rapsmengen mussten beginnend in der ersten Wirtschaftsjahreshälfte zunehmend durch Lieferungen aus Kanada und anschließend aus Australien importiert werden. Aufgrund des erntebedingt kleineren Angebotes kamen aus der Ukraine 2020/21 mit 2,2 Mio. t rund 24 % weniger als 2019/20. Damit sank der Anteil der ukrainischen Herkünfte an den Gesamtimporten von 49 % in 2019/20 auf 34 %. Geschlossen wurde diese Lücke zum Teil durch Lieferungen aus Kanada, die um 13 % auf 2,1 Mio. t zulegten, wobei sich der Anteil an den gesamten Einfuhren nur marginal um 1 Prozentpunkt auf 32 % erhöhte.  Australien lieferte ab Februar 2021 insgesamt 1,8 Mio. t. Dies entsprach einem Anteil von 30% an den Gesamtrapsimporten. In den letzten Wochen des Wirtschaftsjahres trafen von dort noch knapp 190.000 t ein. Weitere australische Importe werden notwendig sein, sollte sich der Erntestart in der EU weiter verzögern.

Die EU-Rapsimporte erreichten 2020/21 mit ca. 6,5 Mio. t ein Rekordniveau und lagen damit 5 % über der Menge des Vorjahres.

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Grafik der Woche (KW 27 2021)

Öllein-Anbau deutlich ausgedehnt

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Ungünstige Vegetationsbedingungen im Herbst 2019 führten zu einem deutlichen Ausbau der Sommerungen in 2020. Ein deutliches Anbauplus verzeichnete auch der Öllein.

Erstmals seit 2016 veröffentlichte das Statistische Bundesamt Mitte Juni 2021 die nach Bundesländern aufgeschlüsselten Anbauflächen für Öllein Die ungünstigen Aussaatbedingungen im Herbst 2019 limitierten die Aussaat von Winterraps, Winterweizen und Wintergerste. Dadurch blieb mehr Fläche für Sommerungen. Diese wurde auch für eine Ausweitung der Ölleinfläche genutzt. Seit Jahren verzeichnet der Anbau von Öllein ein deutliches Ost-West-Gefälle. Rund zwei Drittel der Flächen liegen in den östlichen Bundesländern. Diese wurde zur Ernte 2020 regional deutlich ausgeweitet. In Sachen-Anhalt verdoppelte sich die Ölleinfläche von 500 auf 1.010 ha. Damit schob sich Sachsen-Anhalt an die Spitze und überrundete Brandenburg, wo aufgrund eines Rückgangs um 200 ha rund 998 ha bestellt wurden. Ein weiterer Anbauschwerpunkt liegt im Süden Deutschlands. So wurden 2020 in Bayern 354 ha und in Baden-Württemberg 378 ha verzeichnet.
Insgesamt wurde in Deutschland zur Ernte 2020 auf 3.888 ha Öllein angebaut, eine Steigerung von über 14 % gegenüber dem Vorjahr.


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Grafik der Woche (KW 26 2021)

Sojafläche der EU-27 wächst

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Der Sojabohnenanbau in der EU-27 wird auch im Jahr 2021 in fast allen Mitgliedsstaaten weiter ausgeweitet.

Der Sojabohnenanbau in der EU-27 hat sich nach Angaben der EU-Kommission in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Die Anbaufläche im Jahr 2021 beträgt den Angaben zufolge rund 958.000 ha. Das ist ein Zuwachs von rund 2 % gegenüber dem Vorjahr. Italien bleibt mit einem Areal von voraussichtlich 286.000 ha und einem Plus von 11 % mit weitem Abstand und einem Anteil von rund 30 % an der gesamten Sojafläche größter EU-Erzeuger. Auch in anderen EU-Mitgliedsstaaten wurde das Areal deutlich ausgeweitet. In der Slowakei wird ein Plus von fast 12 % auf 57.000 ha verzeichnet, in Österreich von 10 % auf 76.000 ha. Auch die Erzeuger in Deutschland haben mehr Felder mit der Hülsenfrucht bestellt als im Vorjahr. 36.000 ha entsprechen einem Zuwachs von 9 %. Die rumänischen Landwirte hatten die Sojaflächen im vergangenen Jahr sehr stark ausgeweitet, daher wurde das Areal 2021 um 3 % leicht reduziert. Mit geschätzten 160.000 ha ist Rumänien nach Frankreich mit 172.000 ha immer noch das drittgrößte Anbauland.

Durch die Ausdehnung der Anbauflächen in vielen EU-Staaten dürfte nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) auch die Sojaernte größer ausfallen. In Deutschland, wo erst seit 2016 nennenswerte Mengen an Sojabohnen geerntet werden, erwartet die EU-Kommission 101.000 t. Damit hätte sich die hiesige Erzeugung in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt. In Rumänien wird es mit einem Anstieg von über 20 % auf 384.000 t voraussichtlich die größte Steigerung hinsichtlich der Erzeugung geben. In Frankreich wird trotz Flächenrückgang für 2021 ein Ernteplus von 11 % erwartet, in Österreich von 10 % und in Deutschland von 7 %.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen begrüßt die positive Entwicklung des europäischen Sojaanbaus in den vergangenen Jahren. Damit steht vielen Landwirten eine weitere Kulturart zur Erweiterung ihrer Fruchtfolge und zur Bedienung einer wachsenden Nachfrage nach regional erzeugten Produkten zur Verfügung. Gleichzeitig weist die Förderunion auf die noch notwendigen, erheblichen züchterischen Investitionen hin, um für viele Anbaugebiete auch in nördlichen Regionen Deutschlands regional angepasste, wettbewerbsfähige Sorten bereit stellen zu können.

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Grafik der Woche (KW 25 2021)

Rapsverarbeitung deutlich gestiegen

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In den ersten vier Monaten des Jahres 2021 wurden in Deutschland rund 3,27 Mio. t Raps verarbeitet. Das sind fast 10 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das beruht auch auf einem gestiegenen Einsatz von Raps aus Deutschland, der nach Berechnungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) im laufenden Wirtschaftsjahr rund 42 % der verarbeiteten Menge ausmacht. Während in den ersten vier Monaten des vergangenen Jahres etwa 1,31 t explizit als Ware aus Deutschland gekennzeichnet wurden, waren es im gleichen Zeitraum des Jahres 2021 bereits über 1,50 Mio. t.

Die tatsächlichen Mengen an Raps aus Deutschland sind jedoch nicht exakt zu erfassen. Diese könnten größer oder kleiner sein, denn viele Verarbeiter melden der Bundesanstalt für Landwirtschaft (BLE) auch Partien deutscher Anlieferer als Ware in EU-Qualität, die nicht gesondert als deutscher Raps erfasst werden, sondern aus Nachbarstaaten importiert wurden.

Im April 2021 wurden in Deutschland rund 834.000 t Rapssaat verarbeitet. Die Ölmühlen mussten dabei auf ihre Vorräte zurückgreifen, weil im genannten Monat nur 821.500 t Raps angeliefert worden waren. Die Rohstoffmenge war dennoch deutlich größer als im Vorjahresmonat, als 714.000 t von der BLE gemeldet wurden.

Deutsche Ölmühlen haben im laufenden Wirtschaftsjahr circa 8,05 Mio. t Raps verarbeitet und damit das Vorjahresvolumen von 7,5 Mio. t um rund 7 % übertroffen.

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Grafik der Woche (KW 24 2021)

FAO-Pflanzenölindex auf 13-Jahreshoch

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Der FAO-Index für Pflanzenöle steigt seit 12 Monaten stetig nach oben, sodass er im Juni 2021 den zweithöchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1990 erreichte. Der Getreideindex steigt ebenfalls auf ein 8-Jahreshoch.

Der Pflanzenölindex der FAO bildet die Preisentwicklung der zehn für den Welthandel bedeutendsten Pflanzenöle ab, gewichtet nach deren Exportanteil. Dieser Index erreichte im Mai 2021 einen Durchschnittswert von 174,7 Punkten. Das entspricht einem Anstieg von knapp 8 % gegenüber dem Vormonat und rund 224 % gegenüber dem gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Der Aufwärtstrend der Palmölnotierungen hielt auch im Mai 2021 an: sie erreichten den höchsten Stand seit Februar 2011. Das langsame Produktionswachstum in Südostasien konnte mit der steigenden globalen Nachfrage nicht Schritt halten, so dass die Lagerbestände führender Exportnationen auf einem relativ niedrigen Niveau blieben. Sojaöl wurde durch die Aussichten auf eine robuste globale Nachfrage, insbesondere aus dem US-Biodieselsektor, gestützt, die Rapsölkurse vom anhaltend knappen globalen Angebot.

Der FAO-Getreidepreisindex erreichte im Mai 133,1 Punkte und lag damit 6 % über der Vormonatslinie. Am stärksten legten die Maispreise zu (ein Plus von fast 90 % gegenüber Vorjahr) und erklommen den höchsten Stand seit Januar 2013. Die globalen Exportpreise für Weizen schwächelten zwar in der 2. Maihälfte; der Monatsdurchschnitt blieb mit einem Plus von 7 %allerdings über der Vormonatslinie. Gegenüber dem Vorjahr lag er damit 29 % höher.

Der FAO-Getreidepreisindex wird ermittelt auf Basis offizieller täglicher Notierungen und Handelspreise für Weizen, Gerste, Mais, Sorghum und Reis, gewichtet nach ihrem durchschnittlichen Anteil am Welthandel.

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Grafik der Woche (KW 23 2021)

EU-Kommission erwartet größere Sonnenblumenernte bei stabiler Anbaufläche

 

GdW_2321.jpgDie EU-Kommission schätzt den Anbau von Sonnenblumen zur Ernte 2021 in der EU konstant gegenüber dem Vorjahr ein.

Nach Prognose der EU-Kommission beträgt die Sonnenblumenfläche in der EU zur Ernte 2021 rund 4,4 Mio. ha. Der flächenmäßig größte Produzent unter den EU-27 ist weiterhin Rumänien, mit rund 1,23 Mio. ha (2020: 1,22 Mio. ha). Ungarn dehnte das Areal im Vergleich zu 2020 um 6,3 % auf voraussichtlich 643.000 ha aus. Ein noch deutlicheres Plus wird für Spanien erwartet, wo der Sonnenblumenanbau um 8,1 % gegenüber Vorjahr zugenommen haben soll. In Deutschland wird mit einem Zuwachs von 3,6 % auf 29.000 ha gerechnet. Die von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) ausgewertete Statistik der EU-Kommission zeigt, dass die Flächenrückgänge in Frankreich (-14,4 %) und Italien (-6,5 %) durch die Ausweitung in den übrigen Erzeugerländern kompensiert werden. Die Gesamtanbaufläche bleibt also konstant.

In ihrer Prognose für das Jahr 2021 geht die EU-Kommission von Erträgen in Höhe von 23,9 dt/ha im Gesamtdurchschnitt aus, ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 20,2 %. Insbesondere die zu hohen Niederschlagsmengen in Bulgarien und Rumänien hatten im vergangenen Jahr zu einem geringeren Gesamtertragsniveau geführt. Deutschlands Bauern werden in der kommenden Ernte schätzungsweise 21 dt/ha einfahren (2020: 22,1 dt/ha). Die höchsten Erträge pro Hektar werden in Ungarn erwartet. Mit voraussichtlich 31,8 dt/ha können die ungarischen Produzenten mehr als 15 % höhere Ergebnisse als im Vorjahr einfahren.

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Grafik der Woche (KW 22 2021)

Australien wichtiger Rapslieferant

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Während die kanadischen Rapsimporte seit Januar an Tempo verloren haben, kommt deutlich mehr australische Ware am deutschen Markt an.

Die Rapsernte 2020 in Deutschland war zwar größer als im Vorjahr, fiel aber dennoch unterdurchschnittlich aus. Dies erforderte im Wirtschaftsjahr 2020/21 erneut große Rapszufuhren. Kanada, die Ukraine und das Baltikum waren wichtige Lieferländer in der ersten Saisonhälfte.

Im ersten Quartal 2021 steuerten Kanada und die Ukraine große Mengen bei. Die Ukraine lieferte mit 169.000 t sogar mehr Raps als im Vergleichszeitraum des Vorjahres nach Deutschland, Kanada mit 87.000 t hingegen fast ein Viertel weniger. Denn die kanadischen Rapsvorräte waren Anfang Januar bereits stärker als in früheren Jahren geschrumpft. Frankreich und die Niederlande waren, wie üblich im ersten Quartal, für größere Lieferungen gut.

Wichtigste Rapsherkunft für Deutschland ist seit dem Jahreswechsel jedoch Australien. Im 1. Quartal 2020 waren nur geringe Mengen von dort gekommen, nachdem deutliche Ernterückgänge das dortige Exportpotenzial deutlich eingeschränkt hatten. In der aktuellen Saison erhielt Deutschland von Januar bis März rund 335.000 t Austral-Raps, was einer Steigerung von mehr als 150 % zum Vorjahreszeitraum entspricht.

 

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Grafik der Woche (KW 21 2021)

Globale Rapsversorgung bleibt angespannt

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Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet im Wirtschaftsjahr 2021/22 Erntesteigerungen in den wichtigsten Erzeugerländern für Raps. Dennoch bleibt globale Versorgung knapp.

Die Versorgungslage am globalen Rapsmarkt im Wirtschaftsjahr 2021/22 dürfte nach einer ersten Einschätzung des US-Landwirtschaftsministeriums USDA angespannt bleiben. Zwar wird eine Erntesteigerung um 2,5 % auf 73,2 Mio. t avisiert. Gleichzeitig wird aber auch ein etwas höherer globaler Rapsverbrauch erwartet (+0,5 % auf 73,5 Mio. t).

Die erwarteten Erntesteigerungen in der Saison 2021/22 fußen im Wesentlichen auf Zuwächsen in Kanada und in der EU-27. Kanada könnte nach USDA-Schätzung rund 20,5 Mio. t erzeugen, 1,5 Mio. t mehr im Vergleich zum Vorjahr. Für die EU-27 wird eine Rapsernte von 16,6 Mio. t prognostiziert, was 0,4 Mio. t mehr als 2020 wären. Die Ukraine ist zwar global gesehen ein vergleichsweise kleiner Rapserzeuger, ist aber mit einer erwarteten Erntemenge von ca. 3 Mio. t ein für die EU- 27 wichtiger Lieferant.

Die Höhe der Rapsernten und der für den Export verfügbaren Mengen in Kanada und der Ukraine dürften für die EU-27 in der Sasion 2021/22 erneut von zentraler Bedeutung sein, um die eigene Erzeugung zu ergänzen, schätzt die Agrarmarkt Informations-GmbH. Am Ende könnte die Rapsversorgung der Gemeinschaft dank der eigenen Erntesteigerung und den voraussichtlich größeren Importmöglichkeiten aus der Ukraine und Kanada etwas auskömmlicher werden als im Wirtschaftsjahr 2020/21. Die Union zur Förderung von Oel- und Eiweißpflanzen e. V. (UFOP) weist darauf hin, dass eine Ausweitung der Rapsanbaufläche im Herbst 2021 infolge der aktuell attraktiven Erzeugerpreise einen wichtigen Beitrag zu einer besseren und sicheren Versorgungleisten kann.
 

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Grafik der Woche (KW 20 2021)

EU-Sojaanbau erreicht Rekordniveau

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Aktuellen Zahlen der EU-Kommission zufolge nimmt der Sojaanbau 2021 vor allem in den beiden wichtigen Anbauländern Italien und Rumänien zu. Doch auch Deutschland verzeichnet ein kräftiges Flächenplus.

Die Anbaufläche für Sojabohnen in der EU-27 liegt nach Einschätzung der EU-Kommission zur Ernte 2021 erstmals über 1 Mio. ha. Sie erreicht mit der Ausdehnung um 9,5 % gegenüber dem Vorjahr und fast 12 % gegenüber dem langjährigen Durchschnitt ein neues Rekordniveau. Die EU-Sojaanbaufläche  hat sich damit in 12 Jahren verdreifacht. Italien führt mit geschätzten 295.000 ha und einem kräftiges Plus von 15 % im Vergleich zum Vorjahr diese Entwicklung an. Frankreich folgt mit 196.000 ha auf Platz 2 und einer vergleichsweise geringen Zunahme von 5 %. Mit 189.000 ha und einem Plus von 14 % werden in Rumänien ebenfalls deutlich mehr Sojabohnen angebaut. Deutschland landet im EU-Vergleich mit 37.000 ha auf Platz 8, verzeichnet mit knapp 14 % aber auch ein kräftiges Flächenplus.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) bewertet diese erfreuliche Entwicklung als Ergebnis der stetig wachsenden Nachfrage nach gentechnikfreiem Sojaschrot in allen tierischen Veredelungsbereichen. Hinzu komme die Verwendung von Soja als Proteinquelle im Nahrungsmittelmarkt für eine sich stetig erweiternde Produktpalette. Eine steigende Nachfrage infolge von Produktinnovationen sei auch bei Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen zu beachten. Diese Entwicklung sei grundsätzlich positiv. Die UFOP sieht jedoch im Vergleich zur Eiweißstrategie in Frankreich noch erheblichen Nachholbedarf bei der Umsetzung in Deutschland. Bei der deutschen Eiweißpflanzenstrategie werden konkrete Ziele als „Treiber“ vermisst. In Frankreich werde die Züchtungsforschung massiv unterstützt. Dies nehme auch Druck von den Saatgutkosten.

Die UFOP erinnert an die Doppel-0-Strategie Anfang der 90er Jahre beim Raps. Diese stehe bis heute für ein erfolgreiches Beispiel der Steigerung der Wertschöpfung auf der Erzeugerstufe durch den Marktzugang im Food-, Biodiesel- und im Futtermittelsektor. Gleichzeit seien weitere Pflanzenzüchter in den Markt eingestiegen, das habe wiederum den Züchtungsforstschritt beschleunigt. Neben vernetzten, ganzheitlichen Ansätzen mit einem gut ausgestatteten Förderrahmen für alle Bereiche der Wirtschaft sei einer langen Atem erforderlich, betont die UFOP. Mit dieser Wertschöpfungskette könne die vernetzte Bioökonomie sichtbar gemacht werden, verbunden mit den Ökosystemleistungen der um diese Kulturarten erweiterten Fruchtfolgen. Die Grundlagen seien in den vergangenen Jahren auch in den vom BMEL geförderten Netzwerken gelegt worden. Auch im Sinne des Klimaschutzes müsse dies nun schneller vorangebracht werden, betont der Verband.

 

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Grafik der Woche (KW 19 2021)

Deutschland bleibt wichtigster Rapserzeuger in der EU

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Die EU-Kommission erwartet für Deutschland trotz ungünstigem Vegetationsverlauf 2021 eine größere Rapsernte als im Vorjahr. Das sieht in Frankreich und Polen anders aus.

In Deutschland ist das Wetter seit Anfang März von großen Temperatur-schwankungen geprägt. Nach einer warmen Wetterperiode Ende März bremste der seit 40 Jahren kälteste April das Wachstum der Kulturen. Den-noch stehen die Winterungen bundesweit meist gut da. Bislang sind keine nennenswerten Schäden erkennbar. Die EU-Kommission erwartet eine deutsche Rapsernte in Höhe von 3,8 Mio. t. Das wären 7,5 % mehr als im Vorjahr. Demgegenüber hat in Frankreich der langanhaltende Frost einen Teil der Rapsbestände, die zu diesem Zeitpunkt blühten, schwer getroffen. Zusätzlich beeinträchtigt die Trockenheit die schnelle Regeneration der Be-stände. Nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) kürzte die EU-Kommission die Ernteprognose für Frankreich gegenüber der Vormonatsschätzung um 6 % auf 3,1 Mio. t. Das wären 3,2 % weniger als im Vorjahr. Auch in Polen könnte 2021 weniger Raps geerntet werden: mit geschätzten 2,7 Mio. t würde das Vorjahresergebnis um 8 % verfehlt.

Da das erwartete Plus in Deutschland, Rumänien und Ungarn wird die Rückgänge in anderen Ländern nicht ausgleichen können. Die Rapsernte der EU-27 dürfte deshalb in diesem Jahr mit 16,5 Mio. t voraussichtlich nur um 1 % über dem Vorjahresergebnis liegen, insgesamt aber unterdurch-schnittlich bleiben.

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Grafik der Woche (KW 18 2021)

Pflanzenölpreise steigen weiter

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Die insgesamt angespannte Versorgungslage am internationalen Ölsaatenmarkt mit überwiegend festen Notierungen beflügelt auch die Preise der wichtigsten Pflanzenöle.

Die Pflanzenölpreise erreichten im April das höchste Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) im Jahr 1995. Sonnenblumenöl wurde Ende April 2021 mit 1.341 EUR/t fob ARA bewertet und übertraf damit das Vorjahresniveau um mehr als das Doppelte. Unterstützung kam hauptsächlich vom begrenzten Rohstoffangebot in der EU, der Ukraine und Russland. Dies limitiert die Verarbeitung und begrenzt infolgedessen die Verfügbarkeit.

Für Sojaöl wurde in der letzten Aprilwoche fob Deutschland 1.245 EUR/t verlangt und damit ebenfalls doppelt so viel wie zum Vorjahreszeitpunkt. Ausschlaggebend für die kräftige Preissteigerung war die Sorge um ein ausreichendes Rohstoffangebot. Zunächst gab es in Brasilien Ernteverzögerungen bei Sojabohnen. Dann trieben Bedenken um eine unter den Erwartungen liegende Sojaflächenschätzung 2021 für die USA die Preise weiter in die Höhe. Des Weiteren setzte die lebhafte Nachfrage Chinas preistreibende Impulse.

Auch am Rapsölmarkt befürchteten Marktteilnehmer, dass das Angebot in der laufenden Saison knapp werden könnte. Diese Bedenken wurden ebenfalls von der begrenzten Rohstoffverfügbarkeit geschürt. Chinas reges Kaufinteresse heizte die Stimmung zusätzlich an. Mit 1.213 EUR/t fob Deutschland notierte Rapsöl Ende April rund 75 % über Vorjahresniveau.

Palmöl legte im Vorjahresvergleich um 121 % auf 1.055 EUR/t cif Rotterdam am deutlichsten zu. Die Vorräte des zweitgrößten Exporteurs – Malaysia – sollen deutlich schrumpfen, da es dort Corona-bedingt an Arbeitskräften mangelte, was die Produktion drosselte und damit auch das weltweite Angebot.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) bewertet die Preisentwicklung grundsätzlich positiv. Schließlich seien es insbesondere beim Raps neben Fruchtfolgerestriktionen vor allem die Preisanreize, die zu einer wirtschaftlich optimal ausgerichteten Fruchtfolgeplanung führen. Insofern kommen diese Preissignale rechtzeitig zur Aussaatplanung. Die deutschen Ölmühlen seien bei einer Verarbeitungskapazität von über 9 Mio. t Rapssaat vor allem auf deutschen und europäischen Raps angewiesen, um die Nachfrage nach Rapsöl und gentechnikfreiem Rapsschrot für die Tierernährung zu bedienen, stellt der Verband fest.

Angesichts der unsicheren Rahmenbedingungen infolge der Reform der GAP, der Biokraftstoffpolitik oder der Pflanzenschutzpolitik sei ein entsprechendes Preisniveau erforderlich. Die UFOP betont mit Nachdruck, dass diese Preisentwicklung den erforderlichen Trend vorwegnehme, um die von der EU-Kommission gewollte Reduktion des Ertragsniveaus bei allen Kulturarten und die neue Politik der Flächenstilllegung bei den landwirtschaftlichen Einkommen zu kompensieren. Statt mit der Produktion von nachhaltig und treibhausgasoptimierten Rohstoffen Absatzalternativen für die stoffliche und energetische Nutzung zu entwickeln, bremse die EU-Kommission mit ihrer Politik bestehende und bewährte Absatzpfade. Damit verhindere sie ein klares, zukunftsberichtetes Signal für die Hofnachfolgerinnen und -nachfolger. Die UFOP zeigt sich davon überzeugt, dass die Politik der EU-Kommission vom Markt eingepreist werde, ganz so wie die Bepreisung der fossilen CO2-Emissionen, die am Ende des Tages vom Verbraucher getragen werden müsse.

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Grafik der Woche (KW 17 2021)

Terminkurse mit kräftiger Tendenz nach oben

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Sowohl die Notierungen für Raps als auch für Sojabohnen befinden sich seit einigen Monaten im Höhenflug. Raps schloss zuletzt sogar auf Rekordniveau.

Die Rapsterminkurse in Paris haben sich seit Beginn des Kalenderjahres 2021 deutlich befestigt. Mit 595 EUR/t erreichten sie am 22.04.2021 sogar Rekordhöhe. Seither wird das Niveau gehalten. Der Grund für den jüngsten scharfen Preisauftrieb war die Kältewelle in Frankreich. Der Südwesten, der Nordosten und die Normandie sind nach Angaben von Terres Inovia am stärksten von den Auswirkungen betroffen. Dort wurden rund 10 % der Rapsanbaufläche (ca. 90.000 Hektar) aufgrund von Auswinterungsschäden umgebrochen. Mit Blick auf den Vegetationsverlauf werden auch die Erträge frostbedingt regional hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die knappe EU-Rapsversorgung 2020/21 hatte die Kurse schon seit Jahresbeginn nach oben getrieben. Die Importe aus dem Baltikum und der Ukraine verloren aufgrund schrumpfender Vorräte an Fahrt. Auch die Lieferungen aus Kanada haben durch das immer kleiner werdende Angebot nachgelassen. Das Land hatte in der ersten Wirtschaftsjahreshälfte Raps im Rekordtempo exportiert. Die knappen Lagerbestände sind deshalb kräftig zurückgegangen. Kanada wird voraussichtlich nur äußerst knapp versorgt in die neue Saison starten.

Auch die Kurse für Sojabohnen in Chicago kennen seit einigen Monaten nur eine Richtung – nach oben. Am Sojabohnenmarkt stehen die Vegetations- und Erntebedingungen in Südamerika und den USA, die lebhafte Nachfrage sowie die unerwartet stark schrumpfenden Vorräte im Fokus. In Brasilien hatte zunächst Trockenheit die Bestellung der Felder und dann starke Regenfälle die Erntearbeiten verzögert. In Argentinien könnte etwas weniger gedroschen werden, da die dortige Trockenheit vermutlich Ertrag gekostet hat. Aufgrund der verspäteten Ernte in Brasilien musste zudem länger als üblich auf US-Soja zurückgegriffen werden. Die US-Läger sind daher stärker geräumt als erwartet. Die Vorräte in den USA waren aufgrund der unerwartet lebhaften Nachfrage aus China ohnehin weiter abgebaut worden als anfänglich prognostiziert. Daher befeuern ungünstige Angebotsprognosen für das nächste Wirtschaftsjahr die Sorgen um Versorgungsengpässe und so die Kurse.

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Grafik der Woche (KW 16 2021)

EU-Biodieselimporte deutlich gesunken

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Nachdem die Biodieseleinfuhren der EU-27 aus Argentinien bereits im Jahr 2019 eingebrochen sind, ist für 2020 ein starker Rückgang der Lieferungen aus Malaysia und Indonesien zu verzeichnen.

Im Kalenderjahr 2020 hat die EU-27 insgesamt 3,1 Mio. t Biodiesel aus Drittstaaten importiert. Das waren rund 16 % weniger als im Vorjahr und 13 % weniger als 2018. Während Argentinien vor zwei Jahren mit ca. 1,65 Mio. t noch fast die Hälfte der EU-Biodieseleinfuhren bestritt, sank dieser Anteil 2020 mit einer Menge von 895.000 t auf nur noch knapp ein Drittel. Das Land schöpft damit das im Januar 2019 mit der EU vereinbarte zollfreie Importkontingent von 1,2 Mio. t nur zu 74% aus. Noch kräftiger brachen 2020 die Lieferungen aus Indonesien ein. Von dort kamen 138.000 t, was einem Rückgang von 83 % gegenüber 2019 entspricht. Während das Land im Vorjahr noch gut ein Fünftel aller Importe stellte, waren es 2020 nur noch 4 %. Zurückgegangen sind zudem die Biodiesellieferungen aus Malaysia. Mit 476.000 t sanken diese um etwa 43 % gegenüber 2019. Die gesunkenen Einfuhrmengen aus Indonesien und Malaysia wurden durch Biodiesel aus anderen Drittländern teilweise kompensiert. Darunter befindet sich vor allem China, das 2020 sogar mehr lieferte als Indonesien und Malaysia zusammen.  

Fast die Hälfte der gesamten Biodieselmengen wird über die Niederlande als Handelsdrehscheibe importiert. Rund ein Drittel der Biodieselimporte gelangt direkt nach Spanien, 15 % nach Belgien.

Die Union zur Förderung von Oel und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) erklärt den geringeren Importbedarf mit einem geringeren Verbrauch von Biodiesel, der von 12,5 Mio. t im Jahr 2019 auf 11,4 Mio. t im Jahr 2020 gesunken ist. Gleichzeitig ist der Verbrauch von Hydriertem Pflanzenöl (HVO) von 2,6 auf 3,6 Mio. t angestiegen.


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Grafik der Woche (KW 15 2021)

EU-Leguminosenanbau wächst auf niedrigem Niveau

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Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) sieht sich durch die aktuelle Schätzung der EU-Kommission zum Anbau von Körnerleguminosen für die Ernte 2021 in ihrer Einschätzung bestätigt, dass der Eiweißpflanzenanbau weiterhin keine ausreichende förderpolitische Begleitung erfährt – gemessen am vorhandenen Anbaupotenzial für die heimische Proteinversorgung und für die Verbesserung der Treibhausgasbilanz bzw. der Biodiversität im Ackerbau. Dadurch sind diese Kulturarten für viele Ackerbaubetriebe in Europa weiterhin keine wirtschaftlich attraktive Alternative. Zur Ernte 2021 wurde der Anbau von Hülsenfrüchten in der EU-27 um rund 3 % ausgeweitet. Dazu beigetragen hat der gestiegene Anbau von Futtererbsen, Soja- und Ackerbohnen.

Zur Ernte 2021 wurde die mit Hülsenfrüchten bestellte Fläche in der EU-27 um ca. 3 % auf 2,5 Mio. ha ausgedehnt. Das wäre zwar das größte Areal seit vier Jahren; dennoch ist dies eine eher ernüchternde Entwicklung, stellt die UFOP kritisch fest. Sojabohnen nehmen wie im Vorjahr mit einer Fläche von 965.000 ha unter den Hülsenfrüchten mit knapp 40 % den größten Anteil ein. Damit wurden die Sojaflächen um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr ausgedehnt. Dies wäre nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) ein neuer Rekord. Der Anbau von Futtererbsen wird von der EU-Kommission bei 866.000 ha gesehen, was einer Zunahme um 3,3 % entspricht. Ackerbohnen wurden auf einer um 3,1 % größeren Fläche von rund 459.000 ha gedrillt. Nur die Fläche für Süßlupinen liegt mit 169.000 ha rund 2,3 % unter dem Vorjahreswert.

Aufgrund des Flächenzuwachses für Sojabohnen, Futtererbsen und Ackerbohnen dürfte 2021 auch die Ernte größer ausfallen; dies hängt aber vom Witterungsverlauf der nächsten Wochen ab. Nach derzeitigem Stand könnten mit 2,9 Mio. t rund 10 % mehr Sojabohnen gedroschen werden als im Vorjahr. Während die Erntemengen von Futtererbsen um 6 % auf 2,2 Mio. t und die von Ackerbohnen um 1 % auf 1,2 Mio.t zulegen sollen, dürften mit 227.000 t rund 9 % weniger Süßlupinen geerntet werden, so die EU-Kommission.

Die UFOP stellt klar, dass sich der Erfolg der von der EU-Kommission angestrebten „Farm to Fork“-Strategie auch an der Entwicklung der Anbaufläche dieser Kulturarten ablesen lassen wird. Denn die Kommission hatte die Schaffung von Regionalität und lokaler Wertschöpfung richtigerweise zu einem zentralen Aspekt ihrer Strategie gemacht. Körnerleguminosen sind in Abhängigkeit von den Standortbedingungen eine essenzielle Kulturart zur Erweiterung von Fruchtfolgen in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaresilienz.

Zusammen mit Raps und Sonnenblumen als weitere Blühpflanzen tragen diese Kulturarten zur Verbesserung der Biodiversität infolge unterschiedlicher Blühabfolge und der Bodenqualität durch Humus- bzw. Kohlenstoffanreicherung bei. Außerdem wird durch die Einsparung von Stickstoffgaben infolge der N-Bindungsleistung der Körnerleguminosen ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Außerdem trage der Anbau zur Produktion von heimischem, gentechnikfreiem Futter- bzw. Nahrungsprotein bei, das nicht aus Drittstaaten importiert werden müsse.

Die UFOP erwartet daher, dass der ganzheitliche Ansatz der Ökosystemleistung Eingang in die Zielsetzungen der Ackerbaustrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums findet. Dies sei Voraussetzung dafür, dass regional angepasste Fruchtfolgesysteme auch zu einer ökonomischen Nachhaltigkeit in den Ackerbaubetrieben beitragen können. Schlussendlich entscheide jedoch der Verbraucher an der Ladentheke, ob und wie erweiterte Fruchtfolgesysteme mit den gewünschten Ökosystemleistungen auch entlohnt würden.


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Grafik der Woche (KW 14 2021)

Größere globale Rapsernte 2021/22 avisiert

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Nach den jüngsten Schätzungen des Internationalen Getreiderates (IGC) dürfte im kommenden Wirtschaftsjahr weltweit wieder etwas mehr Raps gedroschen werden. Der Verbrauch bleibt nahezu unverändert.

Die vier größten Rapserzeuger der Welt, Kanada, EU, China und Indien dürften nach Angaben des IGC im Wirtschaftsjahr 2021/22 mehr Raps als im Vorjahr ernten. Der Schätzung des IGC zufolge wird die globale Rapserzeugung voraussichtlich von 70,4 Mio. t in 2020/21 auf 72,8 Mio. t in 2021/22 steigen. Der IGC stützt diese Prognose auf eine 2 % größere globale Anbaufläche, aber auch auf Ertragssteigerungen. Mit 72,9 Mio. t dürfte der globale Rapsverbrauch aufgrund der starken Nachfrage in Asien und Europa zwar gegenüber dem Vorjahr marginal zurückgehen. Er bleibt aber auf hohem Niveau.

Die Aussichten auf eine Erholung der globalen Rapsversorgung im Jahr 2021/22 scheinen angesichts der avisiert niedrigen Anfangsvorräte und einer nur mäßigen Produktionssteigerung gering. Die Endbestände 2021/22 werden mit 3,6 Mio. t daher in Vorjahreshöhe erwartet, wobei die Vorräte der drei großen Exporteure Australien, Kanada und Ukraine auf 1 Mio. t (Vorjahr 1,2 Mio. t) schrumpfen dürften. Dies hängt vor allem mit dem Bestandsabbau in Kanada zusammen.

Grundsätzlich werden die Aussichten für den Welthandel 2021/22 (Oktober bis September) letztlich von der Nachfrage der EU-27 und der wichtigsten Abnehmer in Asien abhängen, darunter China, Japan und Pakistan. Die Erntemengen in der EU 27 werden mit 17,3 Mio. t im Wirtschaftsjahr 2021/22 vorläufig stabil gesehen. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) betont, dass eine Ausweitung der Anbaufläche in der EU die wichtigste Voraussetzung zur Verbesserung der Versorgung der europäischen Ölmühlen sei.


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Grafik der Woche (KW 13 2021)

Kanada exportiert mehr Rapsöl in die EU

GdW_1321.jpgKanada hat 2020 mehr Rapsöl ausgeführt als in den Vorjahren. Die größten Mengen gingen wie üblich in die USA und nach China; doch auch die EU-27 meldete sich als Käufer zurück.

Die kanadischen Rapsölexporte erreichten im Kalenderjahr 2020 eine Höhe von knapp 3,4 Mio. t und übertrafen das Vorjahr damit um 7 %, den Fünfjahresschnitt sogar um 13 %. Der Hauptgrund für den Zuwachs ist die stark gestiegene Nachfrage chinesischer Importeure, die auf 1,1 Mio. t bzw. um 26 % gegenüber 2019 angewachsen ist. Das Nachfrageniveau Chinas aus dem Jahr 2018 wurde jedoch um 5 % verfehlt. Die USA kauften mit 1,7 Mio. t zwar eine kleinere Menge als im Vorjahr, sind aber im Ländervergleich immer noch Abnehmer Nummer 1. Weitere wichtige Abnehmer waren Südkorea, Chile und Mexiko.

Mit 48.200 t landet die Europäische Gemeinschaft auf Platz 6 der wichtigsten Destinationen. Dies ist bemerkenswert, denn die EU hatte in den beiden Vorjahren keine einzige Tonne Rapsöl aus Kanada gekauft. Nach Einschätzung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) ließ die kleine Rapsernte der EU-27 das Kaufinteresse an Rohstoff und Nachprodukten aus Drittstaaten steigen. Gleichzeitig dürften die kanadischen Rapsölanbieter aufgrund attraktiver Weltmarktpreise zum Export motiviert worden sein.


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Grafik der Woche (KW 12 2021)

Mehr Importraps verarbeitet

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Der Anteil von ausländischem Raps an der Verarbeitung deutscher Ölmühlen war in der ersten Saisonhälfte 2020/21 so hoch wie noch nie. Und das obwohl aus einer größeren Rapsernte 2020 wieder mehr Rohstoff zur Verfügung stand.

In der ersten Hälfte des Wirtschaftsjahres 2020/21 wurden in deutschen Ölmühlen rund 4,8 Mio. t Raps verarbeitet, rund 5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies war gleichzeitig die höchste Verarbeitungsmenge seit vier Jahren. In den vergangenen Jahren wurde immer weniger inländischer Raps in den deutschen Ölmühlen verarbeitet. Gut ein Drittel des Rapses stammte in der ersten Saisonhälfte 2020/21 aus dem Inland. Im Vorjahreszeitraum betrug der Anteil noch über 40 %. Vier Jahre ist es her, dass das Verhältnis zwischen Inlands- und Importraps ausgeglichen war. 2016/17 machte Inlandsraps mit einem Anteil von 52 % sogar noch den etwas größeren Teil aus.

Nie war der Anteil von Importraps an der Rohstoffbasis der Ölmühlen größer als in der ersten Hälfte des laufenden Wirtschaftsjahres. Das erscheint in mancher Hinsicht paradox, da die deutsche Rapsernte 2020 mit etwa 3,5 Mio. t wieder größer ausgefallen ist als im Vorjahr (2,8 Mio. t). Nach Einschätzung der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (mbH) verdeutlicht dies, dass der Inlandsanteil an der Rapsversorgung deutscher Ölmühlen nicht allein eine Frage der einheimischen Ernte ist. Auch der Preis ist entscheidend, und da waren Offerten aus dem Ausland für die Verarbeiter in Deutschland offenbar sehr attraktiv.

Die Union zur Förderung von Öl und Proteinpflanzen e.V. weist auf die mit dieser Einkaufspolitik verbundenen Versorgungsrisiken hin, auch angesichts möglicher staatlicher Eingriffe in den Export. Außerdem sind wichtige Lieferländer wie die Ukraine und andere osteuropäische Erzeuger auch von Wetterextremen betroffen, sodass sich das Lieferrisiko in den letzten Jahren erhöht hat. Die UFOP empfiehlt den Verarbeitern daher, ihre Rohstoffversorgung bereits mit der nächsten Rapsaussaat soweit wie möglich zu sichern. Die Förderunion sieht den Agrarhandel in einer entscheidenden Position für die Vermittlung entsprechender Kontrakte.

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Grafik der Woche (KW 11 2021)

FAO-Preisindex für Pflanzenöle und Getreide kräftig gestiegen

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Feste Preise an den internationalen Absatzmärkten für Palm-, Soja-, Raps- und Sonnenblumenöl haben den Preisindex der FAO für Pflanzenöl nach oben getrieben. Auch der Getreideindex hat deutlich zugelegt.

Sowohl der FAO-Index für Pflanzenöl als auch für Getreide ist seit Mitte 2020 kräftig gestiegen. Der FAO-Pflanzenölindex bildet die Preisentwicklung der zehn im Welthandel bedeutendsten Pflanzenöle ab und erreichte im Februar 2021 147 Punkte. Das entspricht einem Anstieg von rund 6 % gegenüber dem Vormonat und ist der höchste Stand seit April 2012. Seit Mai 2020 hat er sich damit fast verdoppelt. Ausgelöst wurde die kräftige Steigerung von den anhaltend festen Preisen für Palm-, Soja-, Raps- und Sonnenblumenöl. Palmöl verteuerte sich im Februar den neunten Monat infolge, getrieben von der Sorge um sinkende Lagerbestände in wichtigen Exportländern.

Auch für Sojaöl gingen die Notierungen im vergangenen Monat weiter nach oben. Die schleppende Sojaernte in Brasilien und das damit verbundene verringerte Angebot wirkte dabei preisstützend. Raps- und Sonnenblumenöl profitierten derweil vom begrenzten Exportangebot der Schwarzmeerregion in der Saison 2020/21 sowie von mäßigen Produktionsaussichten in der EU für 2021. Auftrieb verliehen außerdem die festen Rohölnotierungen.

Der FAO-Getreidepreisindex basiert auf internationalen Exportmarktpreisen für Weizen, Mais, Gerste, Sorghum und Reis und lag im Februar 2021 bei durchschnittlich 126 Punkten. Das stellt einen Anstieg von 1 % gegenüber dem Vormonat und 30 % gegenüber Mitte 2020 dar. Am stärksten stiegen die Futtergetreidepreise, getrieben vom Nachfrageboom in China. Weizen blieb im Februar nahezu unverändert, hier lagen die Preise bereits im Januar aufgrund des lebhaften Kaufinteresses knapp 20 % über dem Vorjahreswert. Und auch bei Reis übersteigt die Nachfrage regional das Angebot.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) bewertet die Preisentwicklung an den Pflanzenöl- bzw. Ölsaatenmärkten grundsätzlich positiv und überfällig vor dem Hintergrund der Niedrigpreisphase der vergangenen Jahre. Infolge verschärfter ordnungsrechtlicher Vorgaben bei der Anwendung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sind höhere Erzeugerpreise ein notwendiger Ausgleich der hierdurch bedingten Wettbewerbsbenachteiligung und als wirtschaftlicher Anreiz erforderlich. Attraktive Erzeugerpreise führten auch zu einer steigenden Anbaufläche und sicherten somit die Rohstoffversorgung der Ölmühlen, betont die UFOP. Die Förderunion verfolge kritisch, dass der Anteil von Importen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist, während hierzulande bzw. in der EU das mögliche Fruchtfolgepotenzial nicht ausgeschöpft wurde. Insbesondere der Rapsanbau und seine Verwertungsoptionen für Teller, Tank und Trog seien ein Musterbeispiel für die in der „Farm to Fork-Strategie“ adressierten kurzen Lieferketten. Außerdem sei die umfassende Nachhaltigkeitszertifizierung ein Alleinstellungsmerkmal des Rapsanbaus. Zertifiziert, erfasst und vermarktet werde hierzulande die gesamte Rapsernte, betont die Förderunion.

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Grafik der Woche (KW 10 2021)

Rapspreise auf mehrjährigem Höchststand

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Das begrenzte Rapsangebot sowohl im Inland als auch aus dem Ausland treibt die Preise weiter in die Höhe. Die Rapspreise in Deutschland sind seit Beginn des Wirtschaftsjahres fast durchgehend gestiegen. Besonders im Februar 2021 legten sie noch einmal deutlich zu.

Wurden Ende Januar noch 411 EUR/t frei Lager des Erfassers festgestellt, waren es fünf Wochen später bereits 469 EUR/t. Einen solch steilen Preisanstieg hat es in der zurückliegenden Dekade nicht gegeben. Ein Ende des Höhenfluges ist nicht in Sicht. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) wurde der Preisauftrieb durch die knappe Versorgungslage ausgelöst. Zugleich wirken die festen Notierungen für Canola in Kanada, für Soja in den USA und vor allem die steigenden Rohölkurse in New York preisstützend. Der Rapskurs in Paris hat seit Anfang Februar um knapp 17 % zugelegt.

In Deutschland kommen Neugeschäfte trotz der festen Preise aber kaum noch zustande. Das liegt an den ausgedünnten Vorräten in Erzeugerhand. Schon in den drei Monaten zuvor hatten sich Erzeuger von ihren Lagermengen getrennt, die in dieser Saison aufgrund der mäßigen Ernte zudem nicht sehr umfangreich waren. Die jetzt noch verbliebenen Restmengen werden zur Spekulation auf weitere Preissteigerungen zurückgehalten. Auch für Raps der Ernte 2021 werden kaum noch Lieferverträge abgeschlossen. Der Vermarktungsstand ist schon weit über das übliche Maß hinaus fortgeschritten. Erzeuger halten sich jetzt zurück und wollen zunächst die weitere Vegetationsentwicklung abwarten, denn Ertragsrisiken bis zur Ernte müssen einkalkuliert werden. Niemand möchte riskieren, kontrahierte Mengen nicht liefern zu können.

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Grafik der Woche (KW 09 2021)

Biodieselabsatz erreicht 2020 Rekordniveau

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Mit etwa 3,025 Mio. t erreichte die Beimischung von Biokraftstoffen zu Dieselkraftstoff im vergangenen Jahr seit Einführung der Quotenregelung im Jahr 2007 ein Rekordniveau. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. beruft sich hierbei auf die zu Beginn dieser Woche vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) veröffentlichte Statistik. Die UFOP sieht sich in ihrer Erwartung bestätigt, dass die für das Jahr 2020 von 4 auf 6 Prozent erhöhte THG-Quote problemlos erfüllt werden konnte. Eine wichtige Rolle spielte dabei die ausreichende Verfügbarkeit von Hydriertem Pflanzenöl (HVO).

UFOP: THG-Quote bereits 2021 auf 6,5 Prozent anheben

Die Norm für Dieselkraftstoff (DIN EN 590) begrenzt den Beimischungsanteil von Fettsäuremethylester (Biodiesel) auf maximal 7 Volumenprozent. HVO kann gemäß dieser Norm bis zu 26 Prozent beigemischt werden. Die UFOP schätzt den Anteil von Biodiesel an der Quotenerfüllung auf ca. 2,46 Mio. t und von HVO auf etwa 0,56 Mio. t. Die Quotenvorgabe sei problemlos erfüllt worden, obwohl für das Jahr 2020 eine Quotenübertragung aus den Vorjahren nicht möglich war, erläutert die Förderunion. Diese und weitere Optionen zur Erfüllung der Quotenverpflichtung können und werden im Jahr 2021 angewendet werden. Vor diesem Hintergrund fordert die UFOP eine Anhebung der THG-Quote auf 6,5 Prozent bereits im laufenden Jahr. Auch ab dem Jahr 2022 seien ambitioniertere Anhebungsschritte möglich und im Sinne des Klimaschutzes dringend notwendig, betont die Förderunion unter Hinweis auf die Stellungnahme des Bundesverbandes Bioenergie (BBE) zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Weiterentwicklung der Treibhausgas-Minderungsquote.

Die UFOP unterstreicht nachdrücklich den Handlungsbedarf, Palmöl als Rohstoff für die Biokraftstoffherstellung bzw. die Anrechnung auf die THG-Quote auslaufen zu lassen. Hierdurch werde das heimische bzw. europäische Rohstoffpotenzial gehoben, anstatt Biodiesel aus Rapsöl zu exportieren. Die UFOP begrüßt daher, dass die Bundesregierung von der Ermächtigung der Delegierten Verordnung der EU-Kommission (2019/807) Gebrauch macht, Biokraftstoffe aus Palmöl ab 2026 nicht mehr anzurechnen. Frankreich und Österreich machen jedoch vor, dass ein Ausschluss sofort bzw. noch früher als von der Bundesregierung geplant möglich ist.

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Grafik der Woche (KW 08 2021)

Deutsche Biodieselausfuhren erreichen neuen Höchststand

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Mit einem Ausfuhrvolumen von etwa 2,33 Mio. t und einem Exportüberschuss von etwa 0,9 Mio. t unterstreicht Deutschland seine Bedeutung für die Produktion und Vermarktung von Biodiesel in der Europäischen Union. Dies stellt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) unter Hinweis auf die aktuellen amtlichen Statistiken fest. Insgesamt wurden ca. 1,45 Mio. t Biodiesel importiert. Mit etwa 1 Mio. t bzw. 0,7 Mio. t sind die Niederlande erneut das mit Abstand wichtigste Empfänger- und Exportland. Im Kalenderjahr 2020 hat Deutschland so viel Biodiesel aus- und eingeführt wie noch nie.

Nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) kamen darüber hinaus größere Importmengen aus Belgien, Malaysia und Polen. Besonders auffällig ist der Importzuwachs aus Frankreich, das mit rund 74.000 t gut dreimal mehr Biodiesel in den deutschen Markt lieferte als im Vorjahr. Während aus den Niederlanden mit 700.000 t etwa 2 % weniger kamen, lieferte Malaysia mit 139.000 t rund 9 % weniger. Im Jahr 2020 lieferte Deutschland die Rekordmenge von 955.000 t in die Niederlande. Das entspricht einer Steigerung von knapp 12 % gegenüber dem Vorjahr. Die Lieferungen nach Belgien machten 2020 einen Anteil von 15 % an den Gesamtausfuhren aus. Das Land führte rund 356.000 t ein und damit rund 35 % mehr als im Vorjahr.

Die UFOP weist darauf hin, dass die dargestellte Statistik ausschließlich Biodiesel berücksichtigt. Hydriertes Pflanzenöl (HVO) ist nicht berücksichtigt. In diesem Zusammenhang weist die UFOP auf einen dringenden Handlungsbedarf zur Anpassung der in den amtlichen Statistiken veröffentlichten Angaben hin. Infolge der zunehmenden Bedeutung von HVO müssten Biodiesel und HVO getrennt erfasst und ausgewiesen werden, um eine bessere Markttransparenz zu ermöglichen. Die Förderunion begründet die Forderung mit dem Hinweis, dass es sich hier um unterschiedliche Kraftstoffe mit einer jeweils spezifischen Kraftstoffnorm handele.

Welche Mengen an Biodiesel und HVO – differenziert nach Rohstoffarten und -herkünften – im Jahr 2020 tatsächlich auf die Treibhausgasquote von 6 % angerechnet wurden, werde der nächste Evaluations- und Erfahrungsbericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft (BLE) zeigen, den die UFOP für Ende Oktober 2021 erwartet.

 

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Grafik der Woche (KW 07 2021)

Größere Rapserzeugung schmälert Importbedarf

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In der EU-27 wurde 2020/21 mehr Raps erzeugt als im Vorjahr. Der Verbrauch wird niedriger eingeschätzt, was den Importbedarf verringert. Dennoch sollten die Vorräte wachsen.

In der EU-27 wurde im Jahr 2020 nach Angaben der EU-Kommission etwas mehr Raps geerntet als im Vorjahr. Die Erntemenge wird auf 16,1 Mio. t beziffert, was eine Steigerung von knapp 5 % gegenüber 2019 bedeutet. Dieses Plus ist nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) auf größere Rapsernten in Deutschland, Polen, Litauen und Tschechien zurückzuführen. Produktionsrückgänge in anderen Mitgliedstaaten wurden dadurch mehr als ausgeglichen. Dennoch ist dieses Ergebnis erneut unterdurchschnittlich.

Der Verbrauch in der EU-27 wird 2020/21 auf 21,2 Mio. t geschätzt, ein Minus von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Durch die etwas höhere Erntemenge und den geringeren Bedarf dürfte die Lücke zwischen Erzeugung und Verbrauch 2020/21 etwas schrumpfen. Im Vorjahr konnte der EU-Verbrauch zu 70 % durch die europäische Erzeugung gedeckt werden. 2020/21 wird dieser Anteil voraussichtlich bei 76 % liegen. Die EU-Kommission geht deshalb davon aus, dass im laufenden Wirtschaftsjahr insgesamt weniger Raps aus Drittstaaten zugekauft werden muss als im Vorjahr. Die Einfuhren werden auf 5,5 Mio. t geschätzt und damit etwa 11% geringer ausfallen. Nach AMI-Einschätzung dürfte die EU-27 in diesem Wirtschaftsjahr bereits etwa 70 % der erwarteten Importmenge eingeführt haben.

Die Lagerbestände dürften in der EU auf ca. 0,8 Mio. t zunehmen. Dies wäre eine Zunahme von ca. 60%, allerdings gegenüber einem Vorjahr mit sehr geringen Vorräten.

 

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Grafik der Woche (KW 06 2021)

CO2-Ausstoß nur in wenigen Ländern rückläufig

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Die Europäische Union werde ihrer Vorreiterrolle beim Klimaschutz gerecht und müsse daher den Klimaschutz international vorantreiben. Dies bekräftigt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) und verweist auf den im Vergleich zu 1990 um 25 % verringerten CO2-Ausstoß der EU. Gleichzeitig sei der Treibhausgasausstoß in China, Indien und Indonesien um mehr als 24 % gestiegen. Unter diesen Vorzeichen findet die nächste Weltklimakonferenz (COP 26) Ende 2021 in Glasgow statt. Die UFOP fordert, dass die Unterzeichnerstaaten des Klimaabkommens von Paris nun ihre Klimaschutzstrategien bis 2050 vorlegen müssen. Dem Klimaschutz laufe die Zeit davon.

Die UFOP stellt fest, dass sich der in den Jahren 2017 und 2018 beobachtete Anstieg der weltweiten fossilen CO2-Emissionen auch im Jahr 2019 fortgesetzt hat, jedoch mit geringerer Wachstumsrate. Die Emissionsdatenbank der EU-Kommission für die globale Atmosphärenforschung EDGAR bestätigt, dass die EU und Russland die einzigen Industrieregionen waren, deren CO2-Emissionen mit rund 25 % deutlich unter den Werten von 1990 liegen. Im gleichen Zeitraum stiegen in den USA und Japan die CO2-Emissionen um 0,8 % bzw. 0,4 %, während Schwellenländer wie China und Indien aufgrund ihrer raschen Industrialisierung in den letzten zwei Jahrzehnten 3,8- bzw. 3,3-mal mehr CO2 als 1990 in die Atmosphäre freisetzten. Die Datenbank berücksichtigt allerdings nur die globalen fossilen CO2-Emissionen aus anthropogenen Aktivitäten, also durch den Verbrauch von Brennstoffen wie Erdöl, Kohle oder Erdgas. CO2-Emmissionen aus Biomasseverbrennung, Landnutzungsänderung (Urwaldrodung/Grünlandumbruch, Methan-Freisetzung aus Permafrostböden) und Forstwirtschaft werden nicht berücksichtigt.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts haben die globalen Treibhausgasemissionen im Vergleich zu den drei Jahrzehnten zuvor zugenommen, hauptsächlich aufgrund des Anstiegs der CO2-Emissionen in Schwellenländern. Die jüngsten Schätzungen von EDGAR bestätigen auch für 2019 eine Fortsetzung dieses Trends, wobei die globalen anthropogenen fossilen CO2-Emissionen gegenüber 2018 um 0,9 % zunahmen und ein Volumen von global 38 Gigatonnen CO2eq erreichten.

Die weltweit größten CO2-Emittenten China, USA, Indien, EU-27+VK, Russland und Japan hatten 2019 einen Anteil von 51 % an der Weltbevölkerung und von 62,5 % des globalen Bruttoinlandsprodukts. Gleichzeitig zeichneten sie für 62 % des gesamten globalen Verbrauchs fossiler Brennstoffe und für 67 % der globalen fossilen CO2-Emissionen verantwortlich. Die Treibhausgasemissionen aus diesen Ländern zeigen 2019 unterschiedliche Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr. Die größten Steigerungen verzeichneten China und Indien, während mit 3,8 % der größte Rückgang für die EU-27+VK ermittelt wurde.

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Grafik der Woche (KW 05 2021)

Rekordernte in Brasilien erwartet

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Brasilien und Argentinien bestätigen auch in diesem Wirtschaftsjahr ihre Anteile am Weltsojamarkt. Während Argentinien etwas weniger ernten dürfte, sollen in Brasilien mehr Bohnen von den Feldern geholt werden.

Die größten Sojaländer weltweit sind Brasilien, die USA und Argentinien. Sie stellen zusammen über 80 % der gesamten Sojabohnen weltweit. Mit großem Abstand folgt dahinter Indien. Dort dürfte 2020/21 rund 3 % der globalen Soja gedroschen werden.  In Brasilien sollen nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) im laufenden Wirtschaftsjahr die Rekordmenge von 133 Mio. t Sojabohnen geerntet werden und damit rund 7 Mio. t mehr als im Vorjahr. Die trockenheitsbedingten Aussaatverzögerungen Ende des Jahres 2020 scheinen zwar die Ernte nach hinten zu schieben, dürften nach Einschätzung des USDA aber die Erträge nicht schmälern. Mit einer Flächenausweitung um 1,7 Mio. ha kann Brasilien seine Spitzenposition vor den USA weiter ausbauen. In den Vereinigten Staaten ist die Sojabohnenernte bereits Anfang November 2020 abgeschlossen worden. Dort wurden rund 113 Mio. t von den Feldern geholt. Das entspricht einer Steigerung von 16 Mio. t zum Vorjahr.

In Argentinien, dem drittgrößten Erzeuger weltweit, dürften hingegen mit 48 Mio. t das zweite Jahr in Folge weniger Sojabohnen gedroschen werden. Der Auslöser hierfür sind die ungünstigen Witterungsbedingungen. Trockenheit hatte nicht nur die Aussaat erschwert, sondern auch die Vegetationsbedingungen verschlechtert. Daher sollen die Erträge dort, nach Recherche der AMI (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH), bei unveränderter Fläche geringer ausfallen als im Vorjahr.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) weist darauf hin, dass der Ertragszuwachs in Brasilien nach Angaben der AMI auf einen Flächenzuwachs zurückzuführen sei. Nicht zu quantifizieren sei mangels statistischer Erfassung, um welche zusätzliche Flächen es sich bei dem Flächenzuwachs handelt und deren Verortung. Die von der Politik angestrebte Importpolitik auf Grundlage eines entwaldungsfreien Bezugs erfordere einen Herkunftsnachweis der für diese Mengen ausgewiesenen Anbauflächen. Allerdings werde das Entwaldungsproblem so nicht gelöst, sondern nur verlagert, gibt die UFOP zu bedenken.

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Grafik der Woche (KW 04 2021)

Weltweit mehr Futtererbsen geerntet

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Während in Kanada im laufenden Wirtschaftsjahr mehr Futtererbsen gedroschen worden sein dürften, wird in anderen wichtigen Erzeugerstaaten ein teils kräftiges Minus verbucht. Da das Plus aber überwiegt, werden weltweit insgesamt etwas mehr Futtererbsen von den Feldern geholt als im Vorjahr. Zu dieser Einschätzung kommt die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) nach Angaben des Internationalen Getreiderates (IGC). 

Dem IGC zufolge dürften im Wirtschaftsjahr 2020/21 rund 14,3 Mio. t Futtererbsen weltweit geerntet werden. Das wären rund 0,3 Mio. t mehr als im Vorjahr. Diese Prognose fußt hauptsächlich auf den höheren Ernteschätzungen für Kanada, Russland und Australien. In Kanada – dem wichtigsten Erzeugerland weltweit – sollen mit 4,6 rund 0,4 Mio. t mehr Futtererbsen gedroschen worden sein als im Vorjahr. Aufgrund höherer Erträge fällt auch die australische Erzeugung mit 300.000 t um knapp ein Drittel höher aus als zuvor. Für Russland wird, trotz der Berichte über zu trockene Vegetationsbedingungen, die Futtererbsenernte 2020 mit 2,4 Mio. t leicht über Vorjahresvolumen taxiert. In der EU-27 sollen mit 2,1 rund 0,1 Mio. t mehr Futtererbsen geerntet worden sein als im Vorjahr.

In den USA und der Ukraine sind die Ernten, laut IGC, hingegen kräftig gesunken. Die US-Erzeugung dürfte sich auf 0,8 Mio. t belaufen und das Vorjahresniveau damit um 17 % verfehlen. In der Ukraine sollen mit 0,5 Mio. t rund 12 % weniger zusammengekommen sein. Der Auslöser dafür dürften nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) die trockenen Vegetations- und Erntebedingungen gewesen sein.

Mit Blick auf den großen Importbedarf der Europäischen Union bei Futterprotein unterstreicht die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) das mobilisierbare große Anbaupotenzial bei Futtererbsen und den übrigen großkörnigen Leguminosen wie Ackerbohne, Lupine und Sojabohne. Die Landwirtschaft stehe seit Jahren in den Startlöchern. Die Bedeutung dieser Kulturarten als Blühpflanzen für die Biodiversität und Stickstofffixierer für den Klimaschutz und damit deren Beitrag für die Ökosystemleistung erweiterter Fruchtfolgen seien hinlänglich bekannt, betont die UFOP. Angesichts des Klimawandels und Folgen sei jetzt der Handlungs- bzw. Erfolgsdruck enorm, bekräftigt der Verband unter Hinweis auf das 1,5-Gradziel bis 2030. Körnerleguminosen seien ein essentielles Element zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, für die Etablierung resilienter Fruchtfolgen und zur Erhöhung des Kohlenstoffgehaltes im Boden, erläutert die Förderunion. Die UFOP erinnert in diesem Zusammenhang an die vom Bundeslandwirtschaftsministerium angekündigte Ackerbaustrategie. Diese verfolge grundsätzlich das Ziel die Kulturartenvielfalt weiter zu entwickeln unter Berücksichtigung des heute schon mobilisierbaren und zukünftigen technischen Fortschritts in der Anbautechnik, Digitalisierung und Pflanzenzüchtung. Klimawandel und erforderliche wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit geben den Handlungsrahmen sowie den Anpassungsdruck vor, stellt die UFOP fest.

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Grafik der Woche (KW 03 2021)

EU-Sojaimporte aus USA gesunken

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Seit der Teilvereinbarung im Handelsstreit mit China fließen wieder mehr Sojabohnen aus den USA ins Reich der Mitte. Damit sind die US-Importe in die EU zurückgegangen. Der europäische Bedarf wird deshalb wieder vermehrt mit brasilianischem Soja gedeckt.

Die Ölsaatenerzeugung in der EU kann den EU-Bedarf nur zu rund 56 % decken. Daher ist die EU-27+VK seit jeher auf Ölsaatenimporte aus Drittstaaten angewiesen. Den größten Anteil an den Ölsaatenimporten haben dabei Sojabohnen, da sie in der EU noch vergleichsweise wenig angebaut werden. In der ersten Hälfte des Wirtschaftsjahres 2020/21 hat die EU-27+VK rund 7,1 Mio. t Sojabohnen eingeführt. Das waren etwa 5 % mehr als im Vorjahreszeitraum und rund 2 % weniger als vor zwei Jahren.

Mit 2,9 Mio. t – dies entspricht etwa 40 % der Importe – stammte der größte Teil der Sojabohnen aus den USA. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Importe aus den USA um rund 12 % zurückgegangen, verglichen mit 2018/19 sogar um 46 %. Der Grund für den deutlichen Rückgang der Sojalieferungen aus den USA dürfte nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) in der teilweisen Beilegung des Handelskonfliktes zwischen den USA und China liegen. Seit das Reich der Mitte wieder lebhaft Ware aus den USA ordert, steht weniger US-Ware für den Export in die EU zur Verfügung.

Der Bedarf der EU wird daher wieder stärker durch Einfuhren aus Brasilien gedeckt. Von Juli bis Dezember 2020 kamen rund 2,8 Mio. t Soja von dort. Dies ist nahezu doppelt so viel wie im Vorjahr. Der drittwichtigste Lieferant ist bisher Kanada, danach folgen die Ukraine und Serbien.

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Grafik der Woche (KW 02 2021)

Sojakurse treiben Ölschrotpreise

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Die Sojaschrotnotierungen in Chicago haben sich in den vergangenen Monaten deutlich befestigt, was am hiesigen Kassamarkt steigende Soja- und Rapsschrotpreise zur Folge hatte. Gleichzeitig war die Nachfrage nach gentechnikfreiem Sojaschrot lebhaft.

Die Preise für Rapsschrot und vor allem für gentechnikfreies Sojaschrot sind in der zweiten Jahreshälfte 2020 kräftig gestiegen. Zu Beginn des Wirtschaftsjahres, im Juli 2020, kostete GVO-freies Sojaschrot mit 48 % Rohprotein (RP) noch 456 EUR/t fob Hamburg, sechs Monate später waren es mit 602 EUR/t rund 146 EUR/t mehr. Umgerechnet kostete ein Prozent Protein je Tonne Anfang Januar 2021 rund 4,60 EUR gegenüber 3,10 EUR Anfang Juli 2020. Auslöser dafür waren kräftige Kurssteigerungen in Chicago, getrieben von der Sorge um trockenheitsbedingte Ernteeinbußen in Südamerika. Zudem schwindet das Sojaschrotangebot in Argentinien, was die Bedenken um Versorgungsengpässe hierzulande schürt. Auch in Brasilien – dem Hauptlieferant für gentechnikfreies Sojaschrot – ist das Angebot mittlerweile sehr knapp, da China den Markt in den vergangenen Monaten regelrecht leergefegt hat. Zudem suchen Käufer nun auch in anderen Ländern nach gentechnikfreiem Sojaschrot, wodurch europäische Ware, wie z.B. Donau-Soja zunehmend in den Vordergrund rückt und sich zusätzlich verteuert.

Rapsschrot verteuerte sich seit Wirtschaftsjahresbeginn um 53 auf 278 EUR/t. Umgerechnet sind das 7,93 EUR/Prozent Protein in einer Tonne gegenüber 6,34 EUR zum Saisonstart. Rapsschrot hat damit gegenüber gentechnikfreiem Sojaschrot an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen. Der Preisunterschied zwischen einem Prozent Protein in den genannten Ölschroten betrug zuletzt 4,52 EUR/t; am 01.07.2020 lag er bei 2,89 EUR/t, vor einem Jahr bei 2,59 EUR/t.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) verweist auf die Vielzahl der von ihr geförderten Fütterungsversuche zur Feststellung des Futterwertes bei den jeweiligen Tierarten. Die aktuelle Preisentwicklung macht den Einsatz von Rapsschrot als Alternative besonders in der Rinderfütterung wettbewerbsfähiger, weil bei Wiederkäuern der Unterschied im Futterwert zum Sojaschrot eine untergeordnete Rolle spielt. Die Fütterungsergebnisse hätten bestätigt, dass mit Rapsschrot analoge Milchleistungsergebnisse erzielt werden. Deshalb ist gentechnikfreies Rapsschrot aus EU-Rapssaat die bevorzugte Proteinquelle, um Milchprodukte mit dem grünen Label „Ohne Gentechnik“ kennzeichnen zu können.

Mit Blick auf das Anbaupotenzial von Raps, vor allem aber von Körnerleguminosen sieht die UFOP noch erhebliches Substitutionspotenzial, das bei Körnerleguminosen durch eine intensiviere Forschung gehoben werden könne. Die Nutzung heimischer Proteinquellen sei eine wichtige Voraussetzung für die von der EU-Kommission angestrebte „Farm-to-Fork-Strategie“ im Rahmen einer auf Regionalität und Transparenz ausgerichteten und entwaldungsfreien Wertschöpfungskette, betont die Förderunion.

 

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Grafik der Woche (KW 01 2021)

Globale Rapsanbaufläche nimmt zu

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Flächenrückgänge in der Ukraine und der EU-27+VK werden 2021/22 voraussichtlich durch Zuwächse in anderen wichtigen Erzeugerländern mehr als ausgeglichen.

Die globale Rapsfläche dürfte für das Vermarktungsjahr 2021/22 nach jüngsten Angaben des Internationalen Getreiderates (IGC) eine Höhe von 35,6 Mio. ha erreichen und damit etwa 1,4 % größer ausfallen als im laufenden Wirtschaftsjahr. In Kanada wird mit dem deutlichsten Flächenplus gerechnet. Dort könnten zur Ernte 2021 auf rund 8,7 Mio. ha Raps stehen. Das wäre eine Steigerung von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Das ist allerdings noch sehr prognostisch, da die Aussaat erst im Frühjahr 2021 stattfindet. Für eine Anbauausdehnung sprechen aber die vergleichsweise geringen kanadischen Vorräte sowie die hohen Rapspreise.

Auch in anderen wichtigen Anbauländern dürfte 2020/21 mehr Raps ausgesät werden. Darunter Indien mit einem Plus von 2,8 % auf 7,4 Mio. ha und Russland mit 1,1 % auf 1,4 Mio. ha.

Dagegen dürfte die Rapsfläche in der EU-27+VK nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) um 0,1 Mio. ha auf 5,5 Mio. ha etwas zurückgehen. Zwar wird für Deutschland und Polen eine Ausdehnung gerechnet, diese reichen aber nicht aus, um den erwarteten Rückgang in Frankreich, Südosteuropa und dem Vereinigten Königreich auszugleichen. Einen kräftigen Rückgang um 16,4 % auf 0,9 Mio. ha erwartet der IGC für die Ukraine als Folge zu trockener Aussaatbedingungen.

 

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